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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hundebiss - Trollwut?
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 Betreff des Beitrags: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 30.09.17, 01:04 
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Interessierter

Registriert: 30.09.17, 00:57
Beiträge: 7
Liebe Forumsmitglieder,

Vor etwa 4 Wochen hat mich im Türkeiurlaub ein Welpe gebissen.
Dabei hat es sich - wie in der Türkei üblich - um einen Straßenhund gehalten ohne Halter.

Ich habe während meines Türkeiurlaubs eine Art Grippe bekommen - Kopfweh, verstopfte Nase, Husten.
Meine Nase ist zwar nicht mehr verstopft, auch habe ich kein Kopfweh mehr, doch noch huste ich.

Kann das einen direkten Zusammenhang zum Biss haben. Also könnte es sein, dass ich evtl. mit Trollwut infiziert wurde?
Und was würdet ihr mir nun empfehlen?

Vielen Dank im Voraus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 30.09.17, 07:21 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11120
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
"n. Also könnte es sein, dass ich evtl. mit Trollwut infiziert wurde"- extrem unwahrscheinlich. Die Symptome sprechen am ehesten für eine Atemwegserkrankung ( " Grippe" ). Da aber ein Husten über derart lange Zeit etwas ungewöhnlich ist, würde ich an Ihrer Stelle zum Hausarzt gehen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 04.10.17, 19:37 
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Interessierter

Registriert: 30.09.17, 00:57
Beiträge: 7
Vielen Dank für die Antwort.

Den Husten habe ich erst später bekommen. Seit ca. 2 Wochen, der Husten hat sich deutlich abgeschwächt.
War letzte Woche bei zwei Hausärtzen. Bis auf eine Tetanus-Impfung wurde nichts gemacht.
Ein Hausarzt hat sogar offen zugegeben, dass er nicht weiß was er tun soll, da Tollwut-Fälle in Deutschland so gut wie nie vorkommen.

Nun werde ich morgen mit meinem Hausarzt erneut sprechen und um eine sogenannte PEP-Impfung bitten, da ich gelesen habe, dass Tollwut eine Inkubationszeit von 1-3 Monaten hat und durch die besagte Impfung evtl. Antikörper gegen den Virus gebildet werden können.

Der Gedanke macht mich fertig, dass es sich hierbei um eine unheilbare Krankheit handelt, sobald die ersten Symptome auftreten, zumal es sich bei der Türkei um ein trollwutinfiziertes Land handelt im Gegensatz zu Deutschland.

Abschließend möchte ich noch mit einigen Details meinen Beitrag konkretisieren:
Der Welpe/Junghund wurde von meinem Opa im Stall aufgenommen, der Hund lebt immernoch.
Der Biss hat sich ereignet als gerade dabei war ein Stück Fleisch/Fett, welches nach dem Opferfest auf dem Boden lag, zu fressen.
Da ich mir nicht sicher war, ob es so gesund ist für ihn ist, wollte ich ihm es wegnehmen. Daraufhin hat er mich gebissen. Mein Daumen hat geblutet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 06.10.17, 05:30 
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noch neu hier

Registriert: 05.10.17, 13:47
Beiträge: 2
Trollwut??

Sollte deine Frage ernst gemeint sein, dann heißt das 1. Tollwut, und 2. geh zum Arzt und lass dich Impfen. Ja, das geht auch noch nach einer möglichen Infektion. Bevor die ersren Symptome auftauchen (meist Monate nach der Indektion?

Gehst du nicht zum Arzt ist diese Krankheit nicht nur nicht heilbar, du wirst sterben. 100%, ohne wenn und aber.

Also ab zum Doc.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Tollwut?
BeitragVerfasst: 06.10.17, 22:02 
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Interessierter

Registriert: 30.09.17, 00:57
Beiträge: 7
War heute beim Arzt im Krankenhaus. Kurz vor der Spritze habe ich dem Arzt gesagt, dass der Hund noch lebt.
Er meinte dann, dass der Hund kein Tollwut haben kann, da er in 10 Tagen sonst tot wäre und hat mir keine Spritze gegeben.

