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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Plötzlich Insulin spritzen müssen
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 Betreff des Beitrags: Plötzlich Insulin spritzen müssen
BeitragVerfasst: 07.10.13, 00:42 
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Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich bin neu hier. Bin 52 Jahre alt, hab Übergewicht (hab aber auch schon ordentlich abgenommen) und seit 2005 Diabetikerin. Eingestellt war ich bislang mit 2 x1 Tablette mit Metformin und Vildagliptin in Kombination morgens und abends. Bin auch gut damit zurecht gekommen und das trotz meiner Essprobleme. Um es mal kurz auszudrücken, ich bin im August an der Wirbelsäule (Versteifung L4/L5) operiert worden und für die kurze Zeit mit Insulin eingestellt worden, weil in den Tabletten ja Metformin drin ist. Es war ein absolutes Desaster, denn die Werten sind völlig ausgerastet, da war von 300 - 90 mg/dl alles drin an Schwankungen was ging. Die Klinikärzte hatten so ein Insulinschema, was halt nicht ausgereicht hat. Bei meiner Diabetologin haben sie auch nicht nachgefragt, obwohl ich drum gebeten hatte. Sportlich usw. darf ich mich z. Zt. auf ärztliche Anweisung, nicht betätigen, aber die 12 Wochen Schonung wegen der Wirbelsäule sind bald vorbei und dann darf ich mit Krankengymnastik wieder anfangen und ne Reha hab ich auch beantragt.

Jetzt gut drei Monate später (ich hab dann mein eigentliches Medikament wieder verordnet bekommen) soll ich laut meiner Diabetologin auf einmal wieder Insulin spritzen, weil sich meine Werte noch nicht beruhigt haben. Also krieg letzte Woche so nen Zettel in die Hand, da steht drauf morgens, mittags und abends und dann gestaffelt die BZ-Werte und dahinter Insulineinheiten, die ich bei den jeweiligen Werten spritzen soll. Ein schnelles (vor dem Essen) und ein langsam wirkendes Insulin (für abends) auf's Rezept und ne Anmeldung für die Schulung im November (angeblich geht es früher nicht) und soll noch zum Augenarzt.
Ach ja, und ich soll regelmäßig essen (tu ich meist nicht, weil das nicht immer so hinhaut mit den Mahlzeiten).
Ich hab mich ja bemüht, das irgendwie dann nach diesem Schema hinzukriegen..... also das mit dem Essen (bis auf Mittags, das klappt halt meist nicht und es wird dann schon mal 15.00 Uhr bis ich zum Essen komme) ging so einigermaßen. Spritzen wär jetzt nicht so das Thema...... aber meine Werte drehen wieder durch. So hohe Werte egal ob morgens, mittags oder abends hatte ich noch nie. Mein Körper und ich sind deshalb jetzt unter völligem Stress. Meine Ärztin ist nicht da - Urlaub..... juchuu, ich steh da und fühle mich auf weiter Flur alleine gelassen. Außerdem soll ich abends keine KH's bzw. fast keine mehr essen (meine Hauptmahlzeit gibt es aber erst abends und daran lässt sich auch nix ändern), ich soll auf bestimmte Lebensmittel verzichten (z. B. Reis, Nudeln und bestimmte Brotsorten und natürlich Obst).
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich war Anfang des Jahres in einer Reha und dort wurde mein Diabetes super eingestellt, ich konnte alles essen, hab schön regelmäßig meine BZ-Werte kontrolliert und alles war ok. Als ich heimkam lief es auch super, selbst mal ne Süßigkeit am Tag oder ein Stück Kuchen usw. oder auch meine nicht ganz so regelmäßigen Essgewohnheiten haben dem Ganzen nichts angetan (und das nur mit den Tabletten) .......... und jetzt..... ein Fiasko, Katastrophe wie auch immer. Ich hab jetzt schon immer Panik, wenn ich messe, das der Wert wieder zu hoch ist, kann kaum noch was gescheit essen, weil ich Angst habe, das die Werte wieder nicht in Ordnung sind, das ich mir dauerhaft damit schade.

