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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Zahlreiche Gesundheitliche Probleme
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 Betreff des Beitrags: Zahlreiche Gesundheitliche Probleme
BeitragVerfasst: 11.02.18, 01:00 
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Registriert: 11.02.18, 00:11
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Guten Abend,

ich habe diverse gesundheitliche Probleme, hinter die noch niemand so richtig gekommen ist. Ich möchte daher einfach mal die Gelgenheit nutzen, hier sämtliches zu schildern und auf evtl. hilfreiche Tipps zu stoßen. Den Besuch beim Hausarzt habe ich schon lange aufgegeben.
Ich denke auch, die ganzen gesundheitlichen Probleme haben mit meinem bisherigen Leben, meiner Kindheit und meinem ehemaligen Arbeitgeber zu tun. Dazu weiter im Text mehr.
Ich versuche das ganze nun in wenigen Unterpunkten zusammen zufassen, bitte entschuldigt, falls der Text sich ab und an etwas "komisch" liest. Ich tippe schnell und bin froh, wenn ich mit den Ausführungen fertig bin:

- Ich habe starke Probleme mit dem Kreislauf. Nach dem Aufstehen brauche ich erst einmal 30 Minuten, um fit zu werden und nicht gleich nach dem Aufstehen wieder umzukippen. Allgemein habe ich eher niedrigen bis normalen Blutdruck, hierbei ist der Puls oft sehr hoch (90 - 110). Ab und An zeigt das Messgerät das Zeichen für Herzrythmusstörungen an. Meine Hausärztin meinte dabei aber "alles halb so wild". Ich hatte auch schon 4x in 2 Jahren das Problem, dass wahlweiße meine gesamte linke oder rechte Körperhälfte taub wurde, ich nichts mehr am PC tippen und auch nicht mehr klar sprechen konnte. Klingt für mich irgendwie nach Anzeichen für Schlaganfall, aber auch das wurde weggeredet, da ich ja "erst 22" bin. Ferner wird mir nach kurzer körperlicher und anstrengeder Tätigkeit schwarz vor Augen oder "es dreht sich". Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich nicht sehr sportlich bin.

- Bei Stress oder Zeitdruck, gerade am Morgen bekomme ich oft Magenschmerzen, welche sich nach 2 - 4 maligen Toilettengang mit Durchfall wieder bessern. Die Tatsache des Dranges zur Toilette zu müssen, verstärkt in manchen Situationen den Stress wesentlich.

- Ich schlafe sehr schlecht. Nach 7 - 8 Stunden wache ich auf und fühle mich wie erschlagen. Erst nach 9 - 10 Stunden Schlaf fühle ich mich richtig fit. Hinzu kommt, dass ich während meiner Berufstätigkeit immer sehr müde bin, schon seit Jahren Augenringe habe und nach einer "schlechten Nacht" (= nur 7 Stunden Schlaf) damit kämpfe, nicht am Schreibtisch einzuschlafen. Unter der Woche finde ich auch meistens nicht die Ruhe und Zeit, diese 9 - 10 Stunden Schlaf zu erreichen, da ich gut 1h und 40min täglichen Arbeitsweg habe.
Meine Freundin sagt auch, ich zucke im Schlaf immer wieder zusammen, Schnarche laut und rede wirr dabei.

- Ich habe Neurodermitis, nach dem Duschen in kalten Tagen juckt der ganze Körper. Im Sommer beim Schwitzen das gleiche. Ohne Melkfett an Händen und Füßen fängt die Haut an zu reißen und zu bluten.

- Meine Wirbelsäule ist erblich bedingt gekrümmt. Somit bekomme ich in gewissen körperlichen Stellungen schnell Rückenschmerzen.

- Mein Allergietest schlägt auf so ziemlich alles an. Zum Glück ist "nur" die Haut betroffen, die Lunge nur bei Anstrengung. Das ganze äußert sich in Atemnot bei körperlicher Anstrengung.

- Bei Wärme ab ca. 25Grad kann ich kaum klare Gedanken fassen, fühle mich "abwesend" und bin noch leistungsunfähiger, als sonst. Zum Glück habe ich für den Sommer zuhause eine Klimaanlage - auf der Arbeit nicht...


Hintergrundgeschichten:

- Einnahme von Methylphenidat vom 3 - 13 Lebensalter, durch die Eltern erzwungen. In dieser Zeit unzureichende Ernährung mangels Appetit, ausschließlich durch Fertiggerichte und Süßwaren. Kein Obst, kein Gemüse, keine normalen Gerichte. Ich schaffe es heute auch kaum Obst oder gesunde Dinge zu Essen, da Sie durch die Fehlerziehung einfach nicht schmecken und ich regelrecht einen Würgreiz bekomme, wenn ich mich gesund ernähren will.

