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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Unterzucker
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 Betreff des Beitrags: Unterzucker
BeitragVerfasst: 21.08.12, 10:40 
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Wohnort: Baden-Württemberg
Hallo,

habe mal eine Frage, meine Mutti hat Diabetis und ist vorgestern einfach umgefallen, nach Zuckermessung lag der Wert bei 61.

Sie muss täglich Spritzen, meine Frage kann das öfters passieren das jemand einfach umfellt wegen Unterzucker?

Danke

Grüße Biene37

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Das Leben besteht aus vielen Höhen und Tiefen - man darf nur nicht im Tief steckenbleiben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 21.08.12, 20:56 
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Registriert: 04.11.06, 11:35
Beiträge: 676
hallo biene37,

das kann immer vorkommen, wenn diabetes nicht richtig therapiert wird.
d.h. zu viel insulin gespritzt, zu wenig gegessen oder zu viel bewegt.
hat ihre mutter keine schulung erhalten? dringend nötig.
zu oft unterzucker ist schädlich. unbedingt diabetologen aufsuchen.

gruss rudi


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 22.08.12, 09:09 
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Beiträge: 966
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Biene37,

die Ursache für das plötzliche Umfallen deiner Mutti sollte
vielleicht nochmal hinterfragt werden. Die aktuell festgestellte Blutglukose
von 61 mg/dl bedeutet definitiv noch keine Hypoglykämie (Werte unter 50 mg/dl), obwohl
Symptome hierfür mitunter durchaus auftreten können.

Interessant wäre vielleicht zu wissen, wie der vermeintliche Unterzucker bekämpft wurde
und ob die Maßnahmen auch kurzfristig erfolgreich waren.

Die Konsultation eines Diabetologen ist sehr empfehlenswert.
Evenuell muss das Insulinregime, die Nahrungszufuhr und die körperliche Aktivität überprüft bzw.
angepasst werden.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 22.08.12, 10:22 
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Administrator

Registriert: 15.09.04, 09:49
Beiträge: 7270
Wohnort: Bad Nauheim
Risikofaktoren für Hypoglykämie
  • Diabetesdauer
  • Störungen der Hypoglykämie-Wahrnehmung und -Gegenregulation
  • Niedriger HbA1c-Wert
  • Komorbidität: v.a. Nieren- und Leberinsuffizienz, neurokognitive Defizite
  • Vermehrte körperliche Aktivität (Insulinsensitivität bis zu 12 h lang erhöht)
  • Fortgeschrittenes Alter, Versorgung in Heimen
  • Auslassen von Mahlzeiten, Mangelernährung
  • Alkoholkonsum
  • Unzureichende Blutglukose(Selbst-)-Kontrolle
  • Unzureichende bzw. fehlende Diabetesschulung (Patienten, Angehörige)
  • Therapiebeginn mit oralen Antidiabetika o. Insulin, Wechsel des Präparates
  • Polypharmazie, Interaktionen bei Therapie mit Sulfonylharnstoffen u.a.: ACE-Hemmer, Aspirin, Fibrate, NSAR, Sedativa, Gyrase-Hemmer, Sulfonamide
  • Pharmakogenetische Faktoren bei hepatischem Abbau und Rezeptorwirkung von Sulfonylharnstoffen

Quelle: Info Diabetologie 5/2011

_________________
Herzlichen Gruss
Ihr Achim Jäckel
www.medizin-forum.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 27.09.12, 21:10 
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Beiträge: 969
Wohnort: Baden-Württemberg
Hallo,

vielen Dank für die Hinweise.

Eingestellt wurde dieser Zucker im Krankenhaus dieses Jahr, seidem Spritzt Sie regelmäßig normal und Langzeitinsulin über Nacht.
Derzeit funktioniert es und Sie ist seither nicht wieder umgefallen.

Grüße Biene37

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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 28.09.12, 19:06 
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Beiträge: 288
Wohnort: München
Interessant, daß es auch an der Diabetesdauer liegen kann.
Ich habe in der letzten Zeit gelegentlich nachts Unterzucker ohne ersichtlichen Grund. Auch mein Diabetologe kann sich keinen Reim drauf machen.
Zum Glück wach ich immer auf und kann dann den Traubenzucker nehmen, der im Nachtkästchen bereit liegt. Morgens sind dann i.d.R. die Werte wieder im normalen Bereich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 01.05.13, 03:11 
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Beiträge: 969
Wohnort: Baden-Württemberg
Hallo,

ich habe dazu noch eine Frage.

Warum bekommt man Diabetis Typ 2, bei der Behandlung mit Cortison ? Meine Mutter hat dieses Problem und anscheind hab ich das Problem genauso.

