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 Betreff des Beitrags: Hilfesuche: Diabetes
BeitragVerfasst: 20.06.13, 04:15 
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Registriert: 20.06.13, 03:26
Beiträge: 1
Hallo Community,

heute wende ich mich einmal an dieses Forum da ich zur Zeit etwas verwirrt bin was meinen Diabetes angeht.

Vorgeschichte:

Letztes Jahr, kurz nach meinen zwanzigsten Geburtstag hat bei mir alles mehr oder weniger begonnen. Angefangen hat es damit, dass ich permanenten Durst hatte und am Tag mindestens 6 Liter Wasser zu mir genommen habe. Zeitgleich bekam ich komische stechende Kopfschmerzen welche relativ mittig-rechts auftauchen. Die schmerzen tauchten und tauchen ab und zu auf wenn ich mich bücke oder "drücke" (Niesen, pupsen, husten etc.) teilweise war es so schlimm, dass mir kurzzeitig schwarz vor Augen wurde. Nachdem sich das ganze dann ca. 2 Monate so durchgezogen hat und ich satte 20 Kilo abgenommen habe (Bin ca. 175 cm und habe damals ca. 85-90 Kilo auf die Wage gebracht) bin ich dann doch einmal zu meinem (jetzt nicht mehr) Hausarzt gegangen. Er meinte, dass die Kopfschmerzen normal währen weil beim Bücken der Blutdruck z.B im Kopf sehr schnell ansteigt. Dan bekam ich den Rat mich einfach nicht mehr zu bücken (Ein Grund warum ich den Arzt nun gewechselt habe war die Unprofessionalität). Das nächste was dann wegen meines Dauerdurstes gemacht wurde war ein Bluttest.
Da hatte ich dann einen Zuckerwert von 680 mg/dl und einen Langzeitwert (HbA1c ) von 14,irgendetwas. Also bin ich erst einmal ab ins Krankenhaus das erste was ich mir von dem jungen Arzt dort anhören durfte war "So was krasses habe ich ja noch nie bei einem 20 jährigen erlebt" *Yay das macht Mut*. Er meinte dann auch gleich für Typ 2 müsste ich noch mehr auf die Wage bringen als ca. 85 Kilo (damals dann im abgenommenen Zustand). Nach zwei Tagen (es war Wochenende als ich ins Krankenhaus bin) kam dann der nette Chef-Arzt für die Innere-Medizin und erklärte mir erst einmal ganz freundlich das grundlegende (Ein mg/dl Wert von 60 - 80 sei Okay usw.). Nachdem mir mehrmals Blut abgenommen wurde hieß es dann ich hätte auf einmal Diabetes Typ 1, entsprechend wurde ich dann in einer Woche auf einen Kurs im Krankenhaus geschickt wo mir das Blutzuckermessen, die Handhabung mit dem Pen (Ich benutze NovoRapid für Mahlzeiten und für Abend Lantus SoloStar) sowie das Umrechnen beigebracht wurde, es gab am Ende auch noch eine kleine Prüfung. Bei meiner Entlassung wurde mir noch gesagt, dass man nicht zu 100% wisse ob es Typ 1 ist da noch einige Blutergebnisse fehlen würden (Verstehe ich nicht ganz weil mir jeden Tag ne Menge Blut abgenommen wurde und angeblich immer zum Labor nach Regensburg kam). Ich solle dann einfach in ein paar Wochen noch einmal anrufen. Der Diabetologe meinte nur noch zu mir, dass der Typ 1 von meiner Lungenentzündung kommen könnte die ich im Vorjahr im Krankenhaus auskurieren musste (Asthmatiker)

Ich mache jetzt mal einen kleinen Zeitsprung, durch das DMP? Programm muss ich alle 3 Monate zu meinem Hausarzt und Blut abgeben. Zu Weihnachten hatte ich einen Langzeitzuckerwert von 5,8. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich total verschusselt, dass ich ja mal im Krankenhaus anrufen sollte wegen den entgültigen Ergebnissen :roll:

Durch viel Stress in der Arbeit und dann durch die Schließung meines Ausbildungsbetriebes, hatte ich erst einmal überhaupt keinen Kopf mehr für meinen Diabetes bzw die finale Diagnose (Die Blutzuckerergebnisse waren ja okay).

Vor ca. 2 Wochen habe ich jetzt doch nochmal im Krankenhaus angerufen und bei dem netten Arzt für Innere-Medizin nachgefragt wie denn jetzt genau die Lage ist. Darauf hin hat mir der sehr verdutze Arzt gesagt, dass er meinen (alten) Hausarzt noch im Juni letzten Jahres einen Brief hat zukommen lassen in dem stand, dass man bei mir unbedingt noch einmal Blut abnehmen solle da es immer noch nicht feststeht ob ich nun Typ 1 oder Typ 2 hätte (Der Arzt hat mir das ganze dann Wort für Wort vorgelesen und mir eine Kopie zukommen lassen die ich vorher nicht hatte). Mein Arzt hat es quasi verpennt mir mal bescheid zu geben, dass er noch bestimmte Tests machen müsse (Obwohl er ja wie bereits geschrieben zu Weihnachten auch Blut abgenommen hatte). So nach diesem Vorfall jetzt habe ich für nächste Woche einen Termin bei einem Arzt der in unserer Stadt der einen sehr sehr guten Ruf genießt. Bei Ihm werde ich das ganze, was ich hier gerade schreibe noch einmal runterrattern und schauen was er dazu sagt.


