Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - puls niedrig - blutdruck hoch und umgekehrt. was ist da los?
Aktuelle Zeit: 14.12.17, 11:49

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 25.08.13, 16:56 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.08.13, 15:05
Beiträge: 6
hallo und guten tag :-)

seit rund einer woche *spinnt* mein blutdruck/puls und ich bin inzwischen nicht nur ratlos sondern auch in sorge.

hintergrund
da ich konstitutionsbedingt zur risikogruppe gehöre (BMI über 30 - mit der einschränkung, dass bei dem gewicht jobbedingt viel muskelmasse enthalten ist), kontrolliere ich regelmäßig meinen brudruck.
aufgrund einer verletzung vor rund 6 wochen musste ich gut zwei wochen lang antibiotika einnehmen und das 1. antibiotikum ließ meinen blutdruck erheblich nach oben entgleisen. daraufhin wurde das mittel gewechselt. das 2. antibiotikum schlug auf magen/darm, ließ den blutdruck aber in ruhe. der beruhigte sich dann recht schnell wieder. das ist nun gute 3 wochen her und ich nehme seitdem nichts mehr ein. auch die verletzung ist samt entzündung offensichtlich abgeheilt.

alles schien sich wieder in normale bahnen zu begeben und nun das:

blutdruck im liegen: bis zu 185 / 120 - puls zwischen 55 und 65
blutdruck im sitzen: im schnitt 165 / 100 - puls im schnitt über 80

gestern und heute hat sich die lage nochmal zugespitzt. begonnen hatte es mitte der woche mit zunächst leicht erhöhten werten.

meine werte sind im normalfall bei 140/85 oder niedriger - puls ca 70-80

letztes jahr im sommer gab es schon einmal entgleisungen mit ähnlich hohen werten und außerdem pulswerten weit über 100. ich ging zum hausarzt und wurde zu einem kardiologen überwiesen, der auf meinen anblick sichtbar *festgelegt* reagierte. während der untersuchung und im anschließenden gespräch bestätigte sich dann der eindruck: er unterstellte mir, ich hätte seit jahren schweren bluthochdruck und würde das hartnäckig verdrängen. er fragte nicht nach lebensumständen oder hintergrund und wollte darüber auch nichts hören, als ich selbst auf das thema kam. ich zeigte ihm den speicher meines blutdruckmessers, der bis zu einem bestimmten datum normale werte und dann plötzlich erhöhte anzeigte. auch das änderte nichts an seiner meinung. während der ultraschalluntersuchung drückte sein gesicht zuächst enttäuschung und dann ärger aus. er suchte, wie er selbst sagte, nach schädigungen am herzen durch langjährigen bluthochdruck, fand jedoch nichts. sprechen wollte er über diesen befund nicht.
ich versuchte vergeblich zu ihm durchzudringen. als ich ihn fragte, was nun zu tun sei (es ging mir wirklich schlecht, und das seit über einer woche), gab er mir ein rezept für betablocker (bisabolol 5 mg) und wies mich an, unbedingt noch am abend die erste tablette einzunehmen. am nächsten morgen dann die zweite.

da ich mich nicht wahrgenommen fühlte, hatte ich *bauchweh* bei dem gedanken an die einnahme und hielt zunächst rücksprache mit dem hausarzt. der schlug vor, erstmal nur eine halbe tablette zu nehmen. ich versuchte es daraufhin mit einer viertel tablette, die ich mittags einnahm. am abend maß ich dann blutdruck und erschrak: mein puls war auf 40 schläge/minute abgesunken. der blutdruck war etwas niedriger als zuvor jedoch noch immer nicht im normalbereich. auch das besprach ich in der folge mit zwei ärzten. beide wurden sehr ernst, einer wurde blass und schluckte. die aussagen waren etwas ausweichend - verständlich, wer möchte sich kollegenschelte vorwerfen lassen? als ich nachbohrte wurde dann die gefahr deutlich, die durch die angeratene medikation bestanden hatte. sehr wahrscheinlich wäre die morgendliche dosis des betablockers nicht mehr notwendig gewesen, hätte doch die abendliche einnahme der vollen dosis zu meinem nächtlichen ableben geführt...

