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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ohje... mein armer Vater
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 Betreff des Beitrags: Ohje... mein armer Vater
BeitragVerfasst: 08.08.15, 18:42 
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Interessierter

Registriert: 15.07.15, 13:30
Beiträge: 16
Guten zusammen,

wir, meine Familie und ich sind am verzweifeln und wissen nicht weiter. Vielleicht könnt ihr uns ein wenig aufklären.

Mein Vater (61 Jahre) wurde Freitag vor einer Woche als Notfall in die Klinik eingeliefert. Verdacht auf Herzinfarkt. In der Klinik hat man alle möglichen Untersuchungen durchgeführt. Herz-Katheter konnten die Ärzte nicht alles einsehen da sie in bestimmten Bereichen ein hinkamen.

Letztendlich konnten sie einen Herzinfarkt ausschließen, nichts desto trotz waren viele Arterien verkalkt. Somit endschied man für eine Bypass-Op.
Die Ärzte sagten gleich auch, das es 3-4 wenn nicht sogar 5 Bypässe gelegt werden. Die Op selber dauerte 5 Stunden und er hat die OP gut überstanden.
In der Nacht wollten sie Ihn langsam wieder aufwecken, aber da gab es Komplikationen und er musste Notoperiert werden. Hierüber hat uns die Klinik nicht informiert.
Auf einen Samstagabend versuchten sie ihn wieder aufzuwecken und da gab es wieder Komplikationen. Er bekam kaum Luft da die Lungen verschleimt waren. Nach einer Bronchoskopie konnten die Ärzte die Lungen wieder säubern und er wurde erstmal ins künstliche Koma gelegt.
Auf einen Montag hat man begonnen ihn aus dem Koma zurück zu holen. Es klappte auch gut. Wir waren am Dienstag vor Ort und besuchten Ihn auf der IPS. Er war sehr sehr groggy, reagierte aber sobald man ihn anspricht. Weitere zwei Tage später wurde er dann auf die Zwischenstation verlegt. Also zwischen IPS und Normalstation. Dort besuchten wir ihn auf einen Freitag. Er war schon viel wacher, konnte mehr oder weniger mit uns reden. Leider hatte er ein Durchgangssyndrom. Wir alle waren guter Hoffnung und hofften das er bald zur Anschlussheilbehandlung konnte.

Auf ein Samstag, also heute, besuchte mein Bruder ihn und man sagt ihm, mein Vater hätte sich übergeben und wurde auf die IPS zurückverlegt.
Mein zweiter Bruder rief auf der IPS an und dort sagte man: Das mein Vater das erbrochene in der Lunge hatte und reanimiert werden musste. Er sei aber schon wieder wach und sobald sein Zustand zulässt wird er zurück verlegt. Hier wurden wir auch nicht informiert.

Morgen fahren wir wieder in die Klinik. Wir hoffen, das wir ein Arzt dort antreffen und mit ihm sprechen konnten.

Ich würde gerne wissen, ob es normal ist, das die Klinik die Angehörigen nicht informiert sobald negative Änderungen bei meinen Vater auftreten.
Warum musste mein Vater sich übergeben, er bekommt doch nicht zu essen außer ein wenig Flüssigkeit.

Danke

der Thunfisch


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohje... mein armer Vater
BeitragVerfasst: 09.08.15, 16:04 
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DMF-Moderator

Registriert: 20.05.07, 08:00
Beiträge: 2261
Hallo,

es ist natürlich sehr frustrierend, wenn man in solchen Situationen nicht informiert wird. Allerdings ist man in Notfallsituationen mit dem Patienten schon vollauf beschäftigt und manchmal sind mehrere instabile Patienten gleichzeitig auf der Station. Dies ist natürlich keine Rechtfertigung, sondern nur eine Erklärung.
Geben Sie beim nächsten Besuch einfach nochmal die Telefonnummer eines Angehörigen beim Stationspersonal ab, mit der Bitte, im Bedarfsfall anzurufen.
Ja, erbrechen kann man auch wenn nur Flüssigkeit aufgenommen wird. Der Druck im Bauchraum kann z.B. erhöht sein, oder der Schließmuskel am Mageneingang nicht richtig schließen. Auch durch eine flache Lagerung zu zeitig nach dem Trinken kann es zu einem Rücklauf von Mageninhalt kommen.

Gruß
Die Anästhesieschwester


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 Betreff des Beitrags: Re: Ohje... mein armer Vater
BeitragVerfasst: 10.08.15, 14:13 
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Interessierter

Registriert: 15.07.15, 13:30
Beiträge: 16
*UPDATE*

Gestern waren wir bei meinen Vater. Aber dieses mal hatten wir vorgesorgt. Ein befreundeter Arzt (bA) kam mit damit er mit den behandelten Ärzten sprechen konnte.

Aber nun der Reihe nach:
Mein Vater geht nach den Zwischenfall ganz gut. Der Doc meinte, mein Vater sei auf der IMC zusammengeklappt. bA fragte nach, ob es Aufzeichnungen gibt aber der Arzt verneinte es. So konnte man nicht genau sagen, warum mein Vater zusammen geklappt ist.

Wir sind durften dann in zweier Gruppen zu ihm. bA und ich gingen dann zusammen. Damit bA sich ein besseres Überblick verschaffen konnte, hat er mein Vater gefragt, ob er in die Krankenakte einsehen darf. Mein Vater befürwortete es. (Ich war Zeuge). Er schaute sich die Akte an. Der behandelte Arzt kam rein und machte einen Riesenaufwand. Aber letztendlich musste er einsehen, das mein Vater die Einsicht zugestimmt hat. Meine Familie war auch sehr froh das bA die Akte eingesehen hat. So bekamen wir Informationen was die Ärzte uns nicht erzählt haben.

Heute waren ich und meine Mutter wieder vor Ort und wir haben das Gefühl das es ihm Tag für Tag besser geht. Das Durchgangssyndrom ist fast weg. Er macht auch schon wieder Witze. Erkundigte sich was bei uns so los ist. Nur mit dem Sprechen klappt es noch nicht so gut. Es hört sich immer noch an, als hätte er einen Frosch im Hals. Ach ja.... essen darf er auch schon wieder. Nicht viel aber immerhin. Er bzw. die Schwester teilte uns mit, das er morgen, sofern er stabil bleibt, wieder auf die IMC verlegt wird. Das war für uns eine positive Nachricht.

Wie lange dauert in der Regel bis er wieder genug Kraft hat normal zu sprechen?


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