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medizin-forum.de • Thema anzeigen - 3fach Bypass-OP, schlechtes Aufwachen, Weaning-Station
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BeitragVerfasst: 20.02.16, 17:47 
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Registriert: 20.02.16, 17:23
Beiträge: 1
Hallo liebe Forengemeinschaft,
ich habe mich eben angemeldet, weil ich mich gerne mit anderen Betroffenen austauschen möchte bzw. neue Meinungen einholen möchte. Ich versuche alles in Stichpunkten zu erklären.
Es handelt sich um meinen Vater, 69, Diabetiker, Übergewicht, Bluthochdruck, Verdacht auf Parkinson, was wir jedoch nie abgeklärt haben. Vor der ganzen Geschichte jedoch eigenständig, fit und klar im Kopf.

Anfang Januar ging er mit dem Hund spazieren und stürzte.
Er hatte Schmerzen in der Rippengegend und ich drängte ihn zu einem Röntgentermin im KH.
Ergebnis: 2 gebrochene Rippen, und ein vergrößertes Herz auf dem Röntgenbild. Auf meine Bitte haben sie ihn stationär aufgenommen um das Herz zu untersuchen.
Mittels Herzkatheder wurde festgestellt, dass der Stent (vor 12 Jahren gesetzt) nicht mehr durchlässig war (Äderchen haben sich selbst außenrum ihren Weg gebildet), und 3 Bypässe erforderlich wären.
Überweisung in anderes Klinikum.
OP erfolgreich, Papa wachte etwa 4 h nach OP auf, wurde extubiert und war ansprechbar.
Über Nacht wurden jedoch die Gasaustauschwerte so schlecht und die Lunge schwach, dass sie reintubieren mussten und haben ihn schlafen gelegt.

Nach 10 Tagen wurde ihm ein Tracheosthoma gesetzt, anschließend waren die Gaswerte wieder in Ordnung und die Schlafmittel wurden langsam abgesetzt. Je wacher er wurde umso schwieriger war wieder die Atmung. Er hyperventilierte manchmal oder hatte Atempausen.
Hinzu kam ein Harnwegsinfekt.

Atmung besserte sich, er gab zum Schluss selbst Rhytmus vor und war nur noch druckuntertützt mit BiPAP Beatmung und einem PEEP von 5-8.
Auf laute Ansprache des Arztes öffnete er auch die Augen halb. Er zeigte außerdem Gähnen, Stirnrunzeln, Kaubewegungen und andere Gesichtsmimik.

Man verlegte ihn in eine andere Klinik, ebenfalls auf die Intensivstation.
Kurzweilig waren die Werte wieder etwas schlechter wegen einer leichten Lungenentzündung.
CT war ohne Befund, nur ältere kleine Schlaganfälle waren zu sehen.
In der neuen Klinik wurden die Hirnströme gemessen, auch ohne Befund.
MRT bestätigte das CT, lediglich eine leichte Durchblutungsstörung im Hirnstamm wurde gefunden.
Laut der Ärzte jedoch keine Gründe für ein "Nicht-Aufwachen"

An manchen Tagen hatte er während der kompletten Besuchszeit die Augen offen und versuchte auch mit den Pupillen zu fixieren. Einmal meine ich eine leichte Handbewegung gespürt zu haben, sonst ist er reglos.

Seit gestern befindet er sich mit einem Astral-Beatmungsgerät auf der Weaningstation in der Neurologie.
Heute hat er schon 3 x 10 Minuten nur mit Aufsatz geatmet und dies auch sehr gut gemacht.
Allerdings waren die Augen heute gar nicht offen. Die Schwester meinte, er würde sie aber öffnen, wenn man ihn zB pflegt oder umbettet usw.

Am Montag beginnen die Therapeuten (Ergo- und Physio) mit ihrer Arbeit.
Wir hoffen stark dass er weiter wach wird.

Leider kann sich keiner erklären warum sich das Wachwerden so hinzieht.
Jetzt hat uns der Arzt gesagt, man habe meinem Papa bereits in der Intensivstation ein "Demenzpflaster oder Parkinsonpflaster" geklebt. Man hat uns davon nichts gesagt und er war auch nicht dement vor der Operation. Auch konnte uns keiner Auskunft geben wer dies angeordnet hat und zu welchem Zweck.
Kann es sein, dass er doch Parkinson hat und das das Aufwachen erschwert?
Vor der OP zeigte er schon seit etwa 1 Jahr leichtes Zittern in der linken Hand im Ruhezustand.

Ich würde mich sehr über Meinungen freuen, bin leider ein Mensch, der alles wissen will und habe schon ein schlechtes Gefühl, wenn ich in der Klinik jedem auf die Nerven gehe.
Falls noch Fragen sind, einfach nachhaken, ich hoffe ich habe sonst alles verständlich erklärt.

Lieben Gruß, Nicole


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