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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schilddrüse wird kleiner aber kein Hashimoto?
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BeitragVerfasst: 14.05.16, 08:01 
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Hallo,

ich habe in den letzten Jahren 3 Schilddrüsenultraschalls hinter mir.

1) Schilddrüsenvolumen im unteren Grenzbereich, keine Knoten oder Zysten jedoch deutlich vermehrte Durchblutung, Tsh mit 4,77 leicht erhöht, MAk und Tg negativ

2) verkleinerte Schilddrüse mit 6,5 ml Volumen, homogenes Muster, gut vaskularisiert, Isthmus unauffällig, keine Knoten oder Zysten,homogenes Muster, MAk und Trak negativ, Tsh mit 1,45 in der Norm, ft4 11,8 (Norm ab 12,6) ft3 Normal

3) verkleinerte Schilddrüse mit 5 ml Volumen, keine Knoten oder Zysten, normales Echomuster

Habe in den letzten Jahren Gewichtsschwankungen. Erst habe ich von 65 kg auf 54 kg plötzlich abgenommen, jetzt habe ich von 59 kg auf 70 kg zugenommen. Habe absolute Muskelschwäche, kann plötzlich mein Joggingtraining nicht mehr bewältigen. Ausserdem habe ich seit einigen Wochen ein aufgedunsenes Gesicht (vor allem Wangen). Habe erst gedacht, dass es eine Allergie ist. Aber Allergietabletten helfen nicht. Laut Arzt ist mein TSH normal, nichts an der Schilddrüse.

So langsam fange ich aber an zu zweifeln, da meine Zwillingsschwester Hashimoto hat. Sie hat mir gesagt, dass man auch die freien Hormone mit anschauen muss und die werden in Prozent ausgerechnet. Wenn sie meine Werte sieht, dann ist mein ft3 nur noch bei 8% (85% sollte man mindestens haben) und ft4 bei 30%. Tsh normal hin oder her. Mein Tsh war des öfteren bei 3,5. Bei ihrer Endokrinologin sagte man ihr, dass zwischen 2-3 normal ist, aber man muss auch nach Symptomen schauen.

Da ich bei alle Ärzten war, und niemand konnte was finden, habe ich den Verdacht, dass es nur noch an der Schilddrüse liegen kann. Es kann doch nicht sein, dass ich plötzlich so schlapp bin und dieses aufgedunsenen Hamsterbacken habe. Es sieht recht unnatürlich aus, wie Kortison in Hochdosis.

Bin mit meinem Latein am Ende. Kann es nicht sein, dass wenn ich die 1) Untersuchung sehe, schon hätte was unternommen werden müssten bei dem leicht erhöhten Tsh. Und ich habe gelesen, dass eine vermehrte Durchblutung auch ein Zeichen von Entzündung ist????

Vielleicht habe ich auch ein Schilddrüsenproblem?


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BeitragVerfasst: 14.05.16, 15:56 
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Hallo,
" freien Hormone mit anschauen muss und die werden in Prozent ausgerechnet"-ersteres stimmt, zweites nicht, ft3 und fT4 wird nicht in Prozent angegeben. Die freien Werte liegen ja vor, stellen Sie doch mal diese Werte und auch TSH ein und zwar mit Referenzbereich und den Einheiten ( z.B. ng/ml o.ä.-je nach Labor). Ich frage mich, wie die Schwester auf 8% kommt, wenn fT3 normal sein soll?
Verstopfung, Durchfall, Haarausfall ( auch an den Augenbrauen), Antriebsarmut, Depressionen, Leistungsknick??
"zwischen 2-3 normal ist, aber man muss auch nach Symptomen schauen. " -auch hier gilt:
zweiteres ist sehr wichtig ( daher meine Fragen), ersteres ist so nicht ganz korrekt.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 15.05.16, 05:27 
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Beiträge: 165
Sehr geehrter Dr. Fischer,

vielen Dank für die Antwort. Die Werte sind lt. Labor alle im Normbereich. Tsh geht in diesem Labor aber bis 4. Ich habe viele Beschwerden und weiß echt nicht, was es noch sein kann:

-plötzlicher Blutdruckanstieg, mit zittrigen Händen, absoluter Schwäche
-Herzklopfen,
-Leistungsknick mit Muskelschwäche, war immer joggen, jetzt kann ich meine Strecken kaum bewältigen
-Müdigkeit
-kein Durchfall, aber breiiger Stuhl
-Schwindel,
-Urtikaria/Angioödeme
-Vitamin B12, Eisen - und D3-Mangel,
-aufgequollenes Gesicht
-Wärme in Verbindung mit Sonne wird nicht vertragen, dann Gangstörungen "ich kann dann nicht mehr gehen, es ist wie als ob ich in mir zusammensacke, ich gehen will aber nicht kann", klingt verrückt, ist aber so.
-Rosazea
- membranöse Glomerulonephritis mit nephrot. Syndrom in Remission, Ursache unbekannt
-erhöhte Antinkukleäre Antikörper von 1:1280, ENA negativ
- 1x erhöhte Antikörper gg. dsDNA im Elisa, aber im Bestätigungstest CLif negativ

An der Glomerulonephritis kann es nicht liegen, die Nierenwerte sind gut und die Eiweissausscheidung ist auch weg. Hier streiten sich die Ärzte. Einer sagte, da ist nichts mehr, wer weiß was es ausgelöst hat und ein anderer sagt wieder, dass es nichts desdotrotz eine Autoimmunerkrankung sei.

Deshalb ist meine Ärztin und ich jetzt erstmal auf die Schilddrüse gekommen, weil sie immer kleiner wird.


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BeitragVerfasst: 15.05.16, 08:05 
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Guten Morgen,
die sehr hohen ANA-Werte sprechen m.E. für eine Autoimmunerkrankung bzw. für eine Autoaggressionserkrankung. Letztere kann sich u.a. auch gegen die Schilddrüse richten.
Die diagnostizierte Rosacea könnte evtl. auch dem Schmettterlingserythem des Lupus erythematodus entsprechen. Eine sekundäre membranöse Glomerulonephritis geht ebenfalls mit erhöhter AK-Bildung ein und kommt z.B. u.a. bei Lupus ebenfalls vor, ferner ist oft ein Vitamin D- Mangel zu beobachten, was bei Ihnen ja auch vorliegt.
Evtl. sollte man nochmals die gesamte Palette der Autoimmunantikörper und auch die gesamte Rheumadiagnostik wiederholen. Evtl. käme auch eine Feinnadelbiopsie der Schilddrüse in Betracht.

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Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 15.05.16, 09:57 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Meine behandelnde Nephrologin ist nicht mehr an dem Nierenzentrum wo ich immer war. Sie meinte immer schon, dass es ein Lupus sein könnte. Und hat bei jeder Untersuchung die ENA, ANA und dsDNA mit bestimmt. Wir konnten aber bisher nichts beweisen. Jetzt war ein neuer Nephrologe da, der hat alles abgetan von wegen, ich zitiere:

"Sie haben nichts, das mit der Nierenerkrankung ist Lichtjahre her, wer weiß von was das mal gekommen ist, Ana ohne Klinik ist gar nichts, suchen sie doch nicht nach Sachen die es nicht gibt". Auf die Frage, was dann mit meinen Beschwerden ist sagte er: "damit müsste ich leben". Habe mich gefühlt, als ob ich ein Hypochonder bin. Zumal meine Nephrologin und ein anderer Kollege noch sagten, dass die Glomerulonephritis zwar in Remission ist, aber es ist eine Autoimmerkrankung ob mit oder ohne Lupus.

Aus meiner Verzweifelung heraus, habe ich es meiner Frauenärztin erzählt, sie gab mir einen Überweisungsschein zur Endokrinologie. Habe mir einen Termin gemacht - auch in der Uniklinik, dachte, dass es besser ist, wegen der anderen seltenen Sachen die mich begleiten - leider ist der Termin erst Mitte Juli. Außerdem habe ich mir an der selbigen Uniklinik auch einen Termin in der Nephrologie besorgt, dort wird über Glomerulonephritis geforscht - also müsste man meine Fragen diesbezüglich am besten beantworten können. Termin am selben Tag wie Endokrinologie.

