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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Stieldrehung-Verhütungsmethode-Zystenprävention
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BeitragVerfasst: 03.10.17, 09:08 
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Registriert: 03.10.17, 08:55
Beiträge: 1
Hallo!
Ich wurde am 23.6.17 morgens mit extremen Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert und dort einen Tag später abends mittels Laparoskopie operiert. Grund dafür war eine mehrfache Stieldrehung des rechten Ovars, welche aber leider zu spät diagnostiziert worden war, sodass der betreffende Eierstock bereits zu nekrotisch war und entnommen werden musste.
Der Gynäkologe dort erklärte mir dass ich mir betreffend meiner Fertilität deswegen keine Sorgen machen müsste, dass er mir aber empfehlen würde von nun an mittels Pille zu verhüten. Auf weitere Nachfrage riet er mir betont zu einer "normalen Pille", keiner Mini-Pille. Genaueres sollte ich mit meiner Frauenärztin besprechen.

Ich bin 23 Jahre alt und seit 2 Jahren in einer festen Beziehung. Da ich hormonellen Verhütungsmethoden eher kritisch gegenüberstehe und das Verhüten mit Kondom bis jetzt bestens funktioniert hat hatte ich nicht vor die Methode zu ändern. Sollte es jedoch eine entscheidende Rolle dabei spielen meine Fruchtbarkeit zu erhalten könnte ich mich damit arrangieren.

Bei der Nachkontrolle 5 Wochen später versicherte mir meine Gynäkologin dass soweit alles in Ordnung sei.
Auf meine Frage hin ob Sie, wie empfohlen, eine Pille für notwendig halte verschrieb sie mir ohne große Umschweife eine Mini-Pille. Meinem Unbehagen gegnüber Hormone zu nehmen, begegnete sie mit der Meinung dass Sie mich zu einem gewissen Grad verstehen könne, dass es aber in meiner Situation "das kleinere Übel" sei, sofern ich einmal Kinder haben wollte.
Weiterhin erklärte sie mir dass es Frauen gäbe die zu Zystenbildung neigen und dass eine solche wahrscheinlich der Auslöser für meine Stieldrehung gewesen sei.

Die Gründung einer Familie generell hat für mich persönlich durchaus einen hohen Stellenwert.
Aber aus mehren Gründen bin ich nun verunsichert:
1) Gibt es wissenschaftlich fundierte Hinweise dafür dass hormonelle Verhütungsmethoden wirklich die Bildung von Zysten verringern können? (in der Packungsbeilage der verschriebenen Minipille finden sich unter der Sparte 'häufige Nebenwirkungen' auch Eierstockzysten.)
2) Welche Art von Pille würde in dem Fall mehr Sinn machen? (Da ich hier gegensätzliche Empfehlungen erhalten habe)
3) Zuvor wurde noch nie eine Zyste bei mir festgestellt (letzte und bis dahin einzige US-Kontrolle war im Februar 2017) und mein Zyklus verläuft soweit auch großteils regelmäßig..es gibt meiner Meinung nach daher keinen Hinweis darauf dass ich dazu neigen würde.
4) Wie dringend sollte Ihrer Meinung nach mit irgendeiner Form von Therapie begonnen werden?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!
Liebe Grüße


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BeitragVerfasst: 03.10.17, 14:10 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
es ist umstritten, ob Patientinnen überhaupt mit einem Östrogen-Gestagenpräparat oder mit Gestagenen allein behandelt werden sollen.
Fakt ist aber, dass unter Ovulationshemmereinnahme es zu einem verminderten Auftreten von funktionellen Ovarialzysten kommt, selten ist das Gegenteil der Fall.
Ich sehe absolut keinen Grund, warum Sie ein diesbezügliches Präparat nehmen sollten. Ausnahme wäre für mich lediglich, wenn zusätzlich eine Verhütung erwünscht wird- was in Ihrem Fall ja gut auf andere Weise verhindert wird.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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