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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Kleiner Zuckertest i.d. 19. Schwangerschaftswoche
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BeitragVerfasst: 25.02.09, 21:53 
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Guten Abend!

Über dieses Thema "streiten" sich nun schon Experten...

Bei mir (29 J./19.SSW/1.70m/66 kg) wurde, aufgrund eines hohen Zuckergehalts abends im Urin (hatte den Tag über aber auch Fruchtsäfte und Cola getrunken und Süßes genascht) ein kleiner Zuckertest (50g-oGTT) mit einem Handmessgerät einige Tage später durchgeführt.

Nüchtern: 88
nach 1 h: 147

So- laut mehrerer Quellen ist ein Wert über 140 zuviel und es muss ein 75g-oGTT erfolgen.
Nun sagte mein Gyn., dass erst ein Wert von 150 grenzwertig sei, da das Handmessgerät keine so exakten Werte abliefert. Ich bräuchte auch keinen großen Test, da mehrere Faktoren da noch eine Rolle spielten und ich mich nicht verrückt machen soll. Dem Kind gehe es gut und die Werte dessen sind in der Norm.
Auch ein Apotheker war der Meinung, dass 147 noch nicht schlimm seien, da bei einer Schwangerschaft die Grenzen manchmal etwas schwimmen.
Ein anderer ist der Meinung, ich solle sofort zum Diabetologen und den großen Test machen...

Ist nun die Notwendigkeit wirklich so groß für mich? Tatsächlich?
Mich würde auch interessieren, wie viel % von denen, die durch den kleinen BZ-Test auffällig durch minimale Abweichungen waren, später wirklich einen Diabetes in der SST entwickelt haben... Oder halt die Vorstufe zum Diabetes (IGT oder ICT???)?

Vielen Dank im Voraus

Gruß

Velvet879


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BeitragVerfasst: 26.02.09, 09:19 
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Moin Velvet,

gratuliere zum Familienprojekt :-)

Nicht der Diabetes macht mögliche Schäden, sondern der ungesund hoch oder/und ungesund weit schwankende Blutzucker-Verlauf! Gesund wacht Mensch mit um 60-80 mg/dl auf, hat etwa 30-60 Minuten nach dem Input von viiiiel Glukose kurz mal eben an 120 oder knapp darüber, kaum je über 140, und ist nach 2 Stunden längst wieder zurück um 60-80. Zucker im Urin kommt gesund NIE vor, auch nicht nach nem Eimer Cola!

Wenn Du bei dem Test nach 1 Stunde nur 160 oder 170 hast und keine 181 oder mehr, hast Du offiziell keinen Diabetes und musst offiziell nicht drauf achten, dass Dein BZ immer unter 120-140 bleibt. Aber trotzdem sind dann 150 und mehr nach dem Essen genau so schädlich, wie wenn Du 181 oder mehr gehabt hättest!
Das beginnt schon damit, dass mehr Zucker mehr Wasser bindet, und das macht schnell mal nen halben bis nen Liter mehr Fruchtwasser! Neben allen anderen möglichen Folgen musst Du das halt räumlich mehr anbauen und gewichtsmäßig mehr schleppen!

Wie Du's skizzierst, wirst Du also in jedem Fall Deinen Blutzucker nach dem Essen häufiger systematisch messen müssen, damit Du dich mit dem Essen so einrichten kannst, dass Du unter diesen 120-140 bleibst. Und dafür wäre rein abrechnungstechnisch nützlich, wenn Du den Zuckertest "gewinnst". Denn mit der Diagnose Diabetes bekommst Du die Teststreifen verordnet, während die ohne Diagnose meistens selbst bezahlt werden müssen.

Daumendrück, Jürgen

vielleicht schaust Du auch mal in den dini-Thread?


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 Betreff des Beitrags: @hjt
BeitragVerfasst: 26.02.09, 09:48 
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Guten Morgen!

Kurz vorweg: Ich bin keine Diabetikerin! Velvet879 (nicht: Velvet) ;-)))
Also: Wenn man schwanger ist, ist die Nierenschranke verändert und das heißt, dass auch schon mal Zucker im Urin vorkommen kann. Normalerweise wird der Zuckertest bei wiederholtem Zucker im Urin (bei Schwangeren) durchgeführt- oder halt zw. der 24. und 28. SSW. Ich hatte nur ein Mal Zucker im Urin, aber zur Vorsicht wurde bei mir nun schon i.d. 19. SSW der kleine BZ-Test gemacht.
Deine Post klingt ja hochdramatisch (für mich)... Also ich verstehe dann irgendwie echt nicht, dass mein Gyn mich da nicht weiter drauf behandeln will. Er meinte, er hätte 15 Jahre Berufserfahrung und er wüsste, wann man handeln müsse und wann nicht...