Was mir noch eingefallen ist, dass der Arzt der Uniklinik bei der Darmspiegelung (wurde wegen Eisenmangelanämie gemacht) gestaunt hat, dass ich im Darm und vor allem im Rektum Lymphfollikel sind. Es wurde untersucht, ob es ein Lymphom ist, aber das war es nicht. Er meinte nur, dass die da nicht hingehören.

Vielleicht sollte ich nochmal einen Termin in der Rheumatologie machen? Auch in der Uniklinik? Ich hoffe ich bekomme einen Überweisungsschein. Meine Hausärztin versteht gar nichts von Lupus und Glomerulonephritis. Nicht mal von Hashimoto. Sie wollte meine Schwester mit Kortison behandeln :shock:


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BeitragVerfasst: 15.05.16, 11:37 
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Guten Tag,
ein Nephrologe mit sehr wenig Empathie-leider die für Sie in Anbetracht der Vielzahl an Beschwerden die extremst schlechte Adresse. An einem Nierenzentrum sind ja mehrere Fachärzte unter einem Dach, möglicherweise können Sie sich dort einen anderen Kollegen suchen.
Es ist gut, dass Sie an einem einzigen Tag alle Termine wahrnehmen können, vielleicht bringt man noch einen Termin dort beim Rheumatologen unter.
Lymphfollikel kommen auch im gesamten Magen-Darm-Trakt vor-evtl. aber im Rectum nicht so zahlreich.

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BeitragVerfasst: 15.05.16, 12:15 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

schön, dass Sie sich nochmal so schnell gemeldet haben. Ja, auf die Idee bin ich ja bereits gekommen zu einen anderen Kollegen des Nierenzentrums zu gehen, aber leider geht der auch in Rente. Er sagte mir dann, dass er mir ja dann auch nicht mehr viel weiterhelfen kann, weil ich ja dann wieder an den anderen zurückfalle in der Behandlung. Er hat mir durch die Blume zu verstehen gegeben, dass er es anders sieht und mir geraten in der Nephrologie der Uniklinik (wo man auch damals die Diagnose der GN stellte) einen Termin zu machen. Den habe ich ja, allerdings erst Mitte Juli.

Was ich auch nicht verstehe: die idiopathische membranöse GN ist ja selbst auch autoimmun. Man erforschte doch 2009 dass man einen erhöhten AK gg. Pla2-Rezeptor hat. Und 2014 in der Ärztezeitung, Zitat: "HAMBURG. Zusammen mit Forschern aus Boston (USA) und Nizza hat das Team um Professor Rolf Stahl vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) eine neue Ursache für die membranöse Glomerulonephritis entdeckt (NEJM 2014; online 13. November).

"Wir haben im Blut von Patienten mit membranöser Glomerulonephritis zirkulierende Autoantikörper entdeckt", wird Dr. Nicola Tomas, Erstautor der Studie, in einer Mitteilung des UKE zitiert. Die Autoantikörper sind gegen ein Protein (THSD7A) in den Nierenkörperchen gerichtet. Die neuen Erkenntnisse könnten zur Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten und zur Verhinderung der Dialysepflicht führen, so das UKE."

Deswegen verstehe ich den "unsympathischen" Nephrologen nicht, dass er mich wie ein Hypochonder nach Hause geschickt hat. Und auch keine weitere Kontrolle mehr machen will. Remission hin oder her, ausserdem kommt ja aufgrund des Ana-Titers eine sekundäre Ursache auch in Betracht. Und was hätte ich denn davon mir meine Probleme einzubilden: ich möchte wieder altersentsprechend funktionieren, bin 35 Jahre alt, (d.h. Hobby und Arbeit und Alltag). Da bilde ich es mir doch nicht ein. Zumal das im Gesicht ja offensichtlich ist.


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BeitragVerfasst: 15.05.16, 12:45 
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Guten Tag,
dass ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen dieser Form der GN und einer Autoimmunerkrankung besteht, schrieb ich Ihnen ja auch. Vielleicht kann die Uniklinik
"Die Autoantikörper sind gegen ein Protein (THSD7A) in den Nierenkörperchen gerichtet. "-diese Auto-Antikörper bestimmen. Allerdings ist diese Analyse vorerst möglicherweise nur in Studien durchführbar und steht anderen noch nicht zur Verfügung.
Ich habe jetzt mal nach diesen AK gegoogelt und dies gefunden:
http://www.euroimmunblog.de/die-bedeutu ... rankungen/
Es wird zwar in dem Beitrag von der primären Nephropathie gesprochen, sollte aber kein Hindernis sein. Interessant ist auch der Verweis dort auf LE. Man könnte also diese AK bestimmen, notfalls in einem entsprechenden Speziallabor. Interessant sind auch die neuen Erkenntnisse über die dsDNA-AK bzw. deren Spezifität.

