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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Diabetes mit 20 Jahren? Tabletten oder Spritzen?
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BeitragVerfasst: 07.10.13, 15:51 
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Ich habe vor 3 Tagen mal meinen Zuckerwert
mit einem neuem Messgerät von meinem Onkel gemessen.

Nach dem Kaffee und Kuchen Betrag der Wert 280.
Dann habe ich am Sonntag und heute (Montag) nochmal
morgens auf nuechterem Magen gemessen..
Er war 219 und 209.

Habe morgen frueh nen Termin zur Blutabnahme.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:

Was kommt auf mich zu,
wenn sich raustellt,
dass ich echt Diabetes habe?

MUSS ich auf jedenfall Spritzen, und damit auch ins Krankenhaus
fürn paar Tage oder geht es wirklich,
wie mir 2 Leute mit Diabetes gesagt haben,
mit Tabletten?

Diabetes liegt in den Familien meiner Mutter und Vater.
Und übergewichtig bin ich auch.


Bedanke mich schonmal bei euch :)


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BeitragVerfasst: 07.10.13, 19:35 
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Hallo Kenny,

es kommt sehr stark darauf an, was für einen Diabetes-Typ du hast. Bei Typ1-Diabetes geht nur Insulin, während du mit Typ2-Diabetes lange Zeit mit Tabletten behandelt werden könntest.

Was für einen Typ du hast, lässt sich von Ferne nicht sagen. Das wird dein Arzt untersuchen und feststellen. Falls du "nur" Typ2-Diabetes hast, dann kannst du mit der richtigen Ernährung, viel Bewegung und Abnehmen sehr viel dagegen tun um den Diabetes im Griff zu behalten. Aber auch ein Typ1-Diabetes wäre nicht der Weltuntergang. Es gibt viele, die damit zurecht kommen müssen und es auch gut können. Melde dich bitte wieder, wenn dein Diabetes-Typ fest steht.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 07.10.13, 19:41 
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Beiträge: 11
Werde morgen frueh Blut abnehmen lassen und
für Donnerstag nen Sprechstunden-Termin holen.

Dann melde ich mich hier wieder.

Danke für deine Antwort.

--------------------------------

War heute Blut abnehmen.
Donnerstag habe ich Termin beim Arzt.

Die Ärztin sagte, ich habe wahrscheinlich Typ2,
wegen meinem Gewicht.. Für Typ1 wäre ich
außerdem zu alt mit 20 Jahren.


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BeitragVerfasst: 10.10.13, 13:32 
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War heute beim Arzt.

Diabetes habe ich, keine Frage.
Er ist sich zu 99% sicher, dass es Typ2 ist.

Aber es gibt ja neben Typ1 und Typ2 noch seltene Diabetes-Arten.

Ich habe am Mittwoch einen Termin beim Diabetologen.
Er soll nun feststellen, ob es sich zu 100% um Typ2 handelt.

Tabletten habe ich auch schon bekommen.


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BeitragVerfasst: 11.10.13, 15:03 
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Wohnort: Rhld.-Pfalz
xKennyx hat geschrieben:
War heute Blut abnehmen.
Donnerstag habe ich Termin beim Arzt.

Die Ärztin sagte, ich habe wahrscheinlich Typ2,
wegen meinem Gewicht.. Für Typ1 wäre ich
außerdem zu alt mit 20 Jahren.


Der Typ2-Diabetes tritt nicht nur bei Übergewicht auf und nicht alle
Übergewichtigen bekommen Typ2 Diabetes. Schweres Übergewicht=Adipositas
bedeutet allerdings ein höheres Risiko bei der multifaktoriellen Entwicklung des Typ2-Diabetes.

Mit 20 Jahren ist Mann oder Frau beileibe nicht zu alt, einen Typ1 Diabetes zu generieren.
Es handelt sich dann meist um einen LADA, der mitunter nicht als solcher erkannt wird.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 11.10.13, 19:44 
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Mal so ne Frage, falls das jemand weiß.

Wie stellt ein Diabetologe fest, um welchen Typ es sich handelt?
Hab immer n bissl Angst zum Arzt zu gehen,
wenn ich nicht genau weiß, was mit mir gemacht wird.

Würde mich echt freuen,
wenn jemand bescheid weiß.

lg
Kenny


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BeitragVerfasst: 12.10.13, 16:07 
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Beiträge: 185
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Hallo Kenny,

zunächst wird der Diabetologe dich auf entsprechende Antikörper testen. Wenn welche gefunden werden, dann hast du Diabetes Typ1 bzw. die sich langsam entwickelnde Variante LADA.

Wenn keine gefunden werden, dann ist er noch nicht viel schlauer, weil es auch ohne Antikörper Typ1 oder LADA sein kann. Der Diabetologe hat viel mehr Erfahrungen als dein Hausarzt und muss sich mit diesem Erfahrungsschatz dann auf eine Variante festlegen. Dass ist deshalb so wichtig, weil Typ1 und LADA nur mit Insulin effektiv behandelt werden können.

