Navigationspfad: Home
medizin-forum.de • Thema anzeigen - Zuckerwert nach Sport und Pause höher
Aktuelle Zeit: 21.11.17, 14:53

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 16 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 15.04.14, 18:10 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
Hallo,
ich habe ein kleines Verständnisproblem und finde per Google keine Antworten zum konkreten Ablauf in meinem Körper:
und zwar habe ich meinen Zuckerwert gemessen, dann etwas Sport getrieben, danach den Zucker wieder gemessen und der Wert ist natürlich gesunken. Soweit, so gut. Das ist mir ja noch logisch!

Aber wenn ich den Zucker dann ca. zwei Stunden später wieder messe, ist er fast wieder so hoch wie vor dem Sport. Was ist denn da abgelaufen?
Kann ich es mir so vorstellen, dass die Leber, die ja während dem Sport quasi Zucker ausschüttet (oder?) nicht schnell genug mitbekommen hat, dass der Sport zu Ende ist und weiter Zucker ausgeschüttet hat - oder ist da etwas anderes abgelaufen?


MfG
VollDerProfiJetzt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 15.04.14, 18:39 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Profi,

mach's doch mal konkret: wie hoch waren die einzelnen Werte in mg/dl oder mmol/l.

Wenn die Glukose nicht aus gegessenen KH kommen kann, dann muss sie aus der Leber stammen. Die Leber hat mehrere Stellschrauben, die sie zur Ausschüttung von Glukose veranlasst. Neben der normalen Steuerung über das Glucagon, die bei uns Diabetikern nicht ganz richtig funktioniert und nicht nur bei zu niedrigem BZ in Kraft tritt, wird z.B. von Adrenalin und Cortisol die Ausschüttung von Glukose angefordert. Damit kannst du dir vielleicht einen Erklärungsversuch basteln, aber den exakten Ablauf im Körper wird man nicht nachvollziehen können. Für dich ist wichtig zu wissen, wie dein Körper reagiert und dich darauf einzustellen.

Beste Grüße, Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 15.04.14, 19:53 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
Vielen Dank für die Antwort erst mal!


Die Werte waren:
    vor dem Mittagessen: 181mg/dL
    nach dem Sport: 136mg/dL
    zwei Stunden später (= vor dem Abendessen): 181mg/dL


EDIT: Ich habe vergessen, zu erwähnen, dass ich auch noch 100mg/Tag Kortison bekomme. Sorry!


MfG,
VollDerProfiJetzt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 15.04.14, 20:36 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Dann ist natürlich klar, woran der BZ-Anstieg liegt. Mit Kortison ist eine gute BZ-Führung schwierig.

Musst du das Kortison nur mal kurzzeitig nehmen und wirst es wieder los, oder brauchst du es dauerhaft?

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 15.04.14, 21:29 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
Das wird demnächst heruntergefahren. Also wird das dann auch wieder normal, wenn das weg ist? Und damit wieder logisch nachvollziehbar oder kann man das jetzt auch irgendwie erklären??? Kortison löst doch irgendwie Zucker aus dem Fett oder Muskelgewebe oder so? Kortison wird ja schon morgens eingenommen weil das ja am Ehesten mit dem natürlichen Tagesrhytmus entspricht. Sport habe ich aber erst nachmittags gemacht Und bis nach dem Sport war ja noch alles nachvollziehbar... gerade dass es der Zuckerspiegel nach dem Sport ja durchaus erst mal runter gegangen ist. Dass er nach einer Pause aber wieder raufging, ist mir auch trotz Kortison unlogisch (trotz oder gerade mit Zucker aus dem Fett oder Muskelgewebe herauslösen)...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 15.04.14, 22:17 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
VollDerProfiJetzt hat geschrieben:
Kortison löst doch irgendwie Zucker aus dem Fett oder Muskelgewebe oder so?
Bis zum Profi hast du aber noch einen langen Weg vor dir. Aus Fettzellen kann keine Glukose rausgelöst werden, weil da keine drin ist. In den Muskeln ist zwar Glukose in Form von Glykogen gespeichert. Die kann nur durch die Muskelzellen selbst verbraucht werden, raus und zurück ins Blut kommt die nicht wieder.

