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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Typ 2 und nicht dick!
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 Betreff des Beitrags: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 04.06.12, 09:13 
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Hallo,
ich habe Frühzucker, ohne Metformin bis zu 190. Jetzt nehme ich halt 850 mg nach dem Essen und vor dem Schlafengehen noch mal 500 mg. Damit kann ich (bei Konsequenz) bis auf ca. 140 runterkommen (das find ich schon sehr gut).
Das Abnehmen fällt bei mir aus, da ich immer schon normalgewichtig bin, daher nehme ich das Metformin auch nicht so gerne, weil man dann abnimmt. Soll ich trotzdem die Dosis erhöhen, um den Wert noch weiter zu drücken?
Beste Grüße,
Othmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 04.06.12, 09:33 
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Solche Fragen sollte man mit seinem Hausarzt bzw. mit dem behandelnden Diabetologen klären, anstatt in einem Forum und ggf. die Medikation eigenmächtig zu ändern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 04.06.12, 11:06 
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Beiträge: 676
hallo neuges08,

bei einem nüchternblutzucker von 190 mg/dl sollte man unbedingt einen diabetologen aufsuchen.
metformin senkt nicht den blutzucker, verhindert nur glukoseausgabe der leber.
nehme selbst seit 10 jahren metforminhydrochlorid, seit 3 jahren zusätzlich sitagliptin
und bin weder dicker noch dünner geworden, normalgewichtig geblieben.
also keine selbstversuche, sondern ursache klären lassen.

gruss rudi
typ 2


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 04.06.12, 15:29 
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Hallo Othmar,

die Blutglukosewerte sind nicht optimal, d.h. sie sind höher als die in Leitlinien gestützten Zielwerte für Diabetiker. Eine Änderung der Medikation (Medikamentenwahl, Dosierung) könnte hier angezeigt sein.

Die Dosierung eines verordneten Medikamentes sollte jedoch mit
dem behandelnden Arzt besprochen werden. In einem Forum können Laien
allenfalls sagen, wie sie es persönlich mit der Medikation halten würden.
Diese ist aber von vielerlei Dingen abhängig und das Optimum kann individuell sehr unterschiedlich sein. Von Selbstversuchen ohne Rücksprache mit dem Arzt ist ebenfalls abzuraten.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 06.06.12, 19:41 
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Beiträge: 2
......danke für die Antworten!
LG,
Othmar


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 07.06.12, 15:02 
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servus :)

Zitat:
Diese ist aber von vielerlei Dingen abhängig und das Optimum kann individuell sehr unterschiedlich sein. Von Selbstversuchen ohne Rücksprache mit dem Arzt ist ebenfalls abzuraten.


hm, ich wuerde es mindesten beibehalten, keinesfalls in der dosis veraendern und den halbgott in weiss fragen, wie mein insulinspiegel bzw c-peptid aussieht!

es geht bei diesem wert (neben einigen anderen) um die frage, ob man insulin extern benoetigt und: wenn ja, wieviel.

therapeutisch ein grosser schritt, da es von tabletten zur injektion fuehrt, mittel und langfristig aber klueger je nach befund!

mfG
dingo1


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 08.06.12, 10:22 
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Hallo dingo1,

die Aussagekraft der C-Peptidmenge im Serum ist beim Typ2-Diabetes begrenzt und wird deshalb offenbar auch nicht allgemein zur Diagnostik und Therapie herangezogen, obwohl sie direkt proportional zum ausgeschütteten Insulin der B-Zellen steht.

Bei leicht erniedrigten C-Peptidwerten ist die Bedeutung für die Therapie z.B. sehr gering. Nur der absolute Mangel oder deutlich erniedrigte Werte korrelieren mit einer substitutionspflichtigen Insulinmangelsymptomatik. Dagegen kann bei hohen Werten wegen Insulinresistenz eine Insulintherapie auch notwendig sein.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 08.06.12, 10:52 
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Heisst das im Umkehrschluss
-> wenn die Tablette im gewünschten Ausmaß nach wie vor wirkt, kann man sich die
Messung C-Peptid ersparen ?
Sorry, aber ich stehe jetzt "auf dem Schlauch"

Nach 13 Jahren Tabletten ( 9 Jahre B.O.T.) habe ich den Doc mal nach einer solchen
Messung gefragt.
Da meinte er, o.K., wenn Sie meinen, beim nächsten Routinetermin machen wir das dann mal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 08.06.12, 16:21 
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Hallo creole,

das kann man wohl so sagen:

Wenn orale Antidiabetika, die die Insulinausschüttung stimulieren, gegen Hyperglykämie erfolgreich eingenommen werden, ist die C-Peptid- und somit die Insulinproduktion noch ausreichend.
Ist der Arzt sich auch sicher, dass es sich um einen Typ2-Diabetes handelt, kann man sich in der Tat die Messung ersparen.
Es gilt aber auch zu bedenken, dass mit der Stimulation der B-Zellen mehr aktives Proinsulin ins Blut gelangt. Proinsulin schädigt die Gefäße und fördert die Gewichtszunahme.

