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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Welcher Trotte hat den überhaupt zurückgeholt...auf den Müll
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BeitragVerfasst: 22.07.17, 00:08 
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sorry aber so ähnlich habe ich es erlebt,
unser Bruder fast 58 und seit 8 jahren progedierende Ms.Ist Geistig noch voll da gewesen ausser das er körperlich nur noch Haut und Knochen war.Er hat auch öfter zum Schluss geäussert er wolle nicht mehr.Aber das nur um uns (2 Brüder und alte kranke Mutter) nicht mehr zur Last zu fallen.Jedenfalls innerhalb 1 Woche dramatisch abgebaut wollte nicht mal mehr angefasst werden oder sauber gemacht (was natürlich trotzdem gemacht wurde).Hat uns eine schlimme Harn/Darm Entzündung versucht zu verschweigen,wir dachten wäre wieder ein Ms Schub.Dann Mutter ruft Ärztin Sonntags an (ja sowas gibts noch) und macht sich sofort auf dem Weg weil er auch nicht mehr essen wollte.Also auf dem weg zu uns die Ärztin.Mutter geht aufs Klo beim zurückkommen hört sie ein lautes Geräusch wie ein Husten.Kommt um die Ecke und sieht meinen Bruder "Ohnmächtig",und nicht mehr atmend.Kalten Lappen geholt Backpfeifen,dann Bruder gerufen....und letztendlich mich dann auch geholt.Wohnen alle zusammen um Bruder pflegen zu können.Ich komme hoch Bruder liegt da sah für mich definitiv TOT aus.Ich Decke weggerissen Hemd aufgerissen und augenblicklich angefangen zu reanimieren...1234 usw....Luft usw.....dabei Mutter zusammengebrochen Bruder rief Notarzt und selbst das musste ich erklären.Sag Herzstillstand Notarzt Adresse FERTIG.Ich ohne Pause am reanimieren.Langsam kommt wieder Farbe in sein Gesicht aber weiterhi keine Atmung und kein Puls.Nach ca.15-20 Minuten trudeln dann alle ein ich die ganze Zeit reanimiert ,zuletzt der Notarzt.Asystolisch seit mindestens 14 Minuten.Dann das Wunder er kommt zurück und wird stabilisiert ins Krankenhaus gebracht...Auguste Viktoria Berlin.

Ich kann nur vermuten doch er hat mindestens 4-5 Minuten komplett ohne hilfe und Atmung gelegen bis ich angefangen habe zu reanmieren.Ich weiss das ist ne Menge.

Jetzt rede ich über das Krankenhaus.
Ich komme an und er war gerade angekommen ich sah wie er gerade aufs Bett (Intensiv) gehoben wurde.sofort kommt eine Oberärztin auf mich zu,also ohne ihn untersucht haben zu können er war ja gerade angekommen oder sonst eine Untersuchung (ausser Bericht vom NA und RTW Mannschaft).Nimmt mich mit ins Büro.Höflich aber bestimmt fordert sie mich auf mich mit Familie zu beraten seinem Leiden ein Ende zu bereiten und erwartet eine Antwort innerhalb der nächsten Stunden.Ok ich noch durcheinander und mit Familie gesprochen .Beschluss ...wir wollen das alles versucht wird.Finde keine Ruhe schlafe draussen im Auto versuche wann immer ich kann zu ihm zu gehen und obwohl ich einfach nur den Knopf drücken müsste lässt man mich immer wieder Stunden draussen vor der Tür warten.Wenn ich dann rein durfte......"wer sind sie wer hat sie reingelassen" usw. usw.!
Erster Tag er ist stabilisiert bekommt was fürs Herz Antibiotika und wird beatmet und es wird ein Ct gemacht.Innerhalb der nächtsen 3 Tage wurden 2 Ct bis jetzt insgesamt gemacht also mit Heute Geröntgt mehrere EEGs Blutbild usw. usw.Während dieser Zeit immer wieder Kampf mit den Schwestern (nicht Alle) um ihn kurz besuchen zu können.Ich bin immer höflich und sorge dafür das man mich nicht mal bemerkt.Trotzdem immer wieder Anfeindungen von total überforderten Schwestern.Ich bleibe hartnäckig und höflich und beharre aucf mein Recht wann immer ich möchte ihn besuchen zu dürfen mittlerweile 5 Tage fast immer 180 km hin und zurück (Arbeit) und Mutter und restliche Familie hin und her also meistens auf dem Parkplatz immer wieder mal 1-2 stunden geschlafen sonst immer in der Nähe von Bruderherz.Die ersten 3 Tage wird förmlich auf uns eingerungen "den Stecker" zu ziehen.Insgesamt mit 5 verschiedenen Ärztinen gesprochen.die Dritte (am Dritten Tag) kommt mit Butter am Mund und Krümel, kauend und schlurfend auf mich zu .Muss mich mit Jemandem verwechselt haben denn sie ruft mir zu noch bevor ich was sagen kann....."wer hat den denn überhaupt zurückgeholt".Stelle mich vor ...sie erstaunt"wer sind sie denn" stelle mich vor....."aha"...sie wischt sich die Hände an der Hose ab und stellt sich dann vor.Mir wird schlecht renne auf toilette.Komme wieder und sie will im Gang weiterreden.Ich bestehe auf ein 4 Augen Gespräch in einem Raum.Sage zu ihr...."wo waren wir stehengeblieben,sie sagten wer hat den den überhaupt wiederbelebt".Sie..."habe ich nie gesagt".Ich erkläre ihr das sie nicht leugnen braucht da ich das verstehen würde,war 4 Jahre Sani beim Militär und 1 Jahr davon im Libanon habe wahrscheinlich mehr gesehen als sie.Ich hatte bemerkt das mein Bruder verkrampfte ohne pause.Weise sie darauf hin das er seit Jahren Trigeminus hat und Hammerharte Medikamente nimmt.Sie...ah so...schreibt sich es auf und ich insistiere das er diese bekommt.Dann erklärt sie mir das er Stabil sei ,ausser Beatmung und sonst wäre nur eine leichte Schwellung im Gehirn aber nicht weiter tragisch.