Die Glukose wird in der Leber (und in den Nieren) durch die Glokoneogenese hauptsächlich aus Eiweiß und auch ein bisschen aus Fett hergestellt und gespeichert. Die Leber gibt die Glukose dann in den Blutkreislauf ab, wenn sie dazu aufgefordert wird, z.B. durch das Hormon Cortisol. Dein am Morgen eingenommenes Kortison wird bestimmt eine Wirkkurve haben, die über den ganzen Tag ausreicht.

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.04.14, 13:36 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
Hallo Rainer,
schön, dass du dich an der Diskussion mit deinem sehr informativen Beitrag beteiligst!

Klar, habe ich noch einen weiten Weg zum Profi vor mir. Das Internet ist teilweise sehr verwirrend - gerde bei solchen Zusammenhängen - und ersetzt natürlich kein richtiges Medizin-Studium aber so manchem Arzt gingen durchaus schon die Argumente aus. Der Benutzername ist halt ironisch gemeint. Mir ist nichts besseres (blöderes) eingefallen!

Ok jetzt weiß ich mal genauer, wie das abläuft mit der Zucker-Rückgewinnung aus dem Körper. Dank kohlenhydrahtarmer Ernährung hat mein Körper tatsächlich bereits angefangen, Muskeln (anstatt Fett) abzubauen und sich - einach gesagt - selbst zu verdauen. Aber dennoch ist mir das zur Zeit - bis das Kortison ausgeschlichen ist - noch lieber als eine zusätzliche Kurzzeitinsulinspritze! Die Bauchspeicheldrüse weiß doch sonst irgendwann gar nicht mehr, was los ist und was sie nun tun soll oder auch nicht (oder?). Ich bekomme ja auch Langzeitinsulin und ich nehme schon genug andere Medikamente ein! Die Ärzte haben mir geraten, mehr Proteine zu mir zu nehmen indem ich wieder mehr Fleisch esse. Da ist dann aber wieder Cholesterin drin und der Harnsäurewert im Blut steigt auch. Das passiert mir mit Tofu nicht und das hat sogar noch mehr Proteine (da sagte der Arzt dann z.B. "ja, da haben Sie eientlich recht" - naja ok, ein Neurologe hat halt wenig mit Ernährung am Hut). Deshalb steht das jetzt auf dem Speiseplan und viel Bewegung, damit das auch zu Muskelgewebe wird.

Denkt ihr, das ist richtig?


MfG,
VollDerProfiJetzt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.04.14, 16:58 
Offline
DMF-Moderator

Registriert: 26.08.06, 20:00
Beiträge: 3237
Wohnort: Friesland
Naja, der Grund, dass man beim FdH Muskeln abbaut, liegt in der langfristigen unterkalorischen Ernaehrung, nicht in der kohlenhydratarmen. Bei kurzfristigem Fasten gibt es den Muskelabbau nicht. Wer auf herkoemmeliche Weise abnehmen moechte, muss die gesamte Kalorienzufuhr drosseln, aber nicht zu stark, denn sonst kommt es ueber einen laengeren Zeitraum zum Hungerstoffwechsel mit ueberwiegendem Abbau von Muskelmasse zur Energiegewinnung. Dem kann man z.T dadurch Einhalt gebieten, dass man waehrend der eingeschraenkten Energiezufuhr die Muskeln trainiert - Krafttraining zum Muskelaufbau, nicht Ausdauertraining.
Sport hat viele positive Effekte, der Einfluss auf die Gewichtsreduktion ist allerdings eher gering. Wenn ein 70 kg schwerer Mann eine Stunde mit 10 km/h laeuft, dann verbraucht der dafuer gerade einmal 700 kcal. Um ein Kilo Koerperfett loszuwerden, muss man 7000 kcal verbrennen, also taeglich eine Stunde flott rennen. Die meisten von uns sind froh, wenn wir zweimal die Woche eine halbe Stunde Zeit finden, um etwas zu machen. Spaziergehen verbrennt zudem deutlich weniger Kalorien.
Im grossen Spiel der Dinge hat Sport viele Vorteile, er entstresst, haelt die Gelenke beweglich, hilft dem Blutdruck, kann bei der Normalisierung des Blutzuckerspiegels helfen - aber grossartig abnehmen durch Sport schafft der Gelegenheits-Hobbysportler nicht.
Machen Sie Sport weiter, Krafttraining wenn moeglich, aber erwarten Sie nicht, dass Sie durch mehr Bewegung ohne Ernaehrungsumstellung wesentlich Gewicht verlieren.

