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 Betreff des Beitrags: Honeymoon
BeitragVerfasst: 20.12.09, 10:02 
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Also Ende September 2009 die Diagnose: DM Typ 1 LADA (dachte immer das wäre eine Automarke)
HbA1c von 12,9%
Glucose Venös 530 mg/dl.
Einstellung mit Actrapid und Protaphane gesamt Anfangs 65 IE / Tag.
Das Insulin wurde eigenlich täglich weniger, so lange ich meine Broteinheiten einhielt und natürlich die anderen Prämissen wie viel Bewegung. keine Lightprodukte, keine Süßigkeiten, keine Kalorienbomben. Gemüse, Salat, fettarmes Fleisch, Fisch. Zum trinken gibts nur Leitungswasser.
ich habe das Essen dem Spritzen angepasst, nicht umgekehrt. Die BE werden über VK Brot, JOGHURT, Vollkornnudeln und Obst abgedeckt. Keine Eskapaden, Ausrutscher.
Jedes Lebensmittel wurde von mir bezüglich des glykämischen INDEXES getestet (also keine Trauben und Bananen für mich).
Gewichtsabnahme von ca. 15 KG.
(jetzt 98 kg bei 1,95 m Größe) Tendenz fallend :-)
HbA 1c von heute 6,7%.
Keine Spitzen und kein Über- oder Unterzucker (guter HbA 1c heißt ja nicht gesunder BZ Verlauf).
Seit einigen Tagen nehme ich kein Insulin mehr sondern steuere die Sache über Essen und Bewegung. BZ ca. bei 110. Die Fausformel 140/120 100 halte ich locker ein.
ob jetzt Remissionsphase oder nicht oder ob ich in 2 Monaten dann dumm aus der Wäsche schaue...



Dieses Ergebnis kam zustande, aufgrund von absoluter Essensumstellung, agressiver anfänglicher INSULINGABE und BEWEGUNG (kein Hochleistungssport).

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?


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BeitragVerfasst: 20.12.09, 11:21 
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Beiträge: 603
Moin Markus,

die Autosorte Lada hieß ja in ihrer Heimat Schiguli und war für hier nur deswegen umbenannt worden, weil der heimatliche Name hier zu sehr mit schrägen Vögeln hätte in Verbindung gebracht werden können.
Die Diabetes-Sorte heißt LADA, weil Medizinsprech von der gelehrten Chiffrierung von einfachen Beschreibungen lebt ;-)

Ich glaube, dass von 100 LADAs nicht 1 ähnliche Erfahrungen wie Deine gemacht hat. Denn fachoffiziell ist LADA Typ1, und Typ1 muss Insulin spritzen, und wenn er dafür zusätzliche KHs isst. Denn Typ1 muss sich ja mit seinem Essen in keiner Weise einschränken.
Die Idee, dass man nach der Insulinwirkung essen könnte, nicht zuletzt, weil die schnellsten BZ-Änderungen mit Essen bewerkstelligt werden können und nicht mit Medis, gilt in jeder Therapie als vorgestrig und für jede Lebensqualität abträglich. Und fachoffiziell kann man nun mal überhaupt nicht abnehmen, indem man ausgerechnet auf die schlankmachenden KHs verzichtet.

Das heißt, jede normale ärtzliche und fachärztliche Einstellung macht Erfahrungen wie Deine unmöglich. Und es gibt nun mal wenige Anfänger, die ohne alle Vorkenntnisse ärztliche Vorgaben nicht zu befolgen wagen, vor allem mit sowas wichtigem und gefährlichem wie Insulin.

Weiter Daumendrück, Jürgen


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BeitragVerfasst: 20.12.09, 11:39 
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Registriert: 20.12.09, 09:51
Beiträge: 11
Moin Jürgen...

nun deine Meinung kenne ich ja und ich schätze sie. Ich bin voll berufstätig. Leitender Angestellter verheiratet und habe 2 Kinder. Ausserdem so ca. 10 Hunde...
Wenn ich das Essen auf mein leben einstellen kann, kann das jeder.
Wie gesagt, soll ein Denkanstoß sein und den einen oder anderen wachrütteln...

