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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Künstliches Koma - Aufwachphase/Stressphase
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BeitragVerfasst: 12.02.17, 04:11 
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Hallo
Vielen Dank für die Aufnahme im Forum. Ich bin darauf gestossen, nachdem ich gezielt nach Antworten zur Aufwachpase nach dem künstlichen Koma gesucht habe. Die Antworten auf häufige Fragen, haben mir hierbei sehr geholfen.
Meine beste Freundin liegt nach einer Gehirnblutung mit anschl. Komplikationen auf der Intensivstation. Sie ist 67 Jahre alt. 2 Wochen lag sie im künstl. Koma, jetzt seit einer Woche Aufwachphase. Übermorgen wird versucht künstl. Beatmung abzusetzen und/oder Luftröhrenschnitt zu machen.
Ich war tägl. bei ihr. In Anwesenheit ihres Mannes, der sehr bestimmend ist, nie länger als 10 Min. Er rüttelt sie an der Schulter, ihr Blutdruck schiesst auf 180... dann will er gehen. Alleine bin ich sehr lange bei ihr. Halte ihre Hand, streichle sie, muntere sie auf. Auch da ist der Blutdruck teilweise hoch, aber da sie wacher und wacher wird, ist sie sehr gestresst. Würgereiz etc.
Sie drückt auf Aufforderung meine Hand und sieht mir in die Augen. Heute hat sie versucht zu kommunizieren, da sie Kot absetzen musste und ihr das sichtlich unangenehm war. Sie versuchte dabei auch aus dem Bett zu steigen... und man hat ihr die Verzweiflung darüber angesehen.
Meine Freundin und ich stehen uns sehr nahe. Ich lebe auf Zypern, sie in Deutschland, aber länger als zwei Tage hielten wir es ohne lange Telefongespräche selten aus. Wir sind Seelenschwestern... und deswegen bin ich natürlich nach Deutschland geflogen.
Ihr Partner gebt nicht tägl. zu ihr... und wenn nicht lange, quasi Hallo und Tschüs.
Nun hat er mir und einer weiteren Freundin untersagt so lange bei ihr zu sein. Wir sind der Auslöser für den Stress. Die Ärzte und Pfleger bitten uns immer wieder sie anzusprechen.... Das habe ich ihm erklärt, aber er sagt, er will nicht, dass sie so viel und so langen Besuch erhält.
Mich macht das völlig fertig, denn auch sie wäre bei mir, wenn ich da liegen würde. Ich habe gespürt, dass es ihr hilft. Natürlich, kann ich ihr den Stress nicht nehmen, aber ich kann ihr aufmunternd zulächeln usw. Schläft sie, lasse ich sie schlafen... ist sie wach, versuche ich zu beruhigen und zu erzählen.
Ich komme nicht gegen ihren Mann an und finde es grausam, dass er sie da alleine durchgehen lässt. Woher soll sie die Kraft und Motivation nehmen.... aber ich finde keine passenden Argumente.
Er ist selber gewohnt zu bestimmen, war Chef vieler Angestellter, grosses Unternehmen... Akademiker usw.
Liege ich so falsch mit meiner Meinung sie unterstützen zu können mit blosser Anwesenheit wie oben beschrieben? Gibt es Studien, an die ich ihn verweisen kann? Ich bin verzweifelt. In 3 Tagen fliege ich zurück... Ich kann nicht zu ihr gehen, um gleich wieder bye bye zu sagen.

Bin für Ratschläge sehr dankbar.
Danke und lg


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