:roll:

Hab echt keine Ahnung, was ich jetzt machen soll.
Aber laut mehreren Ärzten schadet sowas meinem Kind jetzt (noch) nicht...

Oh mann- das verwirrt alles noch mehr, als das es aufklart :?

Kann ich denn auch in der nächsten Apotheke einen BZ-Test machen (1 Stunde, nachdem ich was gegessen habe)??? Und wenn der dann unter 140 ausfällt- ist dann soweit alles i.O.?

Lieben Gruß

Velvet879


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26.02.09, 16:55 
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Moin Velvet879

sorry wg Namen, aber ich bin schreibfaul ;-( Nein, ich hab Dich nicht verwechselt, und ich hab auch nicht gemeint, dass Du Diabetes hast. Das kann ich erstens nicht beurteilen (weil ich weit weg und kein Arzt bin), und das ist zweitens auch völlig schnuppe, weil nicht der Name Schaden anrichten kann, sondern jeder ungesund hohe Blutzucker. Es gibt auch keine Schwelle, ab der das mehr passiert oder darunter eben weniger, sondern die Schadenshäufigkeit nimmt einfach von gesund flach & niedrig an mit dem höher verlaufenden und weiter schwankenden Blutzucker immer mehr zu.

Das muss Dich jetzt nicht in die Kriese stürzen, denn noch vor 20 Jahren wurde Schwangerschaftsdiabetes praktisch erst mit der Geburt eines mehr oder weniger auffällig großen Kindes entdeckt, und auch damals sind weit überwiegend gesunde Kinder zur Welt gekommen :-) Wenn sich seitdem die Empfehlungen immer mehr an den völlig gesunden BZ-Verläufen orientieren, dann ganz einfach, um möglichst noch mehr von den Risiken zu vermindern. So hat man schwangeren Diabetikerinnen schon zu den Zeiten, als es diese Geräte für die BZ-Selbstmessung noch nicht und nur Urinteststreifen gab, empfohlen, NULL Urinzucker zu produzieren. Das bedeutet, dass der Blutzucker dafür unter 160-180 bleiben musste. Warum das mit der besserein Messmöglichkeit weniger gesund gehandhabt werden sollte, könnte ich nicht nachvollziehen. Zudem widerspräche es eindeutig den von der deutschen Fachärzteschaft empfohlenen Einstellungszielen.

Ohne eigenes Testgerät und eigene Streifen hat das Testspiel keinen Wert. Deswegen hab ich ja geschrieben, dass dafür am günstigsten der positive Diabetes-Test beim Arzt ist, weil Du dann die teuren Streifen verschrieben bekommst. Denn der Weg zur Apotheke kann einen krankhaft hohen Blutzucker schon gesund senken. Wenn Du's selbst gemessen hast, kannst Du solche Wege, auch z.B. vielleicht den Gang durch den Supermarkt, gezielt dazu einsetzen, dass Dein BZ auch mit etwas mehr BZ-treibendem Futter gar nicht erst zu hoch ansteigt. -
Also noch einmal ausdrücklich: Es geht nicht um Verrücktmachen, sondern darum, dass man sich anschließend keine Vorwürfe zu machen braucht. Schau, ich sorge seit Jahren dafür, dass mein BZ 1-2-3 Stunden nach jedem Essen unter 140-120-100 mg/dl bleibt, damit meine Füße auch in 20 Jahren noch intakt funktionieren. Natürlich wäre diese Sorge über, wenn ich eh zu denen gehörte, die auch mit viel zu hohen BZ-Verläufen nie Last mit den Füßen bekommen. Nur, wer könnte mir das heute mit Sicherheit sagen?

Daumendrück, Jürgen

aus einer gerade laufenden Schwangerschaft im Familienkreis weiß ich, dass bei manchen Gyns und Diabetologen noch heute ein paar Stunden bei 200 nach dem Essen überhaupt nicht schädlich für das Kind sein können :-(


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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 13.07.14, 18:03 
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hjt hat geschrieben:
Nicht der Diabetes macht mögliche Schäden, sondern der ungesund hoch oder/und ungesund weit schwankende Blutzucker-Verlauf! Gesund wacht Mensch mit um 60-80 mg/dl auf, hat etwa 30-60 Minuten nach dem Input von viiiiel Glukose kurz mal eben an 120 oder knapp darüber, kaum je über 140, und ist nach 2 Stunden längst wieder zurück um 60-80. Zucker im Urin kommt gesund NIE vor, auch nicht nach nem Eimer Cola!