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BeitragVerfasst: 15.05.16, 16:06 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

dann bin ich an der Uniklinik richtig. Die forscht genau auf dem Gebiet. Vielleicht nehmen sie die speziellen Antikörper gleich mit ab.

Eine Frage habe ich noch: Was bedeutet eigentlich Remission und was ist der Unterschied zur Spontanremission? Und heißt Remission = Heilung. Oder hat es vielmehr mit nachlassenden Krankheitszeichen bei einer chron. Erkrankung zu tun, aber ohne jegliche Art der Genesung.

Das ist noch ein Verständnisproblem. Ich habe nämlich mal einen Beitrag über einen Patienten im Fernsehen gesehen. Der hat Multiple Sklerose gehabt. Seit 15 Jahren ist er schubfrei und das ohne Medikamente. Heißt das jetzt das er geheilt ist? Verstehen sie was ich meine? Denn MS z.B. ist doch gar nicht heilbar oder?


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BeitragVerfasst: 15.05.16, 16:32 
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Guten Tag,
Remission bedeutet in der Medizin, dass Krankheitssymptome entweder nur vorübergehend oder sich auf Dauer verbessern, es ist das Gegenteil von Progression bzw. Progredienz, also ein Fortschreiten der Erkrankung. Spontanremission bedeutet, dass sich die Symptome von allein zurückgebildet haben im Gegensatz zu einer Remission unter Medikation. Remission ist nicht gleichzusetzen mit Heilung, dann müßte man eher den Begriff Komplettremission verwenden,trifft es aber streng genommen auch nicht. Oftmals ist eine Remission in der Medizin nur vorübergehend-z.B. in der Onkolgie unter Chemotherapie.
In Ihrem Beispiel der MS ist der Patient zwar nicht geheilt, aber hat keine Symptome mehr. Anderes Beispiel-gerade bei Frauen wäre der Herpes. Man kann nach Ausbruch der Erkrankung und Abheilung sehr lange ohne Beschwerden sein ( = Remission), man würde und dürfte fast sagen, man sei geheilt, ist man aber natürlich nicht, da die Herpesviren in den Nervenzellen nur darauf warten, bis sich irgendwann einmal die Chance ergibt, wieder neu aufzuflackern zu können.

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BeitragVerfasst: 16.05.16, 09:50 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

ich habe nochmal eine Frage bzgl. der Pille Lamuna 30. Ist es richtig, dass eine hochdosierte Pille wie diese, den Tsh-Spiegel auch steigen lassen kann? Habe ich mal gehört.

Meine Schwester hatte Petibelle und ist nach einer Bluthochdruckkrise, die in Zusammenhang ihres Hashimoto stand, umgestiegen auf Levomin 20. Damit kommt sie gut klar und hat 6 kg abgenommen.

Ich habe auch schon mal über einen Wechsel nachgedacht. Aber ich hatte schon immer Probleme. Zuerst nahm ich Valette. Hatte dann nur noch Zwischenblutungen und die Glomerulonephritis kam zum Vorschein. Dann nahm ich eine Zeit lang gar nichts. Aber ich hatte dann solche extreme Regelbeschwerden, dass ich jedesmal mich krank schreiben lassen musste. Außerdem hatte ich sehr oft und lang meine Menstruation. So hatte ich dann ein reines Gestagenpräparat ausprobiert. Das ging gar nicht ich hatte Unterleibsschmerzen und ganz viele Zysten, so dass ich das auch nicht mehr nehmen konnte.

