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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Mutter 82, plötzlicher Abbau
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 Betreff des Beitrags: Mutter 82, plötzlicher Abbau
BeitragVerfasst: 22.08.14, 18:23 
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Beiträge: 10
Meine 82 jährige Mutter war bis letzte Woche noch körperlich fit und hatte auch keine Anzeichen von Demenz. Sie leidet aber seit Jahren an Bluthochdruck und KHK. Hatte auch immer wieder mal Kreislaufzusammenbrüche und Blutdruckschwankungen mit Krankenhausaufenthalt, das letzte Man vor zwei Jahren. Dabei wurde auch schon mal über einen Herzschrittmacher nachgedacht. Nun plötztlich stellt sich eine ganz andere Situation dar:

Es begann damit, dass sie über Schmerzen im Knie klagte und von der Hausärztin Ibu600 bekam, außerdem auch eine Kniebandage und eine Überweisung zum Orthopäden. Dann bekam sie Erbrechen, wir nahmen an, dass es von den Schmerztabletten kam, die auf den Magen schlugen. Sie setzte diese ab, aber es stellte sich keine Besserung ein, dazu kam eine totale Appetitlosigkeit und Entkräftung. Das führte dazu, dass sie früh morgens im Bad zusammen brach und wir den Rettungsdienst holen mussten. Im Krankenhaus dachte man zuerst an Vorhofflimmern, was sich aber nicht bestätigte, beim Langzeit-EKG kam dann heraus, dass sie einen sehr langsamen Herzanschlag hat und nachts auch Aussetzer. Nun will man einen Herzschrittmacher einsetzen. Vorauf man aber garnicht eingeht und was mir sofort im Krankenhaus auffiel ist, dass meine Mutter verwirrt wirkt, sie kann sich zeitlich nicht orientieren, sie fragt mich immer wieder dasselbe, sie isst nicht, trinkt aber viel und sie wirkt plötzlich dement. Die Ärzte wissen ja nicht, wie sie vorher war. Sie lebte allein in einem altengerechten Haus mit netter Nachbarschaft und versorgte sich immer allein. Ihre Wohnung und Kleidung sind sauber, sie putzte und kochte alles noch selbst, war jeden Tag stramm und weit spazieren mit ihrem Rollator. Und plötzlich, wusste sie nicht, welchen Tag wir haben. Als ich ihr einen Wecker ins Krankenhaus bracht konnte sie mir die Uhrzeit ablesen, sie wusste aber nicht welchen Monat wir haben und welche Jahreszeit. Sie unterhält sich wie immer mit mir, fragt aber viele Dinge immer wieder, außerdem habe ich den verdacht, dass sie auch mit einem Mal sehr schwer hört. Sie wirkt interessenlos und schläft viel.

Da sie nächste Woche einen Herzschrittmacher bekommen soll, habe ich Angst, dass man dannach ja kein MRT mehr machen kann, um eine Demenz festzustellen. Wäre es nicht sinnvoll, erst mal die phsychische Lage zu klären, also zu prüfen. ob es sich um eine Demenz handelt? Oder kann es sein, dass diese Störungen durch den verlangsamten Herzschlag und damit verbundenen Sauerstoffmangel im Gehirn einher geht und wenn ja, bessert es sich wieder.

Das sind viele Dinge auf einmal, es beschäftigt mich doch sehr, wie es weiter gehen soll, da es auch so plötzlich kam. Ich muss noch sagen, dass das Krankenhaus keine Geriatrie hat.

