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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Diabetes nur, wenn ich viel esse?
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BeitragVerfasst: 24.03.14, 19:30 
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Oschgaaar hat geschrieben:
Ich bin auf dem Stand, dass Metformin zusätzlich die Resorption von Glucose im Darm hemmt und eine schnellere Aufnahme in die Muskelzellen bewirkt.

Wenn aber an den Tagen, wo ich mehr esse. mehr Metformin genommen wird, dann sollte ja eigentlich das Metformin mindestens die Glucose-Neubildung hemmen. Dann wäre das ja schon hilfreich.

Ich will eben so wenig wie möglich Medikamente nehmen, deswegen müsste ja eigentlich mehr Metformin an ein paar Tagen reichen.


Diesen Stand habe ich auch, jedoch heißt es immer wieder das man diese Wirkung nur vermutet/unterstellt - Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Metformin#Wirkprinzip
Metformin selbst sorgt nicht dafür das die Glucose in die Körperzellen geschleußt wird, es senkt die sog. Insulinresistenz.

Ich müsste jetzt lügen, habe aber irgendetwas im hinterkopf das Metformin den Blutzucker nur im untersten einstelligen Prozentbereich senkt - Bedeutet also das man dessen Wirkung nicht überschätzen sollte.
Mit dem Augenmerk darauf das es die Leber daran hindert aus den Fett- u. Muskel-zellen Glucose herzustellen u. dem Körper damit zur "Verwertung" bereitzustellen, würde ich (als Laie!) unterstellen das es sogar eher hinderlich ist wenn man abnehmen will.
Muss jedoch gestehen das ich bisher immer noch nicht herausgefunden habe ob Metformin auch die Leber daran hindert Glucose in die Fett- u. Muskel-zellen zu schleusen - Wobei Metformin ja die Insulinresistenz vermindert u. es somit dem Körper wieder "den Schlüssel" liefert u. es somit eher möglich ist "Reserven" anzulegen...

Ob eine "eigenmächtige" Erhöhung der Metformindosis sinnvoll ist, sollte man am besten mit seinem Arzt/Diabetologen besprechen. Vielleicht hält dieser die bisherige Therapie nicht mehr für angemessen!

Ps.: Ich hör von meinem Hausarzt schon seit Jahrzenten das ich zu dick bin u. abnehmen soll... Ob ich Diabetes hab weil ich immer ein paar Kilo zu viel hab?! Jedenfalls hat mich mein Hausarzt nie darauf angesprochen das der Wechselschichtdienst (spät, früh, spät, früh...) nicht gut für mich bzw. meinen Körper ist... komische Welt in der das eine verteufelt wird u. das andere völlig egal/unwichtig ist!
Meiner Meinung nach sollte man sich daher nicht unter unnötigen Druck setzen (lassen), Diabetes kann man ja nun schon mal nicht mehr bekommen. ^^


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BeitragVerfasst: 26.03.14, 14:08 
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Einen extremen Appetit, wenn ich zu Hause bin, kenne ich auch.

Wenn ich aber in Bewegung bin (Schlendern in der Gegend reicht, Stadt oder Land), dann kommt mir das Essen gar nicht in den Sinn.


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BeitragVerfasst: 26.03.14, 19:49 
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Beiträge: 603
Moinmoin,

ich finde die Idee mit Verlaub Quatsch, dass wir unseren BZ mit Medikamenten maskieren. Wir machen mit Medis nur das, was unsere Blutzucker-Automatik nicht mehr aus eigener Kraft gesund schafft. Wir regulieren unseren Blutzucker.

Die gesunde BZ-Automatik sorgt dafür, dass der Mensch mit maximal 90mg/dl morgens aufsteht und in der Spitze nach nem Eimer Cola nicht mehr als für ein paar Minuten 140mg/dl misst.
Je mehr wir uns mit unserer defekten BZ-Automatik gezielt alltäglich nahe diesem Bereich und darin aufhalten, desto besser funktioniert auch Abnehmen - wenn dafür ausreichend wenig gegessen wird.

Die Idee, dass man von Insulin oder Medis zunehme, wird immer wieder vorgetragen. Sie trägt aber nur in Bezug auf Wasser. Davon wird unter dem Einfluss mancher Medis direkt mehr festgehalten und eingelagert. Alle übrige Zunahme ist auf Kalorien angewiesen, die gegessen und getrunken werden. Und dafür können unglücklicher Weise schon erstaunlich wenige voll ausreichen.
So hab ich gerade von ner 120kg Versuchsperson gelesen, bei der ein Grundumsatz von knapp 1.200kcal am Tag gemessen wurde. Mit wenig Bewegung könnte die wahrscheinlich mit 1.500kcal am Tag ihr Gewicht locker halten.

Nur sind 1.500kcal verteilt auf 3 Portionen und 2 Leckerchen am Tag (+Nacht!) zwischendurch erschreckend kleine Portionen, die erst in der Form von großen Salat-Tellern ohne Blutzucker antreibende KH-Beilagen auch magenfüllend werden. So was und den Austausch dazu findest Du, wenn Du Deinen Google nach LOGI Forum fragst, und mit "Insuliner-Erfahrungen z.B. mit besonders kleinem Schmalhans/SchmalLOGI" findest Du meinen Selbstversuch seit dem vergangenen Sommer.

