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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Schlechter Blutzuckertest, aber Langzeitwert bei 5,8.
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BeitragVerfasst: 17.01.13, 14:59 
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Hallo,

ich bin ganz neu hier und würde mich über Hilfe freuen.

Vor ca. 2 Jahren wurde bei mir eine Insulinresistenz festgestellt. Mein Nüchternwert war immer zu hoch, ca. 110-120, die anderen Werte waren ok. Mein Arzt sprach von Pre-Diabetes. Wir haben dann versucht durch Ernährungszumstellung, Gewichtsverlust (bin leicht übergewichtig) den Wert zu normalisieren. Das klappte leider nicht. Der Langzeitwert blieb immer bei 6,1-6,2.
Nun war ich längere Zeit krank und habe dabei 15 kg abgenommen. Mein Nüchternwert war plötzlich immer um 98. Wegen anderer Beschwerden war ich heute bei einem anderen Diabetologen/Endokrinologen. Dort machte ich einen Blutzuckerbelastungstest (hatte ich lange nicht gemacht, sonst untersuchte mein Arzt immer nur den LZW). Der Test fiel sehr schlecht aus. Erst war mein Nüchternwert bei 142 (!), was mir völlig unverständlich ist, nach einer Stunde dann 220, nach 2 Stunden 180. Der Langzeitwert aber lag bei 5,8.
Gespräch mit dem Arzt habe ich leider erst nächste Woche. Ich bin jetzt aber völlig irritiert. Die Arzthelferin meinte, da müsste ich jetzt wohl Tabletten nehmen...
Ich muss dazu sagen, dass ich derzeit starke Schlafstörungen habe und in der vergangenen Nacht nur 3 Std. geschlafen hatte. Kann das den hohen Nüchternwert erklären. Was meint Ihr zu den Werten? Bin dankbar für einen Rat!


Zuletzt geändert von brandy456 am 17.01.13, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 17.01.13, 17:09 
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Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Brandy,

der Nüchternwert kann einmalig höher gelegen haben, aber auf die Werte vom oGTT kannst du dich verlassen. Vom oGTT her wird dir der Arzt noch sagen, dass du Prädiabetes hast. Zum Diabetiker wirst du erst ab einem 2-Stunden-Wert bei 200 ernannt. Das heißt aber nichts anderes, als dass du noch 1 oder 2 Jahre so weitermachen musst wie bisher, um dann endlich zum Diabetiker ernannt zu werden und Medikamente zu bekommen. Das ist eigentlich bescheuert. Der HbA1c verschlechtert sich als letztes, der geht bestimmt auch noch weiter hoch.

Ich will damit sagen, dass du froh sein kannst, wenn dein Doc dir jetzt schon Tabletten verschreibt, wahrscheinlich erst einmal Metformin. Damit wird sich dein Diabetes auf jeden Fall langsamer weiterentwickeln und vielleicht lange Prädiabetes bleiben. Zusätzlich solltest du verstärkt auf ein diabetesgerechte Ernährung (Art und Menge der KH entsprechend wählen) und möglichst viel Bewegung achten.

Beste Grüße, Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 17.01.13, 18:56 
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Beiträge: 2
Aber man sagt doch immer, dass man mit Ernährungsumstellung und Gewichtsreduzierung viel erreichen kann. Nun habe ich 15kg abgenommen. Vielleicht braucht mein Körper einfach Zeit, sich darauf neu einzustellen? Warum müsste ich ausgerechnet jetzt nach dem Gewichtsverlust (ich wiege jetzt 75kg bei 174 cm) Tabletten nehmen? Das ist mir nicht klar.
Meine Werte nach dem Essen sind ja auch nicht wirklich hoch, sie liegen immer unter unter 180 und gehen dann in den normalen Bereich. Nach 2 Std. habe ich Werte um ca. 100/110.

Eine andere Frage; Die Werte, die ich nun heute bekommen habe - welche Beschwerden können die verursachen (wenn überhaupt)?


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BeitragVerfasst: 18.01.13, 17:30 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Brandy,

aus dem oralen Glukosetoleranztest (oGTT)ergibt sich eindeutig eine pathologische Glukosetoleranzstörung. Häufig eine Vorstufe zum Diabetes mellitus Typ 2.
Dieser manifestiert sich bei 2h-Werten von >= 200 mg/dl unabhängig vom HbA1c-Wert. Es ist offenbar so, dass die erhöhte postprandiale Blutglukose noch nicht irreversibel am Hämoglobin angedockt hat. Erst wenn dies geschieht (nach 3 bis 4 Stunden) beeinflussen erhöhte Glukosewerte auch den Langzeitwert HbA1c.
Eindeutige Beschwerden werden in der Regel noch keine empfunden. Komplikationen wie periphäre Polyneuropathie können sich jedoch auch frühzeitig bemerkbar machen.

Meistens kann die Störung mit ausgewogener Ernährung und körperlichen Aktivitäten
und ggf. Reduzierung des Körpergewichtes in Grenzen gehalten werden und den Diabetes weit hinausschieben oder gar verhindern.

Bei Nüchternwerten über 126 mg/dl und 2h-Werten >= 200 mg/dl besteht jedoch Diabetes mellitus und orale Antidiabetika (Tabletten) sind dann in der Regel angezeigt.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 25.01.14, 07:52 
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Registriert: 25.01.14, 07:45
Beiträge: 1
Hallo Brandy,
Dass Du an Gewicht abgenommen hast ist zwar toll, hilft bei Pre-Diabetes und Diabetes aber nur, wenn man Fett statt Muskelmasse abnimmt. Oft wird bei Gewichtsreduktion zuviel Muskulatur abgebaut, was dann die diabetische Stoffwechsellage verschlechtert, da die Muskelzellen den Zucker verbrennen. Es klingt so, als ob das bei Dir passiert ist. Wenn Du jetzt versuchst mit Sport wieder Muskulatur aufzubauen (gut ist Powerplate, Galileo), müßten die Werte auch besser werden.
Gruß, ijetta


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