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BeitragVerfasst: 23.12.09, 10:10 
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Moin Sir Henry,

wann ist man nüchtern? - Die Medizin nennt da alles von 8-12 Stunden nach dem letzten Essen. Dass sich z.B. der BZ auch noch mit der Tageszeit ändert, ist zwar bekannt, aber wird meines Wissens absolut nicht berücksichtigt. So ist der Nüchternwert immer der Wert zu der Zeit, zu der der diagnostizierende Mensch misst. - Übrigens, wenn man zu Zeiten, zu denen eh zu wenig Insulin in Umlauf ist, noch Bewegung addiert, pflegt der BZ zu steigen, eben auch der NüchternBZ. - Über den medizinisch hohen Wert dieser Messung steht mir als Nichtmediziner eigentlich kein Urteil zu.

Persönlich orientiere ich mich nicht am Nüchternwert, sondern an dem 1 Stunde nach jedem Futter-Input. Da will ich nach Möglichkeit nicht über die Gesundgrenze von 140mg/dl kommen. Und nach spätestens 3 Stunden will ich wieder unter 100mg/dl messen. Und ich hab an mir selbst erlebt, was ich anderen erst nicht glauben wollte, nämlich wie mein Morgenwert immer weniger zu weit ansteigen wollte, je zuverlässiger ich den flachen & niedrigen BZ-Verlauf über Tag nach den Mahlzeiten hinkriegte.

Entgegen der häufig gehört- und gelesenen Aussage, dass der 1c sich nach dem Nüchtern-BZ richte, hat sich meiner übrigens von da an, wo mir spätestens 3 Stunden nach jeder Mahlzeit die unter 100 gelungen sind, nicht mehr von den um 5 weg bewegt. Die hatte ich also zu Anfang mit nüchtern 160 ebenso wie heute mit nüchtern meistens so um 90.

Bisdann, Jürgen

@Markus
IMMER wenn die viel beschworenen Gegenspieler vom Insulin einen BZ-Anstieg bewirken, ist zu wenig Insulin in Umlauf! Der Anstieg liegt also nie am Adrenalin oder am Cortison oder..., sondern immer am fehlenden Insulin.


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BeitragVerfasst: 23.12.09, 10:16 
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Hallo Markus,

eine Diagnose bestätigt sich bisweilen von selbst, wenn die Therapie erfolgreich ist.

Die Typisierung einschließlich aller Untergruppen eines Diabetes wird mitunter auch zur rein akademischen Angelegenheit, wenn offensichtlich die Therapie stimmt. Und die könnte wie zum LADA genau so gut zu einem multifaktoriellen Geschehen eines Typ2 Diabetes mit relativem Insulinmangel passen.

Also:
Nur weiter so und allzeit gute Werte!

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 23.12.09, 12:40 
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Sir Henry hat geschrieben:
15mg Pioglitazon (als Hydrochlorid) und 850mg Metforminhydrochlorid. Und dazu, wie vorher auch, Glibenglamid. Also morgens neues Medikament + Glibenglamid, mittags metformin 600, abends wieder neues Medikament + Glibenglamid.

Wurden eigentlich mal Überlegungen von deinem diadoc angestelllt, an Stelle von 3 verschiedenen, konventionellen, oralen Wirkstoffen eine neue Therapie mit Inkretinmimetika bzw. Inkretinverstärkern einzusetzen?
Diese neuen Antidiabetika haben bei bestimmten Typ2-Diabetikern nicht zu vernachlässigende Vorteile gegenüber bisherigen Kombinationen. Oft werden auch bessere Ergebnisse in der Stoffwechselführung erzielt und die Gewichtsabnahme wird erleichtert.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 23.12.09, 14:42 
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Hans Reuter hat geschrieben:
Sir Henry hat geschrieben:
15mg Pioglitazon (als Hydrochlorid) und 850mg Metforminhydrochlorid. Und dazu, wie vorher auch, Glibenglamid. Also morgens neues Medikament + Glibenglamid, mittags metformin 600, abends wieder neues Medikament + Glibenglamid.

Wurden eigentlich mal Überlegungen von deinem diadoc angestelllt, an Stelle von 3 verschiedenen, konventionellen, oralen Wirkstoffen eine neue Therapie mit Inkretinmimetika bzw. Inkretinverstärkern einzusetzen?
Diese neuen Antidiabetika haben bei bestimmten Typ2-Diabetikern nicht zu vernachlässigende Vorteile gegenüber bisherigen Kombinationen. Oft werden auch bessere Ergebnisse in der Stoffwechselführung erzielt und die Gewichtsabnahme wird erleichtert.

