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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?
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BeitragVerfasst: 23.06.17, 07:31 
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Guten Tag,
"Was halten Sie davon"- eine sehr gute Idee. Nicht, dass alles noch in einem Schrittmacher endet.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 26.06.17, 06:11 
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Sehr geehrter Dr. Fischer,

nun geht es mal wieder um mich, die Schwester mit der Glomerulonephritis. Ich war am vergangenen Freitag nochmals beim Schilddrüsenultraschall. Ich hatte Ihnen ja berichtet, dass ich im vergangenen Jahr beim Endokrinologen war, der nur eine 4 ml Schilddrüse gesehen hat. Der NUK meiner Mutter nur kurz drauf geschaut hatte und sagte, dass er auf der rechten Seite allein 4,5 ml sieht.

Also hier der Sonobefund:

Kleine Schilddrüse mit einem Gesamtvolumen von 7,7 ml, homogenes Reflexmuster ohne Knotennachweis. Mehr steht nicht drin. Es war die selbe Ärztin, die 2012 ein Volumen von 6,5 ml gemessen hatte. Sie meinte, dass das Gewebe genauso aussieht, wie 2012. Weil die SD klein ist sollen wir die Werte beobachten. Sie hat sie jetzt nicht bestimmt, weil ich erst vor ca. 4 Wochen die Werte bekommen hatte, wie folgt:

Tsh: 1,7 (0,3-4,2)
ft4 : 13,9 (11,5-22,7).

Ich nehme keine SD-Medikamente.

Warum die SD größer ist: ??

Was mich immer noch stutzig macht, ist, dass ich kein Gramm abnehme. Nun gehe ich 3x die Woche 5 km joggen. Dafür benötige ich allerdings ca. 42 min. Es ist allerdings nicht so einfach, da ich massive Schwindelbeschwerden und teilweise Nackenschmerzen habe. Umgefallen bin ich noch nie. Arzt sagt es kommt von Verspannungen im Nackenbereich. Aber sie können sich vorstellen, dass ich wie eine Besoffene laufe. Ich zwinge mich trotzdem, weil sitzen den Nacken noch schlimmer macht und mein Gewicht auch. Dazu fahre ich fast täglich 10 km Rad. Es passiert nichts. Zusätzlich gehe ich 1x die Woche zum Reha-sport, dort machen wir Gymnastik für die Nacken- und Rückenmuskulatur. Manchmal-aber nur wenn der Nacken geht- auch Übungen mit Gewichten an Geräten. Am Essen habe ich nur die Mengen geändert, also fdH. Weil ich sonst befürchte Heißhunger zu bekommen.

Ich esse morgens ein Brötchen, trinke eine Kaffee und esse als zweites Frühstück einen Apfel. Mittags esse ich normal, aber die Portion mache ich auf einen Frühstücksteller damit sie kleiner ist. Abends esse ich eine Scheibe Schwarzbrot (Kastenbrot) mit Wurst. Zwischendurch mal Gurke, Melone, Erdbeeren oder Kirschen. Soll das denn noch alles zu viel sein? Am Gewicht passiert gar nichts. Entweder es bleibt so wie es ist oder es gibt sogar noch eine Tendenz nach oben statt nach unten. Ich verstehe es nicht mehr. Aber wenn meine SD in Ordnung ist? Aber warum essen Freundinnen von mir, doppelt so viel wie ich, machen gar keinen Sport und sind super schlank? Da kriegt man wirklich Frust.

Soll das noch zu viel sein vom Essen her? Mehr Sport geht eigentlich nicht mehr. Fühle mich sowieso schon fix und fertig (Arzt nennt es Fatique). Außerdem hatte ich ja jetzt immer ein wenig Eiweiß im Urin wegen der Nieren, da wollte ich mich jetzt nicht überstrapazieren. Es ist ja sowieso alles schon Zwang, statt wohlfühlen.

Dann habe ich noch eine Frage. Ich bekomme aller 4 Wochen Vitamin B12 gespritzt. Nun hatte ich folgende Werte:

Vitamin B12 838 pg/mL (187-883),
Holotranscobalamin 256 pmol/L (40-119).

Damit wäre der Holo-Tc weit über der Norm. ABER ich hatte einen Tag zuvor meine Spritze bekommen. Sollte ich jetzt die B12-Spritzen in größeren Abständen bekommen oder ist das normal einen Tag nach der Injektion?

