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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Gestationsdiabetes Anzeichen auf Diabetes schon vorher?
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BeitragVerfasst: 06.09.13, 13:04 
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Weil es mich gerade brennend interessiert und aus meiner eigenen "Geschichte" hervor geht.

Ich hatte in den letzten 8,5 Jahren 3 Mal mit Gestationsdiabetes zu tun. Vorher wurde mein Butzucker nie überprüft, weil auch kein Anlass dazu bestand. Ich trieb intensiv viel Sport und mein Essverhalten neigte eher dazu fast nichts zu essen und zu trinken als zuviel.

Kindheit / Jugend = Untergewicht bis Normalgewicht
Junge Erwachsene = (Extrem viel) Sport Gewicht Normal
In allen Schwangerschaften dann Gestationsdiabetes
Jetzt ein leichtes Übergewicht mit 82,3kg, Tendenz langsam fallend nach knapp 2 Jahren Dauerernährung nach Diabetikerprinzip (Sehr gesund, Ausgewogen, Vollkorn statt Weizen, wenig Fleisch, wenig Saucen, selten Süßes und nur in ganz kleinen Mengen, um den Heisshunger auf Süßes zu verhindern, also Zuckerarm, Cholesterinarm, Kalorienarm)

Meine Frage ist oder mein Denkansatz, weil ich zum Zeitpunkt der Schwangerschaft nicht als übergewichtig zählte, ob das Gestationsdiabetes, weil es nicht nur einmal auftrat, sondern in jeder Schwangerschaft, ein Indiz auf ein schon vorher bestehendes Diabetes sein kann?
Seit der letzten Schwangerschaft in der ich im Verlauf nur Gewicht verlor, statt zu zu nehmen, habe ich durchweg einen Cholesterinspiegel von 275 - 300 g/dl gehabt, obwohl ich wie bereits geschrieben auf meine Ernährung und Mengen sehr genau achte. Blutzuckerwerte liegen im Moment alle im Normalen Referenzbereich. Gemessen werden Cholesterin und Blutzucker, sowie Schilddrüsenwerte derzeit alle 6 Monate von meinem Hausarzt, sowie Blutzucker von mir selber Stichprobenartig mit meinem eigenen Messgerät.


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BeitragVerfasst: 26.09.13, 10:49 
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Hallo Jessica,

die Frage, ob der Gestationsdiabetes ein Anzeichen auf einen vorhergehenden Diabetes ist, kann ich
nicht beantworten. Kann sein oder auch nicht sein.

Ein erhöhtes Risiko, später einen anderen Diabetes zu entwickeln, ist jedenfalls gegeben.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 28.09.13, 10:46 
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Vielen Dank für die Antwort. Generell gesehen wäre es also möglich, dass das ganze ein Anzeichen war, es aber nicht unbedingt tatsächlich so sein muss.

Das bei mir das Risiko sehr hoch ist, bzw. wohl bereits ein Diabetes Typ2 vorliegt, ist mir nun klar, da ich einen Gesundheitsparcour unseres Ärztenetzwerkes vor Ort mit gemacht habe, bei dem dies heraus kam.

Meine nächsten Schritte sind daher nochmals eine Ernährungsberatung und zusätzlich zu meinem rund 6km täglichem fixen Fussmarsch, Haushalt, Putzen e.t.c. noch weitere Strecken zu laufen sowie wieder tägliche Blutzuckerkontrollen zu machen.

Kennt sich hier eigentlich jemand mit dem Thema Leberfasten aus und kann von Erfahrungen im Umgang mit medizinisch betreuter Ernährungsumstellung erzählen?


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BeitragVerfasst: 28.09.13, 11:02 
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Jessica hat geschrieben:
Kennt sich hier eigentlich jemand mit dem Thema Leberfasten aus und kann von Erfahrungen im Umgang mit medizinisch betreuter Ernährungsumstellung erzählen?