Am nächsten Tag andere Ärztin erzählt uns er wird wie auch immer nie wieder alleine atmen oder die Augen aufmachen also total 100% Gemüse ab Sofort Hirn ist zu stark geschädgt. Wieder wird extrem Druck aufgebaut ein Ende zu machen.Nächster Tag andere Ärztin komplett andere Aussage.....er ist auf dem Weg einer leichten Besserung.

Ringe 2 Ärztinennen die 100% Zusage ab das ich meinen Bruder wann immer ich kann besuchen darf.Natürlich nur wenn es geht ,also nicht gerade wieder ein notfall ist oder die ach so fidelen "intesiven" nicht nackt rumlaufen denn ich könnte ja sonst "gaffen".Jedenfalls habe ich den GRÖSSTEN Respekt vor der Arbeit der Schwestern bringe das deutlich zum Ausdruck und bitte darum micht nicht ständig anzuschreien oder unflätig zu werden.Ich wäre jederzeit beriet zu warten.Ich klingele und wenn es gerade wieder mal nicht geht einfach sagen und ich warte.Trotzdem gehen die Pöbeleien weiter.Ich solle so wie alle anderen zwischen 16 und 18 Uhr kommen.


Ich weiss ich habe hier einen Roman geschrieben bitte tragt mir das nicht nach.Ich versuche jetzt mal zu rekapitulieren und auf den Punkt zu kommen.
Nach fast 6 Tagen und ständiger und wiedersprüchlicher Aussagen folgende Situation.Bruder hat Hände und Kopf bewegt (angeblich Spinalreflex) meiner Meinung reagiert er wenn ich mit ihm rede Puls usw. verändern sich dramatisch wenn ich die richtigen Fragen stelle.Er ist weiterhin komatös.Ist nicht sediert und atmet selbsständig ,jedenfalls zum teil er wird nur noch unterstützend beatmet.praktisch alle wichtigen Medikamente wurden ausgesetzt.Doch auch sein Herz schlägt kraftig und von alleine ohne Unterstützung weiter.Nieren perfekt er hat keinerlei hirnblutungen oder infarkt gehabt.

Heute wurde ich ins Krankenhaus gerufen und sollte auch die Familie mitbringen bin aber alleine hin.Oberärztin erklärt bestimmte Blutwerte weisen daruf hin das es in seinem Gehrin doch wohl grössere Schäden gegeben hat.Er wäre auch laut EEG praktisch Hirntot.wir sollten uns möglichst schnell am besten innerhalb von Stunden entscheiden die "Sache" zu beenden.

Ich Sage nur WTF.Gestern hat ihn einer seiner Besten Freunde besucht Bürgermeister von Brandenburg und trotz vorheriger Anmeldung hat man Ihn mehr als 1 Stunde warten lassen und er hat mindestens 80 termine platzen lassen (sein Handy klingelte ohne Unterlass er schaltete es dann ab).Ich bin insgesamt schockiert über das Verhalten in dieser Station und diesem unglaublichen Druck der aufgebaut wird schon kurz nach Einlieferung auf Stecker ziehen gedrängt ohne jegliche Untersuchung.

