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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Was kann das nur sein? Psyche oder doch was übersehen?
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BeitragVerfasst: 12.07.15, 23:10 
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Beiträge: 1
Hallo,
ich brauche unbedingt Hilfe bzw. mal den Rat von ein paar "neutralen" Personen.

Es geht um folgendes. Ich hatte nun eine ganze Weile oft mit Schwindel zu tun, nicht stark immer nur so ein bisschen als hätte ich Kreislaufprobleme und mir wurde immer mal wieder so ein bisschen schwindelig. Nach einem Ruhe-EKG und Blutzuckertest schickte mich mein Hausarzt zum HNO und zum Neurologen. Alles ohne Befund. Mein Hausarzt meinte dann erstmal abwarten.

Kurz darauf kamen neue Symptome dazu. Häufiges Herzstolpern bei Belastung, ist mir beim Fahrrad fahren öfter aufgefallen. War dann beim Kardiologen. Belastungs EKG + Ultraschall unauffällig.

Mittlerweile (seit ca. 2-3 Wochen) habe ich dieses Herzstolpern sehr oft. Mehrmals täglich auch in Ruhe. Außerdem ständig das Gefühl mein Herz schlägt unregelmäßig. Habe sehr oft Schmerzen in der Brust und im Arm, allerdings nur punktuell und sehr kurzzeitig, also passt nicht ganz zu Herzschmerzen denke ich.

Ich habe mittlerweile ständig das Gefühl von unregelmäßigem Herzschlag, beklemmendes Gefühl in brust und Hals, achte den ganzen Tag auf meinen Herzschlag und habe ständig das Gefühl es schlägt komisch und als passiert gleich etwas. Es ist wie ein ständiges Warten auf das auftreten von Rythmusstörungen. Ich habe sehr oft das Gefühl es schlägt mal kurz unregelmäßig. Das schlimmste ist, dass ich den ganzen Tag das Gefühl habe das stimmt was nicht, und als würde gleich etwas passieren. Sehr oft fühlt es sich an wie ein "Kloß im Hals".
Vor einigen Tagen lag ich nachts im bett und hatte wieder das Gefühl es schlägt komisch, hatte mehrmals Herzstolpern und irgendwann totales Herzrasen. Habe es gar nicht mehr beruhigt bekommen, es schlug einfach als wäre ich gerade vom Laufband gestiegen und hörte nicht auf. Kam dann ins Krankenhaus, bereits auf dem Weg dahin wurde es besser (bis auf die Panik). Gefunden wurde nichts.

Ein Langzeit-EKG wurde gemacht, Ergebnis soll die nächsten Tage kommen. Am Tag des LZ-EKGs ging es mir aber gar nicht so schlecht, kaum Beschwerden.

Zusammenfassend kann man sagen:
- Ruhe-EKGs
- Ultraschall
- Belastungs-EKG
- Mehrere Blutbilder

Alles ohne Befund.

Muss ich mir da noch Sorgen machen, dass etwas am Herz nicht ok ist? Oder sollte ich lieber einsehen, dass es die Psyche ist und mich diesbezüglich in Behandlung begeben? In den letzten 2 Wochen nimmt dieses Problem mein ganzes Leben ein, ich habe keine Minute mehr ohne Angst vor Herzrythmusstörungen / Infarkt o.Ä.
Und ich weiß nicht ob es wirklich Symptome sind die mir Angst machen oder die Angst die Symptome macht.

Ich würde mich freuen wenn mir hier jemand helfen kann. Da mein Hausarzt schon nach dem Neurologe / HNo-Arzt der Meinung war es ist die Psyche und das kardiologische gar nicht erst in Betracht ziehen wollte vertraue ich im MOment nicht mehr so recht auf ihn, deshalb rbauche ich mal andere Meinungen.

Ich würde mich über Antworten freuen, ich halte das langsam wirklich nicht mehr aus.


Danke !!!!!


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BeitragVerfasst: 13.07.15, 23:21 
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Registriert: 07.09.14, 21:15
Beiträge: 304
Hallo,

eine endgültige Sicherheit, dass "etwas übersehen" wurde, kann Ihnen niemand liefern. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen eine organische Herzerkrankung vorliegt, scheint mir eher äußerst gering zu sein.

Wie Sie selbst schreiben, beobachten Sie sich und Ihre Körperreaktionen seit Wochen so kritisch, dass schon aus der Erwartungsangst heraus immer irgendetwas auffällig erscheint. Dabei ist es nicht zwingend ungewöhnlich, dass der Herztakt gelegentlich spürbare Aussetzer (i. S. von Extrasystolen) zeigt. Diese Effekte sind leider selbstverstärkend: Sie hören in sich hinein -> das Herz macht einen Stolperer -> durch Angstreaktionen werden unvermittelt Stresshormone ausgeschüttet -> der Herzantrieb wird gesteigert, einschließlich der Anfälligkeit für Extrasystolen -> das Herz stolpert usw.

Es ist heute häufig zu beobachten, geradezu schon als eine Art Normalzustand zu sehen, dass Menschen, oft in den mittleren Jahren, erstmalig im Leben psychosomatische Symptome entwickeln. Diese Symptome können, obwohl organisch gesehen meist völlig ungefährlich, als derart bedrohlich empfunden werden, dass sie im schlimmsten Fall zur Arbeitsunfähigkeit führen. Ob das nun an unserer oft unentspannten Lebensweise bzw. falschen/inkongruenten Rollenerwartungen liegt oder uns genetisch in die Wiege gelegt wurde, weiß man nicht.

Folglich muss man die Symptome ernst nehmen und gründlich abklären lassen, bei Entwarnung aber auch zur Ruhe finden und sich bewusst machen, dass es durch Hektik und dauerhafte Selbstbeobachtung nicht besser wird. In der "akuten Phase" ist das sicherlich einfacher gesagt als getan, aber vielleicht beruhigt Sie das Wissen, dass Sie genau diese Art der Symptome, einschließlich der Beklemmungs- und Kloßgefühle, mit vielen anderen Menschen teilen und meistens eher kein organisches Problem dahinter steckt.

_________________
Viele Grüße,

Parasympathikus


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