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medizin-forum.de • Thema anzeigen - ACHTUNG ! INSULIN IST AUFEINMAL ZUVIEL UND TABLETTEN AUCH
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BeitragVerfasst: 18.04.14, 14:49 
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Hallo ,Ich habe mich hier angemeldet weil ich auf Rat hoffe und Erfahrung von Gleich Betroffenen oder Ärzten?
Ich bin Diabetes Typ2 und seit 4 Jahren spritze ich nun Insulin.(seit 1986 habe ich Diabetes vererbt) .Ich habe immer wieder zum Teil große Probleme mit der Einstellung.( Der Zucker verändert sich regelmäßig vom Dezember bis April jedes Jahr ) Ich war schon mehrmals in Kliniken und Krankenhäusern ,weil mir niemand so richtig helfen wollte oder konnte.Zuletzt war ich 2010 und 2011 in Bad Mergentheim in der Diabetes Fachklinik,da stellte man ich immer sehr gut ein in 10 Tagen. dann war ich wieder 2012 in einer Reha Klinik im Glottertal,(innere Abt.) da half man mir auch meinen Zucker einzustellen und das hat bis heute gut funktioniert.Nun habe ich das Problem,das ich auf einmal ,egal was ich spritze ,alles zuviel ist.
Vor 2 Wochen habe ich morgens immer bei ca.125 - 180 Wert zwischen 9 und 13 Einheiten Actrapid gespritzt. Mittags so 2-3 Einheiten und Abends nach Bedarf was ich esse, zwischen 2 und 12 Einheiten ( ich esse morgens 1 Brot und Mittags und Abends warm .) Abends nehme ich noch das Medikament Actos dazu.22,5mg . Zur Nacht spritze ich Levemir zwischen 10 und 14 Einheiten bei 110 bis 160 .ich habe eigentlich meinen Zucker gut im Griff bei Langzeitwert 6,7.
Auf einmal seit einer Woche bin ich nach 2 Stunden Nahrungsaufnahme ( morgens immer so hoch )statt bei üblichen 200 bis 250 nur bei 100 bis 170 ,oder dann doch mal wieder bei 250 und nach 3 Stunden wieder ganz unten bei 80 - 100. Nun spritze ich Mittags nichts mehr ,und Abends spritze ich auch nichts mehr und nehme auch keine Actos mehr dazu und trotzdem sind meine Werte normal bei 140 - 170 und nach 3 Stunden bei 90 - 120 . Morgens spritze ich nur noch 5 Einheiten und trotzdem sind meine Werte nach 2 Stunden bei 140 -160 und nach 3 Stunden bei 85-100 .Das ist doch nicht normal. Ich mußte auch schon heftig gegensteuern ( Apfelsaft-Traubenzucker-Waffeln) bei 115 rückläufig auf 90 in 10 Minuten . Hat jemand eine Idee was hier passiert ?? Mein Facharzt weis es auch nicht so recht und meinte ich solle mal andere Nadeln nehmen und andere Spritzstellen nehmen mehr zur Seite wegen Lypo ?? Ihr wißt schon. Ich glaube nicht das es was damit zu tun hat. Wer hat vorschläge? Wer kennt diese Phänomen? Ich habe jetzt keine Angst deswegen,ich kenne mich aus und weis mir rechtzeitig zu helfen ( noch ! ) aber ich würde schon gern wissen warum ich auf einmal so gut wie kein Insulin mehr brauche 8 trotzdem aber aufpassen muss und essen ,sonst stürze ich ab )und keine Tabletten für den Zucker ! na eine Idee ??
MFG Roland
Anmerkung.Ich habe auch seit 2006 keinen Dickdarm mehr ,komplett draußen wegen FAP ,aber auch hier habe ich alles im Griff. Keinen Ausgang ,das ist alles ganz " normal" über den Dünndarm geregelt und das ist OK.


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BeitragVerfasst: 18.04.14, 18:57 
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Moin Roland,

gesund bewegt sich der Blutzucker nüchtern im Bereich von etwa 60-90mg/dl, in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Essen von viiiielen Kohlenhydraten für ein paar Minuten bis an 140mg/dl.
Du isst also bei 80 oder mehr gegen einen Unterzucker, den Du gar nicht hast, und vor allem gegen den offenbar noch wenigstens zeitweise recht aktiven Rest Deiner körpereigenen Regelung.

Mit dem Verringern der Medikation machst Du bei etwas weniger BZ genau das Richtige. Dass sich der Insulin-Bedarf ändert, ist nach meiner Erfahrung völlig normal. Die wenigsten Insuliner, die ich kenne, brauchen tatsächlich seit Jahren für den gleichen täglichen Blutzucker-Verlauf auch immer noch die selben Insulin-Mengen für die selben KH-Mengen.

