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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Einstellung Schilddrüse (bei Hashimoto & Beschwerden)
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BeitragVerfasst: 03.06.17, 16:47 
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Hallo,

ich bin weiblich, 28 Jahre alt, habe Normalgewicht (BMI 19, KfA zw. 17-18%), kein (!) Vegetarier, trinke keinen Alkohol und rauche nicht und habe den Großteil meines Lebens viel Sport gemacht (v. a. Ballsportarten). Mit steigenden körperlichen Beschwerden im Laufe der Zeit dann weniger, weil ich danach erst recht mehrere Tage abgeschlagen war. Heutzutage mache ich ca. 2x pro Woche Sport (Kampfsport) und gehe ab und zu zusätzlich Laufen im Wald. Je nachdem, wie fit ich gerade bin.

Aller Wahrscheinlichkeit habe ich eine Histaminintoleranz; jedenfalls reagiere ich mit starkem Schnupfen und Abgeschlagenheit auf die dafür kritischen Lebensmittel. Deshalb ernähre ich mich seit ca. 2 Jahren idR histaminarm. Mir hilft auch Cetirizin, Calcium sowie Daosin die damit verbundenen Beschwerden zu verringern oder zu vermeiden.

Falls das irgendwie wichtig sein sollte: Ich bin asexuell, d. h. ich habe kein sexuelles Interesse an irgendwem. Das war schon immer so und ist unabhängig von meinem körperlichen Zustand. Das ist z. B. konstant so geblieben auch seit der Behandlung der Schilddrüse.

Bei mir wurde als Jugendliche erstmals eine Unterfunktion der Schilddrüse festgestellt sowie eine recht kleine Schilddrüse. Werte dazu habe ich leider nicht. Die Schilddrüsenunterfunktion war dann "plötzlich" wieder weg und mir wurde vom Arzt gesagt damals, dass mit der Schilddrüse wieder alles ok wäre. Behandelt worden ist die Unterfunktion damals nicht und die Ursache war auch unbekannt.

Seitdem bzw. seit dem Ende der Pubertät habe ich aber anhaltende Beschwerden, die im Laufe der Jahre phasenweise mal besser waren, aber letztlich zugenommen haben/schlimmer geworden sind. Kurz gesagt ist das v. a. rasche Ermüdbarkeit, geringer Antrieb, kaum Interesse an irgendwas & Gleichgültigkeit, hohes Schlafbedürfnis, Konzentrationsprobleme und ständiges Benebelt-Sein (so als ob man nicht richtig wach wird). Die Beschwerden habe ich unten näher aufgelistet.

Anfang 2016 wurde dann eine latente Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto sowie zwei kleine Knoten in der Schilddrüse festgestellt vom Hausarzt (Internist). Da die Werte ft3 und ft4 normgerecht waren bei zwei aufeinanderfolgenden Messungen, habe ich dann ca. ein Jahr nur Selen (300 Mikrogramm täglich) eingenommen. Anfang 2017 war der TSH-Wert deutlich höher als Anfang 2016 und deutlich zu hoch, egal welche Grenze man ansetzt, sodass ich dann 25 Mikrogramm L-Thyroxin nehmen sollte. Diese Dosis L-Thyroxin nehme ich somit seit fast 5 Monaten.

Meine durchgehenden Beschwerden, die ich seit Ende der Pubertät habe, sind zwar insgesamt etwas besser geworden, aber größtenteils weiter vorhanden. Am meisten hat mir das Selen am Anfang etwas gebracht, das war quasi wie Doping; leider hat der Effekt nicht lange angehalten; von dem L-Thyroxin merke ich ehrlich gesagt nichts mehr, außer dass ich nicht mehr so leicht zunehme bzw. auch mal abnehme, wenn ich phasenweise weniger esse. Und mein Körper ist irgendwie "lebendiger" und ich fühle mich auch besser. Der Stoffwechsel ist nicht mehr so träge. Aber allmählich nehmen die ursprgl. Beschwerden wieder zu.