PS: Entschuldige für den Schreibfehler, ist mir unbewusst passiert.


Zuletzt geändert von Trollwut am 06.10.17, 22:28, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 06.10.17, 23:22 
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Interessierter

Registriert: 30.09.17, 00:57
Beiträge: 7
Hab bezüglich der Aussage vom Arzt folgendes gefunden:

"Bei Hunden und Katzen sowie bei Wildtieren ist der Speichel 10-14 Tage vor deren Tod bzw. 3-4 Tage vor Auftreten erster Symptome virushaltig. Bleibt das tollwutverdächtige Tier unter amtlicher Aufsicht 10-14 Tage Tage am Leben, ohne entsprechende Symptome zu zeigen, so kann eine Tollwutübertragung weitestgehend ausgeschlossen werden. Es wird allerdings in Endemiegebieten immer wieder von Fällen berichtet, in denen sich ein scheinbar gesunder Hund als chronischer Virusträger und gleichzeitig Überträger der Erkrankung erwies."

- Kompendium der praktischen Medizin
herausgegeben von B. König,D. Reinhardt,H.-P.

https://books.google.de/books?id=1qUlBg ... ig&f=false



"Der Speichel kann beim Hund schon fünf bis zehn Tage vor dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome virushaltig sein.
Die Krankheit dauert nach Einsetzen der ersten klinischen Symptome ein bis sieben Tage, ehe sie zum Tod führt. "

http://dogs-magazin.de/gesundheit/diagn ... tollwut/2/


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 07.10.17, 07:44 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11120
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
da der Welpe vermutlich noch lebt und nicht an Tollwut gestorben ist ( mehr als 4 Wochen seither), kann man davon ausgehen , dass Sie sich keine Sorgen mehr machen müssen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 07.10.17, 14:51 
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DMF-Mitglied
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Registriert: 27.01.07, 13:57
Beiträge: 364
Wohnort: Schwarzwald
Wenn man/Frau versucht einem fremden Tier das Futter zu klauen, muss man/frau sich nicht wundern, dass das Tier zubeißt. Das hat nichts mit Tollwut zutun, sondern sind die einfachen Instinkte des Tieres. Was mir gehört wird verteidigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundebiss - Trollwut?
BeitragVerfasst: 12.10.17, 13:58 
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Interessierter

Registriert: 30.09.17, 00:57
Beiträge: 7
blackylein hat geschrieben:
Wenn man/Frau versucht einem fremden Tier das Futter zu klauen, muss man/frau sich nicht wundern, dass das Tier zubeißt. Das hat nichts mit Tollwut zutun, sondern sind die einfachen Instinkte des Tieres. Was mir gehört wird verteidigt.


Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen.


Ja, vom Verhalten her gebe ich dir Recht. Aber man sollte beachten, dass diese Viren eben auch kurz vor dem Ausbruch der Symptome übertragen werden können. Daraus habe ich eine Lehre gezogen: Finger weg von Streunern (vor allem in tollwutinfizierten Ländern)

Ich glaube mittlerweile auch nicht, dass ich mir Tollwut eingefangen habe, da der Hund noch lebt.
Aber da ich dort auch Kontakt mit anderen Streuern hatte, habe ich mich vorsichtshalber doch für eine Tollwutprophylaxe entschieden. Beim Füttern von infizierten Streunern könnte es durch das "Lecken" (Übertragung der Speichel) der Wunde auch zur Infektion kommen.

Selbst nach dem Kontakt mit Speichel von tollwutinfizierten Tieren und dem darauffolgenden (unbewussten) Reiben der Augen, könnten diese Viren übertragen werden. Es muss sich als zwangsläufig nicht um einen Biss handeln.

Ich persönlich habe mit diesem Thema abgeschlossen und denke nicht, dass in dieser Richtung noch was passiert.

PS: Habe zum gleichen Vorfall, jedoch um andere krankheitliche Fragestellungen ein separates Thread eröffnet.


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