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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Herzrasen ausgelöst durch bestimmte Bewegungen
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BeitragVerfasst: 08.02.15, 13:29 
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Ich habe seit sehr vielen Jahren ca 2-3 mal im Jahr plötzliches Herzrasen. Der Puls geht dann urplötzlich bis auf über 200 Schläge rauf! Das Herzrasen wird immer durch eine Bewegung ausgelöst. Meist eine Drehbewegung des Brustkob (z.B beim Umziehen) oder wenn ich mich schnell und unbedacht nach etwas bücke.

Wenn ich mich hinlegen kann, hört es nach ein paar Minuten von einem Schlag auf den nächsten wieder auf.

Wenn ich mich nicht hinlegen kann (z.B unterwegs), beruhigt sich das Herz nicht so einfach, schlägt dann noch schneller und ich fange irgendwann an zu schwitzen und der Kreislauf wird schwach. Das ist zum Glück erst einmal passiert und hätte ich es nicht zum Auto geschafft, wäre ich wohl umgekippt.

Luftnot, Brustenge, Ziehen im Arm gibt es aber nicht.

Beim Kardiologen konnte man beim Ultraschall, EKG und Belastungs-EKG nichts erkennen. Deshalb meinte der Arzt, wird es wohl ungefährlich sein :| Trotzdem muss da ja irgendetwas sein :? Und ich mache mir Sorgen, irgendwann einen plötzlichen Herzstillstand zu bekommen :(
Weiß jemand, was das sein könnte?
Ist es wirklich ungefählich, wenn man bei den Untersuchungen nichts erkennen konnte?
Oder sollte ich besser nochmal zu einem anderen Kardiologen gehen?


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BeitragVerfasst: 08.02.15, 14:20 
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Ich kenne das von meiner Tochter, auch sie bekommt von bestimmten Bewegungen, oder sogar vom kurz aufstampfen Herzrasen. Wir waren auch beim Kinder-und Jugendkardiologen, der konnte nichts feststellen. Wir hätten uns (kostenpflichtig) einen Eventrecorder leihen können, den sie dann benutzen sollte, wenn es wieder losgeht. Da das aber nicht vorherzusehen ist, wollten wir nicht wochenlang diesen Recorder in Beschlag nehmen. Mit diesem Teil könnte man dann feststellen, welche "Bahnen" betroffen sind. Da es aber nicht bedrohlich ist, haben wir es gelassen. Normalerweise lässt sich das Herzrasen bei ihr durch bestimmte Übungen (zB eiskaltes Wasser trinken, pressen wie beim Stuhlgang) beenden. Unser HA meint, es käme bei ihr wohl von der Halsschlagader, aber gefährlich sei es nicht


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BeitragVerfasst: 08.02.15, 14:39 
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Interessierter

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Ja das mit dem Eventrecorder sagte mein Arzt auch. Aber da es so so selten ist und ich mir das nicht auf Dauer leisten kann, musste ich es lassen.
Wurde das mit der Halsschlagader bei deiner Tochter denn untersucht?
Ist es automatisch ungefährlich, wenn beim EKG nichts zu sehen ist?
Es gibt ja so viele Formen von Tachykardien und jenachdem ob der Vorhof oder die Kammer der Auslöser ist, kann das (so wie ich verstanden habe) schon gefährlich werden :?

Mit dem Glas Wasser und dem Pressen habe ich gestern Abend ausprobiert. Hat aber nicht geholfen. Auch Luftanhalten ging nicht. Also nur Liegen und sich Sorgen machen, dass es auch wieder abklingt. Vor allem wird nach ein paar Minuten mein Kreislauf schwach, wenn das Herz so schnell und stark schlägt. Und so schnell kann man ja auch keinen Krankenwagen rufen.
Und wenn es draußen passiert, kann man sich ja auch nicht mal eben auf die Straße legen :(


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BeitragVerfasst: 09.02.15, 11:16 
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Unser HA hat ihr empfohlen, regelmässig Magnesium zu nehmen. Du kannst Dir natürlich eine Zweitmeinung einholen, aber im Normalfall ist Herzrasen nicht gefährlich, sondern "nur" ermüdend.