Die Beschwerden sind:
- starke Müdigkeit und rasche Ermüdbarkeit tagsüber (trotz gutem Schlaf) und geringer Antrieb (das ist aber seit der Behandlung besser geworden, wenn auch immer noch etwas mau, vorher war das deutlich schlimmer)
- ein hohes Schlafbedürfnis, ich könnte problemlos 14h+ schlafen ohne danach wacher zu sein
- Schmierblutungen, die dauerhaft in jedem Zyklus auftreten. Sowohl vor als auch nach der Periode und meine Periode habe ich seit der Behandlung alle 4 statt alle 5 Wochen.
- beim Sport keine Ausdauer bzw. das Gefühl, keine rechte Energie zu haben & zu wenig Luft zu bekommen trotz freier Nase und teilweise Kreislaufprobleme in Form von Schwindel, Übelkeit.
- Konzentrationsschwierigkeiten/geistige Matschigkeit (ist aber etwas besser geworden seit der Behandlung; ebenso wie die Ermüdbarkeit/Müdigkeit)

Was besser geworden ist:
- mein Blutdruck ist insgesamt gestiegen
- die Durchblutung meiner Gliedmaßen (vorher ständiges Frieren, blaue Hände/Füße und weiße einzelne Finger bei Kältekontakt, sodass mir ein Raynaud-Syndrom diagnostiziert wurde)
- chronische Wassereinlagerungen (v. a. morgens im Gesicht, aber auch in den Beinen, was unangenehm ist, auch wenn die Einlagerungen mengenmäßig wohl überschaubar waren; ein bisschen neige ich da heutzutage noch zu.)
- dieses ständige "Neben mir stehen"/Benebelt-Sein bzw. diese regelmäßige "Dissoziationssymptome" (?) im Alltag sind verschwunden.
- ich habe wieder Lebensfreude, mehr Antrieb, mir machen meine Hobbies wieder Freude und ich habe wieder Interessen => mir ist nicht alles so komisch egal und gleichgültig und ich kann mich besser konzentrieren, bin aber immer noch etwas matschig geistig

Jetzt im April 2017 wurde bei mir per Blutbild folgendes festgestellt:
- Folsäuremangel - wird behandelt
- Magnesiummangel - wird behandelt
- Eosinophilie ((Normbereich: 0 - 6 %; beim mir: 16 %, die sind bei mir aber auch in vorherigen Blutuntersuchungen immer erhöht gewesen)
- Kreatinin & Harnsäure leicht erhöht (das ist aber abgeklärt und meine Nieren sind ok; habe nämlich nierenkranke Familienmitglieder - meinen Vater und dessen Mutter)
- Hämatokrit zu niedrig
- Fe/Eisen zu niedrig
- HDL-Cholesterin-Wert zu niedrig

Der Ferritin-Wert war aber ok (Normalbereich 5- 148 ng/ml; hatte da 51 ng/ml). Eine Anämie oder "Eisenmangel" habe ich damit ja nicht, dass das meine Beschwerden erklären würde. Ich frage mich nur, ob meine Schilddrüse richtig eingestellt ist. Laut dem Labor, dass mein Hausarzt benutzt, ist ein TSH unter 5,0 mlU/l bzw. 4,78 mU/l normgerecht. Mein TSH war 2016 die meiste Zeit drüber oder nur knapp darunter (laut Arzt war der Wert damit ok oder zumindest nicht so schlecht, dass meine Beschwerden daher kommen könnten. Er meinte, dass eine latente Schilddrüsenunterfunktion keine Beschwerden verursachen würde). Erst seit dem Start mit den 25 Mikrogramm L-Thyroxin lag mein TSH-Wert bei 2,300 mlU/l (Normbereich: 0,350 - 5,000 mlU/l).