Metformin funktioniert voll nur mit dem jeweiligen Spiegel, der beständig im Blut präsent ist. Es bremst nachgewiesen nur die zuviele Glukose-Ausgabe aus der Leber. Und während beim gesunden Stoffwechsel die Leber die Glukose-Ausgabe einstellt, wenn neue Glukose in Form von KHs gegessen wird, legt die diabetische Leber mit dem Essen von neuer Glukose noch einmal eine Schüppe zu. Und wenn nun diese Zulage auch mit dem Metformin gebremst wird, hat man mit weniger BZ-Anstieg nach dem Essen als ohne Metformin das Gefühl, dass Metformin den BZ senke. Tut es aber nicht wirklich messbar. Und ebenso marginal ist die Verzögerung des Glukose-Übergangs aus dem Darm in den Blutkreislauf oder die Verringerung der sogenannten Insulinresistenz.
Wer Metformin normal verträgt und damit einen gesünderen BZ misst, kann es getrost zeitlich unbegrenzt als tägliche Grund-Medikation für seinen Diabetes nutzen. Und regelmäßig genommen optimiert sich auch die Wirkung, von der mit immer wieder mehreren Tagen Unterbrechung nur vergleichsweise wenig zum Tragen kommen kann.

Bisdann, Jürgen


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BeitragVerfasst: 02.04.14, 16:16 
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Hungergefühl kann man mit etwas Positivem verbinden:

1. Oh ! Ich habe Hunger ! Toll ! Meine Fettleber wird entfettet ...

2. Oh ! Ich habe Hunger ! Meine Zellen werden repariert. Wie in dem Experiment mit Owen und Canto. Der "Spiegel" berichtete.


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BeitragVerfasst: 02.04.14, 18:52 
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Registriert: 13.02.07, 09:29
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Tullia hat geschrieben:
Hungergefühl kann man mit etwas Positivem verbinden:

1. Oh ! Ich habe Hunger ! Toll ! Meine Fettleber wird entfettet ...

2. Oh ! Ich habe Hunger ! Meine Zellen werden repariert. Wie in dem Experiment mit Owen und Canto. Der "Spiegel" berichtete.


Man sollte nur beachten das es hier um Diabetes geht... Die Leber verstoffwechselt Fett- u. später Muskel-zellen zu Glucose u. gibt diese ins Blut ab, was dementsprechend den Blutzuckerspiegel steigen lässt. Desweiteren sind Begriffe wie Insulinmangel, Insulinresistenz, mögliche Folgeerkrankungen die mitwirken, Insulin, orale Antidiabetikas... (ggf. lebensgefährliche) Ketoazidose us.w auch nicht zu vernächlässigen.
Als Diabetiker sollte man nicht einfach einen Hungerast schieben, zum. (meiner Meinung nach!) nicht ohne sich vorher genauer mit der Verstoffwechselung u. den zusammenhängen befasst zu haben!


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BeitragVerfasst: 02.04.14, 19:39 
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Wohnort: Friesland
Fasten sollte bei den meisten Diabetikern unter engmaschiger Kontrolle durchgefuehrt werden. Dr Jason Fung, dessen Seite ich hier bereits verlinkt habe, behandelt Typ II Diabetiker mit intermittierendem Fasten und wenn man sieht, dass einige seiner Patienten innerhalb von sechs bis acht Wochen von taeglichem Insulin zu Metformin "abgestiegen" sind, versteht man, warum die engmaschige Kontrolle notwendig ist.

Das Fasten scheint aber in vielen Faellen den Kreislauf aus Insulin -> Insulinresistenz -> mehr Insulin -> mehr Insulinresistenz -> noch mehr Insulin -> ... zu durchbrechen, egal, ob es sich dabei um koerpereigenes oder von aussen zugefuehrtes Insulin handelt. Daher auch meine Einstellung, dass die traditionelle Behandlung schlechter Blutzuckerwerte mit immer mehr Medikamenten nur eine Verschleierung der Grundproblematik ist. Die Normalisierung eines Blutzuckerwertes ist eine Maskerade, das Grundproblem ist die durch falsche Ernaehrung hervorgerufene Insulinresistenz, die sich irgendwann verselbstaendigt hat und zum Diabetes wurde. Dr Fung spricht auch von der Toxizitaet des Insulins und haelt Diabetes Typ II fuer heilbar, wennman die Insulinresistenz durchbricht.

Mal sehen, was langdauernde Studien zum Thema zeigen. In der Zwischenzeit faste ich weiter, denn ich bin mittlerweile ebenfalls davon ueberzeugt, dass unsere Ernaehrung, die auf stark verarbeiteten Getreideprodukten basiert, das wirkliche Problem darstellt.

_________________
And God promised men that good and obedient wives would be found in all corners of the earth.


Then she made the world round and laughed and laughed and laughed...


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BeitragVerfasst: 02.04.14, 20:03 
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Beiträge: 37
Mir ging es nur um die Momente am Wochenende, in denen man sich "nicht beherrschen kann".

Ich leide auch unter einem gesegneten Appetit und denke mir oft: die Welt kann untergehen, morgen werde ich vielleicht tot sein, aber ... gönne ich mir jetzt.

Um diese Stimme zu übertönen, muss man doch etwas vortragen.


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BeitragVerfasst: 02.04.14, 20:27 
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Registriert: 13.02.07, 09:29
Beiträge: 132
Tullia hat geschrieben:
Mir ging es nur um die Momente am Wochenende, in denen man sich "nicht beherrschen kann".


Kam leider nicht so rüber u. deswegen habe ich das auch so bissig formuliert - Gerade mit dem Hintergedanken das es auch Leute gibt die sich mit dem Thema Diabetes bzw. Stoffwechsel nicht wirklich auseinandergesetzt haben u. dann "lachend ins offene Messer rennen".

Ich habe früher auch mal 1 od. 2 Tage (keine Zeit u. dann keinen hunger mehr gehabt, zu faul...) nichts gegessen, mittlerweile habe ich mir angewöhnt zum. 2 Mahlzeiten am Tag zu mir zu nehmen u. dafür (einigermaßen :roll: ) auf die Qualität der Kohlenhydrate zu achten.


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