Grüße Biene

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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 01.05.13, 07:52 
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Beiträge: 4216
Um es am einfachsten zu erklären: Cortison ist einen Stresshormon. Der Körper schüttet es aus in a Fight /Flight Reaktion. Was es m.u. macht- stellt Energie bereit durch den Abbau von Eiweiß und Fett -> der Blutzucker steigt. Das passiert natürlich auch mit Cortisol/Cortison Tabletten. Das natürlich steigt auf Dauer das Risiko Typ II Diabetes zu entwickeln.
Auch wichtig:Augenarzt. Cortisoneinnahme kann auch zu grauen Starr, erhöhte Augendruck usw. führen. Auch Diabetes erhöht das Risiko für Augenerkrankungen.
Gruß
Muppet


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 01.05.13, 08:46 
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Hallo Biene ,

Typ 2-Diabetes erstreckt sich von einer überwiegenden Insulinresistenz mit relativem Insulinmangel bis zu einem vorwiegend sekretorischen Defekt.

Es handelt sich hier offenbar um einen Diabetes anderer Ursachen, der medikamenteninduziert ist. Man spricht auch von einem sekundären Diabetes infolge längerer oder hochdosierter Einnahme bestimmter Medikamente, z.B.Cortison.

Meistens bessern sich die Blutglukosewerte bei Reduktion der Medikamentendosis und normalisieren sich bisweilen nach dem Absetzen der Medikamente.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 02.05.13, 18:31 
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Hallo,

danke für die Erklärung.

Das mit den Augen haben wir schon durch bei Ihr, denn damit hat sie mich angesprochen, deshalb hab ich Sie dann zum Arzt gebracht. Hatte 500 Zucker. Das Cortison ist in geringer Menge schon runter Dosiert wurden und ganz abgesetzt wird es nicht mehr. Deshalb hat man den Zucker soweit dazu eingestellt und Sie muss eben nun täglich kontrollieren (messen) und Spritzen normales Insulin am Tag sowie Langzeit über Nacht.
Seither kann Sie auch wieder besser sehen.

Grüße Biene

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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 19.06.13, 21:54 
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Hallo,

nun brauche ich Info zum Thema Zucker.

Ab welchen Blutwert ist es überhaupt welcher und ab wann müßte man in Behandlung damit?

Meine Blutwert - Kontrolle ( nüchtern morgens)

Glucose nüchtern 121,0++mg/dl 65,0 - 110,0

Danke

Grüße Biene

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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 20.06.13, 08:53 
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Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Biene,

die Diagnosekriterien für Diabetes / Prädiabetes sind:
- NBZ ab 126 / NBZ zwischen 100 und 125 oder
- oGTT-2h-Wert ab 200 / oGTT-2h-Wert zwischen 140 und 199 oder
- HbA1c ab 6,5 / HbA1c zwischen 5,7 und 6,4.
Anhand des Nüchternwertes ist bei dir auf jeden Fall Prädiabetes festgestellt. Der NBZ und auch der HbA1c sind aber für die Diagnose oft nicht sensibel genug. Bitte deinen Arzt um einen Zuckerbelastungstest oGTT, dann weißt du ganz genau, wo du mit deinem Diabetes oder Prädiabetes stehst.

Du selbst solltest mit Ernährungsumstellung und ausreichender Bewegung sofort tätig werden. Als Grundlage dafür kann ich dir das Buch "Stopp Diabetes" wärmstens empfehlen. Dein Arzt macht wahrscheinlich erst etwas, wenn Diabetes festgestellt ist. Am Anfang wird er dir auch nur Ernährungsumstellung und Bewegung empfehlen. Weitere Medikamente gibt es erst, wenn das nicht ausreicht. Aber bis zur Diagnose Diabetes brauchst du es nicht erst kommen zu lassen. Jetzt sind die erforderlichen Maßnahmen noch viel einfacher und nicht mit so großen Einschnitten verbunden.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 20.06.13, 08:56 
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Beiträge: 966
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Biene,

die Diagnosekriterien für Diabetes mellitus:

Blutglukose im Blutplasma:

Nüchtern >= 127 mg/dl
2-h pp >= 200 mg/dl
Zufallsmessungen an mehreren Tagen: >= 200 mg/dl

Blutglukoselangzeitwert HbA1c:

> 6,5 % bzw. > 48 mmol/mol.

Manifester Diabetes sollte immer behandelt werden.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 20.06.13, 20:50 
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Registriert: 20.08.11, 23:28
Beiträge: 969
Wohnort: Baden-Württemberg
Hallo,

was ist HbA1c ?


Anhand des Nüchternwertes ist bei dir auf jeden Fall Prädiabetes festgestellt. Der NBZ und auch der HbA1c sind aber für die Diagnose oft nicht sensibel genug. Bitte deinen Arzt um einen Zuckerbelastungstest oGTT, dann weißt du ganz genau, wo du mit deinem Diabetes oder Prädiabetes stehst.
Werte waren bisher 2 mal leicht erhöt. Test nicht nötig, bisher kein Diabetis.

Bewegung habe ich genug täglich. Außer wenn ich durch meine Behinderung nicht so kann.
Meine Ernährung umgestellt seid 2002 Hautklinik.

Danke

Grüße Biene

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 Betreff des Beitrags: Re: Unterzucker
BeitragVerfasst: 20.06.13, 21:34 
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Registriert: 27.12.06, 00:51
Beiträge: 3416
Zitat:
Test nicht nötig, bisher kein Diabetis.


bisher viellt. nicht aber nun ??
Sollte genauer getestet werden.


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