Viele Grüße


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BeitragVerfasst: 26.06.17, 09:08 
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Hallo,
die SD exakt zu messen ist nicht so einfach. Der möglicherweise vorliegend Messfehler ist noch tolerabel, auch wenn es derselbe Untersucher war.
" ist das normal einen Tag nach der Injektion?" -ja, ist okay.

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Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 01.07.17, 06:25 
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Guten Tag Herr Dr. Fischer,

ich (die Schwester mit Hashimoto) habe mal eine Frage: Und zwar hat meine Bekannte eine SD-Unterfunktion, die mit L-Thyroxin 50 behandelt wird (seit einem halben Jahr). Ich habe ihr geraten, mal beim Endokrinologen vorstellig zu werden.

Der Endokrinologe hat auch ein Ultraschall gemacht. Die SD sieht unauffällig aus. Jetzt hat sie noch nach den Antikörpern gefragt (telefonisch).

TG-AK = negativ
TRAK = negativ
TPO = 75 (Referenzbereich < 60) - also leicht erhöht

Kann sie jetzt davon ausgehen, dass sie Hashimoto hat bei familiärer Vorbelastung?

Ihre Schwester hat Hashimoto. Beide Elternteile haben auch eine SD-Unterfunktion - haben aber nie abklären lassen, ob es Hashimoto ist. Ein Elternteil hat Diabetes Typ I - also liegen ja Autoimmunkrankheiten in der Familie.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.


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BeitragVerfasst: 01.07.17, 07:07 
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Guten Morgen,
"Ein Elternteil hat Diabetes Typ I"-bei diesem Typ liegen oft positive TPO-Titer vor. Leicht erhöht sind sie auch im erhöhten Alter ( da hat man auch öfter leicht erhöhte TSH-Werte, die man dann durchaus als normal bezeichnen kann), niedrige Titer kommen bei diversen SD-Erkrankungen vor. Beweisend wäre nur ein stark erhöhter Titer, dann auch -aber nicht beweisend- gleichzeitig erhöhte Titer von TRAK und TAK.
Das ist aber alles klinisch nicht so relevant für die Bekannte, ändert ja nichts bei diesem gering erhöhten Titer an der Medikation.

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BeitragVerfasst: 15.08.17, 15:23 
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Guten Tag Herr Dr. Fischer,

ich (Schwester mit Hashimoto) habe eine Frage bezüglich meiner aktuellen SD-Werte:

11.08.2017 (BE ohne LT, ca. 9 Uhr)

TSH 1,97 (0,27 - 4,2)
fT3 5,1 (3,13 - 6,76)
fT4 16,0 (10,6 - 22,7)

Mein persönlicher TSH-Wohlfühlbereich liegt zwischen 0,7 - 1,2.

Nun frage ich mich, ob ich nach über 1 Jahr mit LT 62,5 doch lieber erhöhen sollte?

Das letzte Mal erhöht habe ich im August 2016 bei ähnlichen Werten:

TSH 1,7 (0,27 - 4,2)
fT3 4,9 (3,13 - 6,76)
fT4 17,3 (10,6 - 22,7)

Erhöhung um 12,5 von damals LT 50 auf LT 62,5.

Ich hatte ja erst eine Erhöhung seit der Diagnose im April 2016 und bin ein wenig unerfahren.

Kann ich bedenkenlos um 12,5 auf LT 75 erhöhen, um wieder in meinen Wohlfühlbereich zu kommen?

Vielen Dank für Ihren Rat.


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BeitragVerfasst: 15.08.17, 16:50 
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Guten Tag,
"Kann ich bedenkenlos um 12,5 auf LT 75 erhöhen, um wieder in meinen Wohlfühlbereich zu kommen?"- ja, das können Sie?

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BeitragVerfasst: 16.08.17, 10:35 
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Guten Tag Herr Dr. Fischer,

heute habe ich auf 75 erhöht. Was meinen Sie? Wie weit komme ich mit 12,5 mehr nach unten? Der TSH schwankt ja bekanntlich. Es kann ja sein, dass er heute Morgen ja gar nicht mehr bei 1,97 war. Der Wert wurde ja am Freitag gemessen.