Der Ernährungswissenschaftler und Autor Dr.N.Worm sieht in einer Fettleber das größte Risiko für Typ2-Diabetes und Herzinfarkt. In seinem Logi-Forum wird das Leberfasten mit Usern ausgiebig diskutiert. Es gibt dort auch Erfahrungsberichte.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 28.09.13, 13:07 
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Noch einmal vielen Dank. Ich habe mich jetzt dort registriert und werde mich jetzt mal mit dem Thema vertraut machen.


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BeitragVerfasst: 30.09.13, 09:40 
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Hallo Jessica,

täglich den BZ zu messen kann sehr sinnvoll sein, wenn du das Richtige misst und dann auch die richtigen Schlussfolgerungen aus zu hohen Werten ziehst. Aber täglich irgendwas, z.B. den NBZ zu messen ist nichts anderes als Geldverschwendung. Es kann sinnvoll sein, den NBZ von Zeit zu Zeit zur Kontrolle zu messen. Dafür reicht aber eine Messung aller 3 Wochen oder in noch größeren Abständen vollkommen aus. Wenn bei diesen gelegentlichen Messungen mal ein hoher Wert rauskommt, dann bedeutet das noch nichts schlimmes, weil der NBZ manchmal aus nicht nachvollziehbaren Gründen etwas höher ausfällt. Dann misst du einfach am nächsten oder auch am übernächsten Tag noch mal und wenn der Wert dann in Ordnung ist, dann ist alles bestens.

Wenn du öfter messen willst, dann nimm dir die Werte nach den Mahlzeiten vor. Als Faustformel kannst du nehmen, dass der BZ in 1 Stunde nach dem Essen möglichst nicht über 140mg/dl und in 2 Stunden nicht über 120mg/dl liegen soll. Wenn er darüber liegt, dann musst du diese Mahlzeite so verändern, dass es passt. Z.B. musst du dann weniger Kartoffeln und mehr Gemüse, weniger Brot oder Vollkornbrot und ähnliches ausprobieren. Eine gute Anleitung dazu kannst du dir hier ansehen.

Die Bestimmung des Diabetesrisikos anhand von BMI und solchen Sachen ist eine sehr ungenaue Geschichte. Wenn bei dir babei ein hohes Risiko rauskommt, dann solltes du weiter wachsam sein und auf die Ernährung und Bewegung achten. Ansonsten brauchst du dir aber keinen großen Stress zu machen. Weil du die Fettleber NAFL angesprochen hast: eine gute Abschätzung dafür ist der Fettlebeindex FLI. Wenn du die Werte hast, dann rechne den hier mal aus. Bei einem FLI unter 20 hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit keine NAFL, bei über 60 ist das Risko dagegen sehr hoch und du solltest dich weiter (z.B. Ultraschall der Leber) darum kümmern. Nach der Studienlage, die Dr. Worm in seinem neuen Buch "Menschenstopfleber" gut zusammengefasst hat, hast du mit einer NAFL wahrscheinlcih auch Insulinresistenz und eine hohes Diabetesrisiko. Das Leberfasten wäre eine Möglichkeit, mit der du Abhilfe schaffen könntest. Ich würde an deiner Stelle aber noch eine ganze Weile abwarten, wie sich die Erfahrungsberichte dazu nach längerer Zeit entwickeln. Ich glaube nicht, dass bei dir dringender Handlungsbedarf besteht. Am besten siehst du das an den BZ-Werten nach den Mahlzeiten. Schreib doch bitte mal ein paar von deinen gemessenen Werten auf.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 02.10.13, 17:01 
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Also in den letzten 2 Wochen habe ich gemessen:

Am 21.9. Ich hatte 2 Stunden vorher eine Tasse Kaffee mit fettarmer Milch und flüssigem Süßstoff getrunken, da lag der Wert nach 2 Stunden bei 90. Gegessen hatte ich an dem Morgen nichts, da ich ja früh aus der Wohnung war, um an dem Gesundheitstag teil zu nehmen. Der Arzt vor Ort meinte, dass 1 Tasse Kaffee den WErt eigentlich nicht so hoch getrieben werden kann und der Nüchternwert morgens demnach schon höher gewesen sein müsste, denn nach 2 Stunden hätte man den Kaffee nicht mehr merken dürfen, daher hatten sie den WErt auch als Nüchternwert eingetragen.