Grüßle markus


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BeitragVerfasst: 21.12.09, 17:59 
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Beiträge: 964
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Hallo Markus,

denke, die noch nicht allzu lange zurückliegende Diagnose LADA ist korrekt, obwohl du nichts schreibst über festgestellte Antikörper oder dein Lebensalter.

Die Remissionsphase stellt sich bei dieser Sonderform des Typ1 Diabetes oft schon rasch nach der Erstbehandlung mit Insulin ein. Die Eigensekretion kann so noch sehr lange zum Nutzen des Patienten erhalten bleiben. Sie ist ein vorzüglicher Puffer gegen akute Entgleisungen nach unten und nach oben.
Wie lange Honeymoon nun anhält ohne externes Insulin, kann niemand sagen.
Experten sagen mitunter, auch bei sehr geringem Tagesbedarf, kleine Mengen spritzen.

Zitat:
Das Insulin wurde eigenlich täglich weniger, so lange ich meine Broteinheiten einhielt und natürlich die anderen Prämissen wie viel Bewegung. keine Lightprodukte, keine Süßigkeiten, keine Kalorienbomben.

Besser kann eine Ernährungsoption für einen Diabetiker nicht sein, wenn er so ein normales Körpergewicht bei ausreichender Bewegung hält, ohne große Blutglukoseschwankungen oder Mangelernährung zu generieren.

Zitat:
ich habe das Essen dem Spritzen angepasst, nicht umgekehrt

Diabetiker hat in der Regel eine bessere Lebensqualität, wenn es ihm gelingt, Insulinregime nach den Essenswünschen zu einem euglykämischen Stoffwechselverlauf zu führen. Festgelegten Insulinmengen mit dem Essen hinterher zu jagen, ist nicht das „Gelbe vom Ei“.

PS
Bin auch Hundliebhaber, aber auf 10 habe ich es noch nicht gebracht. :lol:

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 21.12.09, 21:09 
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Beiträge: 11
Hallo

keine Antikörper und Alter ist 38 Jahre.

also ich komme perfekt zurecht mit der BE Zählerei. Es gibt einfach nicht mehr. Und gut ist. Heute hatte ich einen normalen BZ Verlauf eines Nicht-Diabetikers. kein Wert über 100 auch nicht nach dem Essen.

ich denke einfach (nicht wissenschaftlich belegt) dass durch eine eingeschränkte KH zufuhr auch die BSD mehr angeregt wird. Wenn dann noch insulin weggelassen, weil die Werte stimmen, sollten die Zellen sich doch mehr anstrengen, als wenn sie schön brav Ihr Insulin kriegen.
Wie bereits gesagt, ich bin nach jeder mahlzeit mal so 1/2 h an der frischen Luft mit den Hundis und das macht mit Sicherheit auch was aus.

Jeder kann es probieren und ich war wirklich eine Freß- und Saufmaschine....
In diesem Sinne wird das Weihnachtsessen auch für mich "gesund" ausfallen...
Danke ihr Guten...


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BeitragVerfasst: 22.12.09, 12:26 
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Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Also,

wie du schreibst, warst du wirklich eine Fress- und Saufmaschine. :lol: :lol: :lol:

Keine Antikörper – zu Beginn eines LADA in über 80 % der Fälle nachweisbar - nährt nun den Verdacht, dass es sich bei dir nicht um eine Autoimmunerkrankung mit Remissionsphase handelt, sondern um einen überwundenen klassischen Lifestyldiabetes. Nach Entlastung der arg strapazierten B-Zellen durch externes Insulin, Änderung der Lebensweise – Ernährung und Bewegung- stellten sich erfreulicherweise wieder normnahe Blutzuckerwerte ein.
Im Grunde genommen, eine diätetische Kompensation des Diabetes nach großer Anschubwirkung durch externes Insulin.

