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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Organschwächungen bei permanenten Zuckerhochständen
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BeitragVerfasst: 23.05.12, 13:30 
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Guten Tag,

... Organschwächungen können meines Wissens auch durch Diabetes hervorgerufen werden. Für mich ist in diesem Zusammenhang von Interesse ob es hier eine Kausalkette gibt bei denen Leistungsdefizite der Organe (Insuffizienz ?!) auch Höchstände im Zuckerspiegel hervorrufen können. Ich habe nämlich den Verdacht, dass sich diese beiden Probleme leichend hochschaukeln.

b) Eine andere interessante Frage besteht darin, ab welchem Zuckerspiegel eine Organschädigung deutlich hervortritt. Ich habe den Eindruck, dass dies bei ca. 120 md massiv sichtbar wird.

md = mg pro Deziliter ?!


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BeitragVerfasst: 25.05.12, 00:34 
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moin :)

wenn man die arterien als organ akzeptiert, leiden diese vermutlich zuerst.
meistens messbar bei typ-1 am/im auge oder bei typ-2 am herz (da wird komischerweise am auge erst gemeesen, wenn kurz vor blind)

ansonsten kann man den einfluss sehr schoen an den nierenwerten sehen.
wenn man da temporaer eiweiss sieht und der zucker hoch ist, ist es meist reversibel.

meine persoenliche meinung ist, dass man bei normalgewicht und halbwegs normnahen blutzucker eher an einer herzkrankheit verstirbt als an einem nierenversagen oder gar blindheit befuerchten muss.

neben dem herz, der niere und den augen (alles feine und belastete gefaesse) hatten wir aber noch nicht die leber;)

das waere punkt b :)

ist im prinzip wie bei der gaensestopfleber

je mehr man reindrueckt, desto groesser wird sie. sie schmerzt nicht, wird aber irgendwann zu stein.

fuer b gilt also:

je mehr man futtert, ohne es abzutrainieren, desto fetter die leber, desto hoeher (laenger) die bz-spiegel, desto hoeher die "verkakungs bzw. ablagerungsrisikien in den gefaessen)

ne grenze gibt es nicht!
man kann vermutlich dauerhaft mit blutzucker 140 mg/dl gesund sein. andere werden mit 30 jahren blind dabei.

wenn man aber die genetische disposition voraussetzt, sinkt ab den normalwerten des labors die moeglichkeit, dass man dieses ziel erreichen kann, dramatisch!

das hirn nimmt eigentlich weniger schaden. das schaltet nach unten vorsorglich ab, wenn der zucker nicht passt und nach oben ist ja genug da...da ist erst ende, wenn ne uebersaeuerung wasanderes ausloest!
bei zuviel nach unten gibt es nen dachschaden oder herzinfarkt...also nicht nach unten uebertreiben mit den zielwerten.

ab 140 mg/dl haut es jedenfalls auf die niere und kann (wenn keine verschobene nierenschwelle da ist) im urin vermutlich nachgewiesen werden.
bis dahin haut es auch auf nerven! das ist das groessere problem!
das spuert der betroffene naemlich mal!

mein tipp waere, dass alles ueber 120 gift ist. das einzuhalten, ist aber fuer einen 1-er ohne eigene insulinproduktion unmoeglich ueber die lebenszeit.
wir leben mit 140-160 im max und bei ausnahmen hoeher und tollerieren/akzeptieren die lebnszeitminderung, da die therapie nicht fortschrittlich genug ist.

im uebrigen emfpfehle ich mal dringend, in der kardiologie wegen deiner anfrage nachzufragen....
die erklaeren dir dann hoffentlich den unterschied diabetes typ-1,2 und den rest ( sorry, nicht abwertend gemeint) und den zusammenhang zwischen insulin/blutzuckerspiegel/insulinspiegel/UND dem tollen vorprodukt beim typ2

platt ist beim typ-1 jedenfalls die bsd bzw die insulinproduktion. beim typ-2 geht die meist erstaunlich gut (obwohl alles andere teilweise im arsch).

mfG
dingo1


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BeitragVerfasst: 25.05.12, 14:15 
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Registriert: 24.08.06, 09:36
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Wohnort: Nörvenich
In dem Fall den ich hier im AUge haben gibt es neuerdings auch Herzrhythmusstörungen : da könnte man doch bei näherem hinsehen eine Kausalkette konstruieren. Ist das zu gewagt ?! :cry:


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BeitragVerfasst: 25.05.12, 19:32 
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moin,

gewagt ist das nicht. wenn da aber was am herz festgestellt wurde, gab es da auch eine qt-verlaengerung im ekg?

das sind so mal erste hinweise (unabhaengig vom befinden der person) ueber das risiko.

diabetes geht auf die gefaesse (und damit auf das herz). deswegen sind wir betroffene ja staendig und dauerhaft unter medizinischer beobachtung.

dass diabetes herz-/ und gefaesskrankheiten wegen mangelnder therpiemoeglichkeiten "hochschaukelt", wuerde ich unterschreiben.

den umgekehrten fall aber nicht!

bevor man aber ueber dritte bei/von hochschaukeln sprechen kann, braucht man ein persoenliches bild und einige blut- und laborwerte der vergangenheit.

fuer die zukunft hingegen duerfte ihre kausalkette gueltig sein.
die muss man aber nicht beweisen, da reicht es durchaus nen internisten als hausarzt zu haben und einen diabetologen fuer den diabeteskram (wenn man den diabeteskram nicht selber kann).

wenn der internistische hausarzt mit dem herzkram nicht klar kommt, nimmt man halt die fachgruppe kardiologie hinzu.

wichtig bei sowas ist aber immer, dass man denen auch brav alles erzaehlt und moeglichst mal laborzettel und andere befunde mitbringt. die fangen sonst naemlich auch wieder bei null an.
mfG
dingo1


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BeitragVerfasst: 26.05.12, 10:04 
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Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
dingo1 hat geschrieben:
platt ist beim typ-1 jedenfalls die bsd bzw die insulinproduktion. beim typ-2 geht die meist erstaunlich gut (obwohl alles andere teilweise im arsch).


ja, meist ist beim Typ2 noch eine finale Eigenproduktion vorhanden, die offenbar ausreichend schützt vor der Komplikation einer Ketoazidose wie sie bei absolutem Insulinmangel(Typ1) vorkommen kann.

@dingo1, danke für deine scharfsinnigen Statements, die ich alle unterschreiben kann. Ergänzend ist vielleicht noch erwähnenswert, dass eine nicht unbeachtliche Zahl von Typ2-Diabetikern bei der Diagnose des Diabetes bereits Schäden an Nerven, z.B. periphäre Polyneuropathien und Gefäßen aufweist. Demnach könnte auch ein Diabetes im Latenzstadium bereits für Schäden an Nerven und Gefäßen in beträchtlichem Umfang verantwortlich sein.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 27.05.12, 07:56 
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Beiträge: 125
Hut ab, Herrschaften :) Wirkliche gute Kommentare.

Tja,und dann spielt man mit, ab Manifestation, reißt sich am Riemen, erfreut
den Doc,weil alles prima gemessen worden ist usw.
und dann ,Mist verdammter, hat man sich den Sch.. bzw. dessen Ursachen
längst vorher eingehandelt.

Oder aber, Herzkaspar und Consorten haben mit DM gar nichts zu tun.
Schließlich kann man Flöhe und Läuse gleichzeitig haben.


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