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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ich habe einen septischen Schock überlebt.
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BeitragVerfasst: 24.09.13, 17:40 
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Hallo erst mal an alle,

ich fühle mich ziemlich hilflos und überfordert. Ich leide an einer COPD, als Grunderkrankung. Im Februar 2013 bin ich an einer Sepsis erkrankt. Auslöser war eine doppelseitige Lungenentzündung, die nicht richtig erkannt wurde. Es gab bei mir kein langes Hin- und Her. Ich wurde irgendwann wach und bekam trotz Sauerstoffzufuhr keine Luft mehr. Es hat dann noch eine Weile gedauert, ehe ich es geschafft habe, zum Telefon zu kriechen und die 112 anzurufen. Danach weiß ich nichts mehr. Was mit mir geschehen ist, weiß ich nur durch die Berichte meiner Angehörigen. Ich weiß nicht genau, wie lange ich im künstlichen Koma lag und beatmet wurde. Ich erlitt einen septischen Schock mit Kreislaufzusammenbruch und Multiorganversagen. Ich bekam Dialyse und alles Mögliche. Es war über einen längeren Zeitraum nicht klar, ob ich überleben würde. Wie man mir kürzlich sagte, lagen meine Überlebenschancen unter 20%. Als ich aufwachte, war ich natürlich desorientiert und ziemlich neben der Spur. Es machte mir auch nichts aus, auf der Intensivstation zu liegen, solange ich meinen Sauerstoff bekam und man mich in Ruhe ließ. Ich wusste ja nicht, was los war. Ich hatte heftige Träume und vermischte diese mit der Realität. Ich freute mich über die Besuche meiner Familie, die natürlich froh waren, dass ich über alles lachen konnte. Ich war wie ein kleines Kind. Sprechen konnte ich nicht, weil ich ein Tracheostoma hatte. Es sind aber auch einige heftige Dinge auf der Intensivstation passiert, die so wohl nicht passieren dürfen. Weil man Angst hatte, ich könne irgendwelche Geräte abreißen, hat man mir die Hände festgebunden. Ich wusste nicht wirklich, warum man das tat. Ich habe immer aufgepasst, ja nicht in Richtung der Geräte zu greifen. Später wollte man mir eine Atemmaske anpassen, hatte mir aber davon nichts gesagt. Ich habe mich dagegen gewehrt und wurde wieder gefesselt. Das war natürlich sehr angstauslösend. Ich wollte nur Luft bekommen. Dann hatte ich lange Zeit eine Schluckstörung und sollte dann etwas essen, was natürlich nicht möglich war. Weil ich gleich zwei multiresistente Keime hatte, lag ich alleine auf dem Zimmer. Es gab kein Tageslicht, weshalb ich nie wusste, ob wir morgens oder abends hatten. Und immer wieder bekam ich Propophol und war entsprechend abgeschossen. Man hat mein Leben gerettet, aber ich weiß längst nicht mehr, ob ich froh darüber sein soll. Anfangs war ich noch recht positiv und habe es als geschenktes Leben betrachtet. Nach ca. 6 Wochen Intensivstation kam ich auf die Normalstation und blieb dort noch etwa 2 Wochen, bis ich in die Anschlussreha kam. Es gab dort natürlich niemanden, der etwas über Sepsis wusste. Es waren auch kaum Patienten da, die eine COPD hatten. Alles sehr alte Leute, die neue Hüften, Knie oder Herzoperationen hatten. Es gab kaum Gespräche. Die Anwendungen waren so weit in Ordnung, denn ich musste ja lernen wieder zu gehen zu greifen, meine Hände und Arme zu benutzen. Ich fühlte mich aber sehr isoliert. Das Einzige, was man mir Wichtiges sagte, war, dass ich bei jedem Anflug von Infekt ins Krankenhaus gehen solle. Inzwischen bin ich zum dritten mal im Krankenhaus gewesen. Aber auch dort fühle ich mich nicht sicher und gut aufgehoben.