Ferndiagnosen oder Prognosen sind zwar nicht sehr seriös, aber ich vermute mal ganz kühn, die vermeintliche Remissionsphase eines Typ1-Diabetes wird bei deiner neuen Lebensführung noch sehr lange anhalten.
Diabetes mellitus – honigsüßer Durchfluss- wird sich noch ganz lange aufhalten, wenn nicht sogar für immer verhindern lassen, zumindest solange der „Geist willig ist und das Fleisch nicht schwach“ wird.

Leider ist diese Art von „Quasiheilung“ nicht der Regelfall im Alltag der großen Anzahl vollkommen unterschiedlicher Diabetikerkarrieren.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 22.12.09, 12:39 
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Hallo Hans,

sollte sich das bestätigen, schmeiße ich ne Runde Selters. Mein Kopf will deine Version nicht glauben und alles spricht dagegen. Angeblich. Ich habe dies gleich zu Anfang meiner Frau gesagt und nun Ja.... Man wird sehen. danke für deine mutige Meinung...
Ach ja, ich wog am Anfang noch knapp 120 KG bei 1,95 m Größe.... auch nicht Typ 1 typisch...


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BeitragVerfasst: 22.12.09, 12:47 
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ich wußte so wie so nicht, warum die mich als Typ 1 einstuften.... war mir aber recht, weil ich so die Sache in Griff kriegte und auch die Hilfsmittel bezahlt bekomme...
Kein Diabetes Typ 1 in der Familie - auch noch so eine Sache...


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BeitragVerfasst: 22.12.09, 12:53 
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Fand das noch zu diesem Thema:

Lifestyldiabetes:

http://www.diabetesstiftung.org/diabete ... gramm.html


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BeitragVerfasst: 22.12.09, 15:57 
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60-Tage-Programm, Info zum 2. Tag:
"Aus dieser Zeit stammt auch noch eine Besonderheit unseres Blutzuckers: Je später Sie den morgens nüchtern messen, desto höher ist er.
Das hängt damit zusammen, dass der Körper neben Wachstumshormonen auch Kohlehydrate bereitstellt, damit sofort Brennstoff da ist, falls sich hungrige Wölfe auf der morgendlichen Suche nach Nahrung in die Höhle des Menschen verirren."

Das ist absoluter Schwachsinn. Bei keinem gesunden Menschen steigt der BZ im Verlaufe des Morgens nennenswert an, weil JEDER Mehrausgabe von Glukose SOFORT die entsprechende Mehrausgabe an Insulin folgt. Jeder nennenswerte morgentliche Nüchtern-Anstieg ist ein Hinweis auf einen Typ2-Defekt des basalen Regelkreises.

Völlig idiotisch ist, vom BZ auf den Versorgungsstand des Organismus mit Glukose schließen zu wollen. Denn pro Liter Blut-Umlauf kann z.B. 0,1g Glukose verteilt und von der Leber ersetzt werden, ohne dass der BZ sich messbar verändert. In der Minute hat der Standarterwachsene in Ruhe 5 Liter Umlauf entsprechend 0,5g verteilte Glukose, in der Stunde schon 30g. Bei Bedarf kann sich die Schlagzahl verdoppeln und auch das Volumen pro Schlag, die Umlaufmenge in der Zeit also vervierfachen auf 2g/Minute oder 120g pro Stunde - und alles ohne jede messbare Veränderung des BZ!


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BeitragVerfasst: 22.12.09, 22:23 
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hjt hat geschrieben:
60-Tage-Programm, Info zum 2. Tag:
"Aus dieser Zeit stammt auch noch eine Besonderheit unseres Blutzuckers: Je später Sie den morgens nüchtern messen, desto höher ist er.
Das hängt damit zusammen, dass der Körper neben Wachstumshormonen auch Kohlehydrate bereitstellt, damit sofort Brennstoff da ist, falls sich hungrige Wölfe auf der morgendlichen Suche nach Nahrung in die Höhle des Menschen verirren."