seitdem bin ich - vielleicht verständlich - ziemlich verunsichert.
die ursache für die entgleisungen von blutdruck und puls im sommer 2012 stellte sich schließlich heraus: es wurde eine schwermetallbelastung gefunden. eine entgiftung über mehrere monate ließ die werte wieder in den normalbereich sinken. es blieb ein *rest* bei den pulswerten. tagesformabhängig ist der puls immer mal wieder zu hoch. auf anraten des hausarztes nehme ich dann morgens ein viertel des o.g. betablockers, den ich soweit gut vertrage.
als jetzt der blutdruck von einem tag auf den anderen in die höhe ging, habe ich es mit dem betablocker versucht. das ergebnis war leider, dass der blutdruck noch höher kletterte, weil die pulsfrequenz sank.

das scheint irgendwie ein automatismus in meinem system zu sein:
ist der puls hoch, sinkt der blutdruck - ist der puls niedrig, geht der blutdruck hoch.
mich würde WIRKLICH interessieren, was dahinter steckt! leider finde ich nirgendwo etwas darüber.

dass der blutdruck auch hochgeht, wenn der puls per betablocker gesenkt wird, macht mich ratlos. mir wurde erklärt, dass der betablocker puls UND blutdruck senkt. das funktioniert offenbar jetzt NICHT :-(

natürlich gehe ich nach dem wochenende zum arzt. aufgrund meiner erfahrung anlässlich des blutdruck-puls-chaos' im letzten jahr, würde ich mir einen austausch mit anderen betroffenen und/oder auch ärzten wünschen. meinungen und erfahrungen zu dem thema sind offenbar dünn gesät, was ich sehr schade finde. auch graust es mir nach dem erlebnis beim letzten mal, vor dem erneuten besuch beim kardiologen. wenn man nicht ins schema F passt, ist es wohl nicht ganz einfach den passenden arzt zu finden. wer eine gute adresse im rhein-main-gebiet kennt - bitte her damit :-)

nun hab ich einen echt langen *einstand* gegeben - sorry dafür. künftig fass ich mich kürzer ;-)

liebe grüße und dank im voraus für rückmeldungen zum thema!

lucie


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 25.08.13, 17:25 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Guten Tag!

Ich will das mal so zusammenfassen:

1. Sie leiden an Bluthochdruck.
2. Die Schwankung der Herzfrequenz entspricht einer normalen Variabilität, die auch unter Betablockern völlig normal ist
3. Ihr Blutdruck ist unzureichend eingestellt und stellt dauerhaft ein hohes Risiko für weitere Folgeerkrankungen dar.

Die Konsequenz haben Sie bereits selbst genannt: Ein erneuter Arztbesuch wird nicht zu vermeiden sein. Die Blutdruckeinstellung muss deutlich verbessert werden. Möglicherweise ist der Betablocker in der Tat nicht das (einzig) richtige Medikament für sie. Hier kann eine Kombination oder Umstellung sinnvoll sein.

Ihre eigenen Schlussfolgerung sind so nicht richtig ("das scheint irgendwie ein automatismus in meinem system zu sein: ist der puls hoch, sinkt der blutdruck - ist der puls niedrig, geht der blutdruck hoch.").



Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 25.08.13, 19:41 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.08.13, 15:05
Beiträge: 6
guten tag herr flaccus,

was mach ich denn nun damit?

Dr. A. Flaccus hat geschrieben:
Guten Tag!

Ich will das mal so zusammenfassen:

1. Sie leiden an Bluthochdruck.
2. Die Schwankung der Herzfrequenz entspricht einer normalen Variabilität, die auch unter Betablockern völlig normal ist
3. Ihr Blutdruck ist unzureichend eingestellt und stellt dauerhaft ein hohes Risiko für weitere Folgeerkrankungen dar.