Was ich blöd finde, dass es keine festen Regeln gibt, sondern nach Befinden geht. Ich hätte jetzt mit 62,5 gesagt, es geht mir nicht gut und auch nicht schlecht: eben so lala. Mein Umfeld sagt, ich wäre launisch und würde nur rummotzen. Das wäre seit ein paar Wochen schon so.

Ich will auf keinen Fall irgendwelche Probleme bekommen. Ich hatte gelesen, dass ein zu niedriger TSH Herz- und Knochenprobleme macht. Der untere TSH-Referenzwert bei meiner Ärztin geht bis 0,27. Das finde ich schon sehr niedrig.

Welche Schäden kann ein zu niedriger TSH machen? Herzrhythmusstörungen? Osteoporose? Fehler an den Herzklappen aber nicht, oder? Ich habe ja da welche, die nicht richtig schließen.

Ab welchen TSH würden Sie sagen, wird es gefährlich?

Gibt es wirklich keinen gültigen TSH-Wert für substituierte Hashimoto-Patienten?

Irgendwie kann mir das keiner zufriedenstellend beantworten. Jeder sagt was anderes.


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BeitragVerfasst: 16.08.17, 10:53 
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Guten Tag,
"Was ich blöd finde, dass es keine festen Regeln gibt, sondern nach Befinden geht"- das ist doch gut, wenn es so wäre. Viele Ärzte orientieren sich heutzutage nur noch an den Laborwerten statt am Befinden. Ich nenne dies " Laborkosmetik".
Wie schnell TSH jetzt etwas supprimiert wird kann man nicht voraussagen, das wird die Kontrolle in 6 Wochen zeigen.
Nebenwirkungen oder gar eine thyreotoxische Krise treten bei Ihrer Dosis nicht auf, ich kenne viele Pat., die ein derart stark supprimiertes TSH haben, dass es fast nicht mehr messbar ist.
Werte von 0,5 -1 sind durchaus tolerabel und unter 1 kommen Sie mit Ihrer Dosis vermutlich nicht.

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BeitragVerfasst: 17.08.17, 05:56 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

jetzt bin ich es mal wieder, die andere Schwester.

Können Sie mir sagen, wie man ein Myxödem erkennt?

Ich habe momentan folgendes Problem: an den Oberarmen habe ich unter der Haut flächige Einlagerungen. Der Oberarm sieht manchmal an der Stelle dann unnatürlich geschwollen aus. Auch wird der Ärmel vom T-Shirt dann ganz eng. Ziehe ich das T-Shirt einige Wochen später nochmal an, dann passt es wieder. Also die Einlagerungen sind mal stärker, mal weniger stark, aber nicht komplett weg. Und wenn man drüber streicht, ist deutlich zu spüren, dass dort unter der Haut was ist.

Dann habe ich täglich um die Augenlider Schwellungen. Die Hautärztin meint, dass es von der Urtikaria und Angioödemen nicht kommen kann, da Telfast nicht geholfen hat. Sie tippt darauf, dass es mit der Glomerulonephritis zu tun hat und die typischen Wassereinlagerungen am morgen sind. Dies erzählte ich dem Nephrologen. Der sagte allerdings, dass die Eiweißausscheidung zu gering sei, um solche Schwellungen auszulösen (Proteinurie schwankend zwischen 150 mg/300 mg/ max. 615 mg am Tag). Kreatinin und Krea-Clearance sowie GFR normal, Albumin im Blut nur ganz knapp unter der Norm.

Da ich immer noch Probleme habe abzunehmen, denke ich immer noch irgendwie, dass es mit der Schilddrüse zu tun haben muss. Aber der letzte Tsh lag bei 1,7. Die freien Werte waren auch in der Norm, allerdings war der ft4 schon an der unteren Grenze. Ich fahre nun schon täglich 10 km Rad, teilweise sogar 20 km und laufe 3x die Woche 5 km. Es passiert nichts. Dann habe ich versucht, noch weniger zu essen, d.h. morgens ein Brötchen mit Marmelade, Mittags nur Gemüse und Obst und abends ein Brot (eine Scheibe eines Kastenbrotes) mit Wurst. Das scheint immer noch zuviel Essen zu sein. Ich verstehe es einfach nicht mehr. Es kann doch nicht sein, dass ich gar nichts essen darf? Langsam gerate ich nach dem Sport aber auch an meine Grenzen. Noch mehr schaffe ich glaube ich nicht. Den einen Tag hatte ich nach dem Sport eine Art Schüttelfrost. Vielleicht ein Zeichen, dass es zuviel ist?

