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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Diabetes?
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 Betreff des Beitrags: Diabetes?
BeitragVerfasst: 08.12.13, 19:46 
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Liebe Forums-Mitglieder,
heute möchte ich von meinem "Fall" zum Thema Diabetes berichten, zumal ich in den letzten 3 Monaten eine Achterbahn-Fahrt der Gefühle gemacht habe. Bei einem Routine-Check bei meiner Hausärztin ergab mein Nüchtern-Blutzucker 132 und der HbA1c-Wert 7,2. Alle anderen Werte vollkommen unauffällig. Ich muss hierzu sagen, dass ich bei ca. 185 cm Körpergrösse 120 kg gewogen habe zum Zeitpunkt der Blutabnahme. Der meine Ärztin vertetende Arzt konfrontierte mich mit den genannten Ergebnissen und verschrieb mir sofort Metformin. Ich war völlig geschockt von der vermeintlichen Diagnose und im ersten Moment brach eine Welt für mich zusammen. Tage lang konte ich keinen klaren Gedanken fassen und war nun stets in der Apotheke, um meinen Blutzucker messen zu lassen. Meine Frau ermutigte mich, meine Ernährung umzustellen, auf zuckerhaltige Getränke wie Cola usw. vollkommen zu verzichten. Kohlenhydrate habe ich stark eingeschränkt, sodass ich bereits nac wenigen Wochen 8 kg abgenommen hatte und meine Nüchtern-Zuckerwerte anfangs bei 110 nun regelmäßig zwischen 80 und 99 lagen. Ich habe in der gesamten Zeit nicht eine Metformin-Tablette genommen. Nun, nach 3 Monaten, wurde erneut mein HbA1c-Wert bestimmt und man höre und staune: 5,8. Meine Hausärztin war derart überrascht von meinem Ergebnis und riet mir sofort, die Metformin-Tabletten zu entsorgen und so weiter zu machen, wie ich es nun begonnen habe.
Ich für meinen Teil bin mittlerweile überzeugt, dass ich kein Diabetiker bin, was mich jedoch keinesfalls von meiner Pflicht entbindet, als übergewichtiger Zeitgenosse vermehrt an meiner Gesundheit zu arbeiten und weiter abzunehmen.
Soweit ich diverse Erfahrungsberichte lesen konnte, schafft es ei Diabetiker in der Regel nicht ohne Medikamente oder zusätzliches Insulin, solche Werte zu erreichen.
Ich will jedem Mut machen, nicht jede Diagnose sofort kampflos anzunehmen, sondern jetzt erst recht zu kämpfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 09.12.13, 09:24 
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Beiträge: 125
Ich meine, Deine Hausärztin hat Recht.
Wenn man mit gesunder Lebensführung solche Werte
erreichen kann, wäre es hirnrissig, Medikamente zu nehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 09.12.13, 10:54 
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Beiträge: 966
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Claro, auch bei Diabetes gilt für die medikamentöse Therapie, nur soviel wie nötig und so wenig wie möglich. Zur Wirksamkeit der Antidiabetika gehört auch immer die Palette der Neben- und Wechselwirkungen. Prophylaktische Medikation ist nicht sinnvoll.

Ein Segen ist's, dass der Typ2-Diabetes häufig mit Ernährungsumstellung und Änderung der Lebensweise bis in den latenten Zustand ausgebremst werden kann.
Die Diagnose sollte jedoch in diesen Fällen allemal ein Warnschuss sein.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 17.12.13, 23:05 
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Beiträge: 132
Auch wenns ein komischer Vergleich ist, aber du willst dein Diabetes nicht wahr haben u. ich vergleiche es mit den sog. "5 Sterbephasen" - "Nicht wahrhaben wollen", "zorn u. ärger", "verhandeln", "depressive Phase" u. "akzeptanz".
Natürlich ist die Diagnose keine leichte u. natürlich versucht man alle möglichen Gründe dafür zu finden, das der Arzt sich geirrt haben könnte, aber letztenendes wirst du (laut WHO-Leitlinie gilt der Diabetes Mellitus bei einem Nüchtern-BZ > 126 als gesicherte Diagnose) mit der Diagnose leben müssen!