Am 24.9. hatte ich gemessen beim Frühstück. Es gab 2 Scheiben Vollkorntoast mit Dünn aufgestrichener Leberwurst (Schnittlauch), 1 Tasse Kaffee mit einem Schuss fettarmer Milch und 1,2ml flüssigem Süßstoff.
Der Nüchternwert lag morgens bei 88mg/dl nach 1 Stunde bei 120 mg/dl Nüchtern soll der Wert ja laut Arzt und Beratern unter 90 liegen. Da halte ich den 88er Wert direkt nach Aufstehen schon für Grenzwertig. Und als Folge vom Vortag kann das nicht kommen, da ich am Abend vorher zum Beispiel nur 2 Scheiben trockenes Vollkorntoast gegessen hatte und Mittags nur 2 Kartoffeln mit einem mageren Schweineminutensteak und sehr wenig Jägersauce (2 Esslöffel).

Mittags dagegen hatte ich einen Nüchternwert von 82 mg/dl. Der 1 Stündige Wert lag dann bei 110 mg/dl und ich hatte nur 1 Scheibe Vollkorntoast mit sehr dünn bestrichener Leberwurst /Schnittlauch gegessen.

Da erklärt sich mir der Unterschied des Anstiegs nicht, auch wenn er innerhalb der Norm lag am Ende.
Morgens 2 Toasts und der Kaffee -> Anstieg um 32mg/dl.
Mittags 1 Toast und ohne Kaffee -> Anstieg um 28 mg/dl.

Am 25.9. zum Beispiel hatte ich zum Frühstück, etwa gleiche Uhrzeit wie bei der Messung vom 21.9. und 24.9.
1 Joghurt 1,5% mit 1 Teelöffel Erdbeermarmelade und 2 Esslöffeln Seitenbacher gebackenes Müsli.
Nüchtern war der Wert bei 76 mg/dl, nach einer Stunde bei 112 mg/dl. Also völlig normal.

Die letzten Tage hatte ich nicht gemessen, weil ich dabei war meine Ernährung umzustellen, nach dem LOGIPrinzip.

Aber gestern beispielsweise gab es die Ausnahme, dass mein Sohn Apfelfest in der Schule hatte und wir Eltern dort zum Frühstück eingeladen waren. Die Kinder haben 2 Wochen lang 220kg Äpfel gesammelt und in den letzten Tagen hieraus Apfelsaft, Apfelmus, Apfelkuchen, Apfel-Sahne-Speise, Apfelmarmelade gemacht. Wir Eltern sollten halt probieren, was unsere kleinen Kinder (7 Jahre alt) alles selber zubereitet haben.
Ich habe von allem dort nur ein ganz kleines bisschen probiert. Man bot mir zwar mehr an, ber ich konnte und wollte halt nicht, auch wenn alles lecker war.
Auf dem WEg nach Hause bekam ich Magenprobleme und Kopfschmerzen. Diese haben noch bis in die späte Nacht angehalten.
Ich denke, dass ich das zuviel an Zucker (Apfelmus, die Sahnespeise und der Kuchen, sowie die Marmelade) nicht vertragen habe, einzig der Apfelsaft war nicht gesüßt worden.
Allerdings war mein Zuckerwert etwa 2 Stunden nach dem Essen dann bei 109 mg/dl. Also nicht gemessen mit dem Begin des Essens, sondern tatsächlich nach dem Essen 2 Stunden später, als wir heim kamen halt.