Vielen Dank voraus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mutter 82, plötzlicher Abbau
BeitragVerfasst: 23.08.14, 19:05 
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Interessierter

Registriert: 13.11.10, 17:25
Beiträge: 10
[quote="Kati66"]Meine 82 jährige Mutter war bis letzte Woche noch körperlich fit und hatte auch keine Anzeichen von Demenz. Sie leidet aber seit Jahren an Bluthochdruck und KHK. Hatte auch immer wieder mal Kreislaufzusammenbrüche und Blutdruckschwankungen mit Krankenhausaufenthalt, das letzte Man vor zwei Jahren. Dabei wurde auch schon mal über einen Herzschrittmacher nachgedacht. Nun plötztlich stellt sich eine ganz andere Situation dar:

Es begann damit, dass sie über Schmerzen im Knie klagte und von der Hausärztin Ibu600 bekam, außerdem auch eine Kniebandage und eine Überweisung zum Orthopäden. Dann bekam sie Erbrechen, wir nahmen an, dass es von den Schmerztabletten kam, die auf den Magen schlugen. Sie setzte diese ab, aber es stellte sich keine Besserung ein, dazu kam eine totale Appetitlosigkeit und Entkräftung. Das führte dazu, dass sie früh morgens im Bad zusammen brach und wir den Rettungsdienst holen mussten. Im Krankenhaus dachte man zuerst an Vorhofflimmern, was sich aber nicht bestätigte, beim Langzeit-EKG kam dann heraus, dass sie einen sehr langsamen Herzanschlag hat und nachts auch Aussetzer. Nun will man einen Herzschrittmacher einsetzen. Vorauf man aber garnicht eingeht und was mir sofort im Krankenhaus auffiel ist, dass meine Mutter verwirrt wirkt, sie kann sich zeitlich nicht orientieren, sie fragt mich immer wieder dasselbe, sie isst nicht, trinkt aber viel und sie wirkt plötzlich dement. Die Ärzte wissen ja nicht, wie sie vorher war. Sie lebte allein in einem altengerechten Haus mit netter Nachbarschaft und versorgte sich immer allein. Ihre Wohnung und Kleidung sind sauber, sie putzte und kochte alles noch selbst, war jeden Tag stramm und weit spazieren mit ihrem Rollator. Und plötzlich, wusste sie nicht, welchen Tag wir haben. Als ich ihr einen Wecker ins Krankenhaus bracht konnte sie mir die Uhrzeit ablesen, sie wusste aber nicht welchen Monat wir haben und welche Jahreszeit. Sie unterhält sich wie immer mit mir, fragt aber viele Dinge immer wieder, außerdem habe ich den verdacht, dass sie auch mit einem Mal sehr schwer hört. Sie wirkt interessenlos und schläft viel.

Da sie nächste Woche einen Herzschrittmacher bekommen soll, habe ich Angst, dass man dannach ja kein MRT mehr machen kann, um eine Demenz festzustellen. Wäre es nicht sinnvoll, erst mal eine neurologsche untersuchung zu machen, also zu prüfen, ob es sich um eine Demenz handelt? Oder kann es sein, dass diese Störungen durch den verlangsamten Herzschlag und damit verbundenen Sauerstoffmangel im Gehirn einhergeht und wenn ja, bessert es sich wieder.

Das sind viele Dinge auf einmal, es beschäftigt mich doch sehr, wie es weiter gehen soll, da es auch so plötzlich kam. Ich muss noch sagen, dass das Krankenhaus keine Geriatrie hat.

Vielen Dank voraus.[/quote]


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 Betreff des Beitrags: Re: Mutter 82, plötzlicher Abbau
BeitragVerfasst: 23.08.14, 22:17 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo,
sinnvoll wäre ein Schädel MRT und am besten gestern. Schlaganfall? Blutung?
Warum tut das Knie weh?
Gab es ein Sturz?
Was oft passiert: ältere Dame sturzt/leichte Stoß. Sturz ist nicht schwer oder schlimm. Aber die Brückenvenen sind im Alter schwach. Reissen leicht. Frauen besonders häufig betroffen. Es kommt zu dumpfen Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrung, entwickelt sich über Tage bis Wochen. Wunde am Kopf oder sonst wo ist längst geheilt und vergessen. Blutungen können schnell oder schleichend sein. Anders bei jüngere Leute, sind die Symptomen nicht sofort heftig.
Chronische subdurale Hämatom. Sollte unbedingt ausgeschlossen werden.
Ist die häufigster übersehene Ursache für plöztlichen Auftritt von Demenz. Kognitive Schalaganfall ist die zweite -> Schädel CT oder MRT.

Mach Druck.
Alles Gute
Muppet


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