Bei den Blutzuckerwerten kommt es nicht darauf an wieviele diese Werte ohne Medikation (Tabletten u./od. Insulin) halten können, sondern vielmehr wann die Diagnose gestellt wurde u. wie lange man selbst (beim 2er) mit einer Ernährungsumstellung u. bewegung noch ohne Tabletten u./od. Insulin auskommt!

Metformin soll (beim 2er) die Insulinressistenz "durchbrechen" u. die Leber daran hindern den BZ weiter in die Höhe zu treiben - Es ändert aber nichts an der Tatsache das die Bauchspeicheldrüse (früher od. später!) nicht mehr genügend bzw. überhaupt noch Insulin produziert u. es letztenendes zugeführt werden muss... Insulin ist zum. keine "Chemiekeule", sondern ein Körpereigenes Hormon...

Du hast 2 Möglichkeiten.: Dich dem Diabetes anpassen (Ernährungsumstellung u. bewegung) od. den Diabetes dir anpassen (geeignete Therapie; zunächst genügt vielleicht noch die Ernährungsumstellung u. bewegung) - Wie du mit dem Diabetes umgehen/leben willst, kannst nur du entscheiden. Ich habe mich dafür entschieden den Diabetes mir u. meinen Lebensumständen anzupassen.

//Edit// Du solltest dir alleine schon aufgrund der möglichen Spätfolgen (Augenschäden, Nervenschäden, Herzinfarkt, Schlaganfall, Arterienverkalkung u. diabetischer Fuß) überlegen wie du dein weiteres Leben mit dem Diabetes gestalten willst - Medikation u./od. einschränkungen od. die möglichen(!) Spätfolgen in kauf nehmen!

Daher mein Tip.: Besorg dir ein BZ-Messgerät (verteilen Ärzte/Diabetologen kostenlos) u. mess deinen BZ mal spaßeshalber nach einer (für dich normalen; also vor der Diagnose Diabetes) Mahlzeit... du wirst sehen das du keine Ausrede mehr findest u. dich früher od. später damit abfinden musst!

Meine Mutter hat nach einem Schlaganfall u. ner Hirnblutung 3 1/2 Jahre im Koma gelegen u. war, auch wenns hart klingen mag, nur noch ein atmendes Stück Fleisch... überlege dir also ob du nicht zum. den einen Risikofaktor minimieren willst!//Editend//


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 21.12.13, 12:53 
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Beiträge: 603
Moin Edin,

Dein Ansatz ist SUPER, und ich finde toll, wie Du anderen damit Mut machen willst. Dazu nur ein paar wichtige Zusatz-Infos:

Gesund ist morgens mit maximal 90mg/dl aufstehen und in der Spitze (meistens etwa 1 Stunde) nach dem Einfüllen von viiiiielen KHs=Zucker nicht mehr als für ein paar Minuten maximal 140 messen.
In dem Sinne geht der Diabetes in aller Regel nicht mehr weg. Also auch mit völligem Normalgewicht und überduchschnittlich viel Sport kommt praktisch niemand von uns mehr da hin, eine beliebige Menge Kohlenhydrate zu essen, ohne danach in der Spitze deutlich über 140 messen zu müssen.

Aber je früher wir damit anfangen, mit der passenden Futterauswahl und -menge und der passenden Menge an Bewegung (am wirksamsten direkt jeweils nach dem Essen) unseren Blutzucker gesund zu steuern, umso länger kommen wir dafür ohne Medis aus.
Und wenn dann doch Medis notwendig werden, bekommen wir das dabei frühzeitig mit und erhalten uns unseren gesunden BZ zuverlässig mit den jeweils geringst möglichen Dosierungen.

Weil die wirklich gesunde BZ-Steuerung noch gar nicht so lange möglich ist und weil dazu von Ärzten bislang praktisch kaum angeleitet wird, kann noch niemand sagen, wie lange wir uns auf diese Weise eine möglichst ausreichende eigene Insulin-Versorgung erhalten können. Aber auf jeden Fall können wir uns so praktisch alle drohenden diabetischen Folgekrankheiten recht zuverlässig vom Hals halten.

