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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Hoher Blutzucker, niedriger HbA1c
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 Betreff des Beitrags: Hoher Blutzucker, niedriger HbA1c
BeitragVerfasst: 16.05.14, 11:12 
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Hallo,

ich habe die Frage, die mich bewegt, bereits in einem anderen Diabetes-Forum gestellt, es konnte mir aber keiner eine Antwort geben. Daher bin ich mir gar nicht so sicher, ob meine Frage hier im Diabetes-Forum richtig ist. Im Moment wüsste ich aber nicht, wer sich damit noch auskennen könnte. Falls die Frage in einem anderen Forum besser aufgehoben wäre, lasst es mich bitte wissen :)

Zur Info: mein HbA1c lag bei 4.4, demnach bin ich kein Diabetiker. Ich bin weiblich und habe eine Schilddrüsenunterfunktion, die aber ganz gut eingestellt ist.

Zu meiner Frage:
Ich hatte aufgrund von Unterzuckerungen einen 72h Hungertest zum Ausschluss eines Insulinoms, welcher gut verlief. Sprich, kein Insulinom :mrgreen:

Nachdem der Hungertest beendet war bekam ich ein Frühstück, bestehend aus einem Weißmehlbrötchen, Butter und Marmelade.
Da ich ja dieses Messgerät zur Hand hatte, war ich neugierig, wie der BZ reagiert und habe nach dem Frühstücken gemessen:

9.30 (eine Stunde nach dem Essen): BZ 196
10.00: 248
10.15: 305
11.15: 289
11.45: 250
12.15: 253

Mit letzterem Wert wurde ich dann entlassen. Ich hatte den Arzt direkt über meine Messung informiert, der daraufhin Blut entnommen hat. Final konnte er mir nur sagen, dass er sich das nicht erklären kann und es nach Rücksprache mit anderen Ärzten wohl eine Reaktion auf das Essen bedingt durch die 72h Fasten war.

Wisst ihr eventuell, warum der Wert bei einem Nicht-Diabetiker so hoch geht? Ist das eine normale Reaktion auf das Fasten?

Ich danke euch schon jetzt für eure Antworten.

Liebe Grüße
Lilalaunebär


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BeitragVerfasst: 16.05.14, 19:21 
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Beiträge: 603
Moin Li...bär,

in dem anderen Forum schwirrt zu viel Gast rum ;)

Deine Werte passen in der Tat nicht zusammen, vor allem nicht zum HBA1c von 4,4 und zu den Werten im voraufgegangenen Zuckerwassertest.
Von zwei solchen Testreihen DIREKT NACHEINANDER IN DER SELBEN PERSON habe ich noch nie gehört oder gelesen. Ich weiß von keinem krankheitstypischen Bild, in das sie passen könnten.

Die einfachste Erklärung wäre, wenn das Testgerät bei der einen oder bei der anderen Testreihe gesponnen hätte.
Der vom Dok kann ich überhaupt nicht folgen, denn dann hätten die Zahlen nach dem Zuckerwasser wenigstens so aussehen müssen wie nach dem Brötchen.

Aus meiner Sicht kannst Du nur selbst schauen, wie sich Dein Blutzucker in Deinem ganz normalen Alltag verhält, also nüchtern, in der Spitze nach dem Essen von KHs.
Mich würde an Deiner Stelle z.B. brennend interessieren, ob der 10.30 Anstieg beim Zuckerwasser, bei dem Du dich auffällig gefühlt hast, zufällig war, oder ob das so häufiger bei Dir vorkommt, dass der BZ nach kurzem Absinken erst noch einmal deutlich ansteigt?
Und dann würde mich an Deiner Stelle interessieren, ob dieses auffällige Gefühl öfter auftritt und vielleicht öfter auch in sonem zeitlichen Zusammenhang mit Essen?

Erst mal genug? Jürgen

Ich häng mal den OGTT wie in dem anderen Forum an:

Zitat:
Allerdings sind während des Tests zwei Dinge passiert, die ich mir nicht erklären kann. Für den ersten Punkt liste ich hier kurz die Messwerte während der ersten Stunden des Tests auf:

8:30 (nüchtern): BZ 81; Insulin 4,9 mU/l
9:00 (nach Glucosegabe): BZ 126; Insulin 66,5 mU/l
9:30: BZ 107; Insulin 51,7 mU/l
10.00: BZ 86; Insulin 38,7 mU/l
10:30: BZ 112; Insulin 82,5 mU/l
11:00: BZ 69; Insulin 13,6 mU/l
11:30: BZ 66; Insulin 9,3 mU/l
12:00: BZ 64; Insulin 1,8 mU/l
16:00: BZ 84; Insulin 6,0 mU/l

Von da an blieb der Blutzucker konstant. Der niedrigste Wert war 56.

