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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Längere Unterzuckerung
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 Betreff des Beitrags: Längere Unterzuckerung
BeitragVerfasst: 12.01.13, 19:52 
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Registriert: 06.04.06, 18:47
Beiträge: 327
Wohnort: Petershagen
Hallo Ihr,

Meine Mutter, 77 Jahre, war längere Zeit tw. über viele Wochen immer mal stark unterzuckert, ihr Diabetologe bekam den Zucker einfach nicht in den Griff.
Endresultat, die Nieren versagten komplett. Sie kam ins KH auf die Intensivstation, wurde an die Dauerdialyse und an ein künstl. Beatmungsgerät angeschlossen und man versetzte sie ins künstl. Koma. Das ist jetzt über 2 Wochen her. Mittlerweile arbeiten ihre Nieren wieder und atmen kann sie zeitweise wieder allein. Aus dem Koma hat man sie vor ca 5 Tagen herausgeholt. Der Arzt sagt, ihr Gehirn war stark unterzuckert und er geht von einem Schlaganfall aus. Man würde am Gehirn erkennen das die li. Körperhälfte gelähmt sei.

Nun habe ich ein paar Fragen in der Hoffnung das mir einer helfen kann, denn leider arbeiten in dem KH sehr viele ausländische Ärzte die ganz schlecht Deutsch sprechen und hinzu kommt noch, ich wohne 500 Km entfernt, da ist so ein Arztgespräch nicht eben mal gemacht. Leider mußte ich auch erfahren, dass, an dem We wo ich runter gefahren bin, als es noch ganz akut war, das jeder Arzt einem etwas anderes erzählte.

Ich zähle mal einfach meine Fragen auf:

1) Trotz Absetzung der starken Schlafmittel (künstl. Koma) schläft meine Mutter ununterbrochen. Sie rüffelt höchstens mal die Nase wenn man sie dort berührt. Wie lange kann es ungefähr dauern bis diese Med. komplett aus dem Körper raus sind und sie wieder wach wird?

2) Ein Schlaganfall durch Unterzuckerung im Gehirn, ist der mit einem Schlaganfall durch Hirnblutungen o.ä. (eben der klassische Appoplex) gleich zusetzen oder unterscheiden die sich in der Prognose und Symptomatik ?

3) Kann man die Stärke der Lähmung im Gehirn messen ohne das der Pat. wach ist? Ein EEG wurde gemacht aber wie gesagt, man teilte mir nur mit, dass sie gelähmt ist.

Ich bedanke mich erstmal ganz lieb.

Lydia


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 Betreff des Beitrags: Re: Längere Unterzuckerung
BeitragVerfasst: 13.01.13, 11:10 
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Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Lydia,

das tut mir leid mit deiner Mutter. Ich wünsche euch von Herzen, dass sie wieder gesund wird.

Ich glaube nicht, dass dir hier im Forum ein Diabetiker diese Fragen beantworten kann. Wir beschäftigen uns damit, wie wir den BZ möglichst gesund führen können und natürlich auch, wie wir Hypos vermeiden können. Wenn deine Mutter wieder gesund wird und wenn der Diabetologe dann den Diabetes immer noch nicht richtig in den Griff bekommt, dann kannst du dich hier im Forum nach Ideen und Ratschlägen erkundigen. Aber zur Gesundung deiner Mutter können wir nichts beitragen, das kann nur in der Hand von Ärzten liegen.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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 Betreff des Beitrags: Re: Längere Unterzuckerung
BeitragVerfasst: 14.01.13, 16:53 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Lydia,

Unterzuckerungen sollten bei der Diabetestherapie möglichst selten vorkommen.
Vor allem schwere Unterzuckerungen, d.h, solche, für deren Beseitigung man fremde Hilfe benötigt, vermeiden. Die Stoffwechselentgleisung kann den Organen nämlich sehr schaden.Bei Senioren toleriert man in der Therapie besser etwas höhere Blutglukosewerte als das Risiko häufiger Unterzuckerungen einzugehen.

Bzgl. Schlaganfall usw., vielleicht das Forum für Neurologie kontaktieren.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Längere Unterzuckerung
BeitragVerfasst: 14.01.13, 19:21 
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Registriert: 06.04.06, 18:47
Beiträge: 327
Wohnort: Petershagen
Hallo ihr,

ganz lieben Dank für die Antworten.

ich werde nochmal in neurologie posten.

Zitat:
das tut mir leid mit deiner Mutter. Ich wünsche euch von Herzen, dass sie wieder gesund wird.


vielen dank für die Anteilnahme, wir beten auch jeden tag.

Lydia


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 Betreff des Beitrags: Re: Längere Unterzuckerung
BeitragVerfasst: 14.01.13, 19:26 
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Registriert: 10.01.07, 16:48
Beiträge: 4216
Hallo Lydia,
das Gehirn braucht irre viel Energie (Glukose) um funktionieren zu können. Wenn dieses Energie Zufuhr nicht mehr gegeben ist, kann der Körper das kurz durch andere Energiequellen kompensieren, aber eben nur kurz und nur wichtigen Funktionen werden aufrecht erhalten (in dieses Stadium entstehen kognitive Symptomen). Bleibt immer noch die Energiequelle aus, entstehen diffuse Läsionen in bestimmte Hirnregionen und Regionen die viel Energie benötigen, z.B. Basalganglien, Hippokampus, können beschädigt werden. Hierdurch können auch Schwellungen entstehen und die Symptomen ähneln dann ischaemische Infarkten (also Schlaganfall durch mangelnde Blutzufuhr).In dieses Stadium tritt Koma ein.
Manche Patienten erholen sich nach Koma vollständig, andere mit Defiziten. Es hängt davon ab, wie lange das Gehirn unterversorgt würde und in wie weit Schwellungen aufgetreten sind und das Blut/Sauerstoffversorgung unterbrochen wurde. Wenn die Basalganglien beschädigt sind, ist das eher eine schlechtes Zeichen, da sie quasi das Strom und Telefonkabel des Gehirns sind. Wenn sie noch in Ordnung sind ist die Prognose besser.
Wenn Ihre Mutter Linkssymptomatik hat, ist der rechten Kortex beschädigt, was oft zu Trägheit und Schläfrigkeit führt.
Alles Gute
Muppet


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