Cholesterin aus der Nahrung hat einen so minimalen Effekt auf den Cholesterinspiegel im Blut, dass die "cholesterinarme" Ernaehrung schon vor Jahren aufgegeben wurde; leider hat sich das bislang weder zu Aerzten, noch Patienten oder den meisten Ernaehrungsberatern herumgesprochen. Man darf duchaus Fleisch, Eier und Milch zu sich nehmen. Wenn Sie mit Gicht Probleme haben, muessen Sie natuerlich bei ihrer Proteinzufuhr aufpassen. Sie wissen wahrscheinlich, dass gerade Innereien und Sojabohnenmehl/-fleisch sowie einige Fische ganz schlecht fuer Sie sind. Tofu ist zum Glueck nicht sehr reich an Purinen. Da aber jeder Mensch anders reagiert, muessen Sie herausfinden, was bei ihnen Gichtanfaelle ausloesen kann.
Uebrigens: Frischer Tofu hat ca. 8 g Protein/100 g , frisches Schweinehack ca 18 g/100 g, Rinderhack sogar 20 g/100 g. :wink:

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.04.14, 17:07 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Profi,

auch meine Anspielung war nicht ernst gemeint, dein Nick hatte sie geradezu herausgefordert.

Du sprizt Basalinsulin, vermutlich Lantus. Warum erhöhst du denn nicht die Dosis so lange, bis es zusammen mit der KH-armen Ernährung für bessere BZ-Werte reicht? Das Basalinsulin soll so bemessen sein, dass es den BZ ohne Essen einigermaßen konstant hält. Den Anstieg, den du nach dem Sport beobachtest, müsste das Basalinsulin in der richtigen Dosis ausschalten. Du kannst die Dosis weiter vorsichtig erhöhen, wenn in den Zeiten des niedrigsten Bedarfs dein BZ noch über 80 mg/dl liegt. Bei dir scheint der kritische Zeitpunkt nach dem Sport zu liegen. Ein anderer kritischer Zeitpunkt wird noch nachts gegen 3 Uhr sein.

Probiere mal mit der notwendigen Vorsicht ein bisschen rum, dann kriegst du deinen BZ trotz Kortison bestimmt noch besser hin. Beim Ausschleichen des Kortisons wirst du wahrscheinlich die Dosis wieder reduzieren müssen. Diese Dosisanpassung gehört eigentlich zum Handwerkszeug eines Diabetikers und ist für dich sehr wichtig.

