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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Bitte um Unterstützung > Herzstillstand > Koma
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BeitragVerfasst: 12.11.16, 16:11 
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Werte Forummitglieder und Experten,

mein Bruder (51J.) keine Vorerkrankungen, erlitt am Mittwoch, den 02.11.2016 einen Hinterwandinfarkt mit Herzstillstand. Er brach mitten in der Nacht zusammen. Seine Frau bemerkte dies sofort.
Nachdem er auf den Bauch gefallen war, bat Sie Ihn dass er mithilft und sich mit umdreht, damit Sie Ihm besser helfen kann (ca. 120 kg, 1,85 m groß, eher Fettleibig). Er japste jedoch nur und konnte nicht mithelfen. Somit wurde keine Erste-Hilfe geleistet. Der Notruf wurde gerufen und war auch innerhalb 7-8 Minuten Vorort. Bis dahin hatte er noch gejapst und Schnappatmung. Als die Sanitäter eintrafen ist erst der Herzstillstand eingetreten. 10 min. Reanimation, dann war er wieder da.

Auf Intensiv wurde er im Laufe der nächsten Stunden auf 33° C runtergekühlt. Dann die Aufwärmphase.

Seither ist er im Koma bzw. Schlafzustand, hatte nach ein paar Tagen jedoch auch Zuckungen. Er bekam bei Einlieferung Stents gesetzt und es gab ansonsten keine Kompikationen, bis zu der Tatsache, das er selbst nicht atmete und Blutdruckunterstützt werden musste. Die Ärtze machten die üblichen Untersuchungen. Sein NSE Wert wäre jedoch nach 72 Stunden im höchsten Wert auf 117. Ich weiß jedoch nicht, ob nach 72 Std. der höchste Wert war oder ob dies vorher schon erreicht war und dann wieder gesunken ist. Er hatte wohl eine Hirnschwellung und die Ärzte machen uns wenig Mut. Er hatte auch eine Lungenentzündung, konnte aber erfolgreich behandelt werden.

Zum heutigen Tag hat er noch die Wirkstoffe:
- Insulinpräparat. 04 0
- KCI. 11 0
- Hormon. 05 0
- Sedativum 03 3
- Schleifendiuretikum. 02 0
- ß-Lactan Antibiotikum. 06 2
- Antieptileptikum. 2000 mg in Tablettenform um 16:00 Uhr

Er bekam gestern auch noch den Wirkstoff:
Nichtsteroidales Antirheumatikum/Nichtopioid-Analgetikum (wegen Fieber 39°),
welches heute aber nicht mehr verabreicht wurde. Das Fieber ist jedoch gerade noch mit 38,7 da.
Ich habe das Präparat gestern in Frage gestellt, da ich gelesen habe, dass es in den Englischsprachigen Räumen
verboten wurde, jedoch auch in anderen Ländern verboten ist.

Nun zum wesentlichen:
Mein Bruder hatte am Donnerstag (unserer Meinung nach) einen guten Tag, da
die Atmung wieder einsetzte. Dies tat er vorher nicht selbständig. Gestern am Freitag
war wieder (unserer Meinung nach) ein guter Tag, da er zum ersten mal Husten hatte und auch
die Atmung gut war. Er wollte den Schleim aushusten, konnte jedoch nicht so recht. Seine Pupillen
waren gestern noch starr und Stecknadelgroß.

Heute sind seine Pupillen auch Stecknadelgroß, jedoch waren Sie in einer anderen Stellung, was vorher die
ganzen Tage nicht war. Vorher war es immer eine Stellung gerade aus. Heute jedoch nach oben gerichtet, bzw. bewegen sich auch mal.
Wenn ich Ihm die Augenlider nach oben ziehe, um zu sehen wie die Augenstellung ist und ob sich etwas tut,
dann zieht er auch mal das Lid selbständig nach unten oder zwickt auch mal die Augenlider zusammen.

Wenn wir mit Ihm sprechen, macht er auch mal ganz tiefe Atemzüge.

