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medizin-forum.de • Thema anzeigen - HPV-Infektion-Kurzfassung
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 Betreff des Beitrags: HPV-Infektion-Kurzfassung
BeitragVerfasst: 20.10.13, 15:56 
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DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11110
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Wegen der enormen Zugriffszahlen hier einige Informationen. Wegen des großen Stoffumfanges kann nur eine lückenhafte Information gegeben werden.
HPV -Infektionen entstehen durch kleine Einrisse in der Haut oder Schleimhaut des Genitale, sie ist eine ausschließlich lokale Infektion, das Virus breitet sich nicht im Blutkreislauf der infizierten Patientin aus.Unterschieden werden: low-risk HPV-Typen, z.B. HPV 6 und 11, die vor allem für die Entstehung gutartiger Genitalwarzen und der kindlichen Larynxpapillome verantwortlich sind, und high-risk-Typen, die für die Krebsentstehung ( Zervix, Vulva, Scheide, Penis ) verantwortlich sind. Eine dauerhafte Infektion mit high-risk-HPV ist eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung der schweren Zellveränderungen an dem Gebärmutterhals. Es ist übrigens die zweithäufigste Erkrankung junger Frauen und ist weltweit das häufigste durch ungeschützen Verkehr übertragene Virus. Die sogenannte Durchseuchung ( Befall) mit diesem Virus ist sehr hoch,mindestens 80 % aller Frauen machen in ihrem Leben diese Infektion durch, meist jedoch ohne Symptome , das heißt, die Frau oder der Mann sind mit dem Virus vorübergehend infiziert, ohne daß sie es merken. Die spontane Ausheilung der Infektion erfolgt bei einem Großteil der Frauen innerhalb von 12 bis 18 Monaten, da das körpereigene Immunsystem die Infektion in Schach hält. Nur ein geringer Anteil wird eine bleibende Infektion entwickeln. ( unter 5 %)mit dem Risiko der Entstehung einer Vorstufe oder eines Genitalkrebses. Der zeitliche Rahmen von der Infektion bis zum Karzinom beträgt in der Regel 10 bis 15 Jahre.
Ziel der Vorsorge ist die frühzeitige Erkennung einer Zellveränderung im Rahmen der Krebsvorsorge. In Deutschland nehmen aber nur 50 % der Frauen daran teil, sodaß jährlich etwa 100.000 Frauen mit einer schweren Zellveränderung ( Dysplasie) behandelt werden müssen und 33.000 Zervixkarzinome diagnostiziert werden.
Zur Prophylaxe stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung, der eine HPV-Infektion verhindert. Der Impfstoff wurde bereits 2006 zugelassen. Empfohlen ist die Impfung für Jugendliche von 9-15 Jahren und von Frauen im Alter von 16 - 26 Jahren. Die Kosten werden von den Kassen übernommen.
Detailliertere und weiterführende Informationen sind im Internet zu erfahren.

_________________
Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: HPV-Infektion-Kurzfassung
BeitragVerfasst: 19.11.13, 13:01 
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Registriert: 19.11.13, 12:55
Beiträge: 1
Guten Tag.
Ich habe vor ein paar Tagen einen Brief von meinem Gyn bekommen in dem mir mitgeteilt wurde, dass bei mir high risk Viren von HPV festgestellt wurden.
Ich wurde aber im Jahr 2008 dagegen geimpft. Jetzt bin ich 18. Kann man trotz Impfung die Viren bekommen?
(Leider habe ich erst Ende der Woche einen Termin bekommen, wollte diese Frage aber schonmal vorab klären.)

Lg und danke schonmal


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 Betreff des Beitrags: Re: HPV-Infektion-Kurzfassung
BeitragVerfasst: 19.11.13, 20:13 
Online
DMF-Moderator

Registriert: 31.01.07, 15:01
Beiträge: 11110
Wohnort: 87727 Babenhausen ( Schwaben)
Guten Abend,
dieser Thread ist eigentlich nicht gedacht gewesen, um Anfragen stellen zu können.
:arrow: entweder haben Sie vor der Impfung bereits HPV in sich getragen oder
:arrow: Sie gehören zu denjenigen ( ca.4-6%), die auf die Impfung nicht ansprechen.

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Grüße Dr. Fischer
Unter Bezugnahme auf § 7 (3) der Berufsordnung für Ärzte ist mein Beitrag eine Stellungnahme,die auf den vorliegenden Angaben beruht .Sie ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, Untersuchung und Behandlung durch Ihren Arzt.


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