Das ist absoluter Schwachsinn. Bei keinem gesunden Menschen steigt der BZ im Verlaufe des Morgens nennenswert an, weil JEDER Mehrausgabe von Glukose SOFORT die entsprechende Mehrausgabe an Insulin folgt. Jeder nennenswerte morgentliche Nüchtern-Anstieg ist ein Hinweis auf einen Typ2-Defekt des basalen Regelkreises.

Völlig idiotisch ist, vom BZ auf den Versorgungsstand des Organismus mit Glukose schließen zu wollen. Denn pro Liter Blut-Umlauf kann z.B. 0,1g Glukose verteilt und von der Leber ersetzt werden, ohne dass der BZ sich messbar verändert. In der Minute hat der Standarterwachsene in Ruhe 5 Liter Umlauf entsprechend 0,5g verteilte Glukose, in der Stunde schon 30g. Bei Bedarf kann sich die Schlagzahl verdoppeln und auch das Volumen pro Schlag, die Umlaufmenge in der Zeit also vervierfachen auf 2g/Minute oder 120g pro Stunde - und alles ohne jede messbare Veränderung des BZ!

Das ist das, was ich nicht verstehe:
Ich messe bei mir, nüchtern, morgens, bevor ich zum Arzt fahre, den BZ und komme bei meiner Messung auf 102. Gebe ich ca. 1 Stunde, maximal, danach beim Arzt meine Blutprobe für die Messung des 1c ab, erfahre ich nach der Bekanntgabe des Ergebnisses, daß ich angeblich an dem Morgen einen Nüchtern-BZ Wert von ca. 160-170 gehabt habe.
Dh. innerhalb 1 Stunde würde das durchaus möglich sein, wurde mir mitgeteilt und ich solle mir keine Gedanken machen.
Die Meßgenauigkeit meines Meßgeräts wurde mehrfach getestet, es ist vollkommen in Ordnung.
Mein bzgl. Diabetes derzeitiger Spezialist hat mir gesagt, er lege weniger auf den 1c wert, sondern beobachtet und bewertet das, was in den persönlichen Messungen zu Tage kommt.
Ich komme mir wirklich langsam etwas vereimert vor, einer predigt von dem, ein anderer wieder vom anderen. Wobei ich meinem Spezialisten durchaus vertraue.
Ich versuche, die Medikamente so regelmässig wie möglich zu nehmen. Hier wird nach Aufbrauchen vom Metformin 850 ein anderes Medikament verwendet werden: 15mg Pioglitazon (als Hydrochlorid) und 850mg Metforminhydrochlorid. Und dazu, wie vorher auch, Glibenglamid. Also morgens neues Medikament + Glibenglamid, mittags metformin 600, abends wieder neues Medikament + Glibenglamid.
Wenn ich das gut vertrage, werden wir dabei bleiben.
Notieren werde ich die Werte, wenn vom Arzt gewünscht in einem bestimmten Rhythmus, sonst messe ich nach Gutdünken.

_________________
Gruß,
Sir Henry


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BeitragVerfasst: 22.12.09, 23:52 
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Moin Sir Henry,

was verstehst Du nicht? Wenn der BZ morgens nüchtern ansteigt, schafft der Rest Deiner Beta-Zellen den Ausgleich nicht mehr. So einfach ist das.

Wer die Typ2 Diagnose-Schwellen überschreitet, hat gerade noch etwa 20% der Beta-Zellen eines vergleichbaren gesunden Menschen. Und dieser Rest soll nun dagegen anarbeiten, dass die Alpha-Zellen die Leber beständig zur Typ2-bedingten viel zu vielen Ausgabe von Glukose antreiben und dagegen, das gegen Morgen turnusmäßig die Hormone ausgeschüttet werden (z.B. Cortisol!), die den Insulinbedarf erhöhen? - Eigentlich doch ganz klar, dass das nicht reicht, oder?