Heute ist seine Atmung jedoch wieder schlecht. Er hat ca. 8-14 spontan Atemzüge und der Arzt,
gab uns auch heute wieder wenig Hoffnung. Er meinte, dass die Maschine Ihn heute wieder unterstützen muss.
Ich fragte Ihn dann, ob eine Spontanatmung nicht nur seine Atmung ist, da die Maschine ja die Spontanatmung
anzeigt. Er meinte, doch, dass ist schon seine eigene Atmung. Man sieht doch an der roten Kurve nach oben, dass
es seine Atmung ist, weshalb unterstützt die Maschine dann nicht besser???

Wenn ich mich verabschiede, geht sein Blutdruck immer hoch.
Wenn wir von seinen Jung`s erzählen, gibt es z.B. vereinzelte tiefe Atemzüge, wie seufzend und sein Mund
zuckt recht arg. Wir haben überhaupt das Gefühl, dass er bei emotionalen Sachen, unruhiger wird, da sein Mund dann
mehr "zuckt" und auch sein Blutdruck oftmals kurz nach oben geht.

Sind dies keine Zeichen dafür, dass er uns wahrnimmt?

Nachfolgende Position betitelt der Arzt mit einer Negativprognose:

- Atemfrequenz heute zu niedrig (Hat er Recht, war aber gestern und vorgestern gut und vorher gar nicht vorhanden)
- Myoklonien (Ja, aber nur noch im Gesicht um den Mund und dies meist nach Ansprache) Jedoch wackelt die Zunge viel.
Der Arzt meinte hier, dass er Medikamente gegen die Zuckungen bekommt.
- schlechtes CT (keine weitere Erklärung)
- keine Reizantwort (ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass diese Neurologische Untersuchung durchgeführt wurde.)
- erhöhte Laborwerte
- EEG gestern gemacht, jedoch noch nicht ausgewertet

Verstehen Sie mich nicht falsch, wir wissen, dass es nicht gut steht.

Aber kann man die oben genannten Zeichen
- Augenlid zieht er selbständig mal nach unten
- Augen gehen manchmal ein bisschen
- Hustenreiz wegen Schleim
- gestern und Vorgestern ordentliche Spontanatmung von 15 - 25 AF.
- tiefe Atemzüge bei (emotionaler) Ansprache
- erhöhter Blutdruck nach (emotionaler) Ansprache
- vermehrte Zuckungen um den Mund, nach (emotionaler) Ansprache. Die Zunge wackelt aber eigentlich immer.

Mein Bruder hatte gestern ein paar mal einen Hustenfall.
Der Arzt meinte, dass es sein kann, dass die Sedierung durch seine Fettleibigkeit
noch im Körper sein kann. Er wacht aber gerade nicht auf.
Wir sind heute am 11. Tag.

Heute jedoch wieder von dem anderen Arzt die niederschmetternde Diagnose.
Sieht ganz schlecht aus > wir müssen uns dauerhaft Gedanken machen, ob wir Ihn
nicht gehen lassen.

Ist es nicht noch zu früh eine Entscheidung zu treffen, nach oben genannten Zeichen?

Bitte schätzen Sie doch die oben genannten Zeichen einmal ein. Dass es nicht gut
steht wissen wir. Aber so komplett ohne Hoffnung wie es der Arzt heute wieder vermittelt?
Ist dies so richtig?

Ich bedanke mich nun für Ihr Aufmerksamkeit und würde mich sehr freuen, wenn Sie ein
Statement zu oben angegebenen Daten machen könnten.

Herzlichst
Marion


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BeitragVerfasst: 03.07.17, 22:16 
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Registriert: 03.07.17, 21:02
Beiträge: 3
Hallo marion, wie ist es ausgegangen?

Mein Vater 64 Jahre ist an einem ähnlichen Punkt. Spontatmung jedoch wacht er nicht auf.
Oberarzt meinte auch es sieht schlecht aus etc. EEG wurde aus organisatorischen Gründen nicht gemacht ? Wieso auch immer. Ein riesen Rätsel.
Bei Einlieferung war das CT in Ordnung. 3 Tage danach sagte der Assistenzarzt es sehe ganz schlecht aus.
Also irgendwie als nichtstudierter Mediziner fühlt man sich etwas hilfmos wenn man auf die Hilfe "Fremder" angewiesen ist und man das Gefühl hat, man würde die Menschen lieber gehen lassen.

Gerne um Rückmeldung.


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