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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Frage zu medikamenteninduzierten QT-Zeit-Verlängerung
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BeitragVerfasst: 23.06.17, 07:33 
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Guten Tag,

wenn ein Antidepressivum (hier: Fluoxetin) in EKG-Kontrollen keine QT-Verlängerung aufzeigt, dann ist das Risiko von Torsade de Pointes und Kammerflimmern doch genau so hoch, wie ohne Antidepressivum, oder?

Duloxetin soll die QT-Zeit nicht verlängern, aber trotzdem bei Herzerkrankungen nicht angewendet werden. Warum?

Ich versuche gerade mit meinem Arzt ein passendes AD zu finden. Habe leider ohnehin schon immer VES, die ja per se schon TdP auslösen können. Weiterhin bin ich weiblich, was ja ein zusätzlicher Risikofaktor ist.

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort(en).

Vielen Dank.
Peggy Dede


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BeitragVerfasst: 23.06.17, 15:02 
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Beiträge: 418
hallo,

bei ausbleiben einer qt-verlängerung ist das risiko für torsaden in jedem fall niedrig. ob es genau so niedrig ist, wie in abwesenheit des medikaments ist unbekannt; m.e. gibt es hierzu keine daten. dass zumindest ein minimal höheres risiko besteht, wäre theoretisch zu erwarten. ves lösen nicht per se tdp aus; die meisten ves sind in der tat harmlos hinsichtlich eines risikos gefährlicher arrhythmien. ich kenne keine daten, die zeigen, dass ves ein höheres risiko unter einer entsprechenden medikation darstellt. bekannte risikofaktoren für arrhythmien (torsaden) unter qt-verlängernden medikamenten sind
- vorbestehendes angeborenes qt-syndrom
- kombinationen mehrerer qt-verlängernder Medikamente
- toxische spiegel eines qt-verlängernden medikaments (auch z.b. bei geringerer ausscheidung durch z.b. nierenschwäche)
- störungen der blutsalze (insbes. mangel an kalium und/oder magnesium
- hohes alter
- vorbestehende strukturelle Herzkrankheit
zu letzteren zählen ves nicht, es sei denn bei entsprechender diagnostik (herzultraschall) würde ein weiteres (gravierendes) problem festgestellt.
ausgehend von der fachinfo würde ich nicht sagen, dass es bei herzerkrankungen generell nicht angewendet werden kann. es seien anstiege der herzfrequenz und des blutdrucks möglich, die m.e. aber nur bei schwerwiegenden strukturellen Herzkrankheiten eine rolle spielen.
sollten ves in ihrer häufigkeit ansteigen, kann man immer noch umstellen. so etwas könnte man z.b. durch langzeit-ekg kontrollieren.

grüße

downcase


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BeitragVerfasst: 24.06.17, 11:38 
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Registriert: 30.03.17, 19:55
Beiträge: 3
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.


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