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Pap 4a - verunsichert

22.08.17, 08:00

Guten Morgen,

ich gehe seit meinem 16. Lebensjahr regelmäßig zur Vorsorge.

Der Pap-Wert war anfangs immer unauffällig. 2009 hatte ich dann einen Pap IIId und dieser Wert wurde in 2 Folgeuntersuchungen bestätigt.
Mir wurde damals gesagt, bei einem weiteren derartigen Befund, müsste ich zur Konisation. Und man fragte mich nach meinem Kinderwunsch
und riet mir dann, diesen vorzuziehen (2009 war ich 32 Jahre alt)

Mein Sohn kam dann im Dezember 2010 auf die Welt. Während der Schwangerschaft habe ich die Gyn-Praxis gewechselt.

Seit der Geburt bin ich weiterhin halbjährlich zur Vorsorge gegangen. Die Pap-Werte waren immer unauffällig. Im Dezember 2015 war der Pap-Wert bei I.

Ich habe dann 2016 die Vorsorge "verpennt" und bin erst im Juli 2017 wieder zur Vorsorge gewesen (quasi 9 Monate zu spät) und bekam gesagt, dass
ich einen Pap 4 a habe.

Kann sich so etwas so schnell entwickeln? Oder wurde da jahrelang etwas übersehen?

Ich muss jetzt zur Voruntersuchung und dann zur Konisation.

Kann es denn nun auch sein, dass ich sogar schon Krebs habe?

Ich habe wahnsinnige Angst.

Re: Pap 4a - verunsichert

22.08.17, 09:53

Guten Tag,
Kann sich so etwas so schnell entwickeln? Oder wurde da jahrelang etwas übersehen?"- beides ist möglich, jedoch wird aus einem Pap I -wenn überhaupt, z.B. bei HPV- erst nach frühestens 9 Monaten eine Veränderung Richtung Pap III oder Pap IV. Darüber habe ich einiges hier geschrieben. Immerhin sind seit dem letzten Abstrich 1 3/4 Jahre verstrichen und man muß bedenken, dass Sie scheinbar zu Veränderungen neigen. Pap III kann sich zurückbilden, daher auch die guten Resultate später.
Angst müssen Sie nicht haben, meist ist es mit einer gründlichen Konisation getan, selbst wenn ein Ca in situ vorliegen sollte.

Re: Pap 4a - verunsichert

22.08.17, 12:59

Danke für die schnelle Antwort.

Also kann sich der IIId zurückentwickeln, der 4a eher nicht?

Wenn es sein kann, dass etwas übersehen wurde, kann es dann jetzt nicht auch sein, dass der Befund "schlimmer" ist, als das gefundene?

Ich frag mich halt - wenn da jahrelang etwas sein konnte, ohne das es gefunden wird - könnten dann nicht auch eine richtige Krebserkrankung vorliegen und man
findet halt nur die auffälligen Zellen?

Mich verunsichert das alles schon ziemlich.

Re: Pap 4a - verunsichert

22.08.17, 14:59

Hallo,
Pap III D ( D= Dysplasie) kann sich zurückbilden, aber relativ selten. Pap IVa eher nicht mehr!
Ob etwas wirklich übersehen wurde, kann man jetzt nicht mehr sagen. Fakt ist aber, dass diese mehrfachen Pap II D- Befunde als zuverlässig angesehen werden müssen. Welche Fehler bei einer Befundung gemacht werden können, schrieb ich vor mehr als 7 Jahren.
Eine " richtige" Krebserkrankung wäre Pap V, hierbei sind die Zellen derart auffällig unter dem Mikroskop, dass man eigentlich so etwas kaum übersehen kann. Nebenbei: ein Pap IVa geht auch nicht von heúte auf morgen in ein fortgeschrittenes Zervixkarzinom über. Mit der Konisation haben Sie eine 100%ige Heilchance.

Re: Pap 4a - verunsichert

22.08.17, 15:25

Es wären ja auch ingesamt über 10 Abstriche, die falsch beurteilt worden sein müssten.

Wo finde ich den Beitrag zu den Befundungsfehlern? Ich habe im Forum schon danach gesucht.

Leider bin ich jemand, der sich gründlich informiert und ich habe von einem Fall gelesen, wo ein Pap 4 a im Abstrich festgestellt wurde,
bei der Konisation aber schon ein Tumor da war und dann wurde die Gebärmutter und sämtliche Lymphknoten entfernt.

Sowas macht mich echt panisch.

Re: Pap 4a - verunsichert

22.08.17, 16:55

ob einer oder mehrere falsch beurteilt wurden kann ich nicht sagen, vielleicht -wenn überhaupt- ist nur letzte falsch beurteilt. Würden Gynäkologen ihr Kolposkop benutzen ( eine Art Mikroskop direkt neben dem Stuhl) und diesbezüglich sich ordentlich weitergebildet haben, könnte man auf diese Weise mit ziemlicher Sicherheit sagen, ob Zellveränderungen vorliegen.
Unter " Suche" oben rechts finden Sie meine Beiträge. Natürlich weiß ich nicht mehr, welches Stichwort man eingeben könnte, evtl. " Zytologie" oder " Krebsabstrich" .
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