Ich war heute wieder beim Diabetologen. Wie Untersuchungen ergeben haben, muss bei mir erst mal der Blutdruck neu eingestellt werden. Die Werte liegen etwas ausserhalb der normalen Werte. Weiterhin hat er mir gesagt, bei meinem leichten Übergewicht, bei 186 derzeit ca. 93, ich solle mal so um die 3-5 Kilo abnehmen. Dann könnte ich wahrscheinlich das Glibenglamid absetzen.
Das
Code:
15mg Pioglitazon (als Hydrochlorid) und 850mg Metforminhydrochlorid
ist in einem Medikament, das sind nur die Bestandteile.
Zusätzlich muss ich momentan noch ein Nierenmedikament einnehmen. Die Niere ist nicht kaputt, sondern reparabel angegriffen, was ohne Probleme "repariert" werden kann.

_________________
Gruß,
Sir Henry


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BeitragVerfasst: 24.12.09, 12:00 
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Hi Sir,

ja, ein normaler Blutdruck, möglichst in den Grenzen von 120/80 mm HG, ist für Diabetiker
mindestens genau so wichtig wie ein normnaher Blutglukoseverlauf.

Metformin ist der Wirkstoff der Wahl für Typ2-Diabetiker wegen seiner vielfältigen Wirkungen einschließlich der Hilfe beim oft gewünschten und notwendigen Abnehmen.
Pioglitazon greift die Stoffwechselstörung des Typ2-Diabetes an einer wichtigen Stelle an. Der Wirkstoff verbessert nämlich die Insulinempfindlichkeit der periphären Fett- und Muskelzellen. Glibenclamid stimuliert die B-Zellen, Insulin glukoseunabhängig abzugeben, fördert dabei die Abgabe von intaktem Proinsulin, das leider zu Adipositas und Arteriosklerose beiträgt. Die von mir o.a. neuen Antidiabetika helfen jedoch beim Abnehmen oder sind zumindest gewichtsneutral und verbessern die Funktion der
B-Zellen. Sie normalisieren das Verhältnis von Insulin/Proinsulin.
Aber, die Entscheidung, welches Antidiabetikum zum betreffenden Zeitpunkt für Patient xy geeignet und optimal ist, kann nur der behandelnde Arzt im Einvernehmen mit dem Patienten treffen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 25.12.09, 18:11 
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Hatte heute morgen noch eine Erledingung zu tätigen und habe um 5 Uhr gefrühstückt. 1 BE vk Brot mit Wurst und Käse. Um 7 uhr 2 äpfel und um 8 uhr war ich bei BZ 64. OHNE Insulin....


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BeitragVerfasst: 27.12.09, 09:25 
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Suuuuper! :)

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Honeymoon
BeitragVerfasst: 06.02.11, 13:26 
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Interessierter

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Beiträge: 11
Guten Tag alle miteinander,

wollte nur mal so nach einem Jahr einen kleinen Erfahrungsbericht abgeben. Mein BZ ist auf dem Stand eines normalen Menschen 1c liegt bei ca 5,6. Mein Gewicht habe ich bis auf 95 KG reduziert und ich benötige seit damals keinerlei Insulin. Nach jeder BE Aufnahme versuche ich mich etwas zu bewegen. 1 h nach Essen BZ ca. 100 nach 2 h ca. 60-70. manchmal habe ich sogar Unterzucker. Niedrigster Wert war 48.

Ich kann jedem raten, seine Ernährungs- und Bewegungsabläufe strikt zu überdenken. Bei mir jedenfalls ist der DM weg und zwar seit über einem Jahr und würde man den Diabetikern nicht schon im KKH sagen, dass alles ok ist und man alles genau so weiteressen kann, würden sich vielleicht viele Diagnosen in Luft auslösen.

ich wurde viel belacht und aus einigen Foren rausgeworfen... der einzige der nicht gelacht hat, war mein Diabetologe. Der sagte mir, ich solle ein Buch schreiben... Aber nichts davon zur Insulinindustrie.... könnte ärger geben...

MEIN Fall hat sich somit erledigt, obwohl ich jeden Tag noch messe und alles dokumentiere.....

jeder der weiteres Interesse hat, kann sich gerne melden: markus.nerger@web.de.
Am Anfang versteht man nur Bahnhof und nun ist man geistig weiter als der eigne Diabetologe.