Ich reiche die genauen Blutwerte noch nach. Das würde ich aber der Übersicht halber und aus Zeitgründen später in einem 2. Beitrag machen.


Meine Fragen sind:
Vielleicht muss ich einfach damit leben? Oder meint ihr, dass sich die Schilddrüse vielleicht noch anders (besser) einstellen lässt?

Stimmt das, dass der TSH-Wert bei Hashimoto unter 1,0 mlU/l (oder mU/l?) liegen sollte? Und reicht der TSH-Wert dazu oder müsste man nicht auch die freien Werte (ft3 und ft4) nochmal bestimmen lassen, auch wenn die zuletzt im Sommer 2016 bei mir bestimmt worden sind und normgerecht waren oder lässt sich die Schilddrüse so einstellen? Mein Arzt meint, dass der TSH-Wert von 2,300 mlU/l super wäre.

Reicht die Behandlung beim Hausarzt oder sollte mal ein Endokrinologe auf meine Schilddrüse schauen (auch wegen der Knoten darin)? ... Ich möchte nicht unnötig Kosten verursachen. Mir tut das schon Leid, dass mein Hausarzt im letzten großen Blutbild so viele "Sonderwerte" hat bestimmen lassen, die sicher teuer waren (z. B. für die Niere), und die bei mir ok waren.

Zu den Schmierblutungen meinte meine Gynäkologin, dass das normal ist und nicht von der Schilddrüse kommen kann (mit Hashimoto konnte sie gar nichts anfangen). Der hatte ich den vaginalen Ultraschall bezahlen müssen, sonst hätte sie mich nicht untersucht. Diesbzgl. ist aber alles in Ordnung bei mir. Hormonell verhütet habe ich noch nie und ich bin bei der Gynäkologin nur alle paar Jahre mal, wenn ich einen konkreten Grund/Beschwerden habe so wie eben mit den Schmierblutungen, weil mein Hausarzt das abgeklärt haben wollte, weil ich die schon seit 1,5 Jahren etwa habe; durchgehend im Zyklus - einmal auch statt der Monatsblutung. Mich interessiert nur, ob es einen Zusammenhang zw. Schilddrüsenerkrankungen und diesen Schmierblutungen gibt, sodass die wieder aufhören, sobald die Schilddrüse gut eingestellt ist?

Und mich interessiert noch, warum der Eisenspiegel in meinem Blut zu niedrig ist (obwohl der Eisenspeicher ja ausreichend gefüllt ist.) Verliert man über die Periode und diese dauerhaften Schmierblutungen viel Eisen? Ich esse zwar Fleisch, aber nicht regelmäßig und die größten Mengen. Da ich mit den Schmierblutungen leben muss, sollte ich dann wohl Eisentabletten nehmen (die vertrage ich gut; habe die schon mal genommen) oder ist das Quatsch, weil ich keine Anämie bzw. keinen leeren Eisenspeicher habe?

Und warum sind die Eosinophilen so hoch? Ich habe keine Allergien und hatte auch die letzten Jahre keine Infektionskrankheiten. Kommt das von der Histaminintoleranz? Mich beunruhigt das nicht, aber ich würde gerne schon aus Neugier wissen, woran das liegt.


Zuletzt geändert von ACI05 am 04.06.17, 01:34, insgesamt 12-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 03.06.17, 22:41 
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Meine Blutwerte (Auszüge):

Januar 2016:
TSH: 5,82 mU/l (Normbereich: 0,55 - 4,78 mU/l)
FT3: 3,55 pg/ml (Normbereich: 2,30 - 4,20 pg/ml)
FT4: 1,45 ng/dl (Normbereich: 0,89 - 1,75 ng/dl)

Eosinophile: 11 % (Normbereich: 0 - 6 %)
HDL-Cholesterin: 53 mg/dl (Normbereich: über 60 mg/dl)
LDL-Cholesterin: 105 mg/dl (Normbereich: unter 150 mg/dl)

