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medizin-forum.de • Thema anzeigen - implantierbarer Defibrilator (subcutan)
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BeitragVerfasst: 08.01.17, 16:06 
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Beiträge: 5
Hallo!

Wer kennt sich mit den implantierbaren Defibrilatoren aus?
Sollte man bei der Wahl des Gerätes achtsam sein?
Welche Geräte haben die längste Laufzeit und v.a. die gerinste Fehlerquote?

Es geht um eine 51 Jahre alte Patientin, die vor 3 Tagen 19 Minunten Kammerflimmern und eine entsprechende - sehr gute - Reanimation hatte.
Nun soll ein Defi eingebaut werden.
Die Grunderkrankung ist ein Mitralklappenprolaps. Herzkranzgefäße und andere mögliche Unrsachen wurden untersucht und als unauffällig befundet.

Oder würde man bei einer sochen Indikation nicht zwingend einen Defibrilator implantieren?

Über sehr schnelle Antworten freue ich mich riesig!!! :D

Herzliche Grüße
IST


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 09:02 
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Registriert: 28.02.06, 10:32
Beiträge: 138
Hallo zurück,

Zu Ihren Fragen:
Wer kennt sich mit implantierbaren Defibrillatoren aus?:
Auf Rhythmologie spezialisierte Kardiologen.

Sollte man bei der Wahl des Gerätes achtsam sein?:
Das sollte man immer. Speziell: Es gibt Leitlinien der kardiologischen Gesellschaften, in denen sämtliche aktuellen wissenschaftlichen Erkenntisse ausgewertet und in Handlungsempfehlungen umgesetzt werden. Der auf Rhythmologie spezialisierte Arzt kennt diese und handelt entsprechend (bzw. er sollte dies).
http://leitlinien.dgk.org/2016/pocket-l ... herztodes/

Welche Geräte haben die längste Laufzeit und v.a. die geringste Fehlerquote?:
Schwierig zu sagen, es gibt keine Stiftung Defibrillatortest, und dann wären die Testkriterien noch zu hinterfragen. Es sind auf dem deutschen Markt 5 Hersteller mit Defibrillatoren vertreten, einige veröffentlichen einen jährlichen "Product-Perfornmance-Report". Sobald ein Gerät oder ein Zubehörteil eine auffällige Fehlerquote aufweisen sollte, gibt es üblicherweise einen Rückruf. Über Rückrufaktionen können Sie sich bei der amerikanischen Zulassungsbehörde http://www.fda.gov schlau machen, einige Hersteller und Modelle sind aktuell von Rückrufen betroffen, allerdings werden diese Produkte dann auch nicht mehr eingesetzt. Ein paar Hersteller sind seit einigen Jahren von Rückrufen erfreulicherweise frei.

Weiterhin gibt es Geräte, mit einer sehr robusten Störungserkennung, so dass die -Sie nennen es Fehlerquote- gering ist, geringer als bei anderen Modellen.
Dummerweise sind diese nun teurer als andere, und je nach dem welche Geräte gerade von der Einkaufsleitung der jeweiligen Klinik gekauft werden, hat man vielleicht Glück, und bekommt ein Premiummodell, nach aller Erfahrung eher nicht.

Zu beachten ist: Eine perfekte Einstellung eines Produktes der Basisversorgung hat immerhin bessere Therapieergebnisse zur Folge, als eine unangepasste Einstellung eines High-End Gerätes.

Ihnen alles Gute,
Schrittmacher


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 14:03 
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Beiträge: 414
hallo,

die indikation aus der entfernung zu beurteilen ist natürlich nicht möglich.
überlebtes kammerflimmern ohne eine reversible ursache ist jedoch prinzipiell eine icd-indikation.
da sie von subkutanen defis schreiben ist festzuhalten, dass es von dieser firma nur einen Hersteller gibt.
bei konventionellen Systemen gab es eine arbeit im jce, die die batterielaufzeiten der 4 größten hersteller verglichen hat und zu einem eindeutigen ergebnis gekommen ist. da ich keine werbung mache, kann ich die firma natürlich nicht nennen.

grüße

downcase


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 21:25 
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Registriert: 08.01.17, 15:45
Beiträge: 5
Vielen Dank!


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 21:55 
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Registriert: 08.01.17, 15:45
Beiträge: 5
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27094359
Device Longevity in a Contemporary Cohort of ICD/CRT-D Patients Undergoing Device Replacement

Für Mitmenschen, die auch unter Zeitdruck Infos suchen. Das ist vermutlich die Studie, auf die sich downcase bezieht.


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BeitragVerfasst: 10.01.17, 22:01 
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Interessierter

Registriert: 08.01.17, 15:45
Beiträge: 5
und das ist dann vermutlich der einzige subcutane...

http://www.bostonscientific.com/content ... ystem.html


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