Die Konsequenz haben Sie bereits selbst genannt: Ein erneuter Arztbesuch wird nicht zu vermeiden sein. Die Blutdruckeinstellung muss deutlich verbessert werden. Möglicherweise ist der Betablocker in der Tat nicht das (einzig) richtige Medikament für sie. Hier kann eine Kombination oder Umstellung sinnvoll sein.

Ihre eigenen Schlussfolgerung sind so nicht richtig ("das scheint irgendwie ein automatismus in meinem system zu sein: ist der puls hoch, sinkt der blutdruck - ist der puls niedrig, geht der blutdruck hoch.").

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus



dass ich zum arzt gehe, war schon vorher klar.
dass mein butdruck hoch ist, auch.

betreffend Ihrer letzten bemerkung:
ich habe keinerlei schlussfolgerungen gezogen.
ich messe und schreibe auf bzw speichere die werte. die werte haben de facto diese form, ausnahmslos.

ich wüsste eben gern warum und was dem physiologisch zugrunde liegt oder liegen könnte. es interessiert mich sehr, was mit mir los ist und ich weiss es leider nicht. genausowenig wie ich weiss, warum innerhalb von tagen werte, die ein jahr lang völlig im rahmen waren, ohne ersichtlichen grund so entgleisen. in verbindung mit erheblichem unwohlsein, was ja bei einem *normalen bluthochdruck* regulär eher nicht der fall ist.

((die vorgeschichte hab ich ja bereits beschrieben, aber es schadet sicher nicht, wenn ich nochmal darauf hinweise. (das könnte zb ein grund dafür sein, weshalb sich patienten im arztgespräch so oft wiederholen - das gefühl, dass ein wichtiger teil der information einfach nicht ankommt. und ich könnte mir vorstellen, dass es letztendlich weniger zeit beansprucht, auf das einzugehen was dem patienten offenbar wichtig ist, als sich mit der abwehr desselben herumzuschlagen... *die sprechende medizin*, siehe dr. med. marianne koch))

vielleicht ist aber etwas anderes *falsch* bei mir:

- zb die annahme, dass man einen arzt fragen könnte, wenn man nicht versteht, was mit der eigenen gesundheit los ist, weil ein mediziner nun mal über mehr kenntnisse verfügt.

- oder die annahme, dass ein mediziner, der etwas ebenfalls nicht versteht, das auch einfach äußert. der kleine satz *ich weiss es nicht*, tut nicht weh - wirklich nicht, glauben Sie mir :-)
ärzte, die den mut dazu haben, sinken auch nicht in der achtung ihrer patienten. im gegenteil.

- wahrscheinlich auch die (naive?) voraussetzung von interesse an der person und den hintergründen des patienten und seiner sorgen betreffend der vorliegenden problematik.

ich unterstelle nichts, keine angst - man muss sich nicht angegriffen fühlen.
es schwingt in Ihrer antwort nur etwas mit. was Sie da *losgeschickt* haben, weiss ich nicht, ich sitze in niemandes kopf. angekommen ist jedoch eine gewisse *genervtheit*, so würde ich es am ehesten beschreiben - genervt und auch abweisend.
dass Sie auf nichts weiter eingehen, kann ich zwar nachvollziehen - wie gesagt, kollegenschelte kommt nicht gut...
puh - grad stelle ich mir vor, ich sitze im sprechzimmer einer person gegenüber, die so rüberkommt. und das ist nicht gerade, was sich ein patient wünscht, der hilfe sucht. auch das dürfen Sie mir glauben.

was mir angst macht, sind die ähnlichkeiten. auch der arzt letzten sommer hat das ausgestrahlt. und die folge davon war eine für mich lebensgefährliche medikation. dieser angst habe ich in meinem ersten beitrag schon ausdruck verliehen. ich tu es hier ausdrücklich nochmal. vielleicht kommt ja doch etwas an...