Mich belastet, dass sich meine Leber immer noch nicht regeneriert hat. Insbesondere der Gamma GT Wert ist mit 1400 -1600 immer viel zu hoch. GOT und GPT liegen zwischen 40 und 50. Auch das ist zu hoch, aber damit komme ich klar. Keiner sagt mir, was ich für meine Leber tun kann. Keiner sagt mir, welche Risiken diese hohen Leberwerte für mich haben. Mal sagt man, ich solle abwarten, die Leber brauche wohl ihre Zeit. Jetzt meinte man, dass wohl die kleinen Leberzellen zerstört seien. Im Ultraschall kann man keine Auffälligkeiten erkennen, weshalb ich einen Fibroscan machen lassen möchte. Und natürlich hat meine Lunge richtig einen wegbekommen. Ich bin kaum noch belastbar. Die Atemnot, die ich vorher hatte, war anders. Wenn ich mich angestrengt hatte, war ich kurzatmig, machte meine tiefen Atemzüge und es ging wieder weiter. Jetzt habe ich immer das Gefühl, etwas drückt mir die Kehle zu. Ich versuche dann zu husten, weil ich denke, dass da viel Schleim sitzt, aber da kommt kaum was. Und Luftnot macht Angst. Aber es ist nicht nur die Luftnot. Ich hab das Gefühl, kein normales Leben mehr führen zu können. Durch die Sepsis bin ich noch infektanfälliger geworden. Ich habe das Gefühl, so nicht leben zu können. Das ist jedenfalls nicht das Leben, das zu leben ich mir wünsche. Immer diese Angst, obwohl ich wegen der Angststörung behandelt werde. Ich habe alle Antidepressiva abgesetzt, aus Angst um meine Leber, aber ich weiß nicht, ob meine Leberwerte vorher schlechter waren. Sie steigen. Nach der Reha lag der Gamma GT Wert noch bei schrecklichen 1000. Der Anstieg hört aber nicht wirklich auf. Als ich jetzt ins Krankenhaus kam lag dieser Wert bei 1600 und das obwohl ich so viele Medikamente abgesetzt hatte. Ich habe auch jede Menge Herzmedikamente bekommen, die ich alle abgesetzt habe. Ich habe diese Medikamente nicht in Absprache mit den Ärzten abgesetzt. Als ich in der Reha war hatte ich ganz starken Juckreiz und natürlich Haarausfall. Der Juckreiz war unerträglich. Ich bekam daraufhin Prednisolon 20 mg und ein Antiallergikum, aber das half nichts. Danach wurden einige Medikamente mit Rücksprache des Arztes abgesetzt, aber auch das half nicht. Ich habe dann einfach auch den Rest abgesetzt. Was ich noch nehme ist ASS. Ich hatte eine tako tsabo Kardiomyopathie während der Sepsis, allerdings war ich da im Koma. Diese hat sich aber völlig zurückgebildet, so dass eigentlich auch kein Grund mehr besteht, Medikamente für mein Herz zu nehmen. Aber, was ich auch mache, ich habe Angst. Was ist richtig und was ist falsch? Immer wieder muss ich heulen und komme einfach nicht klar. Sollte ich noch mal eine Sepsis bekommen, möchte ich die nicht überleben, wäre wahrscheinlich sowieso wegen der Leber nicht möglich. Ich habe die Ärztin im Krankenhaus gefragt, was denn mit meiner Leben passieren könnte und da sagte sie mir, dass sie wohl versagen könnte. Nur, wann versagt die Leber? Hat das viel mit den Leberwerten zu tun? Ich weiß es nicht. Ich habe lange Zeit nach einem Sepsisforum gesucht, weil ich wissen wollte, was denn hinterher passiert, aber da gibt es nur diese Sepsishilfe, bei der man erst einmal zahlendes Mitglied werden muss, ehe man wirklich etwas lesen kann, aber auch da finde ich nicht wirklich ein Forum. Ich suche Antworten. Ich möchte wissen, ob es anderen, die eine Sepsis überlebt habe ähnlich geht wie mir?
Ich werde in Kürze in eine Psychosomatische Klinik gehen, weil ich inzwischen weiß, dass eine Sepsis auch zu einem Trauma führen kann, ebenso wie der Aufenthalt auf einer Intensivstation. Ich hoffe ich habe nicht zu verworren geschrieben. Ich bin recht verworren zur Zeit, weil ich mich so hilflos fühle. Vielleicht meldet sich ja jemand, vielleicht, weiß ja jemand irgendetwas. Es würde mich freuen.
Vielen Dank!