So nun komme ich zu meinem Problem bzw meiner Frage (Ich kann einfach nicht bis nächste Woche warten :D):

Ich habe teilweise ganze Wochen lang die Situation, dass ich futtern kann was ich will und der Blutzucker einfach nicht die 80 mg/dl Grenze knackt. Da ich das höchst merkwürdig fand (Ich solle ja angeblich Typ 1 haben) und es des öfteren passiert, habe ich mal einen Test gemacht und erst einmal Mac Donalds heimgesucht. Danach gab es dann noch eine normale Cola. Eigentlich hätte ich ja einen sehr hohen Blutzucker haben müssen was war ? -> 79 mg/dl :shock: Diese Phasen gehen meistens 1-2 Wochen lang. Das bedeutet, dass ich teilweise 2 Wochen lang überhaupt kein Insulin spritze und mein Blutzucker immer an der 80er Grenze rumflackst. Irgendwann plötzlich steigt der Blutzucker beim Essen und ich muss wieder Insulin spritzen das geht dann so lange bis ich wieder so eine komische "Phase" des nicht Insulinspritzens habe.

Aktuell wiege ich ca. 100 Kilo weil ich aufgrund von Depressionen relativ viel in mich reingestopft habe. Ich mache aber mittlerweile 3 Tage in der Woche im Studio Sport (Moppelprogramm :D) und ernähre mich auch wieder gesund (Die Depression habe ich dank meines Therapeuten sehr gut im Griff). Kann es sein, dass ich aufgrund meines Übergewichtes doch Typ 2 habe ? Oder ist es normal, dass selbst Typ 1 Diabetiker (Wo ich dachte, dass die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert) mal solche komischen Phasen, wie ich sie oben beschrieben habe, haben ? Sind diese komischen stechenden Kopfschmerzen die zeitgleich mit meinem Diabetes aufgetaucht sind evtl doch etwas ernsteres oder gibt es hier den einen oder anderen Diabetiker der auch mal solche Erscheinungen hatte? Ich habe mal gelesen, dass es vom Hirn eine Störung geben kann, die verhindert das irgend ein Hormon produziert wird und so der Blutzucker ansteigen kann.


Über hilfreiche bzw etwas klärende Worte währe ich sehr dankbar.

Liebe Grüße

Basti


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfesuche: Diabetes
BeitragVerfasst: 20.06.13, 08:22 
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Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Bastl,

das Schimpfen auf irgendwelche Ärzte kannst du stecken lassen. Du selbst bist für deine Behandlung und für deine Gesundheit verantwortlich und musst dich kümmern. Außerdem kann ein Klinikarzt nur Empfehlungen abgeben. Wenn dein behandelnder Arzt anderer Meinung ist, dann macht er es so, wie er es für richtig hält. Das ist gut so, weil er schließlich auch das Ergebnis verantworten muss. Nachdem du dich ein halbes Jahr nicht intensiv gekümmert hast, wirst du die eine Woche auch noch warten können und alles weitere mit dem Diabetologen absprechen. Insulin und ein BZ-Messgerät hast du ja, so dass du deinen BZ im Griff behalten kannst. Alles andere hat keine Eile.

Um den Typ1-Diabetes zu bestätigen, wird ein Antikörpertest gemacht. Vielleicht liegt dieses Ergebnis bei dir noch nicht vor. Wenn keine Antikörper gefunden werden, dann kann Typ 1 trotzdem nicht ausgeschlossen werden und du und dein Arzt seid genauso schlau wie vorher. Um es noch komplizierter zu machen: es kann auch Doppeldiabetes sein. Wenn du Typ1-Diabetes hast, dann schützt dich das nicht davor, zusätzlich noch Insulinresistenz und Typ2-Diabetes zu entwickeln. Da du mit Insulin behandelt wirst, ist es nicht so wichtig, was für einen Diabetestyp du genau hast. Schlimm wäre nur, wenn du als Typ1er mit Tabletten behandelt würdest, die nützen dann nichts oder nicht genügend. An deinem Gewicht und an ausreichender Bewegung solltest du auf jeden Fall auch arbeiten, um der gleichzitigen Entwicklung eine Typ2-Diabetes entgegenzuwirken.

Bei Typ1-Diabetikern gibt es nach der Diagnose und der Erstbehandlung häufig eine "Honeymoonphase", in der die BZ-Werte für eine begrenzte Zeit wieder gesund verlaufen. Diese Phase ist bei manchen kurz und bei anderen länger, sie geht aber auf jeden Fall irgendwann zu Ende. Damit ließen sich deine guten BZ-Werte erklären. Das was du beschreibst, dass es mal gut und dann wieder schlecht läuft, das ist allerdings ungewöhnlich. Besprich es mit deinem Diabetologen, vielleicht hat der eine Erklärung dafür.

Beste Grüße, Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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 Betreff des Beitrags: Re: Hilfesuche: Diabetes
BeitragVerfasst: 20.06.13, 09:21 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo BastlWastl,

ich schließe mich @Rainers Statement an. Gute Erklärung.
An der Diagnose Typ1 Diabetes besteht kaum Zweifel. Die Antikörperbestimmung
hat mehr oder weniger nur noch akademische Bedeutung.

Ausgewogene Kost, ausreichend Bewegung und Normalisierung des Körpergewichts sind empfehlenswert, damit die Insulinresistenz der Körperzellen nicht zunimmt. Man kann nämlich Flöhe und Läuse bekommen (Typ1+Typ2). :cry:

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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