Ich habe jetzt einen speziellen Anwalt konsultiert und einen Spezialsiten beauftragt (Arzt) der kommt aber erst in 2 Tagen aus New York.Was kann ich tun damit die weiterhin Alles tun bis der eintrifft und die den Druck rausnehmen Mittlerweile ist meine Mutter Heute praktisch kollabiert Heute früh ich war kurz davor den RTW zu holen.Das ich wie ein Tier leide muss ich wohl nicht sagen.Ich mache mir riesige Vorwürfe das ich Ihn zurückgeholt habe,denn genau das habe ich getan ich habe ihn nicht gehen lassen.
aber was auch wichtig wäre was ist wenn er tatsächlich 4-6 Minuten komplett ohne Sauerstoff war gibt es eine Chance das er vielleicht doch keine solch ernsthaften Schädigungen hat das er zumindest Geistig wieder da ist.Das verrückte ist das ich den Eindruck habe das er seitdem er nicht mehr 4 Lyrica und 4 Carbamazepin pro Tag nimmt er sich sogar erholt................!
Mir ist klar das er so schon vorher beschissen dran war und das er ein Schwerkranker Mensch ist und das er eine progedierende MS hat (obwohl 8 Untersuchungen davon 4 Liquor Alle nicht auf Ms hinwiesen) aber er ist nun nal sehr sehr krank und es war so schon hammerhart für ihn.Aber er ist unser Bruder und sohn ein wunderbarer Mensch und trotz allem konnte ich ihn manchmal noch zum lachen bringen.Jemand der so krank ist und angeblich 14 minuten ohne Sauerstoff war und 20 Minuten Asystolisch......und dann dennoch widerkommt......das heisst doch das er leben will.Er ist so ein Guter Mensch..........wirklich.
Er hatte sogar eine Lungenetzündung mit Wasser und auch das soll anscheind kein Problem mehr sein.

Ich höre mal auf zu schreiben ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen das das überhaupt Jemand liest.


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BeitragVerfasst: 22.07.17, 06:34 
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DMF-Moderator

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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
"Ich höre mal auf zu schreiben ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen das das überhaupt Jemand liest."- das lese nicht nur ich, auch viele andere Forenmitglieder werden Ihren erschütternden Bericht lesen. ZU medizinischen Fakten wird Ihnen niemand im Forum Konkretes sagen können, das ist aus der Ferne in einem derart komplex gelagerten Fall nicht möglich, aber Kraft und Trost zu spenden, das ist möglich.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 22.07.17, 15:04 
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Danke.....
das es überhaupt jemanden interessiert tut gut.Ich kann sonst mit neimandem reden.Ich Muss den "Harten" machen,schon wegen meiner Mutter und meiner Eigenen Familie.

Gestern Morgen gegen 4 Uhr Früh,war ich das dritte mal da .....an diesem Tag.Morgens Früh Komplett andere Belegschaft....sehr nett und ausgeruht.War wohl wenig los.Durfte fast Eine Stunde bleiben.

Er hat die Lungenentzündung anscheinend überstanden und obwohl man wiess das er eine LU hat standen 1 Meter neben ihm die Fenster sperrhagelweit auf und es zog rein..Fieber ist weg er atmet mittlerweile fast komplett selber und ALLES andere ist auch ok.Was im Kopf los ist weiss man halt nicht.Habe festgestellt das sie OHNE unsere Zustimmung ALLE Medikationen beendet haben /abgestellt.Ich habe ganz klar darum gebeten ihn in regelmässigen Abständen Morphium oder dipidolr oder von mir aus Weihwasser zu geben er war ja 8 jahre hochgradig auf Lyrica und Carbamazepin.Ich gehe davon aus das sie es beenden wollten das versuchen sie ja schon seit der Einlieferung.Die Obberärztin sagte mir übrigens auch gleich am Anfang das sein Herz mit sicherheit stehenbleiben würde.Aber je mehr sie versuchen umso mehr kämpft er und umso besser geht es ihm,körperlich.Aufwachen will er nicht.....noch nicht.Wir brauchen den Spezialisten damit wir uns eine Meinung bilden können.Einen Anwalt habe ich auch kontaktiert und jetzt rasiere ich mich ,vielleicht.....Gehe zur Mutter und Rest und dann gehts zum Bruder.

