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medizin-forum.de • Thema anzeigen - TSH 6 in 9. SSW
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 Betreff des Beitrags: TSH 6 in 9. SSW
BeitragVerfasst: 22.08.17, 20:36 
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Beiträge: 3
Hallo Herr Dr. Fischer!

Ich habe eine Frage bzgl. des TSH Wertes in der SS. Mir wurde gestern beim Gynäkologen mitgeteilt, dass mein TSH bei 6 liegt. Ich bin jetzt 8 plus 0. Andere SD-Werte kenne ich nicht und da ich bisher nie Probleme mit der SD hatte, bin ich sehr verunsichert ob der Dinge, die man darüber im Netz findet. Ich habe als Medikation Thyr...(?) 50 bekommen, in 4-6 Wochen sollen die Werte kontrolliert werden. Meine Sorge ist nun zum einen, dass ich vll wieder eine FG erleide (hatte bereits 3 mal eine Blasenmole, die mit einem hohen Lipoprotein-A von 140 erklärt wurden) oder dass der Fetus eine Behinderung erleiden könnte. Die Informationen im Netz verunsichern mich sehr. Ebenso liest man, dass es sehr schwer sei mit hohem TSH schwanger zu werden, wobei es bei uns sofort geklappt hat ( mit meinen 39 Jahren sicher auch nicht selbstverständlich) . Mir gehen daher verschiedene Fragen durch den Kopf:

1 Muss ich mir Sorgen um das Kind bzgl FG oder Behinderungen machen, da ich schon relativ weit im ersten Trimester bin und der TSH(laut Internet) nur langsam sinkt?

2 Wie kann es sein, dass ich einen so hohen Wert entwickelt habe, wenn ich so unproblematisch schwanger wurde und zudem gerade in den letzten Monaten viel Fisch usw. esse, sodass zumindest meine Ernährung komplett gegen eine solche Entwicklung spricht?

3 Ist es denkbar, dass die Laborwerte falsch sind?

Ich habe keinerlei Beschwerden, bin nicht müder als sonst o.ä....müsste ich es nicht irgendwie bemerken?

Da ich schon 3 FG (bei zwei gesunden Kindern) hatte und diese Diagnose für mich komplett neu ist, mache ich mir ziemlich Sorge, dass etwas schief geht.

Ich freue mich über Antwort,

LG Sabine


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 Betreff des Beitrags: Re: TSH 6 in 9. SSW
BeitragVerfasst: 23.08.17, 05:22 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11116
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Morgen,
ich denke, Sie müssen sich keine Sorgen machen, zwar ist die Hirnentwicklung in vollem Gang, aber eine Schädigung bei diesem Wert ist kaum anzunehmen. Verbindliches hierzu wird Ihnen niemand sagen können.
Auch bei gesunder Ernährung kann man eine Hypothyreose entwickeln, es liegen doch sicher Werte aus früherer Zeit bzgl. TSH vor. Es stimmt, dass ein hohes TSH die Fruchtbarkeit erschwert bzw. beeinflußt, das läuft über die Schiene Progesteron-Prolaktin- . Aber dazu ist Ihr Wert noch nicht hoch genug. Über die Problematik des TSH in der Schwangerschaft und die Referenzbereiche liegen hier etliche Beiträge von mir vor, einfach heraussuchen.
Der Laborwert wird mit großer Sicherheit korrekt sein.
Beschwerden im Sinne einer Hypothyreose treten nicht immer zwangsläufig auf und ist abhängig von der Dauer der Hypothyreose bzw. dem TSH-Wert. Hierzu ist ja wohl nichts bekannt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass bei drei Aborten nicht das TSH bestimmt wurde sowie die anderen SD-Werte incl. Antikörperbestimmung.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: TSH 6 in 9. SSW
BeitragVerfasst: 23.08.17, 06:45 
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Registriert: 22.08.17, 20:17
Beiträge: 3
Guten Morgen,

herzlichen Dank für Ihre Antwort. Im Zuge der Aborte bin ich auf eigenen Wunsch zu einem Gerinnungsspezialisten gegangen, da auch meine Schwester drei Aborte hatte. Ob dieser das TSH bestimmte, weiß ich nicht. Sie Rede war immer nur von einem hohen Lipoprotein-A, weshalb ich Heparin spritzen sollte. Meine damalige Gynäkologin hatte die Schilddrüse mal kontrolliert, da waren die Werte unauffällig. Zudem sagte sie, dass eine Schilddrüsenunterfunktion keine Aborte sondern O-Ton nur "dumme Kinder" verursachen würde...

Sie sagen, dass eine Schädigung des Gehirns bei meinem Wert nicht anzunehmen ist. D.h. der Wert ist nicht besonders hoch?

Ließen sich evtl. Hirnschäden irgendwie nachweisen?

Herzliche Grüße,
Sabine


Zuletzt geändert von SabineBa am 23.08.17, 08:08, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: TSH 6 in 9. SSW
BeitragVerfasst: 23.08.17, 07:31 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11116
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Tag,
es ist ja bekannt, dass eine mütterliche schwere Hypothyreose ( TSH über 10 U) für Spontanaborte, Frühgeburten und fetale Anomalien vérantwortlich ist.
Man kann durchaus feststellen, ob fetale Schäden bei mütterlicher Hypothyreose eingetreten sind. Ultraschallspezialisten können -je nach Erfahrung- frühestens ab der 14. SSW die fetale SD ausmessen, ist sie vergrößert, liegt eine Funktionsstörung vor. Man kann auch TSH und Thyroxin im Fruchtwasser messen oder noch besser aus der Nabelschnur-das aber alles sind absolut keine Routineuntersuchungen, die man einfach so durchführt, wenn es eine Schwangere wünscht. Es hätte zunächst auch keine weitere Konsequenz, Thyroxin wird bei nachgewiesener Hypothyreose den Schwangeren sowieso grundsätzlich gegeben, nach der Geburt wird sofort bei allen Neugeborenen das TSH aus der Nabelschnur bestimmt und bei erhöhtem TSH therapiert, sodaß die Langzeitprognose bei Kretinismus deutlich verbéssert wird.
Über dieses Thema liegen einige Beiträge von mir vor-kann man heraussuchen.
Ich halte Ihren Wert für nicht wirklich bedenklich und fetale Schädigungen sind wohl kaum anzunehmen.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: TSH 6 in 9. SSW
BeitragVerfasst: 23.08.17, 11:39 
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Registriert: 22.08.17, 20:17
Beiträge: 3
Super, vielen Dank - das beruhigt mich sehr!


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