Wenn Antikörper gefunden werden, dann kann es aber noch möglich sein, dass du beide Diabetesformen Typ1 bzw. LADA und Typ2 hast oder im Laufe deiner Diabeteskarriere entwickelst. Du siehst, wie kompliziert das ganze ist, besonders bei dir, weil es für beide Diabetesformen Anzeichen gibt. Auf die Aussage von deinem Hausarzt brauchst du nicht viel zu geben, er bedient nach meiner Meinung nur die vorhandenen Klischees.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 12.10.13, 18:45 
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Beiträge: 11
Danke dir für die Antwort.
Hab noch eine Frage zum Diabetologen.
Nimmt er mir "nur" Blut ab oder macht er auch noch andere
"unangenehme" Sachen.. :x

lg Kenny


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BeitragVerfasst: 12.10.13, 19:56 
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Der Diabetologe wird (sofern noch nicht vom Hausarzt gemacht) Blut abnehmen (um den "Langzeitblutzucker"( HbA1c), das Kreatin u. die Blutfette zu bestimmen). Den Urin auf Zucker, Eiweiß u. ggf. Keton testen. Ein EKG machen u. die Füße bzw. deren Nerven mittels Stimmgabel untersuchen - Alles Untersuchungen die ich persönlich als "nicht unangenehm" einstufe.
Die o.g. Untersuchungen werden sich aber in Zukunft ( 1x im Jahr Augenarzt u. EKG, 1/4 jährlich Blut (HbA1c, Kreatin u. Blutfette), Stimmgabeltest an den Füßen u. Urin (Eiweißtest).) wiederholen - Eben da durch den Diabetes Folgeerkrankungen auftreten können.


Bei mir (31 Jahre) wurde vor 2 1/2 Wochen Diabetes diagnostiziert, ich konnte bereits in dieser Woche an einer Diabetes-Schulung teilnehmen u. sehe die Diagnose "Diabetes Typ 2" nicht als so dramatisch an - Klar man muss auf seine Ernährung achten, soll Sport machen, muss Tabletten nehmen u./od. Insulin spritzen...
Du hast das "Glück" noch sehr jung zu sein u. wirst nicht das Problem einer 80 jährigen Person haben dich in die Materie einzulesen bzw. den Umgang mit dem Diabetes zu erlernen.


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BeitragVerfasst: 13.10.13, 12:12 
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Beiträge: 11
Danke dir.

Das unangenehmste wäre das EKG für mich,
da ich mich für mein Uebergewicht schäme.
Aber das mach ich trotzdem.

Blut hat der Hausarzt mir schon abgenommen.
Das was er von dem Diabetologen wissen will ist nur,
ob ich Typ2 oder eines dieser seltenen Typen habe.
Den Rest kann er machen, sagte er.

lg
Kenny


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BeitragVerfasst: 14.10.13, 11:54 
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Kenny hat geschrieben:
Wie stellt ein Diabetologe fest, um welchen Typ es sich handelt?

Diabetologen gelingt - nicht zuletzt aufgrund ihrer Erfahrung - mittels differentialdiagnostischer Kriterien in der Regel dieTypisierung eines Diabetes nach gründlicher Untersuchung und Anamnese.
Die einzelnen Typen unterscheiden sich vielmals, wenn auch mit etlichen Ausnahmen,

im Manifestationsalter, mit akutem oder subakutem Beginn, normgewichtig oder übergewichtig,
ausgeprägter oder fehlender Ketoseneigung, keine oder hohe Insulinresistenz, familiäre Häufung gering oder typisch, fehlende diabetisch assoziierte Antikörper, Ansprechen auf orale Antidiabetika und labilem oder stabilem Stoffwechsel.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 23.10.13, 14:44 
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so.. ich melde mich nochmal zu Wort.

Ergebnis: Typ2
HbA1c-Wert: 8,5
Leber, Nieren, etc Werte erhöht.

Das heißt nun: Abnehmen, Abnehmen, Abnehmen :)

Die Metformin-Tbl. schlagen auch gut an.. :)


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BeitragVerfasst: 25.10.13, 11:39 
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Beiträge: 132
8,5 ist zwar kein Idealwert, aber nicht all zu "hoch" - Ich unterstelle das man hier ggf. noch ein bissel mit der Ernährung u. Bewegung eingreifen bzw. gegensteuern kann.

Abnehmen mag zwar wichtig sein, dennoch sollte man sich damit keinem all zu großen Druck aussetzen u. "gesund abnehmen" - Diabetes kannst ja nun schonmal keinen mehr bekommen. ;)


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BeitragVerfasst: 25.10.13, 15:48 
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Hallo Kenny,

Abnehmen und Metformin alleine ist wohl kaum zielführend zu einem Langzeitwert unter 6,5%,
der von Diabetikern angestrebt werden sollte, insbesondere, wenn die Nieren schon nicht mehr optimal arbeiten. Ausreichend körperliche Aktivitäten nicht vergessen. Vielleicht ist auch ein 2.Antidiabetikum indiziert.

Allzeit gute Werte

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Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 26.10.13, 22:21 
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Interessierter

Registriert: 07.10.13, 15:48
Beiträge: 11
Hans Reuter hat geschrieben:
Hallo Kenny,

Abnehmen und Metformin alleine ist wohl kaum zielführend zu einem Langzeitwert unter 6,5%,
der von Diabetikern angestrebt werden sollte, insbesondere, wenn die Nieren schon nicht mehr optimal arbeiten. Ausreichend körperliche Aktivitäten nicht vergessen. Vielleicht ist auch ein 2.Antidiabetikum indiziert.

Allzeit gute Werte


Habe in 2 Wochen wieder ein Termin beim Diabethologen..
Sie wird dann entscheiden, ob ich noch ein 2. Antidiabetikum dazu bekomme.

lg


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