Ich bin nie sehr gläubig gewesen ausser wenns schwierig war :) aber wenn dann sollte er nicht leiden das wäre mein Wunsch einfach keine Schmerzen haben,ich hab ihn ja schliesslich mit Gewalt zurückgeholt.Das lastet schwer auf mich.

fast schon wieder ein kleiner Roman.Ist auch nicht so wichtig ob Jemand antwortet ich gehe einfach davon aus das es Alle lesen und vor allem Junge Mediziner zum Nachdenken bringt.....das wäre doch schon was.Der Job ist hart ich bin der Meinung Schwestern und Ärzte sollten viel viel mehr Geld erhalten und man sollte ihre Arbeit Ehren.Aber vor allem sollten sie eine Lehre eine Einweisung erhalten wie man mit Menschen und Angehörigen umgeht.Denn diese "Kultur" mit Familie und angehörigen überhaupt mit dem Thema umzugehen ist eine Sackgasse und total unmmoralisch.Um es mal ganz vorsichtig zu sagen.Die Ausrede das es nicht die eigenen Lieben sind zählt nicht.

Es lebe die Zivilisation !


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BeitragVerfasst: 22.07.17, 17:43 
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DMF-Moderator

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Hallo,
".Das lastet schwer auf mich."- das muß es nicht. Andere, vermutlich auch Ärzte in Kenntnis seiner Erkrankung und des eventuellen Wunsches nach Sterben, sie hätten genauso reagiert und gehandelt.
Es besteht absolut kein Grund für Selbstvorwürfe. Nebenbei: 4-5 Minuten Kreislaufstillstand ist absolut kein Grund, eine Reanimation zu unterlassen und nicht grundsätzlich und zwangsläufig mit schweren Folgeschäden ( Hirn) verbunden.

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Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 22.07.17, 19:27 
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Sehr geehrter Dr.med.Holger Fischer,
ich achte sehr das sie sich Zeit nehmen.
Von einem Mediziner der die Sache mit Abstand beurteilen kann sind diese Worte Balsam für die Seele.
Die Tatsache das mittlerweile 6 Ärztinnen mir diesbzüglich direkt /indirekt genau dies vorgeworfen haben blende ich einfach aus.Laut Aussagen dieser ,ist schon nach 3-4 Minuten eigentlich immer mit schwersten Hirnschäden zu rechnen.

Danke für ihr Interesse.

Ich habe mich die ganze Zeit über natürlich über dieses Thema beschäftigt.vielleicht ist dieser Artikel für sie interessant.Ich selbst bin sprachlos.Sollte denn an dem Artikel auch nur ein funken Warheit hängen.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-104058659.html

Kleiner auszug aus dem Artikel:

Dr.Parnia wird gefragt:

SPIEGEL:Sind Krankenhausärzte ignorant?

Parnia: Offenbar. Kürzlich haben Kollegen in einer Studie nachgewiesen, dass die Dauer einer Wiederbelebung bei mindestens 40 Minuten liegen sollte, dass aber die meisten Ärzte innerhalb von 20 Minuten aufgeben. Sie tun das, weil sie fälschlicherweise glauben, dass das Gehirn nach dieser Zeit bereits irreversibel geschädigt und der Kampf verloren wäre.


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BeitragVerfasst: 23.07.17, 10:25 
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Guten Tag,
" Alle medizinischen Tests, die zur Diagnose des Hirntods angewandt werden, prüfen ja nur, ob die Gehirnfunktion erloschen ist. Sie prüfen nicht, ob die Hirnzellen tatsächlich abgestorben sind. "- zumal ein EEG nur Ableitungen von der Großhirnrinde macht und nicht vom Hirnstamm.

"Der Cortex cerebri ist die phylogenetisch jüngste und am weitesten entwickelte Hirnregion. Er dient höheren Funktionen wie z.B. Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen, Sehen, Lesen, Hören, Sprechen, Planung und Ausführung von Willkürbewegungen, Bewusstsein, komplexem Denken, Persönlichkeit, etc. "- zitiert aus DocCheck.
Meiner Meinung nach wissen wir über den wirklichen Zeitpunkt des definitiven Hirntodes herzlich wenig. Natürlich kann man sagen ( ???)-nach heutiger Sicht-wenn die Funktionen des Cortex ausgefallen sind = Nulllinie im EEG- dass der Hirntod eingetreten ist, zumindest ist fraglich, ob ein Leben ohne die aufgelisteten Funktionen noch als Leben angesehen werden kann. Aber: kann man es sich so einfach machen?
Ich habe Ihre Überschrift ... auf den Müll entfernt und den Begriff Hirntod dafür eingesetzt-in der Hoffnung, dass dann auch andere User etwas dazu sagen.