Kreatinin: 1,13 mg/dl (Normbereich: 0,6 - 1,0 mg/dl)
eGFR: 58 ml/min (kein Normbereich angegeben)

Eisen: 70 µg/dl (Normbereich: 60 - 180 µg/dl)
Ferritin: 45 np/ml (Normbereich: 5 - 148 np/ml)
Transferrin: 310 mg/dl (Normbereich: 200 - 360 mg/dl)
Hämoglobin: 12,4 g/dl (Normbereich: 12,0 - 15 g/dl)
Hämatokrit: 37 % (Normbereich: 35,60 - 45,40 %)
MCV: 85,6 fl (Normbereich: 82,0 - 101,o fl)
MCH: 28,0 pg (Normbereich: 27,0 - 34,0 pg)
MCHC: 33,0 g/dl (Normbereich: 32,0 - 36,0 g/dl)
Erythrozyten: 4,25 pl (Normbereich: 3,80 - 5,00 pl)
VitaminB12: 410 pg/ml (Normbereich: 211 - 911 pg/ml)

Die Antikörper TPO (und TAK glaube ich) waren da auch deutlich zu hoch, davon habe ich aber die Werte leider nicht.


Mai 2016
TSH: 3,87 mU/l (Normbereich: 0,55 - 4,78 mU/l)
FT3: 3,78 pg/ml (Normbereich: 2,30 - 4,20 pg/ml)
FT4: 1,40 ng/dl (Normbereich: 0,89 - 1,75 ng/dl)
TPO: 87,3 U/ml (Normbereich: unter 35 U/ml)

Eosinophile: 9,5 % (Normbereich: 0 - 6 %)
Kreatinin: 1,00 mg/dl (Normbereich: 0,6 - 1,0 mg/dl)
eGFR: 65 ml/min (kein Normbereich angegeben)

Eisen: 62 µg/dl (Normbereich: 60 - 180 µg/dl)
Ferritin: k. A./wurde nicht bestimmt
Transferrin: 300 mg/dl (Normbereich: 200 - 360 mg/dl)
Hämoglobin: 12,4 g/dl (Normbereich: 12,0 - 15 g/dl)
Hämatokrit: 37,40 % (Normbereich: 35,60 - 45,40 %)
MCV: 82,5 fl (Normbereich: 82,0 - 101,o fl)
MCH: 28,0 pg (Normbereich: 27,0 - 34,0 pg)
MCHC: 34,0 g/dl (Normbereich: 32,0 - 36,0 g/dl)
Erythrozyten: 4,25 pl (Normbereich: 3,80 - 5,00 pl)
VitaminB12: 320 pg/ml (Normbereich: 211 - 911 pg/ml)


November 2016:
TSH: 3,93 mU/l (Normbereich: 0,55 - 4,78 mU/l)
TPO: 57 U/ml (Normbereich: unter 35 U/ml)


Januar 2017:
TSH: 9,245 mlU/l (Normbereich: 0,350 - 5,000 mlU/l)

Kreatinin: 1,15 mg/dl (Normbereich: 0,6 - 1,0 mg/dl)
eGFR: 55 ml/min (kein Normbereich angegeben)

Hämoglobin: 12,6 g/dl (Normbereich: 12,0 - 15 g/dl)
Hämatokrit: 37,80 % (Normbereich: 35,60 - 45,40 %)
MCV: 86,0 fl (Normbereich: 82,0 - 101,o fl)
MCH: 29,2 pg (Normbereich: 27,0 - 34,0 pg)
MCHC: 34,2 g/dl (Normbereich: 32,0 - 36,0 g/dl)
Erythrozyten: 4,35 pl (Normbereich: 3,80 - 5,00 pl)


Februar 2017:
TSH: 2,127 mlU/l (Normbereich: 0,350 - 5,000 mlU/l)

Kreatinin: 1,10 mg/dl (Normbereich: 0,6 - 1,0 mg/dl)
eGFR: 60 ml/min (kein Normbereich angegeben)