Woher weiß ich denn, ob die Insulinmenge ausreichend ist (zwischen 6 und max. 12 Einheiten vor den Mahlzeiten je nach BZ-Wert), bei dem was ich essen möchte. Meine warme Hauptmahlzeit ist eben nun mal abends, so ca. 18.00 Uhr und es geht auch nicht anders, sonst müsste ich den ganzen Tag am Herd stehen. Ich hab keine Ahnung wie ich mein Essen ausrechnen soll. Es kann doch nicht sein, das ich zum Frühstück ein Vollkornbrötchen mit Käse, ein Frühstücksei und ein halbes Glas Orangensaft (verdünnt mit Wasser) plus Milchkaffee habe und dann 2 Stunden später einen BZ-Wert von 441 (Hiiiiilfeeeeee !!!!!!!) - was hab ich denn da falsch gemacht. Mit den Tabletten ist mir sowas nie - wirklich nie passiert. Und die Werte werden nicht wirklich besser (durchschnittlich so bei 220 - 240). Ich will deshalb auf jeden Fall nochmal mit meiner Ärztin reden, weil ich nicht sicher bin, ob das jetzt das richtige für mich ist.
Ich weiß garnicht, wie ich damit jetzt umgehen soll. Ich soll ja erstmal weiterspritzen, bis sich alles verbessert hätte (was ich bezweifle) und dann wieder auf die Tabletten umgestellt werden kann.
Ich brauch dringend mal nen Rat was ich noch machen kann, wie rechnet man den ganzen Mahlzeitenkram da aus oder so. Irgendwas mach ich doch falsch - oder?????
Sorry für die Jammerei - ich weiß echt jetzt nicht mehr weiter.

Wenn ich hier was geschrieben habe, was nicht erlaubt ist, dann einfach wieder löschen.

Ganz liebe Grüße und einen schönen Wochenanfang von Doris


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BeitragVerfasst: 07.10.13, 08:24 
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Beiträge: 185
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Hallo Miri,

das klingt so, als müstest du ohne jeglichen Grundkenntnisse auf einmal Insulin nach ICT spritzen. Das ist natürlich fatal.

Bevor wir dir an der einen oder anderen Stelle einen hilfreichen Tipp geben können, musst du erst einmal genau sagen, was für Insuline du wann und in welchen Mengen bzw. mit welchem BE-Faktor du spritzt. Wie hoch war eigentlich dein HbA1c, als du deinen Diabetes noch mit den Tabletten im Griff hattest und wie hoch war er mit Tabletten nach der OP? Wie hoch sind dein BZ-Werte nüchtern und vor und nach den Mahlzeiten? Gib uns mal bitte ein paar Zahlen, damit wir uns eine bessere Vorstellung von deinem Diabetes machen können. Ohne weitere Infos kannst du von uns keine Tipps bekommen, das wäre viel zu gefährlich.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 07.10.13, 09:38 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Doris,

willkommen im Forum.

Ich vermute, infolge der OP kam es zu einem Sekundärversagen der Insulinausschüttung.

Nach Jahren des Diabetes Typ2 kann es auch ohne einen solchen Anlass immer dazu kommen und der Patient wird insulinpflichtig. Das ist heute eigentlich ein leicht lösbares Problem mit der Zuführung externer Insuline. Dauerhaft erfolgversprechend ist dabei die "Intensivierte Conventionelle Insulintherapie" = ICT. Hierzu ist jedoch eine Schulung, ambulant oder stationär, unbedingt erforderlich.
Bis dahin ist die Tabelle mit entsprechenden Insulingaben zu bestimmten Blutzuckerwerten vom Arzt eine gute Hilfe, den Blutzucker zu kontrollieren. Häufige Blutzuckerschwankungen sind jedoch mitunter unvermeidlich.

Nach Schulung und anschließender erfolgreicher ICT ist eine ausgewogene Ernährung wieder möglich.
Bis dahin möglichst wenig Kohlenhydrate verzehren und Stress vermeiden.