Nadeln und Teststreifen habe ich noch für mindestens 5 Monate täglich messen hier, das ist nicht mein Problem, mein Diabetologe hatte mir sehr viel verordnet. Ich habe 2 Tesgeräte und mache auch immer mal Vergleichstests, um ausschliessen zu können, dass ein Gerät zu veraltet ist und falsch misst.

Am 21.9. hatte nun unser örtliches Ärztenetzwerk einen großen Gesundheitstag mit Gesundheitsparcour veranstaltet, wie ich bereits erwähnt hatte. Aus Interesse machte ich dann den dort angebotenen Gesundheitsparcour mit.
Es wurden Körpermaße, Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, Cholesterinspiegel, Lungenfunktion für diesen einen Parcour getestet.
Zusätzlich hatte man die Möglichkeit Schilddrüse und Nieren zu sonografieren, einen Herz-Stresstest, Handdruckmessungen und viele weitere Aktionen mit zu machen.
Zudem sollte man bei der Auswertung der Daten einen Fragebogen beantworten in Bezug auf Lebensweise und evt. Symptome.

Größe: 1,67m
Gewicht: 83kg -> mit Bekleidung, zu Hause fast nackt 81,5kg
Taille: 99cm -> nach Überprüfung zu Hause ausgezogen kam aber eine genaue Taille von 94,2cm heraus, hierfür verwendete ich ein von einer Ärztin ausgeteiltes spezielles Maßband.
Blutdruck vormittags 134 / 90, nachmittags 122/83
Blutzucker nüchtern: 90
Cholesterin: 290 !!!!
Auf Fette, Eiweisslastige, Cholesterinlastige Nahrungsmittel verzichte ich fast gänzlich und achtete von je her wegen der 3 x Gestationsdiabetesdiagnosen auf das Essen, allerdings nach der alten Ernährungspyramide und mit der Vorgabe, dass ich ich nicht mehr als 10BE am Tag zu mir nehmen sollte.

Lungenfunktionstest: 96,4%, Lungenalter etwa 34 Jahre (Ich bin Raucherin mit bis zu maximal 10 Zigaretten am Tag). Ob ich Raucherin bin konnte man nicht am Lungenfunktionstest sehen laut dem Lungenfacharzt.

Schilddrüse war völlig unauffällig, genau wie die Blutwerte der Schilddrüse meines Hausarztes, die regelmäßig genommen werden.

Der Herzstresstest war auffällig. Ich erreichte nur 25% von 100%. Aussage der Helferin an dem Stand war dann, dass der Wert durchaus aufgrund eines Diabetes verfälscht sein könnte, da mein Ruhe-EKG beim Hausarzt vor Kurzem völlig unauffällig war.

Die Handdruckmessung ergab einen Wert von 22, die Helferin meinte, dass wäre wohl ziemlich auffällig, weil sie sonst selbst bei älteren Menschen oft nicht so schlechte Werte hätte, dass man dies aber durch eine Ernährungsumstellung zum Teil kompensieren (normalisieren) könnte. Wie ich anhand der letzten Tage festgestellt hatte, habe ich wohl in den letzten Jahren nur sehr wenig Protein und Fett zu mir genommen, obwohl ich sehr viel Gemüse / Rohkost / Salat esse. Aufgrund meiner Fructoseintoleranz bin ich mit Obst sehr vorsichtig. Fleisch gibt es nur alle paar Tage, weil wir generell wenig Fleisch essen. Fisch gibt es alle 2 Wochen normalerweise und bei Fleisch meist Hähnchenbrustfilet oder ein Stück Pute (Portion meist um die 100g pro Person).

Durch den Fragebogen, den ich dann halt noch ausfüllen sollte dort, kam am Ende dann in der Auswertung noch folgendes dazu:
Kardiovaskuläre Beschwerden (leicht schmerzende Beine )
sowie 4 von 6 Beschwerden, die auf ein unentdecktes Diabetes mellitus Typ II hinweisen.