Hämoglobin: 12,4 g/dl (Normbereich: 12,0 - 15 g/dl)
Hämatokrit: 35,8 % (Normbereich: 35,60 - 45,40 %)
MCV: 85,0 fl (Normbereich: 82,0 - 101,o fl)
MCH: 30,0 pg (Normbereich: 27,0 - 34,0 pg)
MCHC: 34,8 g/dl (Normbereich: 32,0 - 36,0 g/dl)
Erythrozyten: 4,20 pl (Normbereich: 3,80 - 5,00 pl)


April 2017:
TSH: 2,300 mlU/l (Normbereich: 0,350 - 5,000 mlU/l)

Eosinophile: 16 % (Normbereich: 0 - 6 %)
Kreatinin: 1,15 mg/dl (Normbereich: 0,6 - 1,0 mg/dl)
Harnsäure: 6,2 mg/dl (Normbereich: 2,6 - 6,0 mg/dl)
Harnstoff: 27 mg/dl (Normbereich: 17 - 43 mg/dl)
eGFR: 56 ml/min (kein Normbereich angegeben)
Cystatin C: 0,74 mg/l (Normbereich: 0,62 - 1,11 mg/l)
GFRCYC (GloFiltRateCysta): 114 ml/1,73m² (Normbereich: über 90 ml/1,73m²)

HDL-Cholesterin: 49 mg/dl (Normbereich: über 60 mg/dl)
LDL-Cholesterin: 95 mg/dl (Normbereich: unter 150 mg/dl)

Magnesium: 1,80 mg/dl (Normbereich: 1,90 - 2,50 mg/dl)
Folsäure: 4,9 ng/ml (Normbereich: über 5,4 ng/ml)

Eisen: 50 µg/dl (Normbereich: 60 - 180 µg/dl)
Ferritin: 55 ng/ml (Normbereich: 5 - 148 ng/ml)
Transferrin: 260 mg/dl (Normbereich: 200 - 360 mg/dl)
Hämoglobin: 12,1 g/dl (Normbereich: 12,0 - 15 g/dl)
Hämatokrit: 35,00 % (Normbereich: 35,60 - 45,40 %)
MCV: 83,9 fl (Normbereich: 82,0 - 101,o fl)
MCH: 29,0 pg (Normbereich: 27,0 - 34,0 pg)
MCHC: 34,8 g/dl (Normbereich: 32,0 - 36,0 g/dl)
Erythrozyten: 4,25 pl (Normbereich: 3,80 - 5,00 pl)
VitaminB12: 300 pg/ml (Normbereich: 211 - 911 pg/ml)

Borrelien IGG EIA: kein Ergebniswert angegeben; Ergebnistext: unter 2 RE/ml (Normbereich: negativ; unter 16 RE/ml)
Borrelien IGM EIA: 6,60 RE/ml (Normbereich: negativ; unter 16 RE/ml)

Die 25 Mikrogramm L-Thyroxin nehme ich seit Mitte Januar. Das Hämoglobin habe ich mal markiert, weil das ja grenzwertig ist mit 12,1 g/dl und bei mir sich der Hämoglobinwert ständig im unteren Bereich bewegt. Ich bin auch sehr blass und habe gerade beim Sport den Eindruck, nicht genug Sauerstoff zu bekommen. Bei dem TSH-Wert ist das meines Wissens nach veraltet, die Grenze über 2,5 mU/l anzusetzen und bei Hashimoto soll der wohl unter 1,0 mU/l liegen, aber ich habe den TSH oben mal nur markiert, wenn der über dem Labornormbereich war, weil mein Hausarzt danach geht bei der Bewertung des TSH-Wertes. Zu dem HDL-Cholesterinwert ist mir noch nie etwas gesagt worden. Ist das schlecht, dass der zu niedrig ist? Und was hat die Erhöhung der Eosinophilen zu bedeuten (ich habe keine Allergien)? Kann das von einer Histaminintoleranz kommen?

