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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Beschwerden nach Herzschrittmacher
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 Betreff des Beitrags: Beschwerden nach Herzschrittmacher
BeitragVerfasst: 29.09.17, 09:22 
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Beiträge: 3
Hallo,
ich habe seit 6 Monaten einen Herzschrittmacher. Nach ca. 6 Wochen bekam ich Magendruck, wenn ich schneller laufe, im Ruhezustand ist nichts. Der Zustand hält bis heute an. Meine Kardiologin machte Ultraschall und Belastungs EKG, angeblich holpert mein Herz jetzt, sie verschrieb mir Betablocker.
Davon ist mir aber übel geworden und ich hatte ganz niedrigen Puls. Jetzt will sie mich zur Magenspiegelung schicken, ich habe das Gefühl, dass sie nicht weiter weiß. Kann mir da jemand weiterhelfen und einen Rat geben?
Danke und viele Grüße


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BeitragVerfasst: 01.10.17, 21:34 
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Registriert: 28.02.06, 10:32
Beiträge: 144
Hallo,

Sie schreiben "Beschwerden nach Herzschrittmacher". Normalerweise solle es jemandem mit Schrittmacher genausogut gehen, wie früher, bevor man einen Schrittmacher brauchte. Sie beschreiben Ihre Beschwerden, die bei körperlicher Belastung auftreten. Das kann mit dem Schrittmacher zusammenhängen, muss aber nicht.

Wenn es tatsächlich am Schrittmacher liegen sollte, dann genau daran, wie er eingestellt ist. (Vergleichbar früher am Auto, ob die Zündung richtig eingestellt ist...)

Um etwas aussagen zu können, teilen Sie bitte mit:
a) Weshalb Sie einen Schrittmacher bekommen haben (die Indikation)
b) was für einen Schrittmacher Sie bekommen haben (1-Kammer oder 2-Kammer)
c) wie der Schrittmacher eingestellt ist (siehe Schrittmacherausweis)
d) Ihr Alter, und wie aktiv sie sind (davon abhängig werden Schrittmacherparameter eingestellt)

Möglicherweise kann dann ein Rat gegeben werden, evtl. ergeben sich auch noch weitere Fragen.
Was hat das Belastungs EKG egeben? Wurde es mit Laufband oder Fahrradergometer durchgeführt?
Wie schnell wurde Ihr Puls bei Belastung?

Aber wie gesagt, es muss nicht sein, dass es überhaupt am Schrittmacher liegt.

Beste Grüße,
Schrittmacher


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BeitragVerfasst: 06.10.17, 11:34 
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Registriert: 29.09.17, 09:11
Beiträge: 3
Hallo,
danke für Ihre Antwort.
Hier noch einige Informationen:
Den Schrittmacher habe ich wegen Vorhofflimmern bekommen und da mein Herz nachts sehr langsam geschlagen hat.
Der Schrittmacher heißt Solia T 60, bipolar.
Einstellung: bpm 60, ppm 90, VD 8,5, V/ms 0,5/0,4, VD 721
Grundfrequenz 60, Nachtfrequenz 55, Sensor 120, Impulsamplitude 3.0, Impulsdauer 0.4, Refraktärzeit 250.
Das Belastungs EKG wurde mit dem Fahrrad gemacht, Puls weiß ich nicht. Dabei kam raus, dass mein Herz holpert,
die Ärztin hat mir dann Metoprolol 47,5 verschrieben. Die habe ich nicht vertragen, ich hatte Kopfschmerzen,
mir war schlecht und mein Puls war nur noch 31. Habe die Tabletten dann gleich abgesetzt.
Ich hoffe, diese Daten reichen.
Ich bin 79 Jahre, sehr schlank, treibe kein Sport , arbeite noch stundenweise (Essenausgabe in einer Schule).
Wie schon gesagt, treten die Beschwerden nur beim schnelleren Gehen auf, nicht beim Arbeiten, nicht beim Putzen.
Wenn es vom Magen kommen würde, hätte ich die Beschwerden doch ständig, Ultraschall am Magen war in Ordnung.
Würde mich über eine Antwort freuen.
Viele Grüße
H. Schulze


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BeitragVerfasst: 06.10.17, 12:36 
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Registriert: 28.02.06, 10:32
Beiträge: 144
Hallo noch einmal,

Ihr Schrittmacher ist, so wie ich es lese, gut eingestellt: Ein Puls von 55 in der Nacht, 60 bei Ruhe und bis 120 bei Belastung ist in Ordnung, und auch Ihrem Alter entspechend eingestellt. Hier liegt der Fehler nicht.

Das "Herzstolpern" ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, es bringt auch den Herzschrittmacher aus dem Takt und er arbeitet nicht korrekt (zu selten), was sich darin äußern kann, dass der Puls zu langsam schlägt. Sie schrieben von 31, das dürfte mit Herzschrittmacher gar nicht auftreten, treten Extrasystolen (Herzstolpern) auf, kann das jedoch vorkommen. Der Herzschrittmacher registriert so einen Stolperer, hält das für einen richtigen Herzschlag, obwohl es nur ein Stolperer war, und gibt deswegen keinen Impuls ab.
Das Medikament abzusetzen halte ich daher für keine so richtig gute Idee, für den Moment ja, da ging es Ihnen schlecht. Nicht aber auf Dauer: sprechen Sie mit Ihrem Kardiologen, es gibt andere Medikamente mit ähnlicher Wirkung, mitunter muss man probieren, welches das für einen am besten geeignete ist. Ihr Kardiologe hält einen Betablocker für notwendig, und wenn Sie "M" nicht vertragen, dann wird es eben ein anderer sein.

Einen besseren Rat zum Herzschrittmacher habe ich nicht. Leider kommt es immer wieder vor, dass es eine Zeitlang dauert, bis man die für einen persönlich optimale Therapie gefunden hat.

Alles Gute wünscht:
Schrittmacher


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BeitragVerfasst: 07.10.17, 12:52 
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Registriert: 29.09.17, 09:11
Beiträge: 3
Danke, ich gehe nochmal zu meiner Kardiologin...


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