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medizin-forum.de • Thema anzeigen - stark schwankender TSH-Wert trotz Thyroxin
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BeitragVerfasst: 11.04.17, 13:11 
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Liebes DMF-Team,

ich bin nach einem Anruf bei meinem Endokrinologen, bei dem ich dann nur die Vertretung sprechen konnte, grade sehr ratlos und bitte um eine Einschätzung.
Ich bin 34 Jahre alt und es wurde im letzten Oktober eine Schilddrüsenunterfunktion bei mir festgestellt (aufgrund unerfüllten Kinderwunsches wurde nachgeforscht). Ein OGTT ist ohne auffälligen Befund ausgegangen. Soweit alles in Ordnung hieß es.
Ultraschall war nicht eindeutig laut Aussage des Endokrinologen - könnte Hashimoto sein. Blutergebnisse sprechen aber dagegen.

Der Verlauf ist seitdem wie folgt:
7.10. TSH 5,77 (Überweisung zum Endokrinologen), 50 mg Thyroxin
6.12. TSH 3,39 (FT3 3,0; FT4 1,1; TPO Antikörper 19) Erhöhung auf 75 mg Thyroxin
21.02. TSH 0,16 täglich abwechselnd 75 und 50 mg Thyroxin
10.04. TSH 6,3 ab jetzt wieder 75 mg Thyroxin täglich hieß es

Zusätzlich nehme ich auf Anraten meiner Gynäkologin Folsäure und Selen.

Der Wert ist unter Medikamenten jetzt höher als anfangs und das kann ich nicht nachvollziehen. Während der Phase der Überfunktion im Februar ging es mir gar nicht gut, v.a. psychisch, ansonsten merke ich gar nichts, ich habe keine Beschwerden. Nur klappt es halt so leider auch nicht mit einem Baby.

Gibt es eine Erklärung für die so stark schwankenden Werte? Ich würde es gerne "verstehen" und wissen, was ich noch tun kann.

Herzlichen Dank im Voraus für alle Ratschläge und Einschätzungen!


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BeitragVerfasst: 11.04.17, 14:41 
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DMF-Moderator

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Guten Tag,
erfolgte die TSH-Bestimmung 24 Std. nach der letzten Einnahme?
Normalerweise reicht eigentlich zur Verlaufskontrolle die alleinige TSH-Bestimmung aus, bei diesen schwankenden Werten wäre aber wichtig, fT3 und fT4 zu kennen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 11.04.17, 14:51 
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Herzlichen Dank für Ihre rasche Antwort!

Die TSH-Bestimmung erfolgte 24 Stunden nach der letzten Einnahme von 75 mg, genau.
fT3 und fT4 wurden nicht mitbestimmt - es hieß beim vorletzten Mal, das wäre nicht mehr notwendig.
Ich soll in 4 Wochen wieder zur Kontrolle kommen, dann werde ich darum bitten, dass das mtgemacht wird. Oder ist eine vorherige Kontrolle anzuraten?


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BeitragVerfasst: 11.04.17, 15:47 
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DMF-Moderator

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Hallo,
das fT4 war ja damals extrem niedrig. Da aber eine Konversion von T4 zu T3 und somit auch zu den biologisch aktiven freien Formen stattfindet, passt auch dies nicht so recht zusammen. Ich denke, diese neuerliche Erhöhung ist angebracht und eine Kontrolle in 4 Wochen sollte ausreichend sein. Bei Kinderwunsch muß TSH unter 2,5 mlU/ ml sein, besser sogar noch darunter. Im übrigen ist die SD in den hormonellen Regelkreis eingebunden, z.B. hat man manchmal auch Störungen der Gelbkörperproduktion ( Gestagen, Progesteron), ferner kann eine Prolaktinerhöhung stattfinden, auch die Erhöhung der Androgene ist manchmal möglich-ich denke aber, dass alle relevanten Hormone im Rahmen Ihres Kinderwunsches bereits bestimmt worden sind.
Ob Hashimoto besteht oder nicht, ist nicht so relevant, da sie ja bereits Selen nehmen. Dosierung 100-200 Mikrogramm Selen tgl. Achtung: zu hohe Selenspiegel im Blut erhöhen das Diabetesrisiko-zumindest theoretisch. Die Autoimmunthyreoiditis ist die häufigste Ursache einer Hypothyreose, direkte Therapie der Antikörper ist nicht möglich, man versucht eben mit Thyroxin, die erkrankte Schilddrüse zu entlasten.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 11.04.17, 20:19 
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Guten Abend,

ok, dass diese beiden Werte nicht zusammenstimmen, höre ich gerade zum ersten Mal. Interessant.

Prolaktin war im Oktober leicht erhöht, es hieß, das wäre eine Begleiterscheinung der Hypothyreose und würde sich mit Einstellung der Schilddrüse dann von selbst regeln. Alle anderen Werte waren unauffällig. Es wurde ein kompletter Hormonstatus erhoben.

Es wurden mir 200 Mikrogramm Selen täglich empfohlen.
Bzgl. Diabetes ist ja jetzt geklärt, dass alles in Ordnung ist - und ich hoffe, dass das "trotz" Selen dann auch so bleibt.

Dann bleibt mir wohl nur abwarten. Vielen Dank für Ihre Erklärungen!


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BeitragVerfasst: 08.08.17, 13:55 
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Liebes Team,

leider kämpfe ich immer noch mit dem oben geschilderten Problem. Zwischenzeitlich hatte ich gehofft, es wäre nun alles in Ordnung, denn Ende Mai war der TSH erstmals bei 1,64. Es hieß, ich solle weiterhin bei 75 µg L-Thyroxin bleiben. Vor zwei Wochen die Ernüchterung: TSH 0,6 und gestern bei erneuter Kontrolle nun wieder TSH: 3,03 (fT3 3,0; fT4 1,0).

Ich halte mich akribisch an die Vorgaben was die Einnahme betrifft (mind. halbe Stunde vor dem Essen morgens, ich vergesse die Tablette nie). Selen und Folsäure (ohne Jod) nehme ich zusätzlich (aber nicht gleichzeitig, erst nachmittags), sonst keine Medikamente. Ich komme mir auch schon etwas blöd vor, weil ich diese Schwankungen nicht merke (das werde ich immer gefragt und man glaubt es mir kaum, wenn ich verneine...lediglich den ganz niedrigen Wert im Februar (0,16) hatte ich gemerkt).

Hat noch jemand Tipps? Ich bin mittlerweile wirklich ratlos.

Herzlichen Dank im Voraus!


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