Befund NUK

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Rina1581
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Befund NUK

Beitrag von Rina1581 » 01.07.19, 10:45

Sehr geehrter Dr. Fischer,

heute habe ich, weiblich 38 Jahre alt, den aktuellen Befund des Nuklearmediziniers erhalten. Folgendes steht drin:

Indikation: Zustand nach latenter Hypothyreose zur Verlaufskontrolle

Laborwerte:

Tsh 3,61 mIU/l (0,27-4,2)
ft3 5,69 pmol/l (3,9-6,7)
ft4 15,7 pmol/l (12-22)

Sonografie: normal große SD (rechts und links je 5ml). Links kommen mehrere kleine echoreiche Knoten zur Darstellung mit einer maximalen Ausdehnung von 3 mm.

Beurteilung: normal große mikronodöse SD mit euthyreotoer Stoffwechsellage. Im Vergleich zur Voruntersuchung zeigt sich sonografisch keine wesentliche Änderung. Auch die klinische Symptomatik ist seitens der SD nicht erklärlich. Wir bitten jedoch weiterhin um regelmäßige laborchemische und sonografische Kontrollen.

Zum Vergleich hier der Vorbefund von vor einem Jahr:

Indikation: latente Hypothyreose zur Beurteilung und Therapieempfehlung (im Herbst 2017 wurde eine latente Hypothyreose festgestellt).

Tsh 2,10 (0,27-4,2)
ft3 5,58 (3,9-6,7)
ft4 15,6 (12-22)
TPO 11 (<34) – Achtung TG wurde beim Hausarzt nachbestimmt: dieser war auch negativ-

Sonografie: normal große SD rechts 5,5 ml und links 4,5 ml). Das gesamte SD- Parenchym weist ein fleckiges Echomuster auf, wobei links mittig ein echoreicher Knoten mit einer Ausdehnung von 4x5x5 mm zur Darstellung kommt.

Szintigrafie: Normal große SD in orthotoper Position mit homogener Traceranreicherung. Der Up-Take ist normal mit 1,2%.

Zuerst sagte der Nuklearmediziner, dass es eine chronische Entzündung wäre, vielleicht sogar seronegative Hashimoto. Bei der letzten Untersuchung hat er dann auf einmal gesagt, ich hätte keine Antikörper und das wäre kein Hashimoto.

Bisher habe ich kein L-Thyroxin bekommen. Die latente Unterfunktion wurde mit einem Tsh-Wert von 5,85 gemessen bei Einlieferung ins Krankenhaus. Da wurde gesagt, dass wäre stressbedingt und man müsse die Messung wiederholen.

Wie würden Sie die Befunde jetzt deuten?

ABC123xyz
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Re: Befund NUK

Beitrag von ABC123xyz » 01.07.19, 12:29

Warum schon wieder ein neuer Account.... :?
Schreib doch bitte im alten Thread weiter, dann kann man viel besser Antworten.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Befund NUK

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 01.07.19, 17:32

Guten Tag,
"Bisher habe ich kein L-Thyroxin bekommen"- das ist auch richtig so. Bei dieser Stoffwechsellage besteht kein Grund zur Thyroxinmedikation, was ebenfalls in neueren Publikationen betont wird.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Rina1581
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Re: Befund NUK

Beitrag von Rina1581 » 02.07.19, 03:30

Sehr geehrter Dr. Fischer,

Und wie würden Sie jetzt beide Befunde deuten? Der Nuklearmediziner scheint sich ja auch nicht sicher zu sein? Mich würde interessieren, ob es sich nun um eine Entzündung handeln könnte, z.b. Hashimoto oder eine SD mit vielen Knoten. Woher bekommt man diese? Und was sollte nun "fleckig" heissen, sollen das die knötchen sein?

Vielen Dank.

Dr.med.Holger Fischer
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Re: Befund NUK

Beitrag von Dr.med.Holger Fischer » 02.07.19, 08:31

Hallo,
als Gynäkologe möchte ich mich bzgl. einer Interpretation der nuklearmedizinischen Einschätzung nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es gibt viele Ursachen für die Entstehung eines knotigen Umbaues des SD-Gewebes. Letztlich gibt aber definitiv nur die Feinnadelpunktion Ausschluß über die Ursache. Der Befund ist unklar, vor 1 Jahr beschreibt er nur einen kleinen Knoten, jetzt sind es mehrere kleine.
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.

Rina1581
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Re: Befund NUK

Beitrag von Rina1581 » 08.07.19, 10:28

Sehr geehrter Dr. Fischer,

nun war ich bei der Endokrinologin. Sie hat die Schilddrüse als leicht inhomogen beschrieben. Folgende Werte wurden ermittelt:

Tsh 2,65 (0,27-4,20)
ft3 4,94 (3,13-6,76)
ft4 14,10 (12-22)

TPO-Ak <10 (normal <34)
TG-AK <11 (normal <115)

Sie meinte, dass die SD nicht typisch für Hashimoto aussehen würde. Das meint sie doch bestimmt, weil sie nicht echoarm ist, verstehe ich das richtig? Außerdem sind die Antikörper nicht erhöht. Sie hat gesagt, dass ich keine Substitution bräuchte. Außerdem müsste man bei mir vorsichtig sein bzgl. meiner Tachykardien die ich öfter habe.....

Allerdings sind weiterhin folgende Werte aufgefallen:

Gamma-GT 1,05 (<0,70)
Harnstoff 2,3 (2,6-6,7)

Ich trinke keinen Alkohol. Habe im Ultraschall wohl eine (nicht-alkoholische) Fettleber sowie Gallensteine.
(1) Können diese den Wert erhöhen?

25-OH-Vitamin D i.s. 13,5 (Mangel <10, unzureichende Versorgung 10-30). Eigentlich nehme ich schon täglich Vitamin D 1000 IE. Trotzdem komme ich nicht auf einen guten Wert.
(2) Könnte das mit der Niere zusammenhängen?

(3)Und stimmt es, dass wenn man Mängel hat wie z.B. Vitamin D...Eisen, B12 etc....dass sich das auch negativ auf die SD-Werte auswirken kann, oder ist das ein "Märchen", was in den Foren unter SD-Kranken einfach so vermittelt wird?

Proteine im Urin: 3g/l (<140 mg/l). Wenn die Werte so bleiben, soll ich eine neue Nierenbiopsie bekommen. Alte Biopsie ist 20 Jahre alt (membranöse GN). GFR und Krea liegen im Normbereich.

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