ich hab ein sonniges gemüt und glaube an das grundsätzlich gute im menschen. somit lass ich mich also nicht so einfach entmutigen. ich versuche weiterhin, rauszukriegen was mit mir los ist.

aber ich konkretisiere mein ansinnen aus dem ersten beitrag: *bitte um HILFREICHE rückmeldungen*, merci :-)

vielen dank für die mühe und freundliche grüße!

lucie

ps: umfangreiche untersuchungen haben ergeben, dass ein *rapport* - also eine vertrauensbasis zwischen arzt und patient - JEDER medizinischen intervention förderlich ist. der sogenannte placebo effekt ist IMMER ein teil des behandlungserfolgs, egal bei welcher medikation oder behandlung. vertrauen als mit-arbeitenden faktor zu *verschenken* ist also alles andere als medizinisch sinnvoll.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 25.08.13, 20:24 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.08.13, 15:05
Beiträge: 6
hoppla!

grade hab ich Ihr profil nachgelesen. Sie sind notarzt - da wird nicht geredet sondern gehandelt!
das erklärt natürlich einiges und die knappe antwort mit reduktion aufs nötigste sei Ihnen verziehen :-)

was den *normalen* arzt-patienten-bezug unter ebensolchen bedingungen betrifft, muss ich jedoch bei meiner meinung bleiben.

vielleicht hat ja ein internist oder kardiologe lust, sich mit der gestellten frage zu beschäftigen?

besten dank und grüße!

lucie


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 25.08.13, 20:57 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 06.03.05, 08:30
Beiträge: 4399
Wohnort: Hildesheim
Guten Abend,

keine Angst - ich kann auch längere Beiträge verfassen, das können Sie sogar hier im Forum feststellen. :wink:

In der Sache habe ich allerdings das Wesentliche mitgeteilt.

Das Sie eine andere Antwort (vielleicht einfach nur mit mehr Empathie?) erwartet haben, kann ich leider nicht ändern. Aber das ist via Internet auch schwierig.

Ich wünsche Ihnen einen Arzt, der zuhört und auf Ihre Probleme im Vier-Augen-Gespräch eingeht. Ich bin sicher, da läßt sich vieles klarstellen. :)

Mit freundlichen Grüßen

Dr. A. Flaccus

_________________
Dr. A. Flaccus
Facharzt für Anästhesie
- Notfallmedizin -
DMF-Moderator


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 25.08.13, 21:35 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.06.13, 19:56
Beiträge: 18
Hallo lucie

Ich bin, wo wie du auch eine Bluthochdruckpatientin und das noch gar nicht so lange. Na ja, ich muss jetzt einige Tabletten schlucken und meinem Hausarzt oft melden, ob alles ok ist, obwohl ich jetzt beim Nephrologen in Behandlung bin - Überweisung und Termin durch den Hausarzt. Auch der Nephrologe hat bei mir die Blutdruckeinstellung vorgenommen, parallel dazu alle möglichen Ursachen für den Blutdruck ausgeschlossen. Wurde das bei dir auch gemacht? Mein Hausarzt hat mir auch einen Termin beim Kardiologen gemacht, da wurde mein Herz untersucht aber an der Tabletteneinstellung hat dieser nix geändert. Auch wenn ich Nebenwirkungen habe, da ändert immer der Nephrologe der auch Bluthochdruckspezialist ist, die Tabletten. Ich habe schon einige ausprobiert, weil immer eine Nebenwrikung die weitere Einnahme verhindert hat oder sogar, weil sie nicht gewirkt haben. Mein BD war Anfangs sehr hoch. Puls zu niedrig :wink:
Meine Meinung nach, bist du bei so einem Arzt besser aufgehoben, wenn der Blutdruck nicht in Ordnung ist, vor allem, wenn nicht gründlich nach den Ursachen gesucht wurde. Aber eine Expertin bin ich absolut nicht, deswegen irre ich mich da vielleicht auch ;-)

