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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Eher auf Fette, oder Kohlenhydrate setzen?
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BeitragVerfasst: 19.09.16, 09:13 
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Hallo Community,

ich bin neu hier im Forum und habe direkt mal eine kleine Frage an euch. Ich beschäftige mich nun schon seit langer Zeit mit der menschlichen Gesundheit und habe mich sogar dazu entschieden, ein Medizinstudium anzufangen.

Im bereich Ernährung hänge ich allerdings noch ein wenig hinterher. Ich habe gehört, dass der Körper Kohlenhydrate und auch Fette als Energiequelle nutzen kann. Ich weiß, dass man eine gesunde Balance zwischen den beiden finden soll, aber wovon braucht der Körper eigentlich mehr?

Soll ich nun eher Fetthaltige Lebensmittel essen um Energie zu bekommen, wie Nüsse, Samen usw., oder eher Kohlenhydrathaltige Lebensmittel?

Fette haben natürlich auch noch einen gesundheitsfördernden Effekt (Natürlich nur die guten Fette).

Vielen Dank für eure Hilfe :)

LG


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BeitragVerfasst: 13.10.16, 10:33 
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Grundsätzlich ist beides wichtig und unverzichtbar (Stichwort: Mangelernährung). Somit würde ich immer empfehlen, mich ausgewogen zu ernähren und beides in Maßen zu konsumieren.
Viele Grüsse
Abelina
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BeitragVerfasst: 13.10.16, 11:24 
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DMF-Moderator

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Beiträge: 3183
Wohnort: Friesland
abelina hat geschrieben:
Grundsätzlich ist beides wichtig und unverzichtbar...

Welches Kohlehydrat ist denn essentiell (=unverzichtbar)?

Der menschliche Körper ist auf Kohlehydrate aus der Nahrung nicht angewiesen, er kann (wenn man ihn lässt) seine eigenen herstellen und ansonsten gut mit Ketonkörpern umgehen.
Kohlehydrate kommen gerade in der heutigen allerdings in der heutigen Ernährung in großen Mengen und stark verarbeitet vor. Neuere Studien weisen darauf hin, daß gerade die stark verarbeiteten Kohlehydrat, einfache Zucker und schnell verstoffwechselte Stärken vielen Menschen nicht gut bekommen.

Letztlich muss jeder selbst sehen, womit er gut klar kommt. Für viele Menschen ist eine Reduzierung von Zucker, Weissmehl und stark verarbeiteten Lebensmitteln eine gute Idee, was jedoch keinen völligen Verzicht auf Kohlehydrate bedeuten muss. Gemüse, heimische Obstsorten, Salate und Vollkornprodukte sind für viele Menschen kein Problem.

Wer jedoch Insulinresistenz sein eigen nennt, vielleicht sogar manifesten Diabetes mellitus Typ II hat, der sollte sehr vorsichtig mit allen Kohlehydraten sein. Solche Menschen testen am besten für jedes Lebensmittel, wie sie mit dem Blutzuckerspiegel reagieren nach Verzehr; danach können sie individuelle das essen, was der Körper gut verträgt.

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BeitragVerfasst: 24.10.16, 18:56 
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Beiträge: 14
Eher auf Kohlenhydrate, die langkettig sind.
Es gab vor kurzem auch wieder einen Bericht über Studienergebnisse, die nahelegen, dass eine stark Ketogene Ernährung sogar lebensgefährlich sein kann. Hab den Link gerade nicht zur Hand, bitte Googlen.
Auf jeden Fall sind wir eher dafür ausgelegt, unsere Energie aus Kohlenhydratketten zu gewinnen. Hab selbst mal Low Carb ausprobiert, aber eine Kohlenhydratreiche Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten und wenig, gesundem Fett tut mir deutlich besser.


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BeitragVerfasst: 24.10.16, 22:17 
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DMF-Moderator

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terrencehill hat geschrieben:
Auf jeden Fall sind wir eher dafür ausgelegt, unsere Energie aus Kohlenhydratketten zu gewinnen.

Nein, siehe oben. Menschen können gut ohne KH leben.

Ketogene Diät wie in very low carb diet ist übrigens für die meisten Menschen auch nicht gefährlich. Bitte ernährungsbedingte Ketose nicht mit Ketoazidose verwechseln, letztere ist gefährlich, aber etwas völlig anderes.

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BeitragVerfasst: 04.11.16, 13:15 
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Beiträge: 10
Hallo!

Eine Bekannte von mir isst keine Kohlenhydrate in Form von Zucker, Weizenprodukten, Nudeln, Vollkornprodukten etc und dafür sehr viel Gemüse sowie Lebensmittel, die reich an Omega3 und Omega6-Fettsäuren sind, vor allem Fisch wie Makrele, Lachs und Hering. Sie sagt, durch die Ketose sei ihre Migräne quasi verschwunden, was für mich aus medizinischer Sicht nicht ganz nachvollziehbar ist.