Zitat:
Da meinte er, o.K., wenn Sie meinen, beim nächsten Routinetermin machen wir das dann mal.

Die Aussage des doc klingt nun nicht gerade nach Begeisterung für die Messung.
Ist diese denn nun mal vorgenommen worden?
Wenn ja, mit welchem Ergebnis und welcher Konsequenz?

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 08.06.12, 17:44 
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Die Messung ist geplant für Juli.
Ich habe mich nie mit C-Peptid befasst und da ich nun seit einigen Monaten erstmals
seit Jahren einen Doc habe, der weiß, was DM ist, möchte ich die Chance einfach mal
nutzen, um das dann mit ihm durchzuhecheln :)

Übrigens, 13 Jahre Tabletten, wenn auch seit 9 Jahren durch Langz.-Insulin unterstützt ,
Sagt das nicht einiges über das "Ausquetschen der BSD",
was man so oft liest ?? :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 09.06.12, 10:39 
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Hallo creole,

deine erfolgreiche langjährige Therapieform ist ein eindeutiges Plädoyer für
eine sinnvolle orale Behandlung mit basaler Insulinunterstützung(BOT).
Nicht jede Behandlung mit Sekretagoga bedeutet "Ausquetschung" der BSD mit baldigem Versagen.
Hier gilt ganz besonders, nur soviel Wirkstoff wie nötig und so wenig wie möglich.

Der C-Peptidwert hat vielleicht keinen Einfluss auf eine potenzielle Änderung Deiner Therapie, aber eine akademische Bedeutung hat die Messung allemal.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 09.06.12, 15:20 
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moin :)

die ganze sache mit dem c-peptid bzw dem dem direkt korrespondierenden insulinspiegel zielt erstmal darauf ab, ob insulin notwendig ist.
es spart im positiven fall einfach zeit, die sonst mit tablettenaustesterei vergeudet wird.

der test ist zwar rel. teuer...aber nach meiner meinung keineswegs so teuer, dass man ihn nicht bei normalgewichtigen 2-ern einsetzen koennte, um den 2. einsatzpunkt von externem insulin als moeglichkeit zu haben.

naemlich die option insulin statt tabletten!

negativ:
- aufwendiger fuer betroffenen und betreuenden mediziner
- teurer
- betroffene person muss es neben dem wollen auch koennen
- teile der tabletten sollten beibehalten werden

positiv:
- wenn man es richtig macht, die optimale therapie (von den derzeit gegebenen moeglichkeiten)
- maximale freiheit
- minimale freisetzung schaedlicher vor-/spaltprodukte gegenueber der tablettentherapie

als betroffener muss man (sofern es nicht medizinisch notwendig ist) bei der optionswahl den lieben druiden darauf ansprechen!
der therapiert sonst meistens (da er per gesetz die therapiehoheit hat) nach seinem willen und verstaendnis.
das ist weder negativ noch falsch. es ist einfach so!
solange man selber nichts macht, entscheidet der halbgott. der hoert dafuer aber auch zu, wenn man andere interessen zumindest mal ansprechen moechte!

Zitat:
Die Aussage des doc klingt nun nicht gerade nach Begeisterung für die Messung.


die sind nie begeistert ueber irgendwas, was ausschliesslich in ihren kompetenzbereich fallen sollte!