Ich habe jetzt für Oktober auch wieder Kontrolltermin bei meinem Hausarzt (spezialisiert auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen), wo abermals alle Blutwerte genommen werden.

Bewegungsmangel habe ich denke ich nicht. Ich gehe überall zu Fuss hin, selten nutze ich den öffentlichen Verkehr. Ich gehe meist im Schnellschritt und durchschnittlich 6 - 8 km pro Tag plus Treppensteigen (wohne in der 2 Etage, steile Wendeltreppe) je 35 Stufen und dies dann mindestens 3 mal am Tag hoch und runter. Dazu kommen noch die Extrawege Einkaufen, Arzttermine, mittlerer bis aufwendiger Haushalt jeden Tag -> da Sohn schwer behindert ist und hier täglich mindestens 2 Stunden Mehraufwand zum "normal" anfallenden Haushalt verursacht.
Selbst, wenn ich mal nichts zu tun habe, stehe ich ständig auf und laufe durch die Wohnung -> laut Psychologin bin ich leicht hyperaktiv und eigentlich immer angespannt.

In den letzten 3 Monaten habe ich ohne eine Veränderung (abgesehen von den letzten Tagen jetzt) 5kg mindestens abgenommen. Das wäre sonst ja auch nicht möglich. Allerdings fällt es mir üblicherweise sehr schwer Gewicht zu verlieren. Die letzten Monate waren ein echter Erfolg, wenn man bedenkt, dass ich seit 2 Jahren versuche Gewicht zu verlieren, weil mein Hausarzt schon immer schimpft und mindestens diese 5kg verlangt hat. Was aber nichts am hohen Cholesterinspiegel geändert hat was aber eigentlich seine Hoffnung war.


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BeitragVerfasst: 04.10.13, 08:30 
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Hallo Jssica,

an einigen Stellen ziehst du aus meiner Sicht vollkommen falsche Schlüsse und machst dich damit unnötig fertig. Ich picke mir mal ein paar Punkte heraus:

"Blutzucker nüchtern: 90":
Ein NBZ unter 100 ist total in Ordnung. Vergiss die Werte aus der SS, die sind zum Schutz des Kindes so streng angesetzt. Tatsächlich verträgt dein erwachsener Körper viel mehr, als man dem ungeborenen Baby in der Entwicklungsphase zumuten darf.

"Durch den Fragebogen, den ich dann halt noch ausfüllen sollte dort, kam am Ende dann in der Auswertung noch folgendes dazu: ... 4 von 6 Beschwerden, die auf ein unentdecktes Diabetes mellitus Typ II hinweisen.":
Diese Fragebögen sind darauf ausgerichtet, einen nicht entdeckten Diabetes aufzuspüren und den Befragten dazu zu bringen, seine BZ-Werte messen zu lassen. Du weißt anhand deiner normalen BZ-Werte, dass du keinen Diabetes hast und brauchst auf diese Hinweise gar nicht zu hören. Im Übrigen treten diese Beschwerden alle erst auf, nachdem der BZ jahrelang zu hoch oder zu sehr stark schwankend verlaufen ist. Auch der Herzstresstest kann nicht durch den nicht vorhandenen Diabetes verfälscht worden sein.

"Blutdruck vormittags 134 / 90, nachmittags 122/83"
Du weißt sicher, dass der BD in Ruhe gemessen werden soll? Diese Ruhe hattest du wahrscheinlich am Nachmittag und bei der ersten Messung nicht. Wenn der BD während der Veranstaltung gemessen wurde, dann musst du außerdem noch den häufig auftretenden Weißkitteleffekt berücksichtigen, der deine Werte wahrscheinlich etwas erhöht hat.