Viele Grüße
Danka

p.s. ich darf glaube ich, diese Beta Blocker auch nicht nehmen ( hat der Kardiologe gesagt ) , weil mein Puls am Anfang so niedrig war, bin auch manchmal umgefallen und da war mein BD auch hoch. Jetzt unter den anderen Wirkstoffen ist alles gut.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06.09.13, 02:12 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.08.13, 15:05
Beiträge: 6
hallo danka :-)

merci für deine antwort!
hatte deine beiträge schon mit interesse gelesen :-)

nein, bei mir ist noch gar nichts untersucht worden.
das mag daran liegen, dass ich über 50 bin und vom erscheinungsbild her zur risikogruppe gehöre weil übergewichtig. ich bin masseurin - druckpunkt und dorn - und hab unter meinem *tran* laut messung das 3-4 fache der *normalen* muskelmasse, aber das nimmt man bei einer frau nun mal nicht an. auch der kadiologe vom letzten jahr sah offensichtlich nur die drei *f* (fett-faul-fuffzich) und agierte entsprechend. dass ich rund 10 std am tag körperlich schwer arbeite, hat er mir schlicht nicht geglaubt. an ursachenforschung war er nicht interessiert. und auch die medikation dürfte darauf zurückzuführen sein (*die dicke braucht ne ordentliche dosis* ;-)). zum abschied hab ich ihm dann etwas fester die hand gegeben und mich zugegebenermaßen über den farbwechsel und die schweißperlen auf seiner stirn ein bisschen gefreut 8)

inzwischen war ich natürlich beim arzt.
das mit dem gegenläufigen puls und BD wusste sie auch nicht zu erklären. das hat dann der apotheker gemacht. ich weiss nur nicht, ob ich es richtig verstanden hab *g

das neue BD-medikament ist lt beilage eine weiterentwicklung der ACE-hemmer und stellt die gefäße weit. aber auch bei diesem mittel hab ich mit der minimaldosis viel zu heftig reagiert. so wie der betablocker den BD hochgetrieben hat, brachte das neue mittel nun den puls auf weit über 100 in ruhe. beim versuch herumzulaufen bin ich dann in die knie gegangen.
die nebenwirkungen hab ich absichtlich nicht nachgelesen (ich kenne mein UB *g). nach einer woche hab ich alles aufgeschrieben und dann verglichen: ich hab 2/3 der aufgeführten nebenwirkungen und noch ein paar weitere dazu - na sauber :-(

wegen der pulsentgleisungen soll ich nun den betablocker dazu nehmen. angeblich verträgt sich das - naja...
ich nehme das BD-mittel jetzt seit 10 tagen und die werte spinnen immer noch. auch die dosis und die abstände der einnahme sind auf die wirklung bezogen unklar und ich dementsprechend unsicher. besonders schräg finde ich, dass der BD im liegen teilweise kriminell hoch ist (trotz tablette!) und im sitzen fast normal. was ist das jetzt wieder? und...

...war das bei dir auch so??

dein tipp mit dem nephrologen ist prima!
wenn die doc aus dem urlaub zurück ist, lass ich mir gleich eine überweisung geben und dann wird den ursachen mal so richtig auf den grund gegangen.

ich wünsch dir was :-)

lucie


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06.09.13, 19:55 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.06.13, 19:56
Beiträge: 18
Hallo Lucie,