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BeitragVerfasst: 11.02.15, 18:23 
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Beiträge: 183
Hallo,

ob das Herzrasen gefährlich ist oder nicht, ist aus der ferne mäßig beurteilbar. Herzsensationen gehören immer abgeklärt, nötigenfalls mit mehreren Anläufen eines 24h EKGS, oder eben 7-Tage-EKGS (sowas können Kardiologen durchaus anordnen ohne Zuzahlung).

Wurde bei Ihnen mal der Magen untersucht, sprich eine Magenspiegelung durchgeführt? Durch besonders ausgeprägte Gleithernien kann sich der Magen bei bestimmten Bewegungen Richtung Brustkorb verlagern, was das Herz bedrängt und somit auch zu Herzrasen führen kann.

Ich würde als erstes den Kardiologen aufsuchen um abzuklären, welche Form von Herzrasen da wirklich vorliegt. Wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind und es dafür keine Erklärung gibt, würde ich zum Gastrointerologen und Internist gehen um weitere mögliche Ursachen (siehe oben, oder auch Schilddrüse) etc. ausschließen zu lassen.

VG


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BeitragVerfasst: 25.03.15, 10:42 
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Beiträge: 1
Hallo,

was Ihr beschreibt, kenne ich so seit meiner Jugend. Mein Problem ist nur, dass dieses Herzrasen inzwischen immer häufiger auftritt, auch vermehrt im Schlaf. Wenn es dann erst mal eine Weile anhält, bis ich es registrieren und eingreifen kann, lässt es sich nicht mehr bremsen. Ich bin gerade vor drei Tage wieder deshalb im KH gelandet und muss jetzt zur Elektrophysiologischen Untersuchung. Seit sieben Jahren (damals war ich zum ersten Mal damit beim Arzt und im KH) besteht der Verdacht einer Reentry-Tachykardie.

Mich wundert etwas, die Reaktion Eurer Ärzte. Klar, jeder Fall ist anders und direkt lebensbedrohlich ist das Herzrasen wahrscheinlich nicht. Belastend aber trotzdem... Ich muss zugeben, ich habe es viele Jahre abgetan, aber es wird leider nicht besser...

Wünsche Euch alles Gute!


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BeitragVerfasst: 26.03.15, 10:14 
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Beiträge: 48
onkelandi hat geschrieben:
Hallo,

ob das Herzrasen gefährlich ist oder nicht, ist aus der ferne mäßig beurteilbar. Herzsensationen gehören immer abgeklärt, nötigenfalls mit mehreren Anläufen eines 24h EKGS, oder eben 7-Tage-EKGS (sowas können Kardiologen durchaus anordnen ohne Zuzahlung).

Wurde bei Ihnen mal der Magen untersucht, sprich eine Magenspiegelung durchgeführt? Durch besonders ausgeprägte Gleithernien kann sich der Magen bei bestimmten Bewegungen Richtung Brustkorb verlagern, was das Herz bedrängt und somit auch zu Herzrasen führen kann.

Ich würde als erstes den Kardiologen aufsuchen um abzuklären, welche Form von Herzrasen da wirklich vorliegt. Wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind und es dafür keine Erklärung gibt, würde ich zum Gastrointerologen und Internist gehen um weitere mögliche Ursachen (siehe oben, oder auch Schilddrüse) etc. ausschließen zu lassen.

VG


Meine Tochter wurde ja eingehend beim Kinder-und Jugendkardiologen untersucht, samt Herzecho, Belastungs-EKG, Labor. Ich denke, das dürfte doch vollkommen okay sein?? Ein Eventrekorder muss privat bezahlt werden, und da man nie weiss, wann dieses Herzrasen ausbricht, kann das u.U ganz schön teuer werden, davon abgesehen darf man den Rekorder nicht länger als 3-4 Wochen behalten.


