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medizin-forum.de • Thema anzeigen - diabetes typ 1 oder 2 mit antikörpern
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BeitragVerfasst: 25.03.14, 14:22 
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hallo,

bei mir wurden pankreas-antikörper festgestellt. die endikrinologin meinte dazu, dass die antikörperkonzentrationen aber so gering seien, dass sie sich auf den typ 2 festlege.

ich bin mitte 30, hba1c war 5,3, der ogtt hatte es dann zu tage gebracht. ich bin sportlich mit bmi 23.

nun verstehe ich die diagnose nicht. es wurden antikörper gefunden. heißt das nicht automatisch typ 1?

wäre toll, wenn jemand was dazu sagen kann, viele grüße.


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BeitragVerfasst: 27.03.14, 00:22 
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Antikörper müssen in einer bestimmten Konzentration vorhanden sein. Ist der Wert geringer, dann ist das keine Beweis für etwas - Ganz im Gegensatz wenn der Wert größer ist.

Habe mal meinen Laborbefund rausgesucht, dort heißt es.:
GAD II AK <10 IE/ml*** (Bei mir war/ist es <5 IE/ml)
Inselzellen-AK <1:10 (Bei mir <1:10)

***Auch wenn viele denken das IE so etwas wie "Insulin Einheiten" bedeutet, tatsächlich heißt es "Internationale Einheit".


//Edit// Letztenendes ist es egal ob Typ 1 od. Typ 2 solange du eine angemessene/richtige Therapie erhältst! //Editend//


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BeitragVerfasst: 31.03.14, 11:26 
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Hallo goodvibes,

ich gehe davon aus, dass der oGGT mit "es" Diabetes mellitus meint. :lol: und die Ärztin
wegen einer nur geringen Anzahl von Antikörpern den Diabetes mit Typ2 klassifiziert, obwohl
auch bei anderen Typen nicht immer Antikörper nachgewiesen werden können

Wie in so vielen Fällen hat offenbar auch hier die Typbestimmung nur noch "akademischen" Wert.
Eine erfolgreiche Therapie zur Normalisierung der Blutglukose, ob Diabetes mit oder ohne Antikörper, ist maßgeblich
Bei Typ2 ist die therapeutische Vorgehensweise bekannt und hier auch oftmals beschrieben worden.


Allzeit gute Werte!

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 31.03.14, 14:53 
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moin,

@poth:
danke für die info. zu deinem edit: das sehe ich etwas differenzierter. praktisch macht es teilweise einen großen unterschied, ob typ1 oder typ2. sicher nicht in einem weit fortgeschritttenen stadium des t2, bleibt bei t2 aber die möglichkeit bei früherkennung und gesunder lebensführung, ein praktisch "diabetesfreies" leben zu führen.

@hans reuter:
nicht nur wegen der unter grenzwert vorhandenen AK. die zusammenschau der werte, also u.a. AK, haben zu der festlegung geführt.
zu deinem 2. abstaz: hier wie oben erwähnt. die typbestimmung hat praktische, mehr oder weniger gravierende folgen für den betroffenen und es kann entsprechend mehr oder weniger erfolgreich durch veränderte lebensführung (insb. ernährung und bewegung) gegengesteuert werden.


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BeitragVerfasst: 31.03.14, 22:26 
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Wie bereits geschrieben, ist (meiner Meinung nach) das einzige was wirklich wichtig ist, die geeignete Therapie u. ich begründe es folgendermaßen.:

Ich hatte anfang letzten Jahres (was keinem (weder dem Hausarzt, Gasterioentologe, Chirurg u. den Ärzten im Krankenhaus) aufgefallen ist!) einen NBZ von 118 - also knapp über der Grenze zum normalen Blutzucker. Im September waren meine Inselzellen bereits so "erschöpft" das das C-Peptid (u. somit auch das Proinsulin) im untersten Referenzbereich liegt u. der Nüchternblutzucker bei ~211mg/ml (HbA1c bei 12,x) lag - die Arzthelferin hatte Tage zuvor Werte um 300mg/ml gemessen.
Was ich damit ausdrücken will, ist, das es ggf. möglich gewesen wäre die mit einer "gesünderen Lebensführung" (Pflegeberuf u. demenstprechend viel Bewegung, trekking, wandern, Kanu-Touren, geocaching... viel Salat, relativ wenig Kohlenhydrate, waren gegeben!) bzw. einer geeigneten Therapie meine Inselzellen nicht so zu verheizen, aber ich denke das zum Zeitpunkt der Diagnose der Drops gelutscht war.
Bei mir hat man, obwohl die Symptome (Ketoazidose, drastischer Gewichtsverlust, ausgeprägte Polydipsie, neg. Familienanamnese, C-Peptid im untersten Referenzbereich) für Typ 1 od. LADA gesprochen haben, nur aufgrund meines Gewichtes (BMI ~30) Typ 2 für die wahrscheinlichste Diagnose gehalten.

Bei dir wurde die Diagnose (vorausgesetzt du bist tatsächlich ein 2er) bei einem HbA1c von 5,3 recht früh gestellt - Zumindest wird das C-Peptid erhöht sein. Bedingt durch die Insulnresistenz wäre dein Blutzucker bei gleichtzeitigem untergehen der Inselzellen ansonsten viel höher - Eben weil der Körper die Glucose dann nicht mehr so gut "verstoffwechselt".


Wenn du noch deinen C-Peptid-Wert postest, dann kann man dir ggf. eine Antwort darauf geben ob die Einschätzung der Endokrinologin in die richtige Richtung zeigt bzw. ob die vorgeschlagene Therapie sinnvoll ist.


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BeitragVerfasst: 03.04.14, 03:17 
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moin p0th,

dass dein NBZ nicht aufgefallen ist, ist schon schade. da hatte ich richtig glück, denn mein NBZ war noch deutlich niedriger als deiner. beim normalen hausarzt wäre das hochvermutlich "durchgerutscht".

den c-peptid habe ich noch nicht, werde ihn aber mitteilen alsbald. das dauert alles etwas länger mit dem abschlussbericht aus dem KH.


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BeitragVerfasst: 06.05.14, 12:49 
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der c-peptid wert ist drastisch erhöht mit >3000 pmol/l.


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BeitragVerfasst: 06.05.14, 14:10 
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moin g...,

habe seit Frühjahr 91 diagnostiziert Typ2. In der Folge erst Tabletten genommen, seit Ende der 90ger Jahre Insulin. Bei ordentlicher Einstellung mit HBA1c um 7 und gesunden 12BEs am Tag so um die 140 Einheiten Insulin gesamt am Tag. Hab ich dann Anfang des neuen Jahrtausends auf Low Carb reduziert mit HBA1c bis max 5,5 und um die 80 Einheiten Insulin insgesamt.

Seit dem vergangenen Sommer mach ich einen Langzeitselbstversuch. Darin bin ich inzwischen bei LCHF und unter 20 Einheiten Insulin gesamt am Tag angelangt. Und bei der Überzeugung, dass ich mit LCHF seit 91 noch heute ohne jede Zuckermedi einen gesunden BZ im Rahmen von HBA1c maximal 5,5 hätte. Allerdings gibt es auch heute erst wenige Ärzte, die LCHF als gesunde Option akzeptieren.

Und wenn Du zu LCHF noch ne Stunde intensivere Bewegung pro Tag packst, nach Möglichkeit aufgeteilt auf die Zeiten jeweils direkt nach dem Essen, hast Du für alle Diabetes mellitus Typen die Grundlage für minimalen zusätzlichen Insulin-Bedarf, bei Typ2 oft gar keinen und bei Typ1 den wenigst möglichen. Warum probierst Du's nicht einfach aus?