Bisdann, Jürgen


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BeitragVerfasst: 18.04.14, 19:45 
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Danke Jürgen ,ich denke ,das ich trotzdem ohne Zweifel ja Diabetiker bleibe ,und wenn der BZ eben unter 80 geht ,so ist das ungesund für uns,der Gesunde hat da nichts zu befürchten,da dann die Leber automatisch Zucker ausschüttet ,soviel wie benötigt wird.
Vielleicht hat sich das ganze positiv verändert ,weil ich auch lange Zeit nun nicht mehr Rauche ( 2 Jahre ) nicht mehr Alkohol trinke ( außer 2 bis 3 Gläser Sekt bei besonderen Anlässen ) mich überwiegend Gesund und Fettarm ernähre und auf mein Gewicht achte ( nur 2 bis 5 kg zu viel ). Bis dann Gruß Roland


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BeitragVerfasst: 18.04.14, 20:10 
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Offiziell ist 50mg/dl und drunter Unterzucker. Meine Wohlfühlgrenze liegt um 60. 70 gilt als unterer anzustrebender (nicht verwechseln mit zuzulassendem!) Wert mit Medis. Und bei uns Typ2 liefert die Leber gerne besonders viel Zucker dazu, übrigens je gesünder der BZ, desto weniger zu viel Zucker aus der Leber :)

Wir mit Diabetes haben keinen eigenen Gesundwert. Deswegen pflege ich ja auch seit über 10 Jahren meinen HBA1c bis maximal 5,5. Aber Deine 6,7 sind ja auch schon ganz ordentlich :)


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BeitragVerfasst: 20.04.14, 00:07 
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Beiträge: 132
Medikamente wie Metformin reduzieren die Neubildung von Glucose, aber sie sorgen nicht dafür das die Leber die Verstoffwechselung komplett einstellt - Ich habe im Hinterkopf das Metformin (2000mg/Tag) den Blutzucker im mittleren einstelligen Prozentbereich senkt.
Ich würde unterstellen das der Körper bzw. das Gehirn einer Unterzuckerung aktiv entgegensteuert u. die Leber, sofern keine Kohlenhydrate zugeführt werden, trotz Metformin (od. ähnlich wirkende Präparate), vermehrt zur Herstellung von Glucose angeregt wird - Der Körper bzw. das Hirn will leben... Er/Es wird also alles tun um nicht Ex zu gehen!


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BeitragVerfasst: 22.04.14, 10:26 
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Hallo Roland,

ein paar Anmerkungen:

In der Tat unterscheiden sich die Blutglukose-Zielwertbereiche für Diabetiker - von Diabetologen mit großem Erfahrungsschatz und aus guten Gründen in Leitlinien veröffentlicht - von den Normalwerten für Gesunde. So empfehlen diese Leitlinien etwa Nüchternwerte zwischen 80 und 120 mg/dl und postprandiale Werte von 130 bis 160 mg/dl. Ein Zweistundenpostprandialwert sollte 140 mg/dl nicht überschreiten. Die individuellen Zielwerte sollten jedoch mit dem behandelnden Arzt einvernehmlich vereinbart werden. Natürlich sind "Hypos" möglichst zu vermeiden. Dazu kann auch ein gewisser "Sicherheitsabstand von dem definierten Wert des Beginns der Unterzuckerung nötig sein.

Bei multimorbiden Diabetikern sind offenbar unerklärliche Blutzuckerschwankungen keine Seltenheit
und mitunter schwer in den Griff zu bekommen. Bei Insulintherapie können insbesondere nach langer Behandlungsdauer auch Absorptionsschwierigkeiten im Unterhautfettgewebe "Schuld" sein an schwankenden Werten. Deshalb sollte auf einen ständigen Wechsel der Injektionsstellen vor allem bei Hautverhärtungen und typischen Insulinbeulen geachtet werden. Die Insulingüte kann eventuell durch eine suboptimale Aufbewahrung (Temperatur, Sonnenstrahlen) negativ beeinträchtigt werden und die Wirkung herabsetzen.

Die Kombination Insulin mit Glitazonen ist nach meiner Erfahrung bei instabilen Blutglukoseverläufen
nicht 1.Wahl, zumal die Glitazone z.T. wegen erheblicher Nebenwirkungen auch aus dem Markt genommen oder gar verboten wurden. Ich nenne keine Handelsnamen, da dies allgemein hier auch unerwünscht ist.

Nikotinkonsum und Diabetes ist fast unvereinbar, wenn man an die Folgen denkt.
Raucher haben auch öfters Schwierigkeiten bei der Einstellung ihres Blutzuckers als Nichtraucher.
Es ist auch sicher "etwas dran" dass der Stoffwechsel sich allgemein mit dem Aufhören des Rauchens
verändert.

Ich wünsche :
ALLZEIT GUTE WERTE

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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