Vielen Dank schon mal für jeden, der sich das hier durchliest und dem vielleicht etwas zu der ein oder anderen Frage von mir einfällt.


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BeitragVerfasst: 07.06.17, 23:18 
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Ok, wahrscheinlich ist meine Fragestellung doch zu speziell; ich werde mal in einem auf Hashimoto spezialisierten Forum fragen. Und für die Eisengeschichte ebenfalls.


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BeitragVerfasst: 12.06.17, 05:07 
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Wahrscheinlich interessiert das hier eh keinen (ich komme mir ein bisschen vor, als würde ich hier öffentliche Selbstgespräche führen), aber ich habe jetzt zumindest einen guten Ansatzpunkt gefunden für mein weiteres Vorgehen. Damit, dass sich meine Fragen nicht vollständig beantworten lassen, werde ich leben müssen. Der Thread kann von mir aus geschlossen werden.


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BeitragVerfasst: 19.06.17, 19:51 
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p.s.

Bei den HDL-/LDL-Cholesterin Werten weiß ich jetzt, dass der niedrige HDL-Wert da ok ist.

Eine Erklärung für die Eosinophilie habe ich nicht. Ebenso wenig für den zu niedrigen Hämatokrit- und Eisenwert und den knappen Hämoglobinwert. Der Eisenspeicher ist ja ausreichend gefüllt und ich habe auch eine nur schwache Periode.

Ich habe jetzt meine L-Thyroxin-Dosis verdoppelt. Mal sehen, ob das was bringt.


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BeitragVerfasst: 20.06.17, 12:01 
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Hallo,
Was sagt denn der Arzt zu der Verdoppelung der Schilddrüsenhormone ?
Kann schnell in eine Überfunktion (durch die Tabletten) abrutschen und
birgt etliche Gefahren. (Herzrasen ,höheres Risiko für Osteoporose usw.)
Ich würde das lieber mit dem Hausarzt besprechen :wink:
GlG
susi62

_________________
Diagnose 11.2005 - invasiv duktales CA ,ca. 1,5 cm ,G3
Brusterhaltende OP Dez. 2006
nochmalige OP Jan. 2006 nach Diagnose Wächterlymphkotenbefall - 10 Lymphknoten wurden entfernt
6 x Chemo TAC bis Mai 2006
36 x Bestrahlung bis Juli 2006


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BeitragVerfasst: 20.06.17, 21:40 
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Mein Hausarzt meinte, dass er zwar nicht glaubt, dass die Schilddrüse was damit zu tun hätte, aber ich solle das ausprobieren, wenn ich meine.

Zu den anderen Fragen wußte er auch nicht, woran das liegt (z. B. mit den Eosinophilen), aber meinte, dass hätte keinen Krankheitswert.

Ich würde dann eben statt 25 Mikrogramm L-Thyroxin 50 Mikrogramm nehmen.

Mit den 25 Mikrogramm (plus dem Selen) ging es mir vorher auch mal besser im Januar/Februar, aber jetzt nach Monaten verstärken sich die ursprünglichen Beschwerden wieder.
Deshalb könnte es ja an der Dosierung liegen, auch wenn ich auch finde, dass ein TSH von 2,300 mlU/l (Normbereich: 0,350 - 5,000 mlU/l) doch gut ist.

Ob man bei Hashimoto wirklich unter 1,000 mlU/l kommen sollte, habe ich mal gehört, weiß das aber nach wie vor nicht.

Wegen einer Überfunktion mache ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken, weil mein Befinden davon weit entfernt ist. So gesehen hätte cih gerne mal vorübergehend eine Überfunktion, um das nachholen zu können, was vorher während der müden, antriebslosen Phasen liegengeblieben ist. Es geht ja nicht darum, dass jeder mal müde und antriebslos ist ... . Damit hätte ich kein Problem bei mir. Aber ich habe das als Dauerzustand und muss ja auch arbeiten und habe bald sehr wichtige Prüfungen, bei denen ich geistig und körperlich fit sein sollte.