Ich kann nicht glauben, dass meine SD nur 4 ml groß sein soll und das normal ist?!!!?. Der letzte Arzt hatte ja dann 7,7 ml gemessen. Also muss sich doch einer vermessen haben? Und die Werte schwanken eben immer so: Tsh 1,7, dann aber wieder 3,22. Ich weiss nicht, was ich noch denken soll....


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BeitragVerfasst: 17.08.17, 09:02 
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Guten Tag,
bei einer Hypothyreose können generalisierte Myxödeme auftreten, bei einer Hyperthyreose finden sich diese Schwellungen fast immer an beiden Unterschenkeln. Da die SD gur eingestellt ist, kann ein Myxödem wohl kaum vorliegen. Ein Myxödem ist leicht zu diagnostizieren, ad die teigig-weichen Schwellungen eine gelb-bräunliche Verfärbung aufweisen, der erste Anblick erinnert an einen " apfelsinenschalenartiger Aspekt".
Abnehmen ist schwer und als Sportmediziner kann ich Ihnen sagen, dass es zwar gut ist, dass Sie Sport betreiben, 10-20 km Radfahren ist aber hierfür viel zu wenig. Man verbrennt mehr Kalorien beim Joggen, 3x5 km/ Woche ist zum Abnehmen durchaus geeignet. Weniger essen geht kaum. Ich werde jetzt mal persönlich, ich fahre mit dem Rennrad 2x/Woche 50-70 km, fahre schwere Päße und Steigungen, nehme aber nicht ab, was eigentlich nicht wirklich schlimm ist, da ich bei 1,75 m 68 kg wiege. Über den Winter sitze ich 2 Std. auf dem Ergometer- und dies auch 2-3 mal/Woche.
Esse früh nichts, mittag nichts, abends 1 Brötchen mit Käse, Wurst o.ä. Das bedeutet, dass ich mehr Kalorien beim Sport verbrauche als ich zu mir nehme, bzw. sogar zuführen müßte. Kein Alkohol, aber:
jedesmal, wenn ich in die Küche gehe, habe ich einen Drang, zu meiner " Leckerlischublade" zu gehen. Diese ist randvoll und ich kann mich nicht beherrschen und somit nehme ich viele Kalorien zu mir. Dqs ist mir bewußt, was will ich damit sagen: vielleicht naschen Sie einfach nebenbei tagsüber doch die eine oder andere Süßigkeit. Es ist unglaublich, wie viel Kalorien in so einem Keks u.a. enthalten sind. Dazu kommt-zumindest bei mir- noch 4 Tassen Kaffee mit 3 Löffel Zucker, 4 Gläser Cola light-da muß man sich nicht wundern.

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BeitragVerfasst: 21.08.17, 00:37 
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Beiträge: 28
kk9979 hat geschrieben:
Da ich immer noch Probleme habe abzunehmen, denke ich immer noch irgendwie, dass es mit der Schilddrüse zu tun haben muss. Aber der letzte Tsh lag bei 1,7. Die freien Werte waren auch in der Norm, allerdings war der ft4 schon an der unteren Grenze. Ich fahre nun schon täglich 10 km Rad, teilweise sogar 20 km und laufe 3x die Woche 5 km. Es passiert nichts. Dann habe ich versucht, noch weniger zu essen, d.h. morgens ein Brötchen mit Marmelade, Mittags nur Gemüse und Obst und abends ein Brot (eine Scheibe eines Kastenbrotes) mit Wurst. Das scheint immer noch zuviel Essen zu sein. Ich verstehe es einfach nicht mehr. Es kann doch nicht sein, dass ich gar nichts essen darf? Langsam gerate ich nach dem Sport aber auch an meine Grenzen. Noch mehr schaffe ich glaube ich nicht. Den einen Tag hatte ich nach dem Sport eine Art Schüttelfrost. Vielleicht ein Zeichen, dass es zuviel ist?


Hallo,

wie viel Kalorien isst du denn? Hast du das mal gezählt? Ich finde das immer sehr schwierig die essensangaben einzuschätzen ohne kalorienangabe bzw. ohne Mengenangabe.