Und insofern hat der Hans völlig Recht: bei optimaler Be-Handlung ist die Typisierung wurscht ;)

Bisdann, Jürgen


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BeitragVerfasst: 06.05.14, 14:50 
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moin hjt,

ich vermute mal, dass ich durch lc gute chancen habe, gar nicht auf medikamente angewiesen zu sein. ich habe ebenfalls gute ergebnisse erzielt mit lc (aber ohne hf). meine werte stabilisieren sich gut. meine beobachtung ist, dass im vorstadium, darin befinde ich mich offenbar, die bewegung noch wichtiger ist als low carb. nach dem essen gezielt eingesetzt, ist mit sport sogar (einigermaßen) high carb möglich. auch generell hat bewegung einen besonders guten einfluss auf meinen bz. kann ich natürlich ausdrücklich nur für meinen fall bestätigen.

die einordnug des typs interessiert mich deshalb, weil ja bei 1 keine chance besteht, ohne fremdinsulin auszukommen und zusätzlich die insulintherapie unverzüglich beginnen sollte. das ist bei typ 2, und besonders im vorstadium, eben anders.

da die antikörper nicht ausreichend vorhanden sind sowie der c-peptid wert drastisch erhöht ist, kann ich die einschätzung der endikrinologin auch als laie gut nachvollziehen. somit bleibt es bei t2 und ich kann guten gewissen (ausschließlich) diätisch und sportlich weitermachen mit guten aussichten auf erfolg :)


Zuletzt geändert von goodvibes am 06.05.14, 15:01, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06.05.14, 14:56 
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Daumendrück :)


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BeitragVerfasst: 09.05.14, 13:53 
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Bei einem C-Peptid-Wert von >3000 pmol/l (Referenzwert dürfte (laut Google) bei 230-1000 pmol/l liegen!) u. einem Hba1c von 5,3 (90mg/dl) würde ich (als "Laie") ganz klar von einer Insulinresistenz ausgehen.
Insulinresistenz bedeutet das selbst bei kleinen Mengen zugeführter Kohlenhydrate die Bauspeicheldrüse auf hochtouren läuft - Eben da die Zellen nichts mit dem Insulin anzufangen wissen, der Blutzucker nicht in dem Maß runter geht wie er es eig. sollte u. die Bauspeicheldrüse somit nicht das Signal bekommt "es ist genug Insulin da, mach mal ne Pause".
Ich würde an deiner Stelle nicht darauf bauen das die Bewegung wichtiger ist, eben mit dem Hintergedanken das die Bauchspeicheldrüse trotzdem mehr arbeiten muss als sie es bei einem Stoffwechselgesunden sowieso schon tut. LowCarb wäre also vielleicht dennoch sinnvoll... verheiz deine Inselzellen nicht mehr als unbedingt nötig - denn was weg ist, ist weg!
Metformin senkt den BZ zwar "nur" im mittleren einstelligen Prozentbereich, denn es verringert die Glucosebildung durch die Leber, außerdem soll es (ist aber nicht belegt) die Aufnahme von Kohlenhydraten durch den bzw. im Darm verringern u. die Insulinresistenz herabsetzen.
Ich würde mir also an deiner Stelle überlegen ob es nicht vielleicht sinnvoll ist am Tag 2 Tabletten zu schlucken u. somit die Inselzellen ein wenig mehr zu schonen bzw. länger zu erhalten.

Auch wenn viele unterstellen das Diabetes Typ 2 "heilbar" ist, so ist das ein trugschluß, man kann vielleicht positiv auf den Verlauf einwirken, eine Heilung ist jedoch nicht zu erwarten u. es läuft auch beim Typ 2 früher od. später darauf hinaus das auch die 2er spritzen müssen - Im Internet geht man von 8-10 Jahre aus, dann man auch der 2er spritzen.

Daher sollte der HbA1c regelmäßig kontrolliert werden u. man sollte gelegentlich ein sog. "Tagesprofil" anlegen - Als "Laie" würde ich unterstellen das einmal im Monat ausreichen sollte.

Ich weiß das ich alles recht negativ sehe, aber dann kann man wenigstens noch Erfolge sehen...


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