Und ganz liebe Grüße

Waltraud


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BeitragVerfasst: 25.09.13, 07:55 
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Hallo Waltraud,

zunächst ist es ganz normal, dass man sich von so einem schweren Krankheitsbild nur sehr langsam erholt und auch, dass man seine psychische Stabilität nur langsam wiedererlangt. Ich wünsche Ihnen viel Kraft dafür.

Zur Beantwortung von fachlichen medizinischen Fragen wäre detailierte Kenntnisse zu Diagnosen, Befunden, zum Verlauf und der jetzigen Medikation nötig.

Generell können viele Medikamente und natürlich Alkohol die Leber schädigen, so dass man die Medikamente sehr sorgfältig danach auswählen muss. Was war der Ausgangsherd der Sepsis? Haben/hatten Sie Gallensteine?

Alles Gute!

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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BeitragVerfasst: 25.09.13, 12:52 
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Registriert: 24.09.13, 16:18
Beiträge: 3
Hallo Herr Jaeckel,

nun Ausgangspunkt für die Sepsis war eine doppelseitige Lungenentzündung. Gallensteine wurden bei mir nicht festgestellt. Es wurde eine entsprechende Untersuchung durchgeführt, die aber ohne Befund war. Nun weiß ich nicht, ob sich durch die Sepsis so etwas bilden kann.
Meine jetzige Diagnose lautet: COPD Stadium 4, manchmal steht da auch Stadium 3. Als weitere Diagnosen habe ich eine Angststörung und Depressionen. Meine Aktuelle Medikation besteht aus Viani 50/250 µg 2mal täglich, Prednisolon zur Zeit 35 mg täglich. Hier wird abdosiert. Ass 100, Salbutamol bei Bedarf, Spiriva Kapseln, dann bekomme ich neu ein Medikament zur Senkung meines Cholesterinspiegels, welches im Krankenhaus neu hinzugegeben wurde, weiter bekomme ich 2mg Tavor (4 mal 0,5 mg) und Lyrica 200mg täglich. Tavor und Lyrica bekomme ich gegen meine Ängste. Alkohol trinke ich keinen und hatte auch nie Probleme mit Alkohol. Ich weiß nicht, was ich zum Verlauf berichten kann. Ich bin wegen der COPD sauerstoffpflichtig.
Welche Medikamente ich alle während meines Aufenthaltes auf der Intensivstation bekam weiß ich nicht. Jedenfalls stand im Bericht: Verdacht auf toxische Leberschädigung. Nun mag ja vieles toxisch sein, auch die Sepsis. Mir ist schon klar, dass man sich von so einer Sepsis nur sehr langsam erholt, aber ich spüre davon nichts mehr. Andere, die meine Diagnosen der Intensivstation gelesen haben, meinen, dass es ein Wunder sei, dass es mir so gut geht. Sie sehen aber nicht, wie es mir geht. Ich fühle mich wie ein körperliches Wrack. Ich kann keinen Haushalt mehr führen, kann nicht mal Staubsaugen, weil mir der Staubsauger zu schwer ist und ich dann keine Luft mehr bekomme. Ich komme noch meine Treppe zur Wohnung hoch, war sogar in Südfrankreich in Urlaub und bin die Strecke selbst gefahren, aber meine Leistungsfähigkeit vor Ort war dann sehr gering. Ich bin in den Bergflüssen schwimmen gewesen, aber immer hat meine Blase Probleme gemacht. Das Wasser war mir zwar