Beste Grüße, Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.04.14, 19:48 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
@Brigitte Goretzky:
ich hatte vor über drei Jahren noch über 150kg und nicht durch FdH, sondern durch eine Ernährungsumstellung 40kg in drei Jahren abgenommen - also nicht zu schnell. Empfohlen wurde mir das damals Buch "Zucker, Zucker: ... krank durch Fabrikzucker. Von süssen Gewohnheiten, dunklen Machenschaften und bösen Folgen für unsere Gesundheit" von "Max O Bruker". Grundaussage des Buches ist u.A. dass man das Kalorien zählen vergessen soll, sondern sich natürlich ernähren soll. Daher habe ich langsam angefangen, mein eigenes Vollkornbrot zu backen und habe viele andere leckere Sachen auf Vollkorn umgestellt - bis hin zum Kuchen! Dafür wurde dann eher Honig anstatt Industriezucker verwendet - nicht wegen den Kalorien, sondern weil es eben ein natürlicherer Zucker ist als Industriezucker. Das hat dann auch richtig Spaß gemacht und auch immer besser geschmeckt. Alles mit Konservierungsstoffen und Geschmackverstärkern wurde auf immer und ewig aus dem Haushalt verbannt! Ohne meine liebe Mutter wäre das alles aber nicht möglich gewesen! Es war schon viel Arbeit und eine große Umstellung - aber wir haben das alles halt nicht von jetzt auf nachher gemacht, sondern ganz langsam immer mehr ausprobiert. Ich hatte mich dann zusätzlich kurz vor meinem Krankenhausaufenthalt schon im Fitnessstudio angemeldet aber dazu kam es nicht mehr. Ich habe dann am Anfang des Krankenhausaufenthaltes noch das hauseigene MTT genutzt, das ging dann aber irgendwann krankheitsbedingt auch nicht mehr.
Da ich nun aber ein paar Monate im Krankenhaus nur herumgelegen habe, gingen nochmal 20kg relativ schnell runter! Und das war dann vor Allem Muskelabbau! Ich will Cholesterin eher wegen der Arterienverkalkung meiden! Mit Gicht habe ich noch nie Probleme gehabt - ich bin ja auch noch relativ jung - ich will es aber auch nicht geradezu herausfordern!
Hierüber habe ich meinen derzeitigen Eiweißbedarf von ca. 72g am Tag ermittelt:

http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?f=22&t=121711




@Rainer:
Ich spritze das Langzeitinsulin namens "Berlinsulin", nach derzeitigem Schema 10 Einheiten jeweils um 08:00 Uhr und um 18:00 Uhr. Ab einem Wert von 200 mg/dL vor der nächsten Mahlzeit soll ich 2 Einheiten Kurzzeitinsulin spritzen, ab 250 mg/dL dann 4 Einheiten usw. - doch dazu kam es schon lange nicht mehr! Ich denke das ist bei mir schon sehr gut eingestellt. Die Langzeitzuckerwerte sind schon wieder relativ gut. Der Hausarzt ist sehr begeistert von mir, dass ich mich so sehr mit meinem Typ-2-Diabetes beschäftige und so gut mitarbeite. Er hat genügend Patienten bei denen er genauso gut gegen eine Wand reden könnte! Die wollen nur ihre Tabletten und Spritzen und dann ihre Ruhe. Mein Onkel z.B. zügelt sich halt einen Tag vor der nächsten Blutabnahme - vom Langzeitzuckerwert hat der wohl noch nie etwas gehört... ich wollte dem das letztens mal erklären, aber da redest echt lieber gegen eine Wand! Mit ein bisschen spazieren gehen klappt das alles wunderbar - nur im Krankenhaus musste ich zwei Wochen für meine kohlenhydrahtarme Sonderkost kämpfen, weil ich halt nicht nur Diabetiker bin sondern zusätzlich auch noch Kortison bekomme (100mg am Tag) - damit bin ich wohl schon ein Sonderfall gewesen in dieser fachlich sehr guten aber organisatorisch echt miesen Klinik! Der Hausarzt meinte übrigens auch, dass ich meinen Typ-2-Diabetes wieder wegbekommen kann wenn ich weiter abnehme und Sport mache (um auch diese Insulinressistenz zu bekämpfen) - und vor dem Krankenhausaufenthalt waren die Werte durch Sport auch echt schon wieder ganz ok. Es ist jetzt gerade halt eigentlich echt nur das Kortison, was mir so zu schaffen macht - aber das komt ja irgendwann weg. Mit dem Hausarzt kläre ich dann natürlich das ganze Insulin-Schema-Zeugs ab während des Ausschleichens des Kortisons und das langsame Steigern der Kohlenhydrahtzufuhr.

Also nochmals danke für eure Beiträge!!!




MfG,
VollDerProfiJetzt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.04.14, 20:53 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 01.03.07, 18:35
Beiträge: 603
Moin V....,

gesund gleicht unser Organismus alle Einflüsse von außen so aus, dass der Blutzucker immer im gesunden Bereich verläuft, also ohne Essen immer im Bereich unter 90mg/dl und in der Spitze um ne Stunde nach dem Einfüllen von viiiiiielen KHs für ein paar Minuten maximal 140.
Noch so viel Sport bringt da nix aus der Spur. Und Cortison meistens auch nicht, wenigstens so lange, wie unsere Blutzucker-Automatik gesund funktioniert.