Lässt sich das irgendwie wissenschaftlich erklären? Also abgesehen davon, dass es gesünder ist, auf industriell gefertigte Lebensmittel zu verzichten?

Viele Grüße,
Marco


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BeitragVerfasst: 04.11.16, 15:13 
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MarcusS hat geschrieben:
Sie sagt, durch die Ketose sei ihre Migräne quasi verschwunden, was für mich aus medizinischer Sicht nicht ganz nachvollziehbar ist.

Lässt sich das irgendwie wissenschaftlich erklären?

Mir ist keine Studie bekannt, die derartige Wirkungen von low Carb oder ketogener Ernährung nachweist. Allerdings ist die Forschung in diese Richtung noch recht jung, immerhin war jeder Hinweis, daß unsere empfohlene Ernährung vielleicht doch nicht so empfehlenswert sein könnte, bis vor kurzem als gesundheitsgefährdende Ketzerei verschrien.

Okay, in weiten Kreisen gilt das immer noch als Ketzerei. :twisted:

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BeitragVerfasst: 08.11.16, 16:31 
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Ok, danke für die Auskunft. Dann ist da also keine neue Heilungsmethode an mir vorbeigegangen. Habe sie nochmal gefragt und sie meinte ihr Heilpraktiker hätte ihr das Buch "Die Grissini-Falle" empfohlen. Dort wird eine 21 Tage Diät/"Kur" angepriesen, die den Betroffenen angeblich helfen soll (in meinen Augen ist das schon grenzwertig bzw. sehr radikal):

https://www.amazon.de/Die-Grissini-Fall ... 3981628993

Muss ich mir Sorgen machen, dass sie ihren Körper dadurch eigentlich nur noch mehr belastet oder ist das nur für Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich?


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BeitragVerfasst: 27.12.16, 16:12 
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Beiträge: 15
Also eine alte Dozentin von mir (ich habe ursprünglich Gesundheits- und Krankenpflege gelernt) meinte immer, dass eine ganz typische "Drei-Komponenten-Nahrung" also Gemüse, Fleisch und eine Kohlenhydratbeilage optimal wäre. Ich denke allerdings, dass diese Sichtweise heute ein wenig korrigiert werden sollte

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Zwei Dinge sind unendlich: das All und die menschliche Dummheit. Beim All bin ich mir noch nicht ganz sicher.« (Albert Einstein)


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BeitragVerfasst: 03.02.17, 10:49 
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Beiträge: 8
In Ernährungsfragen gibt es meiner Meinung nach nicht die eine richtige Antwort wie man sich ernähren sollte. Die Ernährung muss immer auf den jeweiligen Patienten / die jeweilige Person abgestimmt werden. Dabei sind evtl. Krankheitsbild, der persönliche Charakter und die bisherigen Essgewohnheiten zu beachten.

Ich für meinen Teil habe selbst seit einiger Zeit auf LowCarb umgestellt und fühle mich sehr wohl dabei. Ich war jedoch noch nie so der Beilagen-Typ (also die Sachen, die oft die meisten Kohlenhydrate enthalten).


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BeitragVerfasst: 27.02.17, 18:17 
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Beiträge: 3
Nounkilthe hat geschrieben:
Also eine alte Dozentin von mir (ich habe ursprünglich Gesundheits- und Krankenpflege gelernt) meinte immer, dass eine ganz typische "Drei-Komponenten-Nahrung" also Gemüse, Fleisch und eine Kohlenhydratbeilage optimal wäre. Ich denke allerdings, dass diese Sichtweise heute ein wenig korrigiert werden sollte


Ehrlich gesagt kommt das ziemlich gut hin. So sollten die meisten Mahlzeiten ausgerichtet sein. Über die Kohlenhydrate würde vielleicht eine Klammer machen aber so hat man praktisch alles abgedeckt

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BeitragVerfasst: 19.03.17, 13:42 
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Brigitte Goretzky hat geschrieben:
abelina hat geschrieben:
Der menschliche Körper ist auf Kohlehydrate aus der Nahrung nicht angewiesen, er kann (wenn man ihn lässt) seine eigenen herstellen und ansonsten gut mit Ketonkörpern umgehen.
Kohlehydrate kommen gerade in der heutigen allerdings in der heutigen Ernährung in großen Mengen und stark verarbeitet vor. Neuere Studien weisen darauf hin, daß gerade die stark verarbeiteten Kohlehydrat, einfache Zucker und schnell verstoffwechselte Stärken vielen Menschen nicht gut bekommen.

Letztlich muss jeder selbst sehen, womit er gut klar kommt. Für viele Menschen ist eine Reduzierung von Zucker, Weissmehl und stark verarbeiteten Lebensmitteln eine gute Idee, was jedoch keinen völligen Verzicht auf Kohlehydrate bedeuten muss. Gemüse, heimische Obstsorten, Salate und Vollkornprodukte sind für viele Menschen kein Problem.