- Schlafmangel im Kindesalter während der Methylphenidateinnahme. In diesen Jahren schlief ich gerade einmal 4 - 6 Stunden täglich! In der späten Kindheit und frühen Jugendzeit freute es mich natürlich, dass ich bis 0Uhr Wach sein konnte und um 5Uhr wieder aufstehen konnte, ohne das ich den Schultag über müde war. Doch damals wusste ich in meiner kindlichen Naivität noch nichts über die aufputschende und wachhaltende Wirkung des Methylphenidat. Heute bin ich ein großer Gegner dieses Wirkstoffes, gerade bei Anwendung an Kindern.
Seit 13 lasse ich die Finger von diesem Wirkstoff. Seit dem habe ich das erhöhte Schlafbedürfnis.

- 3 Jahre Ausbildung vom 16 - 19 Lebensalter auf der Baustelle. Sämtliche Tätigkeiten ohne Staubschutz oder sonstige Arbeitsmaßnahmen verrichtet. Zirka 5x in ungeschützte Berührung mit Starkstrom gekommen, dabei 1x von der Leiter gefallen.

- Stressige Kindes- und Jugenzeit, Ständig Geldsorgen und Druck "nicht bis zum Ende des Monats zu kommen". Von 2 Arbeitgebern "reingelegt" und "ausgenutzt" worden. Demensprechend konnte ich erst letztes Jahr eine gute und zukunftsträchtige Ausbildung beginnen, die meine Gesundheit nicht noch mehr schädigt.

- Mobbing im Kindes- und Jugendalter, wegen "geistiger Abwesentheit". Wurde nach Absetzen des Methylphenidat wesentlich besser. Mit 15 war ich endlich normal "sozialisiert".
Auch die Schulleistungen passten mit entsprechender Anstrengung wieder.


Momentaner Stand:

- Ich übe eine Ausbildung zum Computerfachmann in einer großen deutschen Behörde aus. Ich bin in meiner Ausbildung angesehen und gut. Mir wird oft gesagt, ich bin sehr Intelligent und denke technisch rational, was einen guten Fachmann ausmacht, was motiviert. Ich leide jedoch stark unter der Kreislauf-,Schlaf, und Magenproblematik. Das Privatleben leidet bzw. findet dadurch fast gar nicht mehr statt. Ich bin demotiviert und lebe eigentlich nur noch für meine 8 Stunden tägliche Arbeitszeit.
Kranksein kann ich mir nicht leisten, da ich so nie aus der finanziellen Problematik komme. Mein Ziel ist nach der Ausbildung in Teilzeit zu Arbeiten (30 Stunden), damit es von der Gesundheit her erträglich wird. Mein Arbeitgeber weiß nichts von meinen gesundheitlichen Problemen. Bekomme nur öfters gesagt, dass ich "fertig" aussehe.
- Vor längerer Zeit habe ich ein Gutachten durch das Arbeitsamt erstellen lassen. Hier wird aufgeführt, dass ich nur noch im Büro arbeiten darf und mich keinem Stress aussetzen darf, dass ganze jedoch bei 8 Stunden täglicher Arbeit.


Ich mache mir bezüglich der ganzen Thematik Sorgen und leider auch darunter sehr, doch weiß ich nicht, wie ich dieser Situation entkommen kann. Wie gesagt, muss ich meine Ausbildung erst einmal beenden. Ich fühle mich jedoch keineswegs 8 Stunden Arbeitsfähig. Nach spätestens 5 Arbeitsstunden geht es mir nicht gerade gut.
Insgesamt fühle ich mich gestresst und total überlastet, obwohl ich einen relativ lockeren und entspannten Arbeitstag habe. Dieser Stress begründet sich durch die 8 Stündige Anwesenheit und den Schlafmangel.

Welche Tipps hättet Ihr für mich, wie ich meine gesundheitlichen Probleme verbessern könnte?
Was könnte ich für meinen Kreislauf tuen? Ich habe Angst vor einem Schlaganfall.
Gibt es Fachärzte, welche mir meine Probleme bescheinigen bzw. Gutachten hierüber erstellen können? Ich vermute, dass meine gesundheitlichen Problemen hauptsächlich durch das Methylphenidat und die Fehlernährung Zustande kommen. Ich würde daher gerne Regressansprüche geltend machen, da ich ja für den Rest meines Lebens leide. Chancen? Anlaufstellen?
Der entsprechende Psychologe, welcher das Medikament im Kindesalter verschrieben hat, hat auch Online sehr viele negative Bewertungen bezüglich dieser Thematik, praktiziert aber nach wie vor. Psychologe ist inzwischen für mich zum Schimpfwort geworden.

Ich danke euch nun erst einmal, dass Ihr diesen Text bis hier hier gelesen habt und bin für jede sinnvolle Antwort bereits im Voraus sehr dankbar!