Wer uns da noch einreden will, dass wir 2er damit eigentlich viel zu viel Insulin hätten, müsste unter logisch denkenden Menschen eigentlich keine Schnitte mehr kriegen, oder? Ok, natürlich nicht, wenn er habilitiert und meritiert ist ;-)

Mit besten Wünschen zum Fest und Jahreswechsel,
Jürgen


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BeitragVerfasst: 23.12.09, 05:51 
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Beiträge: 144
hjt hat geschrieben:
Moin Sir Henry,
was verstehst Du nicht? Wenn der BZ morgens nüchtern ansteigt, schafft der Rest Deiner Beta-Zellen den Ausgleich nicht mehr. So einfach ist das.
Gehen wir davon aus, daß mein Meßergebnis stimmt, so bedeutet das, daß innerhalb 1 Stunde der Meßwert von 102 auf ca. 165 steigt, dh. 63 Differenz. Ich habe aber schon öfters mal morgens den Nüchternwert gemessen und die Messung nach ca. 1 Stunde wiederholt. Da war der Unterschied so um die 20 Einheiten.
Was zum Teufel hat der Blutzuckerwert in der Zeit gemacht, als ich bei mir gemessen habe, danach mich gerichtet habe, mich ins Auto gesetzt habe, ca. 20 Minuten Autofahrt, Wartezeit beim Arzt? Macht das Richten, das Autofahren und die Wartezeit tatsächlich soviel aus?
Wenn ich genau messen möchte, wann muss ich mich nüchtern messen? Nach einer genauen Anzahl von Stunden, in denen ich keine Nahrung aufgenommen habe (wieviel)? Muß ich z.B. morgens um 6 Uhr messen, wenn ich tags zuvor gegen 22:00 Uhr die letzte Nahrung aufgenommen habe? Was ist, wenn ich verschlafe und erst gegen 7 oder 8 Uhr messe? Was sagt dann der Arzt, wenn er sieht, daß ich statt den normalen Werten von 110 nun plötzlich mit 160 und mehr aufwarte?

Die ganzen Differenzen sind erst seit diesem Jahr so gemessen worden. Zuvor waren die von mir gemessenen Werte und die vom 1c (Tageswert/Nüchternwert) nur geringfügig anders. Warum seit diesem Jahr anders?

Zitat:
Mit besten Wünschen zum Fest und Jahreswechsel, Jürgen

Wünsche ich auch, besten Dank.

_________________
Gruß,
Sir Henry


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BeitragVerfasst: 23.12.09, 09:42 
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ich würde mal auf dein Adrinalin tippen, das als Gegenspieler zum Insulin wirkt. Ein Arztbesuch ist immer Streß... Hat eigentlich mit BZ nichts zu tun.


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BeitragVerfasst: 23.12.09, 09:49 
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Ich war übrigens gestern noch beim Diabetologen, um meine Werte zu präsentieren. Der Arzt sagt, auf jeden Fall so weitermachen. Es ist sehr selten, dass der Insulinbedarf auf Null zurückgeht. Auf keinen Fall, Insulin von außen einbringen. Weiter "Diät" , weiter strikt Bewegung und messen. Er kennt Typ 1 lada, die Jahre ohne Insulin auskommen, wenn der KH Haushalt stimmt. Ich kann ihm bis jetzt nur zustimmen, da alles seine Vorschauen auch Wirklichkeit wurden.
Er sagte mir auch, jeder BZ Verlauf bei jedem patienten ist unterschiedlich und es gibt keine Allheilmittel und Wege, um das in den Griff zu kriegen. Jeder ist selbst veranwortlich und gerade für den Lada gäbe es keine Studien und selbst wenn da mal 100 ladas beobachtet werden, heißt das nicht, das das auf mich zutrifft. "Sie haben sich bis hierher geplagt (was nicht der Fall ist) und sie werden das auch weiter meistern"
Jou so wird es sein und ich werde nicht sterben, wenn die spritzen wieder von nöten sind....


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