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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Langzeit-EKG nach Zentralarterienverschluß
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BeitragVerfasst: 23.11.08, 14:07 
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Hallo zusammen,

vor zwei Wochen konnte meine Mutter auf einem Auge plötzlich nicht sehen, es wurde vom Augenarzt, der in die Uniklinik überwies, ein Zentralarterienverschluß diagnostiziert. Bisherige Untersuchungen verliefen ergebnislos (EEG, CCT). Jetzt hat die Uni ein noch während des Klinikaufenthaltes geschriebenes Langzeit-EKG direkt nach Hause geschickt, der Hausarzt ist gerade auf Fortbildung. Jetzt stellt sich die Frage, muß die Vertretung etc. konsultiert werden bei dem, was wie folgt, drinsteht. Was bedeutet das ganze überhaupt? Behandlungsbedürftig und wenn ja, wie?

Grundrhythmus nrf. Sinusrhythmus mit erhaltener Tag-Nacht-Periodik. HF mittel 77/min, vermehrte monomorhe VES mit kompensatorischen Pausen bis 1,3 sex, z.T. als Bigemini/2:1 Exstrasystolie, verzeinzelte SVES/SVES Salven von max. 11 Schlägen.

Danke für Antworten im voraus.

Gruß,

Mona.


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BeitragVerfasst: 24.11.08, 17:44 
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Liebe Mona64,

sorry, auch ich war die letzte Woche auf einem Kongress/Messe. Mit der Untersuchung wollte man sicher vor allem ein sog. paroxysmales Vorhofflimmern (VF) ausschliessen, da dies manchmal zu arteriellen Embolien (Gefäßverschlüssen) führt. In diesem Fall könnte man das u.a. mit sog. blutverdünnenden Medikamenten behandeln. Das LZ-EKG gibt aber keinen Hinweis auf VF. Der Befund ist nicht ganz normal aber auch nicht unbedingt besorgniserregend.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin
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BeitragVerfasst: 24.11.08, 19:28 
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Hallo,

besten Dank für Ihr Statement. Scheint Kongress-Zeit zu sein. :lol:

Kann/muß man das gefundene denn behandeln?

Gruß,

Mona.


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BeitragVerfasst: 25.11.08, 09:15 
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Hallo Mona,

Zitat:
Kann/muß man das gefundene denn behandeln?


nicht unbedingt. Das kann man nur durch eine Gesamtsicht beurteilen, die im Internet grundsätzlich nicht möglich ist. Z.B. könnte man, falls vorhanden, eine Herzinsuffizienz, eine Hypertonie, eine KHK, einen Diabetes, ein Übergewicht.... behandeln und damit dem Herzen etwas Gutes tun.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin
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BeitragVerfasst: 25.11.08, 16:42 
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Danke. Es ging mir nur drum, ob meine Mutter jetzt schnellstens zum Arzt muß oder ein paar Tage Zeit sind, es steht noch eine Untersuchung aus, dann könnte vielleicht alles gleichzeitig besprochen werden.


Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht scheiden schon mal aus, der Rest, soweit ich weiß, auch, aber man kann ja nochmal nachfragen.

Gruß,

Mona.


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BeitragVerfasst: 09.12.08, 15:25 
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Hallo,

nochmal ich. Jetzt ist der zweite Befund da:

Befund mit hypertensiver Herzerkrankung vereinbar. Normal dimensionierter rechter und linker Ventrikel. Septal betonte LV-Hypertrophie. Erhaltene linksventrikuläre Pumpfunktion. Diastolische Funktionsstörung Grad I. Keine Zeichen der Rechtsbelastung. Kein anhalt für pulmonal arterielle Hypertonie. Leichtgradige Mitralklappeninsuffizienz Grad II. Aortenklappeninsuffizienz Grad II. Kein Perikarerguß.

Ausschluß eines thrombogenen Milieus, kein intrakavitärer Thrombus. Regelrechte Verhältnisse am interatrialen Septum. Aorta ascendens, descendens und Arcus altersentsprechend deutlich verändert, Plaques > 0,4 cm, aortal betont.

Das ist das Ergebnis nach einer TEE.

Könnte ich dazu freundlicherweise auch nochmals einen Kommentar haben.

Danke im voraus.

Gruß,

Mona.


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BeitragVerfasst: 09.12.08, 15:37 
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Wohnort: Bad Nauheim
Liebe Mona64,

am Herzen liegt der Sehverlust des Auges also offensichtlich nicht. Eine Hypertonie sollte gut eingestellt werden. Ansonsten ist der kardiale Befund wohl nur in jährlichen Abständen oder bei klinischen Anlaß zu kontrollieren.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
Facharzt für Innere Medizin
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BeitragVerfasst: 09.12.08, 15:42 
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Beiträge: 138
Hallo,

danke für die prompte Antwort. Der Knüller ist nur, daß meine Mutter eigentlich zu niedrigen Blutdruck hat und das zeitlebens (Spitzenminuswert vor einer OP war mal 90/60).

Gruß,

Mona.

PS: Eine Frage hätte ich noch: Rechtfertigt der Befund dieses Herzrasens welches anfallsartig auftritt oder woher kommt das? Das beruhigt mich nicht wirklich.


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BeitragVerfasst: 09.12.08, 16:09 
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Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Liebe Mona,

Mona64 hat geschrieben:
Rechtfertigt der Befund dieses Herzrasens welches anfallsartig auftritt oder woher kommt das? Das beruhigt mich nicht wirklich.


darauf gibt es leider keine beruhigende Antwort außer dass solche Salven im EKG relativ häufig sind. Medikamente, mit welchen man das behandeln könnte, erhöhen in vielen Fällen ihrerseits die Sterblichkeit.

Alles Gute!
Ihr
Dr. med. Achim Jäckel
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