Übrigens, gesüßte Getränke oder Fruchtsäfte sind für Diabetiker suboptimal, es sei denn zur Bekämpfung einer Unterzuckerung.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 07.10.13, 14:49 
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Registriert: 06.10.13, 23:37
Beiträge: 2
Rainer. hat geschrieben:
Hallo Miri,



Bevor wir dir an der einen oder anderen Stelle einen hilfreichen Tipp geben können, musst du erst einmal genau sagen, was für Insuline du wann und in welchen Mengen bzw. mit welchem BE-Faktor du spritzt.

LG Rainer


Leider kann ich dir hierzu nichts sagen, weil ich keine Ahnung habe von BE-Faktor. Novo**** und Lant*** spritze ich. Vor dem Essen das Novo immer je nach dem wie der aktuelle BZ-Wert ist, nach der ärztlichen Tabelle bzw. bis max. 12 Einheiten und das Lant*** abends bis max 21.00 Uhr (so hat die Ärztin das gesagt) und davon 14 Einheiten.
Vom gesamten Rest habe ich keine Ahnung. Mein HBA1C-Wert war bis vor der OP so ca. 6,5 - 7 und hernach brach dann das Chaos aus. Z. Zt. liegt er bei so 9 und wäre ja viel zu hoch.
Die Schulung krieg ich ja, aber erst in drei bzw. vier Wochen, falls ich da noch nicht in orthopädischer Reha bin.
Ich bin gerade dabei, irgendeinen der Ärzte in der Diab-Praxis zu kriegen, weil meine Ärztin hat Urlaub. Irgendwie muss doch da mal Ordnung in das diabetische Chaos hinein.

Übrigens, will ich versuchen, dass ich wieder auf Tabletten gesetzt werde..... so wird das, meiner Meinung nach nämlich nix. Und früher war ja bis auf gelegentliche minimale Schwankungen nie was gewesen. Ich hab heute nur gefrühstückt, davor gemessen: 188 (Hilfe, so hoch geht doch nicht) und mittags eine halbe Scheibe Vollkornbrot mit Quark gegessen und hatte jetzt 2 Stunden danach trotzdem 226 mg/dl, das ist doch viel zu hoch. Ich trau mich ja bald nix mehr zu essen.

VG Doris


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BeitragVerfasst: 12.10.13, 17:49 
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Beiträge: 132
Miri1961 hat geschrieben:
Vor dem Essen das Novo immer je nach dem wie der aktuelle BZ-Wert ist, nach der ärztlichen Tabelle bzw. bis max. 12 Einheiten und das Lant*** abends bis max 21.00 Uhr (so hat die Ärztin das gesagt) und davon 14 Einheiten.

Die Schulung krieg ich ja, aber erst in drei bzw. vier Wochen, falls ich da noch nicht in orthopädischer Reha bin.


Ich seh (gerade erst Diabetes diagnostiziert, Fehler möge man mir also verzeihen ^^) das Problem darin das du misst, spritzt u. dann "unkontrolliert" isst - also ggf. mehr/weniger BE isst als gespritzt wurden u. somit der BZ dementsprechend unkontrolliert steigt/sinkt.
Als Beispiel (mal das Basal-Insulin außer acht gelassen!).: BZ vor der Mahlzeit 200, 3IE (angenommener BE-Faktor 30) gespritzt u. der BZ sinkt auf 110, dann isst du etwas was sagen wir 4BE hat. Das heißt das dein BZ nach dem essen theoretisch wieder bei 230 ist.
//Edit// Der BE-Faktor sollte von einem Diabetologen festgestellt/festgesetzt werden - Der von mir angenommene BE-Faktor stellt einfach nur ein Beispiel dar!//Editend//

Höre dich mal um ob es nicht vielleicht Reha-Einrichtungen gibt die eine angeschlossene Diabetologie haben. In meiner nähe (ca. 40Km südlich von Frankfurt am Main) gibt es z.B. die Eleonoren-Klinik in Winterkasten... Ob dies eine gute Rehe-Einrichtung u./od. Diabetologie ist, kann ich jedoch nicht beurteilen, ich will damit nur aufzeigen das es solche Reha-Einrichtungen gibt!


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