nicht zu kalt, aber wohl meiner Blase, also habe ich verzichtet. Ich wollte mich durch den Urlaub fitter machen. Ich dachte so ein wenig die Bergstrecken gehen, kann nur gut sein. Ach so, ich habe auch ein Lungenemphysem. Ich kann die Einschränkungen einfach nicht akzeptieren, kann nicht damit umgehen und damit leben. Ein Arzt meinte, dass ich es vielleicht schaffen könnte, vom Sauerstoff wieder los zu kommen. Vielleicht ist das unrealistisch, aber vielleicht kann ich auch dafür etwas tun.
Nun aber zum Verlauf, wie er nach meinem Kenntnisstand war. Ich bin am 10.02.2013 auf die Intensivstation gekommen, wo eigentlich schon schnell der Verdacht bei Sepsis lag, denn die Blutuntersuchungen zeigen, dass eben entsprechende Marker zunächst sehr häufig untersucht wurden. Am 11.02. war dann nach den Blutwerten klar, dass eine Sepsis vorlag. Wann es zum septischen Schock kam, weiß ich nicht. Zunächst dachte man, ich hätte zudem noch einen Herzinfarkt, aber das war ja nicht der Fall. Leber und Nieren haben versagt. Was da mit meiner Lunge war, weiß ich nicht. In den Berichten steht nichts Genaueres. Ich wurde in jedem Fall beatmet und im künstlichen Koma gehalten. Ich bekam Dialyse. Zwischendurch lag wohl auch eine passagere Diabetes vor, wo ich Insulin bekam. Mit der Schilddrüse gab es auch ein paar Probleme, aber das hat sich wieder gelegt. Ich bekam einige Bluttransfusionen. Ich weiß nicht genau, wie lange die Lebensgefahr akut war, aber es waren sicher mehr als 14 Tage. Man war zunächst bemüht, meine Herzkreislaufsystem zu stabilisieren, was wohl nicht so ganz einfach war. Meine Nieren haben aber nach ca 10 Tagen wieder gearbeitet, allerdings bin ich später noch einmal kurz dialysiert worden. Ich bekam ja dann 2 multiresistente Keime, weshalb ich auf ein Einzelzimmer verlegt wurde. Genau habe ich das alles nicht mitbekommen, erinnere mich aber noch gut daran, dass es mir in der Zeit sehr schlecht ging, weil ich Fieber hatte und nichts dagegen getan wurde. Man sagte mir, man müsse herausfinden, worauf die Keime reagieren und das würde einfach Zeit in Anspruch nehmen. Ich hatte in der Zeit oft Todesangst. Ich dachte, die lassen mich jetzt einfach sterben. Ich bekam zwar fiebersenkende Medikamente, aber die halfen nicht viel. Ich konnte ja auch mit niemandem reden, weil ich wegen des Tracheostoma nicht sprechen konnte. Das war eine echt schlimme Zeit, weil ich da einfach sehr große Angst hatte. Als ich dann endlich antibiotisch behandelt werden konnte, wurde es auch besser. Allerdings wurden die multiresistenten Keime bis zum Schluss bei den Bronchoskopien gefunden. Später wurde dann keine Bronchoskopie mehr gemacht.
Aktuell war ich wegen einer Exazerbation wieder im Krankenhaus, aber da wurden keine neuen Diagnosen gestellt. Man sagte mir, meine Blutgaswerte seien sehr gut, auch ohne Sauerstoff, aber sonst. Ich bekam keine Antibiose, weil man denkt, dass ich die noch so oft brauchen werde, dass man sich zurückhält, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Wenn man so etwas hört, dann fragt man sich schon, wozu noch? Ich habe auf der einen Seite eine Krankheit durchgemacht und überlebt, von der ich mich erholen muss und habe auf der anderen Seite eine Erkrankung, bei der sich mein Gesundheitszustand ständig verschlechtert, was ja eigentlich bei Stufe 4 der COPD kaum mehr möglich ist.