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BeitragVerfasst: 26.03.15, 11:17 
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Beiträge: 183
Hallo,

das Herzecho und BelastungsEKG etc. sagt zumindest schonmal, dass strukturell nichts am Herzen ist. Was ja schonmal gut ist, wenn das Ergebnis i.o war. Das heißt aber nicht, dass Rythmisch alles in Ordnung sein muss (auch wenn es dennoch ungefährlich sein kann). Von einem Eventrekorder habe ich auch gar nicht gesprochen, sondern von einem 7 Tage EKG. Das ist nichts anderes als ein normales 24h EKG, für das man Wechselelektroden mitbekommt, um eben auch duschen zu können und anschließend selbst wieder anschließt (ist einfach und eine Anleitung ist ebenfalls dabei).

Wie die abrechnungstechnsichen Dinge bei einem Eventrekorder aussehen weiß ich nicht. Es gibt jedoch auch Unterschiede zwischen Eventrekorder und Looprekordern. Das eine wird implantiert unter die Haut, das andere nicht. Ich selbst hatte mal einen Eventrekorder für 14 Tage, wo ich per Knopfdruck aufnehmen konnte, wenn etwas war. Das hat mich gar nichts gekostet, auch nicht als Kassenpatient. Die implantierbaren Looprekorder behält man u.U für mehrere Jähre übrigens...

Zum Thema "es käm wohl von der Halsschlagader". Was genau hat er denn damit gemeint? In den Halsschlagadern sitzen die Baroreflektoren, welche den Blutdruck u.a. regulieren. Diese Übungen von denen Sie sprechen reizen den Vagusnerv und, bzw. Sie führen das so genannte Valsavamanöver aus, womit man häufig Herzrasen unterbrechen kann. Dazu kommt auch eine Halsschlagadermassage, was jedoch nicht ohne ärztliche Aufsicht gemacht werden sollte. Daher wundert mich die Aussage Ihres Arztes, dass Herzrasen wohl von der Halsschlagader kommen soll.

Da ich aber kein Arzt bin, lasse ich mich gerne eines besseren belehren :)


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BeitragVerfasst: 06.11.15, 12:57 
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Hallo,

mir geht seit Jahren ähnlich wie Mondsee. Angefangen hat alles mit einem plötzlichen schnellen Herzschlag über 200 die Minute beim Einkaufsbummel in einer Großstadt. Daraufhin wurde ein Krankenwagen gerufen, während ich zur Klinik gefahren wurde, normalisierte sich der Herzschlag wieder. Im KH wurde ein EKG gemacht und alles war in Ordnung, die Ärzte meinen, es könnte am Stress, viele Leute und so gelegen haben, da kann das schonmal passieren.

Daraufhin hatte ich es öfters, vorallem beim Sport. Nachdem Wasser getrinken hörte es meistens innerhalb von ein paar Minuten wieder auf. Mir ist dabei nicht schwindelig oder sowas. Seitdem habe ich mehrere Untersuchungen beim Kardilogen machen lassen (EKG, Langzeit EKG, BelastungsEKG, Ultraschall) immer alles in Ordnung, allerdings konnten das Herzrasen nie aufgezeichnet werden.

In den letzten 5 Jahren ist es vielleicht 5 Mal aufgetaucht, immer wieder konnte ich es durch Wasser trinken beenden.

Gestern bin ich beim Treppensturz kräftig auf den Hintern gefallen und da kam es plötzlich wieder - dauerte vllt. 2 Minuten und hörte plötzlich wieder auf. Jetzt mache ich mir Gedanken und weiß ich nicht woher das herkommt. Mein Kardiologe sagt, es ist psychosomatisch bzw. hängt am vegetativen Nervensystem, weil das Herz gesund ist.

Ich weiß nicht weiter, weil es mich sehr belastet und ich mich nicht traue Sport zu treiben, in der Angst es könnte wieder los gehen. Ich bewege mich auch im Alltag sehr bewusst und achte darauf, keine ruckartigen Bewegungen etc. zu machen.

Was kann ich noch tun, hat jemand Erfahrungen?


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