Meine Frage hierzu: um 10.30 ging mein Blutzuckerwert etwas nach oben und das Insulin erhöhte sich auf einen größeren Wert als nach der Glucosegabe. Wieso ist das so?
Ich muss dazu erwähnen, dass ich diesen Zeitraum deutlich mit Herzrasen, Schwindel, Schweißausbrüche, Zittern etc. spüren konnte. Da der BZ aber nicht unter eine bestimmte Marke abgerutscht ist, hatte dies für die Ärzte keine Relevanz.


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BeitragVerfasst: 16.05.14, 20:49 
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Hallo Jürgen,

bist du der Jürgen aus dem anderen Forum? Dann danke dir, dass du dich meiner noch mal annimmst. Und ja, das "Gast" ist sehr verwirrend :)

Was die hohen BZ-Werte nach dem Frühstück angeht: Diese wurden vom Labor bestätigt. Demnach kein Messfehler im Gerät und die Laborergebnisse decken sich zumindest näherungsweise mit meinen Messungen, sowohl während des Testes als auch nach dem Frühstück.

Die Sache ist… ich hab das Gefühl, dass mir die Beantwortung dieser Frage irgendwie weiterhelfen könnte, denn ich suche ja nach der Ursache für meine Unterzuckerungen. Vielleicht irre ich mich auch und dieser BZ-Ausrutscher war ein einmaliges und versehentliches Ereignis. Wenn allerdings etwas so unüblich reagiert, dann mach das - zumindest mich - schon sehr neugierig :)

Hast du eine Idee, wer sich mit dieser Frage noch auskennen könnte?

Was den BZ-Anstieg und -Abfall während des Tests angeht:
Ich hatte immer das Gefühl, dass ich ohne KH nicht kann, sprich, mich das Fehlen der KHs in diese üblen Situationen bringt. Ich habe die letzte Woche allerdings ausprobiert, die KH ganz wegzulassen (abgesehen von den geringen KH in Gemüse und Obst beispielsweise). Und, was soll ich sagen… nach den ersten drei wirklich schlimmen Tagen ging es mir zunehmends besser und in den letzten Tagen hatte ich kein einziges Unterzuckersymptom mehr. Sowas gabs bei mir seit Jahren nicht mehr! Ich scheine also kein Problem ohne, sondern MIT den Kohlenhydraten zu haben. Demnach, ja, scheint dein Gedanke richtig zu sein: die Symptome stehen deutlich im Zusammenhang zum Essen - und zwar zwei bis vier Stunden später. Mit Einweiß: NIX! Das ist so toll :D

Dennoch, ich werd das Gefühl im Bauch nicht los, dass ich die Frage nach den hohen BZ-Werten lösen sollte...

Liebe Grüße
Lilalaunebär


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BeitragVerfasst: 16.05.14, 21:18 
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Moin Li...bär,

wenn Du raus gefunden hast, wie es Dir ohne fiese Unterbrechung deutlich besser geht, ist das ja schon mal ein gewaltiger Fortschritt. Mit dem können wir uns gern im Forum zu LCHF wieder treffen, denn da schreiben einige mit, die mit KHs mehr oder weniger ungesunde Erfahrungen gemacht haben.
Vielleicht sind da ein paar Gedanken dabei, die Dir auf Deiner Suche weiter helfen. Und vielleicht liest ja auch hier noch jemand, der noch weiter weiß?

Daumendrück, Jürgen


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BeitragVerfasst: 19.05.14, 08:51 
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Hallo Lilalaunebär,

ja, die Messergebnisse widersprechen sich eklatant und sind diabetologisch nicht einzuordnen.
Messfehler sind wohl auszuschließen.

Vielleicht gibt es einen Zusammenhang mit der Schilddrüsenunterfunktion.
Zuständig hierfür ist der Endokrinologe.
Solange kein Grund für die Irritationen gefunden wird, müssen Unterzuckerungen mit der Zuführung von KH bekämpft werden.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 21.05.14, 08:59 
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Hallo Jürgen, hallo Hans,

danke für eure Antworten. Entschuldigt bitte meine verspätete Reaktion :)

Jürgen, ist das LCHF-Forum hier zu finden oder via google (ich weiß nicht, ob man hier eine URL posten darf)?
Ich habe aufgrund deiner Nachricht ein wenig im Internet gelesen und bin zufällig auf einen Beitrag von dir zur Alimentären Hypoglykämie gestoßen. Von da aus kam ich dann zum Thema Postprandiale Hypoglykämie, was ich in Bezug auf den BZ-Anstieg und der vermehrten Insulin-Ausschüttung (10.30 Wert) ganz interessant fand. Was ich allerdings nicht herausfinden konnte ist, ob sich der BZ bei einer Postprandialen Hypoglykämie selbständig wieder normalisiert oder ob da - wie beim Insulinom beispielsweise - auch ein Eingreifen von Außen notwendig ist?