Vielleicht muss ich noch ein Stück zurückgehen. Im Januar 2012 zog ich mir einen Schambeinbruch zu, bei dem ich neben Novamin auch ein Opioid bekam. Das Opioid war recht hoch dosiert. Als ich mich halbwegs von diesem Schambeinbruch erholt hatte, bekam ich die Angststörung. Das war anders als alles, was ich kannte und je über Ängst gehört hatte. Es war wie eine Panikattacke ohne Ende. Es hörte einfach nicht auf. Ich konnte nicht mehr sitzen, niemandem mehr zuhören, einfach nichts mehr. Ich war nur noch Angst. Es war eine ständige Todesangst, quasi aus heiterem Himmel. Alles an mir zitterte nur noch, was die Psychiaterin mit sehr beeindruckend beschrieb. Für die Psychiatrie war ich mit der COPD zu krank wurde mir gesagt. Ich war aber kein Pflegefall. Allenfalls in der geriatrischen Abteilung könne man mich aufnehmen, obgleich ich nicht wirklich das Alter hierfür habe. Das wollte ich aber in keinem Fall. Ich bekam dann das Lyrica und Tavor. Mein Zustand verbesserte sich dann auch, aber er wurde nicht wieder gut. Ich bin eigentlich kein schrecklich ängstlicher Mensch, hatte zwar schon mit Ängsten zu tun, aber das war völlig anders. Das war, als ob etwas in mir kaputt sei, das ist es immer noch und ich weiß nicht was. Vielleicht habe ich ja einen Tumor im Kopf, der das auslöst. Das wurde nie untersucht. Vielleicht geht man ja dabei zu schnell von der Psyche aus. Ich weiß es nicht. Das Opioid bekam ich weiterhin, denn das bekam ich über den Pflegedienst. Es ist wohl nie aufgefallen, dass ich das immer weiter bekam. Irgendwann hatte ich dann auch Angst, das Mittel abzusetzen. Ich wurde von dem Opioid während der Sepsisbehandlung entzogen. Ich weiß nicht, ob das eine Bedeutung hat. Aber vielleicht ist ja wirklich etwas in meinem Kopf, was nicht dort sein dürfte. Wahrscheinlich hätte ich dann aber andere Ausfälle oder? Jedenfalls empfinde ich das mit der Angststörung völlig unnormal, nicht erklärbar, aber etwas ist seit der Zeit bei mir kaputt. Später in dem Jahr hatte ich dann eine schwere Lungenentzündung mit hohem Fieber und lag im Krankenhaus. Bereits wenige Tage nach der Entlassung musste ich erneut ins Krankenhaus. Körperlich habe ich mich davon nicht erholt. Ich habe danach nicht wieder die Kraft bekommen, die ich einmal hatte. Ich weiß nicht, ob dies Bedeutung hat oder nicht. Mich macht jedenfalls meine gesundheitliche Situation völlig fertig. Ich habe Angst, dass alles noch schlechter wird, das ertrage ich dann nicht mehr. So halte ich es ja kaum aus. Jeder Tag ist ein Kampf. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich das nicht mehr lange aushalten kann. Entschuldigen Sie bitte, dass ich auch rum jammere.