Weiter so :) Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 23.12.13, 09:49 
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A propos "Spätfolgen".

Der Begriff ist nach heutigem Wissensstand irreführend. Bei etlichen "Kandidaten"
wird bereits bei der Diagnose des Diabetes ein Krankheitsbild festgestellt, dass in hohem Maße
als Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, z.B. diabetische Polyneuropathie, bekannt ist.
Es liegt einfach daran, dass der Manifestation beim Typ2-Diabetes, mitunter auch beim LADA, eine lange Latenzphase vorangeht und Folgeerkrankungen ihren progressiven Lauf von Anfang an nehmen.

Deshalb ist es besser statt von "Spätfolgen" von chronischen diabetischen Komplikationen
oder halt nur von Folgekrankheiten zu sprechen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 23.12.13, 11:00 
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Moin Hans,

deswegen finde ich ja auch das Spiel mit der Manifestation irreführend. Abgeleitet von den Erfahrungen z.B. mit ner Grippe verbindet man allgemein mit Manifestation sowas wie nen Ausbruch. Aber da bricht beim Diabetes nix. Da werden einfach nur willkürlich gesetzte Grenzwerte überschritten.

Wie die Folgeerkrankungen zeigen, ist die Schadwirkung vom höher als gesunden Blutzucker dann häufig schon längst unterwegs.

Bisdann, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 23.12.13, 11:46 
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Nein, Manifestation bedeutet nicht Ausbruch. :roll:

In der Medizin ist die Manifestation das Erkennbarwerden, Offenbarwerden
von Krankheiten. Der Diabetes mellitus manifestiert sich durch Überschreiten bestimmter Blutglukosewerte, z.B. > 200 mg/dl, aus einem latenten Stadium.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 23.12.13, 12:42 
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In der Medizin ist das so, aber der allgemeine Sprachgebrauch versteht unter Manifestation nun mal ne Art Ausbruch und vor allem auch den Beginn einer möglichen Schadwirkung.
Nachtrag Wiki
Als Manifestation (von lat. manifestare; zu dt. „handgreiflich machen“) wird das Sichtbarwerden oder Sich-offenbaren von Dingen aller Art bezeichnet, die vorher unsichtbar bzw. gestaltlos oder gar nicht-existent waren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 24.12.13, 10:30 
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hjt hat geschrieben:
aber der allgemeine Sprachgebrauch versteht unter Manifestation nun mal ne Art Ausbruch und vor allem auch den Beginn einer möglichen Schadwirkung.


so wie das Kommunistische MANIFEST :lol:

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 24.12.13, 12:55 
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Genau, das hatte es vorher auch noch nicht gegeben :)

Beste Wünsche zum Fest und Jahreswechsel!
Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 25.12.13, 08:02 
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Ach was :)
Das kommunistische Gedankenbild bestand bereits und wurde
später schriftlich festgehalten, also manifestiert.

Manifest bedeutet "handgreiflich gemacht"
Dinge, die bereits gegeben sind, werden nun handfest,begreifbar,
festgehalten, veröffentlicht ; egal wie Du das nennen magst.

Übrigens: der allgemeine Sprachgebrauch ist ein schwacher Beleg.
Er bezeichnet z.B. Kosten als Unkosten, also das genaue Gegenteil :)

Übrigens...gestern...einige Meilen südsüdöstlich von hier :

Josef und Maria sind auf Herbergssuche. Leicht genervt klopft Josef an die zwölfte Tür.
Der Wirt öffnet, es entsteht folgender Dialog:
Josef: "Habt Ihr Quartier für mich und meine Frau?"
Wirt: "Nein, alles ausgebucht
Josef: "Aber seht doch, meine Frau ist hochschwanger
Wirt: "Da kann ich doch nichts für..."
Josef: "Ich doch auch nicht!"


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 25.12.13, 11:13 
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@creole :) :) :)

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Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes?
BeitragVerfasst: 25.12.13, 16:59 
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ich doch auch nicht ;)


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