Viele Grüße

"Bildschirmarbeiter"


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BeitragVerfasst: 11.02.18, 08:42 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
Ihren Beitrag habe ich aufmerksam gelesen und denke, dass eine psychotherapeutische Behandlung evtl. in Betracht käme. Damit ist aber kein Psycholge gemeint.
"Der entsprechende Psychologe, welcher das Medikament im Kindesalter verschrieben hat, hat auch Online sehr viele negative Bewertungen bezüglich dieser Thematik, praktiziert aber nach wie vor"- das kann aber nicht sein, da ein Psychologe keine Rezepte ausstellen darf.
Langzeitschäden müßten inzwischen in der Literatur/Medizin bekannt sein, da es dieses Mittel ja mittlerweile doch relativ lange auf dem Markt ist und sehr viel bei ADHS eingesetzt wurde. Wenn überhaupt schwerwiegende Langzeitwirkungen auftreten, müssten sie denen der Amphetamine aber ähnlich sein.
"Jahren das Problem, dass wahlweiße meine gesamte linke oder rechte Körperhälfte taub wurde, ich nichts mehr am PC tippen und auch nicht mehr klar sprechen konnte. Klingt für mich irgendwie nach Anzeichen für Schlaganfall, aber auch das wurde weggeredet, da ich ja "erst 22" bin"- es ist durchaus möglich, dass Sie eine TIA hatten ( Minischlaganfall), man beobachtet seit einigen Jahren, dass ein Schlaganfall zunehmend auch bei jüngeren Patienten auftritt.
"Ich würde daher gerne Regressansprüche geltend machen, da ich ja für den Rest meines Lebens leide. Chancen? Anlaufstellen?"- wenn das Mittel von einem Arzt verschrieben wurde und hierfür eine medizinische Notwendigkeit bestand, dürften Sie kaum Aussichten auf einen Prozeßerfolg haben.
Ein erster Schritt wäre zunächst Einsicht in die Patientenunterlagen, das kann durch einen von Ihnen beauftragten Anwalt erfolgen, kostet aber Zeit, Geld und vor allem auch Nerven. Negative Bewertungen nützen Ihnen gar nichts, sie bleiben unberücksichtigt. Einen Behandlungsfehler nachzuweisen ist sehr schwer, gerade in Ihrem Fall. Vor allem lassen aber auch die Vielzahl der bei Ihnen vorliegenden Erkrankungen eben keinen definitiven Bezug zur Einnahme des Medikamentes zu.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 11.02.18, 19:21 
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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe mich nun erstmal über den Unterschied eines Psychologen und eines Psychotherapheuten informiert. Nun ergibt sich etwas mehr Klarheit für mich.

Aber kommen wir erst einmal zum wichtigsten Thema. Sind diese TIAs gefährlich? Kann eine Vorsorge oder Früherkennung vorgenommen werden? Sind Folgeschäden möglich? Diese Sache berunruhigt mich sehr, die restlichen Sachen lassen sich mit etwas Leidensfähigkeit ertragen.

Der Verschreibende war natürlich ein Arzt für Erwachsenen und Jugendpsychatrie. Von irgendwelchen Bewertungen werde ich absehen. Nach meiner Ausbildung, wenn ich mehr Zeit und Geld habe, werde ich die Sache mal näher angehen. Evtl. gibt es dann ja mehr Studien und Erfahrungswerte hierzu. Die Verschreibungshäufigkeit dieses Medikamentes nimmt ja zum Glück wieder ab. Ich persönlich finde die Anwendung von Amphetaminen an Kindern schlimm, zumal ich sehr schlechte Erfahrungen in meiner Kindheitszeit gemacht habe. In meinem Falle wurde es wirklich nur zum "Ruhigstellen" verwendet.

Herzliche Grüße

"Bildschirmarbeiter"


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BeitragVerfasst: 12.02.18, 08:25 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
" Sind diese TIAs gefährlich?"- ich möchte mich jetzt nicht weiter über diese Form des Schlaganfalls äußern, zumal ja nicht feststeht, ob es so etwas war. Generell aber kann man sagen, dass eine TIA zunächst nicht per se gefährlich ist, aber :
:arrow: man müßte sie verifizieren, also Gang zu einem Neurologen ( evtl. CT, MRT) und dann
:arrow: Ursachenforschung ( Risikofaktorren, Blutdruck, Gewicht, Gefäßdoppleruntersuchung, Fettstoffwechselstörung, Blutgerinnungsstörungen, Echokardiographie= Ultraschall vom Herz mittels Farbdarstellung, Rhythmusstörungen usw.)
Falls diesbezüglich dann Risikofaktorrn vorliegen, muß entsprechend vorgegangen werden, da ja dann die Gefahr eines erneuten Schlaganfalls besteht. Ich will Ihnen also keine Angst machen, es wundert mich aber, dass der Hausarzt das auf die leichte Schulter nimmt, auch wenn Sie noch sehr jung sind.
"Nach meiner Ausbildung, wenn ich mehr Zeit und Geld habe, werde ich die Sache mal näher angehen. Evtl. gibt es dann ja mehr Studien und Erfahrungswerte hierzu.
"Nach meiner Ausbildung, wenn ich mehr Zeit und Geld habe, werde ich die Sache mal näher angehen. Evtl. gibt es dann ja mehr Studien und Erfahrungswerte hierzu."- wenn es Sie so beunruhigt, verstehe ich nicht, warum Sie die Sache erst später angehen wollen, zumal es dann auch keine wesentlicheren Erkenntnisse gibt und zumal Sie ja auch krankenversichert sind.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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