"Cholesterin: 290 !!!!"
Warst du bei der Messung nüchtern? Selbst wenn du nüchten warst, brauchst du dir wegen diesem Wert keine allzu großen Sorgen machen. Lass neben dem Gesmtcholesterin die Einzelwerte für LDL- und HDL-Cholesterin und Triglyceride bestimmen. Wenn das LDL-/HDL-Verhältnis kleiner als 3 ist und die TG unter 150 liegen, dann kannst du mit dem hohen Gesamtcholesterin gut leben. Außerdem könnte es noch an deiner Ernährungsumstellung zu LOGI liegen. Man kann häufig beobachten, dass bei so einer Umstellung die Cholesterinwerte durcheinandergeraten und sich erst nach 2...3 Monaten wieder auf den Normalwert einpegeln. Warte am besten eine Weile ab und kümmere dich dann um die Einzelwerte. Zusätzlich zur moderaten Reduzierung der KH gemäß LOGI auf Eiweiß und Fett zu verzichten wäre Blödsinn. Was willst du denn dann überhaut noch essen?

"Lungenfunktionstest: 96,4%, Lungenalter etwa 34 Jahre (Ich bin Raucherin mit bis zu maximal 10 Zigaretten am Tag)."
Dafür habe ich nur einen schwachen Trost parat. Wenn du aufhörst zu rauchen, dann könnte sich das Risiko für Raucherkrankheiten schon nach 15 Jahren (oder waren es sogar 10) fast so stark reduzieren, wie es bei Nichtrauchern ist. Höre heute auf, dann sind die 15 Jahre schneller vorbei. Mit den 5 abgenommenen Kilos hast du ja eine gute Grundlage, um die dabei zeitweise zu erwartende Gewichtserhöhung gut zu überstehen. Außerdem dürfte die LOGIsche Ernährung sehr hilfreich sein.

Kümmere dich weiter um deine Gesundheit, tue weiter alles mögliche gegen eine Diabetesentwicklung aber rede dich nicht krank wo nichts ist. Das lenkt dich nur von deinen wirklichen gesundheitlichen Problemen (z.B. dem Rauchen) ab und lässt dich vielleicht noch psychisch erkranken.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 04.10.13, 09:10 
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Hallo Jessica,

ich kann mich @Rainer in allen Punkten anschließen. So isses einfach. :)

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 04.10.13, 13:40 
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Danke ihr Beiden.

Ja also der Cholesterinspiegel ist schon seit 2 Jahren, also nicht erst jetzt durch das Logi so hoch, immer schwankend zwischen 270 und 300. ->Deshalb sagte mir mein Hausarzt auch, ich solle versuchen abzunehmen ;-). Am Essen den Tag / die Tage zuvor kann er nicht so hoch gelegen haben, generell wie gesagt, bin ich eher ein Wenigesser und versuche viel Rohkost / Gemüse zu bevorzugen. -> ich habe die letzten Tage meinen Ernährungsplan mal im Logiforum gepostet und bekam die Aussage, alles höre sich nach sehr strenger Diät an, obwohl dem nicht so ist, weil ich eigentlich immer den ganzen Tag pappsatt bin.

Das mit dem BD hat sich mir auch nur so erklärt. Zum einen bin ich Autistin, daher fiel es mir ohnehin schwer dort alleine hin zu gehen (also Aufregung), zudem kam Stress dazu, weil ich eigentlich einen Kundentermin an dem Morgen hatte und der Kunde 5 Minuten vor Termin erst abgesagt hat, und dann natürlich die ungewohnte Situation mit vielen Menschen vor Ort. Hohen BD hatte ich noch nie, eher die Neigung zum niedrigen BD. Und mein Puls, den ich täglich messe, liegt eigentlich immer so um die 75 - 85 Schläge die Minute.