Zitat:
Übrigens, 13 Jahre Tabletten, wenn auch seit 9 Jahren durch Langz.-Insulin unterstützt ,
Sagt das nicht einiges über das "Ausquetschen der BSD",
was man so oft liest ??


faktor 5-10 der ueberlastung geht...da fallen typ-1 er auf. wielange das geht, keine ahnung. aber das proinsulin ist das groesste kontraargument bei den tabletten.
um das kleiner zu bekommen, hilft externes insulin und eben die messung des eigenen spiegels, um nen anhaltspunkt fuer die menge zu haben.

im gegensatz zu einem 1-er (da ist korrelation blutzucker und insulinspiegel direkt ablesbar) muss der 2-er mit so wenig wie moeglich aber soviel wie noetig auskommen.
und die bandbreite je injektion (also wirkstoff je zeit) ist eben durchaus unterschiedlich bei identischem blutzucker, da man die eigenproduktion ueberlagern muss (im idealfall soweit, dass kein proinsulin mehr da ist)

mfG
dingo1
ps: also nochmal zusammengefasst...der c-peptid dient 1. dazu, um eine notwendigkeit festzustellen ABER auch 2. dazu, eine andere option zu haben...mit den jeweiligen vor- und nachteilen


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 09.06.12, 16:43 
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Ich habe mich jahrelang schwerpunktmäßig und völlig unfreiwillig mit anderen Problemen
herumärgern müssen und den DM links liegen gelassen.
Daher sehe ich das mehr vom praktischen Standpunkt aus.

Vor 8 Jahren brauchte ich 18 I.E., heute 22 I.E.
Tablettenbedarf im Vergleich zu damals unverändert; so viel zur Progredienz :)

Meine Hoffnung geht dahin, dass sich nach menschlichem Ermessen in der nächsten Zeit
nicht doll was tut, denn abends einmal spritzen und tagsüber mal verschämt eine Tablette
"reinwerfen",,,an sowas kann man sich gewöhnen.
---
Sch.....Proinsulin.
Proinsulin hin, Proinsulin her; Hauptsache, wir putzen heute abend Ronaldo und Co vom Platz :)

p.x.: man muss ja doch immer alles selbst machen.
Wie sagte neulich irgendein Kabarettist ?
Bei 75% aller Todesfälle ist ein Arzt in der Nähe, das KANN doch kein Zufall sein :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 10.06.12, 01:38 
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Registriert: 11.07.10, 09:35
Beiträge: 45
moin :)

Zitat:
Sch.....Proinsulin.


hm...nein...ist es nur, wenn spiegel zu hoch!

um es mal verstaendlich (dafuer garantiert nicht bio-medizinisch korrekt) zu beschreiben:

der menschliche koerper produziert nicht direkt insulin. da gibt es vorstufen!

- produziert wird praeproinsulin
- vom praeproinsulin (man stelle sich das einfach als eine lange molekuelkette vor) wird etwas abgespalten, dann bleibt ne molekuelkette uebrig, die aus c-peptid und insulin besteht und sich proinsulin nennt

bei koerpereigenem insulin haben wir also je insulinmolekuelstrang auch ein stueckchen c-peptid.
sind beide zusammen, haben wir proinsulin, sind sie gespalten, hat man c-peptid und insulin.

es ist also etwas natuerliches und es ist da. es ist quasi ein zwischenprodukt auf dem weg zum aktiven insulin.

wenn nun resistenz vorliegt (also typ-2), steigert der koerper die produktion (viel hilft viel).
dabei gehen also bei typ-2 neben dem insulinspiegel (den man mittels c-peptid messen kann) natuerlich auch die vorlaeuferspiegel durch die decke (wo viel c-peptid, da auch viel proinsulin...irgendwo muss das c-peptid ja herkommen!)

wenn man nun das ganze mit externem insulin ueberlagert, sinkt (wenn man alles richtig macht) der proinsulinspiegel. wenn man mittels stimulierender medikamente die bauchspeicheldruese zur ueberproduktion anregt, bleibt der spiegel oben (und das ganze kann bei identischen blutzuckerwerten vor sich gehen!).

wie gesagt, proinsulin als vorstufe kann und soll man nicht verteufeln. es ist natuerlich, dass es da ist. die dosis macht das gift., und zwar ueber die zeit.

mfG
dingo1


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 Betreff des Beitrags: Re: Typ 2 und nicht dick!
BeitragVerfasst: 10.07.12, 10:08 
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Registriert: 01.10.09, 08:16
Beiträge: 125
Moin H. Reuter :)

Ich habe vorhin mit dem Doc C-Peptid besprochen.
Ich bitte um Verständnis, dass ich hier keine Werte veröffentliche;
aber er war "einverstanden" :)
Nach 13 Jahren Tabletten, bzw. 9 J. B.O.T. funktioniert die BSD
durchaus noch in erträglichem (Typ 2 ) Umfang.
Eine erforderliche Umstellung auf Kurzzeitinsulin zeichnet sich
nicht ab :)

------
Nachtrag: Dingo, danke für die verständliche Erklärung


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