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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Aufwachen und Reaktionen nach Herzstillstand und Koma
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BeitragVerfasst: 10.05.16, 14:19 
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Beiträge: 3
Hallo liebes Forum,

benötige Ihren /Euren Rat.
Mein lieber Vater (84J) erlitt vor 7 Tagen einen Herstillstand ohne Vorankündigung.
Daduch, dass er sich bei einem Verwandten befand und hier Mund zu Mund Beatmung gemacht wurde, parallel Herzmasage, konnte von den Notärzten gerettet werden.
Alles in allen dauerte jedoch 20 Minuten.
Er lag danach im Koma und wurde gekühlt.
Seit Mittwoch setzten sie die Nakosemittel langsam ab, seit Freitag zeigt er jetzt Reaktionen.
Er bewegt die Arme und Beine.
Aktuell wackelt er ständig mit dem Kopf hin und her und macht ab un zu Töne, wenn man Ihn bewusst anspricht wird er ruhig, öffnet die Augen und erkennt seine Angehörigen.
Er kommuniziert durch Kopfnicken und hat auch schon durch Töne versucht zu antworten, als ich Ihm von seinen Enkel erzält habe, hat er sogar versucht zu lächeln.

Danach verfällt er sofort wieder in den oben genannten Zustand.
Er atmet selber und das Herz schlägt soweit stabil.
Er hatte als Vorerkrankung Nierenkrebs und bekam das Medikament Votrient, sowie als starkes Schmerzmittel MST AL10 (morgens und abends)

Gegenüber meiner Schwester machten die Ärzte die Aussage er sei zu 99% schwerst hirngeschädigt und eine Therapie nicht sinnvoll.
Das Verhalten sei die Folge der Schädigung , bliebe so und wir sollten uns um einen Pflegeplatz kümmern.

Dazu habe ich nun einige Fragen:
Wird sich diese Zustand (Kopfschütteln) bessern?
Sind das vielleicht Angstzustände?
Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
Welche Fachärzte sollten wir hinzuziehen?
Wie können seine Wachphasen gefördert werden?

Ich möchte nicht, da mein Vater diese Reaktionen zeigt, dass er vorschnell als nicht therapierbar abgestempelt wird, sondern das das was er noch kann gefördert wird.

Vielen Dank für mögliche Rückantworten -Gruss Mathias74


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BeitragVerfasst: 10.05.16, 15:42 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

wenn - laut Ihren Angaben - direkt Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt wurden, hat man wohl in der Klinik ein CT vom Kopf gemacht, um eine solche Aussage ("zu 99% schwerst hirngeschädigt" treffen zu können.
Vereinbaren Sie mal einen Gesprächstermin mit dem zuständigen Oberarzt. Lassen Sie sich erläutern, welche Medikamente er derzeit noch bekommt, die dämpfend wirken und was bei den Untersuchungen (CT, EEG, etc.) genau festgestellt wurde bzw. welche Auswirkungen zu erwarten sind.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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BeitragVerfasst: 12.05.16, 08:03 
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Registriert: 10.05.16, 11:23
Beiträge: 3
Vielen dank für die Antwort.
Habe ich gemacht, man geht aktuell von relativ schweren Schäden aus.
Von Aufgabe war allerdings keine Rede mehr.
Er soll allerdings bald in ein neurologisches Fachzentrum verlegt werden, um zu prüfen wie weit er sich regenerieren kann.
Gruß Mathias74


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BeitragVerfasst: 15.08.16, 11:51 
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Registriert: 10.05.16, 11:23
Beiträge: 3
Fazit nach über 3 Monaten -Fehldiagnose

Am 10.08. ist mein Vater nach Hause gekommen.
Er lag 3 Wochen im Koma, danach 9 Wochen neurologische Reha.
Er kann Laufen, er kann ohne Probleme sprechen, er kann eingeschränkt Treppen laufen, man kann sich mit ihm unterhalten, vergessen hat er wenig.
Ab und zu bringt er ein paar Dinge durcheinander, das ist aber die Ausnahme
Er schaut Fernsehen und freut sich täglich an seinen Enkeln, gestern hat er Kartoffeln geschält, Bohnen geschnippelt und sich selbst rasiert.
Abends geht er selbstständig ins Bett.
Die Betreuung beschränkt sich auf einen ambulanten Pflegedienst am Morgen und am Abend.
Er hat weitestgehend die Lebensqualität zurück wie vor seinem Zusammenbruch.

Vielleich gibt das einigen etwas Hoffnung und lässt sie nicht zu schnell aufgeben.
Alles Gute, Mathias74


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BeitragVerfasst: 15.08.16, 13:51 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

schön, diese erfreulichen Nachrichten zu hören! Danke für Ihre Rückmeldung hier.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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