das mit der Einstellung kann ja ne gewissen Zeit dauern, das hat mir der Nephrologe oft genug gesagt, als ich mal wieder am verzweifeln war. Auch die Tablettenkombi ist auf jeden individuell abzustimmen. So dass man da auch keine Tipps geben kann, welche besser und welcher schlechter sind.
Meine Mutter z.B verträgt ACE Hemmer super gut, ich dagegen gar nicht. Habe davon einen Husten bekommen, da hat der Arzt die Tablette sofort abgesetzt.
Beta Blocker kommt auch nicht in Frage wegen Puls. Eine Tablette, habe jetzt aber den Wirkstoff vergessen, hat mir meine Nase total verstopft, also abgesetzt und gegen andere gewechselt. Anfangs habe ich auch nur zwei Wirkstoffe gehabt, dann drei aber da war mein Blutdruck nach wie vor sehr hoch, in der Nacht ging dieser noch höher. Ich hab die Welt nicht mehr verstanden. Ich dachte am Anfang, sobald ich eine Tablette Morgens schlucke ist mein Blutdruck top. Schnell wurde ich eines besseren belehrt.
Oft reichen zwei Wirkstoffe gar nicht, habe ich mir sagen lassen. :?
Mir war das auch peinlich immer wieder bei dem Arzt aufzutauchen, um zu sagen, das wieder etwas nicht passt aber er hat mich immer wieder beruhigt und gesagt, dass es dauern kann und ich soll mir da ja nicht stressen, sondern alles berichten, was ich beobachte, weil die Einstellung mit den Tabletten sehr sehr wichtig ist, das muss schon passen, weil man die Tabletten ja dann lebenlang, wenn keine andere Ursache gefunden wurde, einnehmen muss. Was ich halt bei dem Arzt gleich hatte, ist das Vertrauen und das ist denke ich, sehr wichtig.

Also, hab nur Geduld jetzt in der Einstellungsphase und wichtig ist, dass du einen guten Arzt findest, der den Weg mit dir geht und dich da gut begleitet. Ursachen checkt.
Siehst du, ich dachte, dass du auch bei einem Nephrologen in Behandlung bist.
Mein Hausarzt hat mich da sofort überwiesen, nachdem die 24 h Blutdruckmessung so schlecht ausfiel und “seine Verordnung” keinen Erfolgt gebracht hat.
Und es wurde wirklich viel gesucht, obwohl fast anzunehmen war, dass der Blutdruck bei mir familiär bedingt ist, weil einfach viele an Bluthochdruck leiden.
Ich muss jetzt noch sogar zum Schlafapnoe Screening, weil der Nephrologe einfach alle Ursachen ausschließen möchte. Auch wenn ich nicht schnarche ;-)
Er hat mich sogar weiter in eine Klinikambulanz überwiesen, damit da noch einmal gecheckt wird, ob er nicht noch was in der Diagnostik übersehen hat!
Da wurde mir viel Blut abgenommen aber da weiß ich die Ergebnisse noch nicht. Ende September bin ich wieder beim Nephrologen, dann werde ich erfahren, ob sich doch noch was ergeben hat.

Ich kann dir nicht sagen, ob das immer so gemacht wird, oder nur bei jüngeren Patienten oder bei einer sehr schweren Hypertonie so viel untersucht wird.
Da müsste sich ein Arzt zu Wort melden. Ich kann nur berichten, wie der Ablauf und die Einstellung bei mir war. Ich bin auch nicht privat Versichert.
Und wie du gelesen hast, ich habe kein Übergewicht, ich mache schon immer Sport, habe noch nie geraucht und trotzdem habe ich eine schwere Hypertonie.
Und so wie es aussieht, wird sich auch keine Ursache dafür finden.
Ich finde das erschreckend, weil ich viele Tabletten einnehmen muss aber was soll ich machen. Ich kann jetzt nur versuchen mit der Situation so gut wie es nur geht klar zu kommen, obwohl mir die vielen Tabletten Angst machen. So viel wie ich jetzt bei den Ärzten bin, war ich in meinen 33 Jahren nicht!!! Das ist nicht einfach für mich.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass sich dein BD gut einstellen lässt. Verliere da nicht die Geduld.
Wenn du möchtest kannst du gerne berichten, ich würde mich freuen.