Dann probierte ich einige andere aus: Miranova, etc. davon hatte ich auch Zwischenblutungen. Dann bekam ich Lamuna 20. Das ging so lala, bekam kurz vor der 7-Tägigen Pause schon die Regel. Dann hat es mit der Lamuna 30 alles geklappt, nehme sie nun schon seit 2004. Könnte das aufgedunsene Gesicht auch damit zu tun haben, dass sie jetzt zu hoch dosiert ist? Bin ja älter geworden, vielleicht braucht man die höhere Dosis dann gar nicht mehr? Aber woher dann die Muskelschwäche?

Ich weiß eben nicht, ob es Sinn macht nochmal was neues auszuprobieren, gerade auch wegen meiner anderen Probleme?Eigentlich hatte der Rheumatologe auf ein reines Gestagenpräparat verwiesen, aber es ging ja nicht.

Wenn ich die starken Menstruationsprobleme nicht hätte, würde ich gar nichts nehmen. Aber es ist nicht aushaltbar diese Schmerzen. Richtig wehenartig. Selbst Mensoton hat nicht geholfen in Höchstdosis.


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BeitragVerfasst: 16.05.16, 12:49 
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Guten Tag,
"Bin ja älter geworden, vielleicht braucht man die höhere Dosis dann gar nicht mehr? Aber woher dann die Muskelschwäche?"- zur Verhütung reichen 20 Mikrogramm, das ist schon seit etwa 15 Jahren bekannt. Je höher die Östrogendosis, desto eher besteht die Gefahr von Risiken. Muskelschwäche hat aber damit nichts zu tun. In der Tat wird TSH etwas erhöht, es kommt aber lediglich auf die freien Werte an. Scheinbar benötigt aber Ihr Körper diese 30 Mikrogramm-Dosis wegen Blutungsstörungen, sonst hätte Ihr FA sicher auf eine niedrig dosierter umgestellt- die Sie ja schon mal hatten ( Lam...)

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BeitragVerfasst: 24.05.16, 16:43 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

heute habe ich meine Laborwerte bekommen:

FT3 5,20 pmol/l (3,5-6,5)
FT4 14,0 pmol/l (11,5-22,7)
TSH 2,58 mIU/l (0,3-4,2)

Vitamin B12 158 pmol/l (156-672)
Folsäure 13,2 ng/ml (>5,38)

Eiweiß im Urin 19,0 mg/l (<140)
Albumin im Urin <3,0 (<20)
Albumin/Kreatinin Quotient 9,57 mg/g (<30,8)
Leukozyten im Urin 1,0 (<5)
Erythrozyten im Urin 1,0 (<3)
Plattenepithelien mäßig (negativ)
Rundepithelien negativ (negativ)
Bakterien im Urin vereinzelt (negativ)
Urate, Calciumoxalate, Zylinder negativ (negativ)
Erythrozyten im Urin 1,0 (<8)
Leukozyten im Urin 1,0 (<8)

Cystatin C 0,46 mg/l (Norm 0,62-1,11)!
GFR >90 ml/min
Albumin (Elektrophorese) 58,5% (59,8-72,4)!
alpha-2-Globuline 12,9 % (7,4-12,6)!
alpha-1-Globuline 2,9 (1-3,2)
beta-globuline 12,5 (7,5-12,9)
gamma-globuline 13,2% (8-15,8)
CRP 4,80 (<5)
Ferritin 38,2 ng/ml (22-112)
Transferrin 3,30 g/l (2,2-3,2)!
Transferrinsättigung 36,1% (16-45)
Eisen 29,9 (4,1-24)!

Kreatinin 45 umol/l (40-80)
GFR (CKD-Epi) 125 ml/min (>60)
Phosphat 1,03 (0,84-1,45)
Calcium 2,35 (2,15-2,58)
Kalium 3,95 (3,5-5,1)
Natrium 137 mmol/l (135-145)

Plasmaclucose postprandial 4,6 mmol/l (<11,1)
Hämoglobin A1c 5,00% (<5,7)
Hämoglobin A1c 31 (<39)

Thrombozyten 227 Gpt/l (140-360)
Leukozyten 6,86 (4-1102
Erythrozyten 4,35 (4,1-5,4)
Hb 8,38 mmol/l (7,1-9,9)
Hk 0,41 kA (0,36-0,48)
MCV 93,9 fl (80-96)
MCH 1,93 fmol (1,73-2,05)
Harnstoff 2,6 mmol/l (2,6-6,7)
Harnsäure 263 umol/l (137-357)

Ana-Titer 1:320 (negativ)

Was sagen Sie dazu? Auch vor allem zu den Schilddrüsenwerten? Was bedeutet Cystatin C, wenn es erniedrigt ist?