Wer jedoch Insulinresistenz sein eigen nennt, vielleicht sogar manifesten Diabetes mellitus Typ II hat, der sollte sehr vorsichtig mit allen Kohlehydraten sein. Solche Menschen testen am besten für jedes Lebensmittel, wie sie mit dem Blutzuckerspiegel reagieren nach Verzehr; danach können sie individuelle das essen, was der Körper gut verträgt.


Frau Brigitte. Ihre Antworten gefallen mir sehr. Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu sagen.

Jedoch habe ich festgestellt, dass es sehr schwer ist, sich ohne Kohlenhydrate zu ernähren, wenn man viel unterwegs ist. Ein gewisser logistischer Aufwand ist schon erforderlich.


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BeitragVerfasst: 23.03.17, 11:11 
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Hallo zusammen,


bin seit heute ein Mitglied von diesem Forum. Suche nach einer guten Lösung wie ich meine Ernährung gesund umstellen kann, bzw. endlich ohne diese ganzen Kohlenhydrate auszukommen.
Es ist wirklich schwer heutzutage einen richtigen Weg zu finden :/.
Möchte auch die überflüssigen Kilos wegbekommen, insgesamt 9 kg müssen runter.
Mit der Low-Carb Diät hatte ich es einen Monat versucht, es war so was von schwer für mich, es ist wirklich eine strenge Diät.
Es liegt auch an meiner Lebensart, ich muss da wirklich einiges umstellen, da ich mir nie die richtige Zeit nehme um etwas gesundes zu kochen :(. Mit Sport habe ich jetzt auch angefangen, knapp ein Monat ist jetzt um, aber ich muss auch definitiv zu einer Diät greifen um all dem einen Schub zu geben.

Habe mir überlegt vielleicht mit der Atkins Diät anzufangen. Also mit einer kohlenhydratarmen, aber dennoch nicht kohlenhydratfreien und fettreichen Diät.
Habt ihr vielleicht einen besseren Vorschlag für mich oder Erfahrung mit der Atkins?

Danke euch, jeder Ratschlag ist wirklich hilfsam.
LG,
Daniela


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BeitragVerfasst: 23.03.17, 18:27 
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Beiträge: 3183
Wohnort: Friesland
Es gibt mittlerweile haufenweise Webseiten und Bücher zur low carb-Ernährung. Für jemanden, der kochen kann, sollte es eh kein Problem darstellen, die leicht verdaulichen KH (Zucker und Stärke) aus dem Essen weitgehend herauszulassen und stattdessen mehr Gemüse einzubauen.

Für alle anderen gibt es Infos und Rezepte u.a. hier:
http://www.lowcarbkitchen.org/
http://www.lchf-deutschland.de/
http://2ketodudes.com/
http://lchf.de/
http://realmealrevolution.com/
http://www.artandscienceoflowcarb.com/
Mein Favorit:
https://www.dietdoctor.com/

Nicht zu vergessen ist die Paleobewegung, deren Rezepte auch meist KH-arm sind, weil die Getreide, Zucker etc weitgehend ablehnen:
http://thenourishedcaveman.com/

Alle diese Seiten haben Links zu weiteren Seiten zum Thema, und alle brauchbaren Kochseiten haben mittlerweile lchf-Sektionen.

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BeitragVerfasst: 28.03.17, 15:17 
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Beiträge: 2
Brigitte Goretzky hat geschrieben:
Es gibt mittlerweile haufenweise Webseiten und Bücher zur low carb-Ernährung. Für jemanden, der kochen kann, sollte es eh kein Problem darstellen, die leicht verdaulichen KH (Zucker und Stärke) aus dem Essen weitgehend herauszulassen und stattdessen mehr Gemüse einzubauen.

Für alle anderen gibt es Infos und Rezepte u.a. hier:
http://www.lowcarbkitchen.org/
http://www.lchf-deutschland.de/
http://2ketodudes.com/
http://lchf.de/
http://realmealrevolution.com/
http://www.artandscienceoflowcarb.com/
Mein Favorit:
https://www.dietdoctor.com/

Nicht zu vergessen ist die Paleobewegung, deren Rezepte auch meist KH-arm sind, weil die Getreide, Zucker etc weitgehend ablehnen:
http://thenourishedcaveman.com/

Alle diese Seiten haben Links zu weiteren Seiten zum Thema, und alle brauchbaren Kochseiten haben mittlerweile lchf-Sektionen.


Wow Brigite, danke für all diese Links. Ich schaue mir das gleich mal an. Erstelle mir dann einen eigenen Low-Carb Diätplan.

Du hast es auch selber mit der Diät versucht oder?


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