Liebe Grüße

Waltraud


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BeitragVerfasst: 25.09.13, 13:14 
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Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Zunächst bitte ich Sie die Handelsnamen durch Wirkstoffnamen zu ersetzen (Forum-Regeln).

Bitte schauen Sie sich den Beipackzettel von Simvastatin an: Da steht
Zitat:
Absolute Kontraindikationen
Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei aktiver Lebererkrankung oder unklarer andauernder Erhöhung der Serum-Transaminasen.
oder etwas ähnliches. Sprechen Sie ihre behandelnden Ärzte darauf an!

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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BeitragVerfasst: 04.11.15, 01:19 
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Ich möchte mich jetzt noch einmal zurückmelden, ja ich habe damals 2013 einen septischen Schock überlebt, aber ich komme mit den Folgen nicht klar.
Ich hatte seinerzeit geschrieben, dass meine Leberwerte sehr schlecht seien. Meist gab es nur ein Schulterzucken. Nach vielen Bitten wurde dann auch immer mal wieder ein Ultraschall gemacht, nach dem es dann hieß, alles sei in Ordnung. Es dauere eben alles seine Zeit. Ein Arzt ging aber hin und hat mir ein Medikament verordnet, wodurch die Leberwerte sich kontinuierlich verbessert haben. Ich wähnte mich in Sicherheit.
Bei einem der vielen Krankenhausaufenthalte wurde ich völlig durchgecheckt und da hieß es dann, ich hätte eine Leberzirrhose. Der Schock war riesig, aber man meinte ich solle doch froh sein, dass es kein Krebs sei. Mein Hepatologe ging auf die Diagnose nicht weiter ein, meinte, er glaube nicht, dass ich eine Zirrhose hätte, trotz der Regeneratknoten. Er meint es handele sich um eine ausheilende Schockleber, hat aber keinen Ultraschall gemacht, sondern nur die Laborwerte unter die Lupe genommen. Bei meiner Suche nach dem, was eine Schockleber denn überhaupt ist, fand ich nichts, was mit meinem Bild vergleichbar war. Ich bin natürlich hoch verunsichert - zumal man in dem Krankenhaus auch rumgewitzelt hat, ich hätte wohl zu oft zu viel getrunken. Auf mein Leberversagen im Rahmen des septischen Schocks gingen sie überhaupt nicht ein. Ich habe gefragt, wie ich denn mit meinen Medikamenten umgehen soll, ob es welche gibt, die ich besser absetzen sollte, aber da war man der Meinung, dass ich die ja alle bräuchte, aber ich bin ein reines Chemielabor, so viel muss ich schlucken und immer mit dem Gefühl, dass das über die Leber oder die Nieren geht. Die Nieren haben damals auch versagt. Ich kann mit meiner Angst einfach nicht umgehen. Ich drehe bald durch, weil ich keine wirkliche Klarheit habe. Ich weiß einfach nicht weiter. Meine Suche in Foren etc. eventuell einen vergleichbaren Fall zu finden - Fehlanzeige. Was man bei einer akuten Sepsis zu tun hat, scheint meist ja klar zu sein, aber das Hinterher, das liegt für mich in einem dunklen Raum und egal wo ich auch suche, ich finde keine Sicherheit keine Klarheit keine Linie. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll. Habe Angst vor dem Krankenhaus. Ich habe schon die COPD und dann auch noch eine kaputte Leber. Manchmal packt mich der Lebenswille, aber dann habe ich wieder Angst vor dem, was da auf mich zukommen könnte und überhaupt. Wem soll ich denn glauben? Gibt es jemanden, der so etwas kennt? Ich will mich einfach mit all den Fragen nicht mehr so alleine fühlen und möchte mich nicht verschaukeln lassen. Wie fühlt man sich denn, wenn es fast 2 Jahre heißt, dass die Leberwerte zwar schlecht sind, die Leber aber völlig normal aussieht und arbeitet und dann knallt mir ein Arzt an den Kopf "Sie haben eine Leberzirrhose". Ich frage mich woher ist die denn so schnell gekommen, wenn doch vorher alles in Ordnung war?
Danke erst mal

Waltraud


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