Selten so einen Scheiß über Blutzuckerwerte gelesen. Da ist wohl ein fanatischer Verunsicherer am Werk, der eventuell auch den gesunden Gesamtcholesterin auf <150mg/dl ansetzt. :roll: Leute wie Sie stempeln eine Großteil der Bevölkerung quasi als Prädiabetiker ab. Was soll denn der Quatsch? Etwa irgendwann ein Schockerlebnis gehabt und jetzt spinnert geworden? :P Behalten Sie Ihre Optimalwerte für sich bzw. weisen Sie zumindest darauf hin, daß diese alleine ihrem seltsamen Hirn entsprungen sind und auf keinerlei wissenschaftlichen Erkenntnissen fußen.


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BeitragVerfasst: 13.07.14, 18:38 
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und wie wär's dann mal mit den Praxisleitlinien der DDG zur Schwangerschaft? http://www.deutsche-diabetes-gesellscha ... ngerschaft


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BeitragVerfasst: 14.07.14, 08:21 
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Velvet879 hat geschrieben:
Nun sagte mein Gyn., dass erst ein Wert von 150 grenzwertig sei, da das Handmessgerät keine so exakten Werte abliefert. Ich bräuchte auch keinen großen Test, da mehrere Faktoren da noch eine Rolle spielten und ich mich nicht verrückt machen soll. Dem Kind gehe es gut und die Werte dessen sind in der Norm.
Auch ein Apotheker war der Meinung, dass 147 noch nicht schlimm seien, da bei einer Schwangerschaft die Grenzen manchmal etwas schwimmen.
Hallo Velvet879,

weil die Handmessgeräte keine exakten Werte abliefern, kannst du nicht einfach davon ausgehen, dass dabei ein zu hoher Wert rausgekommen ist. Die 147 können genauso gut ein zu niedriger Wert sein. Der tatsächliche BZ könnte z.B. bei 154 oder bei 141 oder bei ... gelegen haben. Wenn du den oGTT (natürlich mit Laborwerten) machen lässt, dann weißt du genau, woran du bist. Ich würde dir auf jeden Fall empfehlen, die Mühe auf dich zu nehmen.

Wenn ein Apotheker dir etwas zu Diabetes, noch dazu speziell zu SS-Diabetes sagt, dann hat das wohl nicht viel Wert. Eher ist schon das wichtig, was dein Gyn dir sagt. Allerdings kann ich seine Aussage nicht ganz nachvollziehen. Dass dein Baby sich in der ersten SS-Hälfte auch bei leicht erhöhtem BZ gut entwickelt, ist normal. Wichtig wird die besonders normnahe BZ-Führung erst in der zweiten SS-Hälfte, wenn sich die BSD des Babys entwickelt. Wenn dein Blut mit leicht erhöhtem BZ ankommt, dann versucht seine BSD, den BZ runter zu bekommen und muss andauernd mit Hochdruck Insulin ausgeben. Diese dauerhafte hohe Insulinausgabe ist das, was der weiteren Entwicklung des Baby schaden könnte. Es muss ihm aber nicht unbedingt schaden. Früher, als noch nicht so intensiv nach dem BZ gesehen wurde, sind viel Babys gesund zur Welt gekommen, deren Mütter nach heutigen Maßstäben auch SS-Diabetes gehabt haben. Das Risiko musst du alleine abschätzen, da kann dir kein Apotheker helfen und auch dein Gyn zuckt am Ende nur mit der Schulter, wenn er mit seiner Einschätzung falsch gelegen hat. So schlimm ist ein oGTT übrigens auch nicht und das Ergebnis gibt dir dann ausreichende Sicherheit für dein weiteres Vorgehen. Verrückt machen lassen musst du dich durch das Ergebnis des oGTT nicht, da hat dein Gyn auf jeden Fall recht.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 14.07.14, 10:41 
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Erm, Rainer .... viennamaster hat einen Uraltthread wieder aufgewaermt. Ich wuerde mich sehr wundern, wenn die TE moch immer schwanger ist. Selbst Elefanten und Blauwale schaffen keine 5 Jahre waehrenden Tragezeiten.

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


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BeitragVerfasst: 14.07.14, 11:01 
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Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Oh, das habe ich übersehen. :(

Dann kann sie diese Ratschläge ja wirklich schon lange nicht mehr gebrauchen.

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 14.07.14, 15:14 
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Beiträge: 966
Wohnort: Rhld.-Pfalz
@Brigitte Goretzky

.....und lachte...und lachte...und lachte.

Uraltthread :lachen:

Wahrscheinlich ein Thread, der etwas mit dem eurasischen Grenzgebirge
zu tun hat. :wink:

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 14.07.14, 15:35 
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U.a. sind auch die Zielwerte für die Blutglukose in der Schwangerschaft in o.a. Link von @hjt - Leitlinien der DDG - eindeutig definiert. Im Interesse des Fötus sollte es an dieser Stelle keine Kompromisse geben.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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