So vom lesen her klingt das nicht nach zu viel für mich, aber ich weiß schließlich nicht, welche Mengen du isst usw.. Und wie lange schon etc.. Wenn du damit nicht abnimmst, verlierst du evtl. auf der Waage kein Gewicht wegen der Wassereinlagerungen bei dir - oder dein Bewegungs- & Essverhalten passt noch nicht, um eine Abnahme herbeizuführen.

Ich bin jetzt auch mal davon ausgegangen, dass du keine zusätzlichen Kalorien über Getränke zu dir nimmst und unter "das esse ich" auch Süßigkeiten fasst. (Das irritiert mich immer, wenn jemand am Anfang schreibt: Ich esse den ganzen Tag nicht, erst abends - und dann kommt der Nachschub mit dem Naschen. Das ist doch dann auch essen bzw. nicht: Nichts essen. Alles, was nennenswert Kalorien hat, zählt m. E. zum Essen, sprich zur Nahrungsaufnahme. Aber das wird wohl sehr unterschiedlich gehandhabt, deshalb wäre eine kalorienangabe auch besser einzuordnen für mich.)

Dein Sportpensum klingt für mich normal bis viel, aber es hängt auch von der Intensität des Trainings ab. Ob dir der Sport zu viel ist, würde ich davon abhängig machen, wie es dir währenddessen (und danach) geht, aber das mit dem "Schüttelfrost" einmal kann auch daran gelegen haben, dass du nur an dem Tag nicht so fit warst - oder ging es dir da auch während des Trainings schlecht?

Persönlich würde ich Sport eher als Bonus sehen und nicht als direkte Abnehmhilfe (eher als indirekte Hilfe dabei). Das Abnehmen steht und fällt mit dem Essen - und eine Schilddrüsenunterfunktion hast du ja zB auch nicht nach deinen Werten.

Hast du evtl. Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien? (Wegen der geschwollenen Augenlider morgens - das kenne ich von mir zB und bei mir liegt das an einer (leichten) Histaminintoleranz; steht und fällt dann damit, wie histaminarm ich mich ernähre. Grob gesagt: Viel histaminhaltige Lebensmittel = Wassereinlagerungen (plus ggf. allergieähnliche Beschwerden ähnlich wie bei Heuschnupfen.).

Du hast ja auch Hashimoto und das ist nach dem, was ich gelesen habe, wohl gerne vergesellschaftet mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie weiteren autoimmunerkrankungen; aber bin kein Arzt.


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BeitragVerfasst: 08.10.17, 05:59 
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Sehr geehrter Dr. Fischer,

(hier ist wieder die Schwester mit der Glomerulonephritis):

Jetzt ist es mir ergangen, wie meiner Zwillingsschwester,die Hashimoto hat. Ich hatte eine Blutdruckentgleisung (RR 198/121) und war deshalb im Krankenhaus. Dort zeigten sich folgende Werte:

Tsh 5,85 mlU/l (Norm: 0,30-3,94)
ft3 6,45 pmol/l (Norm: 3,71-6,70)
ft4 18,49 pmol/l (Norm: 12,3-20,2).

Die Ärzte meinten es gäbe kein handlungsbedarf.

Ansonsten waren alle Werte unauffällig. Es zeigte sich nur eine Proteinurie von 1,5 g/l (membranöse Glomerulonephritis in der Vorgeschichte).

TPO- AK und TG-AK wurden nicht bestimmt. Ein Ultraschall von der SD wurde nicht wiederholt. Es ist aber bekannt dass die SD echonormal, leicht inhomogen- beim anderen Arzt wieder homogen ist-und nur 4 bis 7,7 ml misst (gemessen haben verschiedene Ärzte).

Meine Frage ist jetzt: Könnte es sein, dass ich jetzt auch Hashimoto bekomme? Bei meiner Schwester war es ja genauso? Sie hatte dieselbe Blutdruckentgleisung und Tsh 8,54 sowie normale freie Werte.

Oder könnte die Nierenfunktion (Eiweißausscheidung) die Schilddrüse "negativ" beeinflusst haben oder umgedreht, der erhöhte Tsh-Wert die Nierenfunktion beeinträchtigt haben? Man sagt ja, dass die SD auf Stress mit höheren Tsh reagiert, wenn man jetzt annimmt, dass der Blutdruck als Stress zu beurteilen ist?