Übrigens, was ich noch gefunden habe:
Ich habe nach dem Hungerversuch meine BZ-Werte weiterhin für kurze Zeit überprüft und notiert. Am ersten Tag nach dem Test war mein BZ noch deutlich erhöht, hat sich dann aber über zwei Tage hinweg langsam wieder auf ein normales Level eingependelt. Es ist, als hätte sich mein BZ beim Hungerversuch erschrocken und sich erst wieder erholen müssen ;)

Jetzt habe ich noch eine Frage bzgl. der BZ-Messgeräte:
Ich habe aufgrund eurer Antworten den BZ jetzt weitere zwei Male kontrolliert (Dinkelbrötchen mit Käse). Nüchtern lag er um die 100, nach einer Stunden bei 118, nach zwei Stunden bei +- 155 und nach drei bis vier Stunden habe ich +-62 gemessen, inkl. fiesem Herzrasen, Zittern etc. Als Referenz hab ich bei dem einen Mal meinen Mann malträtiert, auf Basis desselben Essens hatte er nüchtern 90, sowohl nach einer, als auch nach zwei Stunden 110 und dann wieder 85.

Lange Rede kurze Frage: ich habe gelesen, dass bei den Messgeräten eine Toleranz berücksichtigt werden muss, da sie zu hohe Werte ausspucken. Könnt ihr mir sagen, wie viel ich zb. bei den 155 bzw. 62 abziehen kann um auf einen einigermaßen genauen Wert zu kommen?

Ich danke euch, vor allem dir Jürgen, von Herzen für eure Hilfe :)


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BeitragVerfasst: 21.05.14, 09:09 
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Beiträge: 4
Ah, ich hab noch was vergessen…

Im Internet steht, dass bei einem oGTT auf Rauchen, Kaffee (mit Milch) und Bewegung (vorzugsweise liegen oder max. sitzen) verzichtet werden muss. Da mich darauf niemand hingewiesen hat, inwieweit könnte das den Test beeinflusst haben?

Danke :)


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BeitragVerfasst: 21.05.14, 12:56 
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Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo lila Bärchen,

du kannst LCHF einfach mit "LCHF Forum" ergoogeln. Mache das am besten gleich auch für "LOGI Forum". Bei alimentärer Hypoglykämie genügt in vielen Fällen auch schon eine moderate KH-Reduktion, wie LOGI es vorsieht. Such dir von den beiden das raus, was am besten zu dir passt. Vielleicht ist auch eine Mischung aus beiden am besten für dich.

Von den von dir aufgezählten Sachen würde kräftige Bewegung den oGTT am meisten verfälschen, die Werte wären dann niedirger ausgefallen. Einfaches Rumlaufen hat i.a. keine großen Auswirkungen. Wenn du vorher Kaffee mit Milch getrunken hast, dann warst du nicht ganz nüchtern. Bei deinen Werten dürfte das aber kaum einen Einfluss gehabt haben. Die Werte von deinem oGTT sind aus meiner Sicht für eine alimentäre Hypoglykämie stimmig. Zwischen 10.00 und 10.30 hattest du vermutlich zunächst erst einmal sehr niedrigen BZ. Dann hat deine Leber Glukose ausgegeben und zwar zu viel. Dadurch ist der BZ auf 112 gestiegen, wodurch dann mehr Insulin zur Senkung des BZ ausgeschüttet wurde. Bei Messungen im 10-Minuten-Abstand hätte man das bestimmt gut erkennen können. Nicht erklärbar sind die sehr hohen Werte nach dem Hungertest.

Aus meiner Sicht spricht bei dir viel dafür, dass deine Unterzuckerungen alimentäre Hypoglykämien sind. Meine Empfehlung wäre an erster Stelle, dass du so isst, dass die Hypoglykämien möglichst nicht mehr auftreten bzw. harmlos bleiben (siehe Empfehlung von oben). Wenn du das hinbekommst, dann kannst du gut damit leben. Parallel dazu kannst du ja nach einem guten Endokrinologen suchen, der weiter nach den Ursachen forscht. Erwarte dir dabei aber keine schnelle Lösung, vielleicht kommt dabei auch gar nichts raus. Deshalb ist für dich alles das besonders wichtig, was du mit der Ernährung selber hinbekommst.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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