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BeitragVerfasst: 24.05.16, 17:22 
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BeitragVerfasst: 24.05.16, 17:56 
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Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

als zusammenfassende Beurteilung steht folgendes drin:

"bei Zustand nach membranöse GN, ED 1998 ist die Nierenfunktion seit Jahren normal, berechnete GFR >90 ml/min, dies bei unauffälligen Sediment ohne Albuminurie oder Proteinurie, Ges. Eiweiß 73 g/l. Die Vorstellung in der rheumatologischen Ambulanz der Uniklinik ergab auch weiterhin (seit 2012) keinen ausreichenden Hinweis auf einen systemischen Lupus erythematodes. Soweit seit Jahren kein erneuter Hinweis für eine klinisch relevante Nierenerkrankung oder Kollagenose. Die intermittierend auffällige Eisenmangelanämie ist behandelt, gleichzeitig kein Folsäure - oder B12-Mangel mehr, euthyreote Stoffwechsellage, zu Hause gut eingestellter Hochdruck.

Die Patientin wurde nochmal eingehend beraten, eine Verunsicherung ist nachvollziehbar, soweit aber nephrologische und auch rheumatologische Krankheitsbilder angesprochen sind, gibt es hierfür derzeit keine klinischen Hinweise. Sollten bei den hausärztlichen Routinekontrollen ---------- :roll: welche Kontrollen, der Hausarzt hat noch nie Kontrollen gemacht???????????-----------klinische Beschwerden oder auffällige Laborbefunde auffallen, wäre, wie schon von den Kollegen der Uniklinik vorgeschlagen, eine Widervorstellung primär dort, sinnvoll um klinische Erscheinungsbilder nicht zu verpassen. "

Tja, und gerade um diese ERscheinungsbilder nicht zu verpassen, hat meine Nephrologin, die vorher da war, das immer kontrolliert inklusive Ana, ENa,dsDNA AK, Ak gg. Nukleosomen, Ak gg. Histone. Die Hausärztin macht gar nichts. Der Ana-Titer ist jetzt bei 1:320. Davor war er bei 1:1280. Und die Nephrologin zuvor hat mich nicht verunsichert - im Gegenteil- da fühlte ich mich sicher aufgehoben, weil eben alles kontrolliert war.

Meine Beschwerden sind anhaltend. Heute wieder totale Muskelschwäche, ich habe wieder probiert meinen Sport zu machen (joggen, früher eine Leichtigkeit inklusive Halbmarathon) heute eine Katastrophe. Bei 2 km werden meine Beine schon so schlapp, dass ich das Gefühl habe ich bin bei km 40. Von der Luft her geht es, aber die muskuläre Schwäche ist nicht mehr normal. Es geht einfach nicht, egal wie ich will. Und ich war ja sonst immer trainiert. Das geht nun schon seit letztes Jahr im Sommer so - komischerweise seit dem es diesen erhöhten dsDNA-Titer im Elisa gab, aber im Clif nicht -. Ich möchte einfach wieder leistungsfähig sein, dann bin ich ständig müde und gehe wie ein kleines Kind schon 20 Uhr ins Bett. Dann habe ich wieder Schlafstörungen und bin mitten drin wach, oder ich habe diese absolut nervigen Unruhezustände, wenn es die nicht sind, dann so eine Art muskelkaterähnlicher Schmerz in den Oberschenkeln, auch ohne Sportversuch. Sonne in Verbindung mit Wärme geht auch gar nicht, dann kriege ich wieder diese Gangstörung/Gehblockade und ich muss mich abholen lassen.
Dann habe ich wieder Probleme mit dem Geruchssinn und Geschmack : ich kann einfach nichts riechen, und ein Brot mit Ei drauf hat nach Fisch geschmeckt ....das kann doch nicht wahr sein????????
Mein Gesicht ist heute wieder aufgedunsen, die rechte Hälfte diesmal mehr als die Linke.

Es ist echt zum Verzweifeln.


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