Die BZ-Automatik ist ein komplexer Steuer-Prozess, an dem u.a. Darm, Leber, Pankreas und Hypothalamus so zusammen wirkend beteiligt sind, dass die Steuerpartner die Störungen eines oder sogar mehrerer anderer so ausgleichen, dass der BZ auch bei fortschreitenden Defekten noch erstaunlich lange erstaunlich gesund verläuft.
Anders rum: Wenn der BZ ANFÄNGT, den gesunden Rahmen zu übersteigen, weist die BZ-Automatik schon wenigstens einen weit fortgeschrittenen irreparabelen Defekt auf.

So ein Defekt hat die Neigung, mit zunehmend mieserem BZ zu wachsen und weitere Defekte in ihrer Entstehung und Entwicklung zu fördern.
Auf der anderen Seite belegen viele Erfahrungen, dass das Wachsen und die Förderung weiterer Defekte in dem Maße verlangsamt bis vielleicht sogar gestoppt werden kann, in dem der BZ beständig gesund gesteuert wird.

Wie sich’s auf der anderen Seite sogar mit vergleichsweise altem Typ2 ein bisschen intensiver spielt, zeigt Dir Google mit "Insuliner-Erfahrungen z.B. mit besonders kleinem Schmalhans/SchmalLOGI"

Bisdann, Jürgen


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 17.04.14, 08:39 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
Vielen Dank für deinen Beitrag, Jürgen!
Ok, also die Grundfrage, warum der Zuckerspiegel nach dem Sport erst mal herunter geht und dann wieder hoch, kann man nicht so einfach beantworten wie ich es dachte. Da spielen zu viele Organe zusammen und eine viel zu große Rolle, als dass man da einfach eine kurze und logische Erklärung geben könnte! Aber es ist ja sicher nicht verkehrt, sich weiter bewusst und etwas kohlenhydrahtärmer als "gesunde" Menschen zu ernähren und regelmäßig Sport zu treiben um alles zumindest etwas im Rahmen zu halten und auch diese Insulinressistenz zu bekämpfen.

Falls das niemand mehr anders sieht und in den nächsten Tagen keine Beiträge mit gegensätzlichen Meinungen mehr kommen, schließe ich das Thema dennoch als gelöst.
Falls ich das Thema schließe(n kann): nochmals danke an alle, die sich bisher an der Diskussion beteiligt haben!!!



MfG,
VollDerProfiJetzt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 17.04.14, 17:05 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
Eine mögliche Idee ist mir noch eingefallen: vielleicht war ja auch noch etwas im Darm, was gerade am Verdauen war. Ich habe Sport ja weder gleich nach der Mahlzeit noch kurz vor der nächsten Mahlzeit gemacht. Es kommt auch darauf an, WAS und WIEVIEL man gegessen hat.

http://www.inform24.de/verdauung.html
http://www.medizinfo.de/gastro/verstopf ... zeit.shtml



MfG,
VollDerProfiJetzt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 30.04.14, 12:21 
Offline
Interessierter

Registriert: 14.04.14, 15:54
Beiträge: 17
Hahaha, leichter gesagt als getan: wie schließt man hier ein Thema denn?


MfG,
VollDerProfiJetzt


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 30.04.14, 21:41 
Offline
DMF-Mitglied
DMF-Mitglied

Registriert: 01.03.07, 18:35
Beiträge: 603
überhaupt nicht, man lässt es einfach stehen ;)


Nach oben
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 16 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Karma functions powered by Karma MOD © 2007, 2009 m157y
© Deutsches Medizin Forum 1995-2017. Ein Dienst der Medizin Forum AG, Hochwaldstraße 18 , D-61231 Bad Nauheim ,HRB 2159, Amtsgericht Friedberg/Hessen, Tel. 03212 1129675, Fax. 03212 1129675, Mail jaeckel@medizin-forum.de. Plazieren Sie Ihre Werbung wirkungsvoll! Hier finden Sie unsere Mediadaten!