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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ständige Zwischenblutungen bei Frauen normal?
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BeitragVerfasst: 21.09.17, 15:44 
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DMF-Mitglied

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Beiträge: 20
Hallo,

mir wurde gesagt von einer Gynäkologin, dass es bei Frauen normal ist, ständig Zwischenblutungen in jedem Zyklus zu haben. Entsprechend muss da auch nichts gegen gemacht werden bzw. wird das nicht behandelt, laut ihr.

Aber ich habe das erst seit ca. 2 Jahren mit diesen Zwischenblutungen, die fast wie die Periode selbst ausfallen, und mir kommt das nicht normal vor. Bis zu meinem 26. Lebensjahr etwa hatte ich nie Zwischenblutungen und ich bin jetzt 28 Jahre alt; hormonell verhütet habe ich auch nie; irgendwelche Infektionen oder Geschlechtskrankheiten habe ich auch nicht (und bin asexuell, d. h. ich finde weder Frauen noch Männer sexuell anziehend).

Ich dachte erst, dass das mit meiner Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto) zu tun haben könnte, aber laut Gynäkologin bestünde da kein Zusammenhang. Soweit ich das beurteilen kann, sind die Zwischenblutungen unabhängig von der jeweiligen Einstellung der Schilddrüse, deshalb dürfte die Ärztin recht haben. Die einzige Änderung durch die Behandlung der Schilddrüse war bei mir, dass ich meine Periode leider alle 4 Wochen statt alle 5-6 Wochen bekomme.

Aber dass ständige Zwischenblutungen bei Frauen ganz normal sein sollen, kommt mir etwas merkwürdig vor.

Deshalb wollte ich mal hier fragen:
Ist das wirklich so, dass ständige Zwischenblutungen in jedem Zyklus seit Jahren einfach ganz normal sind bei Frauen?

Und verliert man dadurch viel Eisen? Man hat ja quasi fast 2x/Monat die Periode dadurch. Oder ist das nur der Fall, wenn die Periode und die Zwischenblutungen beide sehr stark ausfallen?


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BeitragVerfasst: 22.09.17, 08:48 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
"Ist das wirklich so, dass ständige Zwischenblutungen in jedem Zyklus seit Jahren einfach ganz normal sind bei Frauen?"- absolut nicht!!!!!!!!!!!!! Und so etwas soll eine Frauenärztin gesagt haben?

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 22.09.17, 11:42 
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DMF-Mitglied

Registriert: 03.06.17, 15:19
Beiträge: 20
Ja, die Frau ist Gynäkologin, hat eine eigene Praxis und das war die Auskunft, die ich nach schildern meiner Beschwerden bekommen habe.

Ich hatte ihr extra noch mitgeteilt, dass bei mir seit meinem letzten Besuch bei ihr eben die Hashimoto-Erkrankung festgestellt wurde und explizit gefragt, ob die Schilddrüse bzw. die Hashimoto-Erkrankung etwas mit den Zwischenblutungen zu tun haben könnte. Das hat sie direkt verneint und fand das abwegig. Danach kam, dass Zwischenblutungen bei Frauen normal wären. Ich habe eingewendet, dass ich die aber seit ca. 2 Jahren hätte im Zyklus und vorher nicht, aber auch das fand sie normal. Es gab dann noch einen Ultraschall als Igel-Leistung (sonst hätte es gar keine Untersuchung gegeben), wonach alles ok bei mir war. Das war der Termin.

Ist vielleicht meine Schuld, weil ich da nicht weiter nachgehakt habe, aber sie war sehr kurz angebunden und ich kam mir schon wegen meiner Einwände dumm bis "querulantisch" vor angesichts ihrer Reaktionen und mir ging es in der Zeit, in der der Termin stattfand schlecht kreislaufmässig (und ich finde Arzttermine eh stressig und bei ihr war die Wartezeit sehr lange trotz Termin). Und als Laie hätte ich ihr auch nur sagen können, dass ich das nicht gedacht hätte, dass das normal ist; aber ich kenne mich damit nicht aus und bin kein Arzt. Deshalb bin ich ja extra zu ihr gegangen als Expertin/Ärztin.

Unabhängig von der Sache habe ich nicht vor, die Ärztin nochmal aufzusuchen, aber ich sehe auch keinen Sinn darin, zum nächsten Gynäkologen zu gehen.

Ich werde einfach weiterhin Eisentabletten nehmen, dann ist es egal, ob man dadurch nennenswert Eisen verliert, und supplementieren muss ich Eisen sowieso. Und der Mehrverbrauch an Tampons ist auch nicht tragisch; ist nur nervig und nach ein paar Tagen, manchmal auch nach einem, wieder weg. Ist wirklich fast wie die richtige Periode.

Danke für die Antwort. Das finde ich gut zu wissen - ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Frauen ist und hätte ja sein können, dass diverse Frauen ganz normal Zwischenblutungen haben.


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BeitragVerfasst: 22.09.17, 16:34 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 10884
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
" Es gab dann noch einen Ultraschall als Igel-Leistung (sonst hätte es gar keine Untersuchung gegeben), wonach alles ok bei mir war."- wenn etwas Krankhaftes vorliegt- und das sind ständige Zwischenblutungen- ist es nicht statthaft, eine Ultraschalluntersuchung als IGEL-Leistung abzurechnen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
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BeitragVerfasst: 22.09.17, 22:48 
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Beiträge: 20
Dr.med.Holger Fischer hat geschrieben:
wenn etwas Krankhaftes vorliegt- und das sind ständige Zwischenblutungen- ist es nicht statthaft, eine Ultraschalluntersuchung als IGEL-Leistung abzurechnen.

Danke; das Geld dafür habe ich abgehakt, aber ist gut zu wissen falls es mich nochmal zu einem Gynäkologen verschlagen sollte.

Was ist denn das Krankhafte bei Zwischenblutungen bzw. wie krankhaft sind ständige Zwischenblutungen? Sollte man das behandeln?

Ich habe mal gegoogelt und denke nicht, dass ich von den dort genannten Ursachen etwas habe. Und die Schilddrüse ist auch eingestellt.


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BeitragVerfasst: 23.09.17, 07:35 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
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Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Hallo,
bei normaler Funktion der Eierstöcke hat man absolut keine Zwischenblutungen. Man muß unterscheiden:
:arrow: BLutungern in der ersten Zyklushälfte ( bis zum Eisprung) haben meist als Ursprung Störungen in der Östrogenproduktion
:arrow: Blutungen in der zweiten Hälfte sind meist mangelnde Bildung von Gestagenen.
Ständige Blutungen verursachen ja nicht nur einen Eisenmangel, sie führen zu einer chronischen
Endometritis ( Gebärmutterschleimhautentzündung).
Man sollte so etwas durchaus behandeln. Besprechen Sie dies mit dem neuen Gynäkologen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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BeitragVerfasst: 23.09.17, 19:44 
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Vielen Dank für die informative und schnelle Antwort.


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