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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Ernährung(sberatung) bei Diabetes mellitus
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BeitragVerfasst: 27.02.12, 18:39 
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Beiträge: 2
Hallo zusammen! :)

Ich bin ganz neu hier und weder Mediziner, noch Patient. Im Rahmen meiner psychologischen Diplomarbeit benötige ich jedoch eine exemplarische medizinische Frage und habe mich für die u. s. (entnommen aus dem Fragenkatalog der 2. Ärztlichen Prüfung) entschieden.
Leider habe ich bislang aber nicht herausfinden können, wie die richtige Antwort lautet.

Kann mir jemand diesbezüglich weiterhelfen und ggf. auch eine kurze (für Laien verständliche) Begründung abgeben? Das wäre ganz toll :D

Viele Grüße,
Vivi-Ane


Bei einem 54-jährigen Patienten wird erstmals ein Diabetes mellitus diagnostiziert. Es werden Antikörper gegen Inselzell-Antigene nachgewiesen; der Patient scheint deshalb an einem Typ-1-Diabetes erkrankt zu sein. Zusätzlich zur Ersteinstellung erhält der Patient eine Schulung und Ernährungsberatung.
Welche der folgenden Empfehlungen gehört am wenigsten zur Ernährungsberatung bei Diabetes mellitus?

(A) Begrenzung des Fettanteils auf ca. 30 % der tgl. Kalorienmenge
(B) Verbot desVerzehrs von Zucker (Saccharose und Glukose)
(C) Begrenzung der täglichen Gesamtkalorienmenge
(D) Erhöhung des Anteils langsam resorbierbarer Kohlenhydrate
(E) Begrenzung des Proteinanteils auf ca. 15 % der tgl. Kalorienmenge


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BeitragVerfasst: 27.02.12, 21:26 
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Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Die falsche Antwort soll dann wohl (B) sein.

Die Menge des Zucker muss wie die der anderen KH berechnet und dafür die richtige Menge Insulin gespritzt werden.

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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BeitragVerfasst: 28.02.12, 09:58 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Vivi-Ane,

eindeutig Empfehlung B.

Alle Zuckerstoffe können entgegen obsoleter Empfehlungen verzehrt werden, wenn sie beim Insulinregime wie andere Kohlenhydrate berücksichtigt werden.
Es sollen allerdings immer Kohlenhydrate bevorzugt werden, die die Blutglukose nur langsam ansteigen lassen. Niedriger bis mittlerer Glykämischer Index.
Kontraproduktiv sind demnach für Diabetiker mit reichlich Zucker gesüßte Getränke wie Limonaden usw.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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BeitragVerfasst: 28.02.12, 10:53 
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Registriert: 27.02.12, 18:34
Beiträge: 2
Hallo Rainer und Hans,

vielen Dank für die Antworten und gut verständlichen Erklärungen! Das hilft mir sehr weiter.

Darf ich noch eine Frage stellen? Das wäre dann auch die letzte :)


Ein 56-jähriger Patient wird seit 30 Jahren wegen Typ-1-Diabetes mit Insulin (intensiviertes Therapieschema) behandelt. Er wurde im letzten Monat zweimal wegen schwerer Hypoglykämie notärztlich versorgt. Seine Ehefrau gibt an, dass er, anders als früher, die Hypoglykämien nicht bemerkt habe und keine Gegenmaßnahmen habe treffen können.
Was könnte am ehesten der Grund für die verminderte Eigenwahrnehmung der Hypoglykämien sein?

(A) Neuropathie mit Beteiligung des autonomen Nervensystems
(B) Nebennierenüberfunktion
(C) besonders schnelle Absenkung des Blutzuckers von einem hohen Niveau
(D) Hyperthyreoidismus
(E) Wachstumshormon-Überproduktion (Akromegalie)


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BeitragVerfasst: 01.03.12, 11:07 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Leider erleben vorzugsweise Typ1-Diabetiker zunehmend mit der Diabetesdauer
nicht selten Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen. Mitunter auch bei einem Insulinwechsel.
Ursächlich kann auch die Tatsache sein, dass es im Laufe der Erkrankung neben dem absoluten Insulinmangel auch zum Erliegen der hormonellen Gegenspieler wie z.B. Glukagon kommt.

Bisweilen wird in Kliniken oder von erfahrenen Diabetologen auch ein sogenanntes Wahrnehmungstraining angeboten.
Google gibt hierzu vielleicht nützliche Infos.

Zitat:
Was könnte am ehesten der Grund für die verminderte Eigenwahrnehmung der Hypoglykämien sein?

Vielleicht Punkt (C).

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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