Bis dann
LG
Danka


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06.09.13, 21:53 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.08.13, 15:05
Beiträge: 6
liebe danka,

merci für den ausführlichen und aufschlussreichen bericht -
es hilft sehr, zu lesen, wie es auch laufen kann!

ich werde mal sehen ob ich einen nephrologen finde, der genauso gründlich ist wie deiner.
der sitzt nicht zuuufällig im rheinmaingebiet?? ;-)

das mit dem *familiär bedingten bluthochdruck* greift offensichtlich immer mehr um sich. aber vermutlich kontrolliert man heute auch mehr und engmaschiger als früher - da dürfte so einiges durchgerutscht sein...

zu mir kommen ja auch immer wieder kinder zur massage und bei einigen von ihnen ist bereits im grundschulalter BD festgestellt worden.
ich finde es besorgniserregend, dass man für diese form von BD noch immer nicht die ursachen gefunden hat und mich würde interessieren, ob daran weiter geforscht wird. würde wirklich gerne mehr über die zusammenhänge wissen. hoffentlich tut sich da noch was.

wenn ich mir den rücken von so einem 5-, 8- oder 10-jährigen anschaue - ich kenne ja dann meist auch den rücken der eltern - und sehe, dass dort die selben völlig überspannten muskeln am werk sind, die alles verziehen und sogar wirbel aus der reihe schieben, wundert mich eigentlich nicht, dass die kinder auch andere *erwachsenenkrankheiten* haben.
vielleicht sollten wir den kindern etwas mehr *kindheit* lassen und mal was von dem ewigen druck wegnehmen...

in diesem sinne alles gute für dich :-)
und ich werde weiter berichten.

viele grüße!

lucie


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 08.09.13, 13:19 
Offline
DMF-Mitglied

Registriert: 17.10.08, 15:26
Beiträge: 66
Was ist das für ein Betablocker, Bisoprolol ?

Dann wäre 5mg abends und 5 mg morgens zwar eine Maximaldosis pro Tag, aber nichts, dass den Puls bei abendlicher Einnahme auf ca. 40 absenken würde und deswegen gefährlich wäre.

Die geschilderten Erscheinungen an sich lassen eher auf Instabilitäten des Kreislaufs schließen.

Es ist bekannt bei einigen Patienten: Wenn Puls höher (70 - 85) ist der Blutdruck noch normal, wenn Puls niedrig (42 -60) ist Blutdruck erhöht.

Hier liegen ggf. Schildrüsenprobleme - Nebenschilddrüse, erhöhter parathormon Wert, erhöhter calcium Wert vor

und/oder sick Sinus Syndrom d.h. zeitweise niedriger, schwankender Puls insbesondere kurz nach zu Bett gehen.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 12.09.13, 19:48 
Offline
Interessierter

Registriert: 25.06.13, 19:56
Beiträge: 18
lucie62 hat geschrieben:
liebe danka,
merci für den ausführlichen und aufschlussreichen bericht -
es hilft sehr, zu lesen, wie es auch laufen kann!

ich werde mal sehen ob ich einen nephrologen finde, der genauso gründlich ist wie deiner.
der sitzt nicht zuuufällig im rheinmaingebiet?? ;-)
lucie


hallo liebe lucie,

nein, leider nicht. Aber da sich Nephrologen mit Blutdruck beschäftigen, ist man da bestimmt bei jedem in guten Händen.
warst du schon erfolgreich?

lg
Danka
Pablo1001 hat geschrieben:
Es ist bekannt bei einigen Patienten: Wenn Puls höher (70 - 85) ist der Blutdruck noch normal, wenn Puls niedrig (42 -60) ist Blutdruck erhöht.

das kann ich bestätigen, war bei mir auch so.


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 29.02.16, 07:49 
Offline
noch neu hier

Registriert: 29.02.16, 07:42
Beiträge: 1
Auch der Nephrologe hat bei mir die Blutdruckeinstellung vorgenommen, parallel dazu alle möglichen Ursachen für den Blutdruck ausgeschlossen. Wurde das bei dir auch gemacht? Mein Hausarzt hat mir auch einen Termin beim Kardiologen gemacht, da wurde mein Herz untersucht aber an der Tabletteneinstellung hat dieser nix geändert.

_________________
NOOR


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!