Den Blutzucker muss ich ohnehin regelmäßig alle halbe Jahr testen lassen und mache dies wie gesagt auch zwischendurch zu Hause selber, um selber sicher zu gehen. Bisher hatte ich da auch abgesehen von einem Mal, wo der Wert bei 150 lag nach einer Stunde, was aber definitiv am Essen lag an dem Tag, keine Probleme, also Werte immer im Rahmen. Vielen Dank für die Aufklärung -> Mir waren bisher halt nur die Werte aus den Schwangerschaften bekannt und da hiess es halt immer Nüchtern unter 90 und 1 Stündiger Wert unter 140, daher habe ich nach dem Prinzip auch immer ausgewertet.

Die Logi-Umstellung finde ich persönlich schon super, das Problem ist, ich esse zum Beispiel viele Dinge nicht, die in dieser Ernährungsumstellung aber wichtig wären wegen des gesunden Fett- und Proteingehaltes. Ich esse diese Sachen nicht, weil ich sie oft nicht mag.

Gestern hatte ich zwar erreicht, dass ich einen Fettwert (pflanzliches Öl zum Hauptteil) von über 100g hatte, aber Protein war gerade mal bei 15g, KH unter 75g. Ich war total satt, hatte mir einen Gemüsetopf kreiirt mit Paprika, Möhren, Tomaten, Mozarella, Frischkäse, Wasser, Senf, Leinöl. War sehr lecker und hat bis heut vormittag vorgehalten -> von gestern Mittag an.

Morgen bekomme ich mein L-Carnitin geliefert (Trinkampullen) -> damit hatte ich vor Jahren gewaltigen Erfolg beim Abnehmen. Fördert halt die Fettverbrennung und wird ärztlich in der Ernährungsmedizin auch empfohlen, zum Beispiel ist es auch Bestandteil des Hepafast, welches bei LOGI und Leberfasten angewendet wird.
Und ich habe mich auch schlau gemacht wegen Eiweisspulver -> für Tage wo ich zu satt bin, um noch etwas zu essen, aber mein Proteinwert viel zu niedrig ist. Allerdings habe ich dies noch nicht gekauft, da ich mich noch nicht so mit der eigentlichen Umstellung auskenne ud mir schon gesagt wurde, dass nach der Umstellung es viele Wege geben würde, den Proteinwert zu erhöhen.

Das Buch -> Schlank und Glücklich bekomme ich auch morgen geliefert. Da muss ich mich dann auch erstmal durchlesen und hoffe das es mich bei der Auswahl meiner Lebensmittel noch ein Stück voran bringt. -> Ich bin manchmal etwas schwierig, wenn es um Lebensmittel geht, weil ich einiges nicht mag und mir dann auch nicht hinein zwinge.

Viele Gedanken mache ich mir eigentlich normalerweise gesundheitlich nicht. -> Es sind meist eher die Ärzte, wie auf dem Gesundheitstag, die mir sagen, dass ich ein Problem habe bzw. die gesundheitlichen behandlungsbedürftigen Probleme, die dann mit einem Mal einsetzen.

Mehr als jetzt die Umstellung auf Logi und mich weiterhin jeden Tag viel Bewegen kann ich ohnehin nicht.

Meinen Ärzten vertraue ich schon sehr. Bin nun schon länger bei ihnen in Behandlung, es sind meist nur neuere Ärzte, wie mein Augenarzt - Präventivmediziner, die mir sagen, das da was wäre, was so nicht sein sollte, aber dann schwammige Aussagen machen, die mir nichts sagen.

-> (Ich solle wohl Blutuntersuchungen machen lassen,die IGEL Leistungen wären, weil er der Meinung wäre, da wäre etwas, was behandelt werden müsste. Das diese Untersuchungen aber vom finanziellen Aufwand um die 800 - 1800€ liegen, je nach Aufwand halt, wurde nicht erwähnt. Auch nicht, warum er der Ansicht ist, ich solle diese Untersuchungen machen lassen. Denn wenn ein Verdacht da wäre, hätte er mir diesen ja begründen können müssen, ws er aber nicht tat.)


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