Als ich vor eineinhalb Jahren die Diagnose Hashimoto plus (latente) Schilddrüse bekommen hatte, dachte ich noch, dass das ja nichts Ernsthaftes ist und ich dann eben jeden Tag 'ne Tablette nehme und gut bzw. haben mir das mein Arzt und meine Eltern so gesagt. Meine Mutter hat die Schilddrüse komplett entfernt bekommen und ist mit ihren täglichen Tabletten sehr zufrieden und putzmunter (obwohl sie 25 Jahre älter ist als ich). Als Jugendliche musste ich bei meiner 1. Schilddrüsenunterfunktion gar keine Tabletten nehmen, obwohl ich da auch deutliche Beschwerden hatte, die danach nicht mehr komplett wegegangen sind und während meines Studiums deutlich schlechter geworden sind im Laufe der Jahre, obwohl die Schilddrüse laut Arzt wieder ok war nach dieser 1. Unterfunktion (nur eben sehr klein wäre von der Größe); als ich während des Studiums bei ihm war wegen anhaltender Müdigkeit kam, dass jeder mal müde sei und ich bestimmt einen niedrigen Blutdruck hätte plus die üblichen Tipps dagegen (gemessen hat er den Blutdruck auch, der war eigentlich gar nicht so niedrig und irgendwas mit 110 : 70). Deshalb war ich danach lange nicht mehr bei dem, weil mir diese Tipps nicht geholfen haben und ich mich wie ein Simulant gefühlt habe bzw. dachte, dass ich wohl faul wäre und das eine Willensfrage ist, ob man körperlich fit ist oder nicht. Zwischendurch war ich auch bei der psycho-sozialen Beratungsstelle meiner Uni, weil cih dachte, dass ich dann wohl Depressionen oder was psychosomatisches oder so haben müsste. Die meinten aber, dass soweit nichts auf eine psychische Erkrankung hindeutet (musste da so Fragebögen beantworten und mit einer Therapeutin sprechen) und ich doch lieber nochmal körperliche Ursachen ausschließen lassen sollte. Später wurde dann eben Hashimoto und die 2. Schilddrüsenunterfunktion festgestellt.

Dass sich das alles so hinzieht bis zu den Abschlussprüfungen meiner zweijährigen Ausbildung/des Referendariats, hätte ich aber nicht gedacht.

Und dabei habe ich noch Glück mit meinen Einzelausbildern, die sind mit meiner Arbeit sehr zufrieden und mir macht die Arbeit da Spaß - aber die Prüfungen werde ich in diesem Zustand nicht schaffen bzw. leidet ja meine Vorbereitung (und eigentlich auch das Arbeiten für meine Ausbilder) unter meiner Müdigkeit und Antriebslosigkeit bzw. fehlenden Konzentration, auch wenn ich das einigermaßen kompensieren kann. Ich könnte problemlos 14 - 20 h täglich schlafen bzw. nach dem Aufstehen nach drei Stunden wieder schlafen. Kaffee o. ä. - ebenso wie Bewegung an der frischen Luft hilft leider kaum bis gar nicht; Sport macht es noch schlimmer, dabei mache ich sehr gerne Sport und das Training ist schon relativ moderat.

Das war schon mal deutlich besser am Anfang der Einstellung von der Schilddrüse. Deshalb denke ich, da könnte ein Zusammenhang bestehen. Aber ich weiß es eben auch nicht. Kann auch sein, dass mein Körper einfach so ist (auch wenn es da mit den Tabletten Änderungen gab - kann aber auch ein Placeboeffekt gewesen sein). So wie manche Menschen eben sehr viel Energie haben und andere kaum welche.