Ich weiß jetzt leider nicht, wo ich ansetzen soll und ob wirklich kein handlungsbedarf besteht, weil wir ja eineiige Zwillinge sind.

Was meinen Sie dazu? Besteht wirklich kein handlungsbedarf? Die Ärzte meinten, dass man bei einem alleinig erhöhten Tsh keine Symptome hätte. Aber komischerweise meine Schwester hatte diese Entgleisung ja auch? Das ist doch ein Symptom?

Man hat nichts gemacht. Kein LT aufgeschrieben, kein Ultraschall gemacht und auch keine Antikörper bestimmt. Aus Untersuchungen aus dem letzten Jahr weiß ich, dass die Antikörper negativ waren. Aber vielleicht kann sich das ändern?

Was vielleicht noch erwähnenswert ist. Ich habe am Mittwoch vor der Blutdruckentgleisung Penicillin genommen. Da bemerkte ich schon, dass ich immer so wackelige Beine habe und Schwäche. Außerdem hatte ich am Tag der ersten Einnahme kleine Pickelchen an den Unterarmen. Diese hatte ich am nächsten Tag am Hals und es hat gebrannt, am darauffolgenden Tag hatte ich dann lila Streifen auf dem Bauch und die Zunge brannte und hatte an der Zungenspitze solche dunkelroten Stippchen. Na, und dann kam die Blutdruckkrise mit Werten von 198/135. Ich nahm auch 2x am Tag ein Antiallergikum während der Penicillineinnahme, könnte es sich trotzdem auch um eine Unverträglichkeit/Allergie gehandelt haben. Hausarzt meinte, dass vielleicht die Allergietablette es nicht ganz unterdrück hat. Meine Nachbarin hat mir berichtet, dass sie auch einen sehr hohen Blutdruck von Pencillin bekam und es absetzen musste.

Die Allergietablette nahm ich, weil ich chron. Urtikaria und Angioödeme habe und der Hautarzt mir sagte, dass die Hemmschwelle für eine Allergie auf Penicillin niedriger ist, als bei Patienten ohne Urtikaria. Praktisch als Vorsichtsmaßnahme.

Was sagen Sie zu dem ganzen: Ist der Tsh gestiegen aufgrund der Blutdruckentgleisung und Eiweißausscheidung über den Urin oder könnte es umgedreht gewesen sein, dass der erhöhte Tsh zum erhöhten Blutdruck und folglich zur Eiweißausscheidung geführt hat? Wie kann man das jetzt richtig rausfinden?


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BeitragVerfasst: 08.10.17, 07:48 
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Guten Morgen,
Ihre Fragen übersteigen mein Wissen, halte es aber für eher unwahrscheinlich, dass ein erhöhtes TSH zu dem Blutdruckanstieg führte. Die ständige Debatte über die Behandlungsbedürftigkeit einer subklinischen Hypothyreose ist Ihnen vielleicht ja bekannt. Aber m.E. spricht doch nichts gegen die Einnahme einer geringen Dosis von L-Thyroxin, Schaden kann man damit auf keinen Fall anrichten. Ferner ist es natürlich höchste Zeit, eventuell vorliegende SD-Antikörper abzuklären.

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BeitragVerfasst: 10.10.17, 16:11 
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Sehr geehrter Dr. Fischer,

nun hat meine Hausärztin nochmal die ganze Schilddrüsendiagnostik gemacht. Die Antikörper waren negativ.

Der Tsh ist von allein wieder gesunken. Er liegt jetzt bei 1,2. FT3 und FT4 sind auch im Normbereich.

Ein erneuter Schilddrüsenultraschall zeigte eine zu kleine SD mit einem Gesamtvolumen von 7 ml. Das Gewebe sei normal, keine Entzündungszeichen.

Die Hausärztin meint, dass die Akutphase im KH (Blutdruckentgleisung und Proteinurie von 1,5 g/l) sowie die Medikamente, die ich zu diesem Zeitpunkt genommen habe, vielleicht den Tsh negativ beeinflusst haben.

Da die Werte jetzt wieder gut sind und auch vom SD-Gewebe kein Anhalt für Hashimoto besteht, möchte sie mit einer LT-Gabe abwarten. In 5 Wochen werden nochmals der Tsh-Wert, ft3 und ft4 bestimmt.

Was sagen Sie dazu? Weiter abwarten?


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