Gruß markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Honeymoon
BeitragVerfasst: 06.02.11, 19:03 
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Moin Markus,

Respekt!

Super, wie Du's durchgezogen und wie Du dich dann eingerichtet hast. Ich sehe ne Parallele zu meinem Drucker Frank, der allerdings trotz Haut & Knochen (war noch nie viel mehr) nicht mehr weniger als 1c 6,2 schafft. Aber mit nüchtern um 90-100 und 1h nach dem Essen unter 140 immer noch besser, als jede normale ärztliche Einstellung. Als ich ihm vor jetzt etwa 2 Jahren zu seiner Diagnose vom normalen Therapie-Ablauf erzählte, mit KH-betont fettarmer Ernährung und über mehrere Quartale mit diversen Tabletten ausprobieren, bis aus seinem 1c 10und schließlich diabetologisch gute 7 geworden wären, und die dann mit immer mehr Tabletten pflegen, bis die dann ausgewirkt hätten und zum Insulin gegriffen werden müsste, war seine Reaktion: Das hört sich ja an wie Diabetes züchten.

Und ich will gerne ergänzen, nicht nur Züchten von Diabetes, sondern vor allem auch Züchten von Folgekrankheiten. Wozu übrigens auch die Multifaktoren zählen, die aus dem sogenannten Lifestyle Diabetes Typ2 eine multifaktorielle Erkrankung machen, mit Adipositas, Blutdruck- und Blutfett-Störung. Denn schon diese Störungen gäbe es mit einem gesunden BZ mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Sie sind vielmehr der Zucht-Erfolg, der durch das Festmachen des Diabetes an völlig ungesund hohen BZ-Grenzwerten bis zu deren Überschreiten(=Manifestation des Diabetes) erreicht wird. Denn bis zum Erreichen dieser Grenzwerte sind schon wenigstens 50% der Beta-Zellen futsch, die bei einem Nichtdiabetiker gleichen Alters und Geschlechts mit gleichem BMI und gleicher Insulinresistenz (die weitaus meisten Menschen mit IR haben keinen DM und werden auch nie einen kriegen!) für einen absolut gesunden BZ-Verlauf sorgen, auch wenn so ein Mensch einen ganzen Eimer Cola trinkt.

Auch Du hast wenigstens in der Größenordnung weniger Betas als ein wirklicher Nichtdabetiker, und nach bisheriger Kenntnis gibt es auch bei Nicht-Typ1 wenig Grund zur Hoffnung darauf, dass sich die Anzahl dieser Zellen durch irgend ein Wohlverhalten noch einmal wesentlich erhöhen könnte - obwohl das bis zum ausstehenden Gegenbeweis nicht ausgeschlossen werden kann. Dein Verhalten hat also nichts in dem Sinne geheilt, dass da ein Funktionsumfang in vollem Maße wieder hergestellt worden wäre. Aber Du hast Dein Leben dem verringerten Funktionsumfang Deines Organismus so angepasst, dass Dein BZ die allermeisten von 24/7/365 Stunden zuverlässig im völlig gesunden Rahmen verläuft und keine Betas mehr vergiftet und keine Folgekrankheiten mehr generiert. Und Du schaffst das sogar ohne Medis. Und Du hast völlig recht: Alle Prädiabetiker könnten das in gleicher Weise und sogar noch mit sehr viel weniger Modifikation als Du. Und die meisten Diabetiker könnten das zeitnah zu ihrer Diagnose, so wie Du. Und in beiden Fällen wäre dafür keine aufwändige Therapie notwendig, sondern lediglich etwas Anleitung dazu, wie man dieses Rezept gezielt mit dem zeitlich optimierten Einsatz von Bewegung erweitert.
Allerdings hat sich an der fachologischen Nachrangigkeit des gesunden BZ seit dieser meines Wissens ersten Veröffentlichung von guten Erfahrungen damit bis heute nichts wesentliches geändert :-(

Trotzdem wird Dein tolles Beispiel bestimmt einige Leser dazu anstiften, ihren eigenen BZ in Zukunft auch gesund zu steuern :-)

Bisdann, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Honeymoon
BeitragVerfasst: 07.02.11, 10:03 
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Hallo Markus,

Gratulation!
Mein Statement mit der "mutigen" Diagnose scheint sich nachhaltig zu bestätigen.
Also warten wir auf die Runde "Selters". :lol:

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Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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