Dann sollte bzw. muss ich aber beruflich umplanen und sollte das Referendariat schmeißen und das 2. Staatsexamen und mir was anderes suchen, auch wenn ich das schade fände, weil mir die Arbeit Spaß macht. Aber so geht das nicht weiter.

Ich weiß auch, dass Hashimoto und eine (latente) Schilddrüsenunterfunktion keine ernsthaften Erkrankungen ist und damit dürfte man keine Beschwerden haben normalerweise - das weiß ich ja auch und ich verstehe auch nicht, warum ich zu denen gehöre, die sich damit so dumm anstellen und weiterhin müde etc. sind.


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BeitragVerfasst: 21.06.17, 08:14 
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Hallo,
ich habe auch Hashi seit fast 30 Jahren und meine
Einstellung der Tabletten ist eine unendliche Geschichte :roll:
50 - 100 - 125 - 150 wieder auf 100 dann auf 88 :lol:
Im Moment geht es mir mit den 88 ganz gut. (Hoffe das bleibt auch so :wink: )
Alles Gute
susi62

_________________
Diagnose 11.2005 - invasiv duktales CA ,ca. 1,5 cm ,G3
Brusterhaltende OP Dez. 2006
nochmalige OP Jan. 2006 nach Diagnose Wächterlymphkotenbefall - 10 Lymphknoten wurden entfernt
6 x Chemo TAC bis Mai 2006
36 x Bestrahlung bis Juli 2006


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BeitragVerfasst: 23.06.17, 14:19 
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Hi,

Danke.

Mit 30 Jahren praktischer Lebenserfahrung damit, gehörst du zu den Profis. ;)

(Auch wenn ich das nicht wirklich beruhigend finde, dass das so lange dauert bis du z. B. eine gute Einstellung gefunden hast bzw. auch nach 30 Jahren die Einstellung noch so eine Sache für sich ist.)

Susi62 hat geschrieben:
50 - 100 - 125 - 150 wieder auf 100 dann auf 88 :lol:
Im Moment geht es mir mit den 88 ganz gut. (Hoffe das bleibt auch so :wink: )

Oh ich dachte immer, dass die Schilddrüse ja immer weiter zerstört wird und die Dosis allenfalls nur immer mehr entsprechend erhöht wird im Laufe des Lebens.

In welchem Alter hast du eigentlich Hashimoto bekommen bzw. wurde die Erkrankung bei dir entdeckt?

Und schön, dass du nun endlich (wieder?) eine gute Einstellung für die Schilddrüse gefunden hast.

Sind bei dir die eosinophilen Granulozyten im Blutbild eigentlich auch erhöht?
(Das ist der einzige Befund, den ich mir absolut nicht erklären kann und wo der Arzt auch nicht recht weiterwußte.)


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BeitragVerfasst: 26.06.17, 11:55 
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Hallo,
Ich war damals 25 Jahre alt.
Der 1-ste Arzt hat keine Blutuntersuchung gemacht sondern mir gleich Psychopharmaka verschrieben.
Diese habe ich allerdings nie genommen.
Bin dann zu nächsten Arzt der mich psychisch komplett durch die Mangel gedreht hat.
Ich hatte starke Gewichtszunahme, dauernde Müdigkeit und ein Gefühl wie Watte im Kopf. :roll:
Nachdem er mich gefragt hat ob ich heimlich des Nachts an den Kühlschrank gehe habe ich heulend
in seiner Praxis gesessen. daraufhin hat er sich dann die Mühe gemacht um ein Blutbild anzufertigen.
Nach 2 Tagen rief er mich an und hat sich bei mit entschuldigt.
Die Diagnose stand fest.
Zu den Granulozyten kann ich die allerdings nichts sagen da ich das Blutbild nicht mehr vorliegen habe.
Könnte allerdings zu Hause mal nachsehen was das letzte Blutbild ergeben hat.
Alles Gute
susi62

_________________
Diagnose 11.2005 - invasiv duktales CA ,ca. 1,5 cm ,G3
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