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BeitragVerfasst: 23.07.17, 18:58 
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Interessierter

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SoKrates soll gesagt haben "ich weiss das ich nicht weiss" und nicht wie irrtümlich angenommen "ich weiss das ich nichts weiss".
So geht es uns momentan auch.Heute wieder anderer Arzt Er vertritt die Meinung das er dauerhaft geschädigt ist und deshalb eine Entscheidung her solle.Höflich aber bestimmt darauf hingewiesen das man ja auch eine Ethikkomission einberufen könne die dann für uns entscheidet.

Ich bin ein ruhiger Mensch doch und immer positiv.Jedoch fällt es mir schwer in dieser Station Positive Dinge zu benennen von Ausnahmen natüröich abgesehen.

Zustand ist so das Bruder noch nie so gesund aussah.Alle Funktionen bis auf leichte Unterstützung der Atmung Normal.Wenn diese Station nicht so einen Druck aufgebaut hätte.von Anfang an und nicht diese Feindseligkeit und Arroganz vorgebaut hätten wir ihn bestimmt vorher schon gehen lassen.
Heute hat er spontan ohne Jegliches Zutun unserseits erst die eine dann Beide Hände bewegt/gehoben und das war definitiv kein "Spinalreflex" das war als wir ihm sagten das wir jewtzt gehen würden.

Wir haben Alles Fotografiert und protokolliert Vom Ersten Tag an und sind uns einig.Hier wurde schon sehr schnell OHNE UNSERE ZUSTIMMUNG aktiv auch /oder hauptsächlich durch Unterlassung oder nicht eingreifen daran "gearbeitet" den Platz "frei" zu bekommen.Mal abgesehen davon ob es besser oder schlechter wäre wenn man ihn hätte gehen lassen.Das war ein TOTALVERSAGEN wie man es sich niemals hätte ausmalen können.Wir haben wie jeden Tag Fotos gemacht und ja auch die Akten fotografiert,warum nicht.Wieder kam sofort ein Pfleger reingerannt und riss die Akten weg und es hätte nicht viel gefehlt und wir sollten die Handys aushändigen um zu überprüfen was fotografiert wurde und dieses dann löschen.

Diese "Arbeit" noch Medizin zu nennen ist einen Beleidigung.Ich /Wir können immer noch nicht glauben was wir dort erleben und erlebt haben.

Nach der kurzen Besprechung mit dem Arzt der uns praktisch zugesichert hat das keine Hoffnung besteht und auch nie bestanden hat.Wurde auf Nachfrage von mir erzählt das er selbst im familiären Kreis Jemand gehabt hatte der mit einem Apfelgrossem Ödem im Kopf ohne Jegliche Hoffnung im Krankenhaus lag,Heute aber vollkommen Gesund wieder da wäre und dieser Idealzustand (natürlich im Rahmen seiner Vorerkrankungen) auch bei meinem Bruder denkbar wäre auch wenn sehr unwahrscheinlich und das kurz nachdem er 20 Minuten lang erklärte man solle sich doch keine Hoffnungen mehr machen .

Ärzte sind auch nur Menschen und dito die Schwestern und ganz ehrlich habe ich diese Menschen die solch eine harte Arbeit machen immer bewundert und respektiert.Nun jetzt stehe ich nur ratlos da voller Zweifel und schlimmen Selbstvorwürfen und hilflos auf den Moment zusteuernd wo ich und mein Bruder "den Stecker ziehen lassen werden".Hätte man das geahnt wäre ich jetzt im Nachhinein lieber der Bitte meines Bruders nachgegangen und hätte ihn Zuhause im Schlafe erlöst.so wie er mich oft darum gebeten hat.Wir hätten vorher noch ein Paar schöne Gedanken ausgetauscht hätten all den Papierkram erledigt und er wäre in Frieden gegangen.Ich war aber Feige weil ich Familie habe.

Ihnen Herr Dr. nochmals meinen Dank für ihre Teilnahme ich weiss es wohl zu schätzen.


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BeitragVerfasst: 04.08.17, 04:00 
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Er ist tot,
mein geliebter bruder ist tot und ich weiss das sie ihn haben sterben lassen und ich konnte nichts dagen tun.

Einfach nur furchtbar traurig....was ist aus den Menschen geworden......


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BeitragVerfasst: 04.08.17, 06:18 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
mein aufrichtiges Beileid.

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