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medizin-forum.de • Thema anzeigen - Medikamentenreduktion
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 Betreff des Beitrags: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 16.11.11, 15:22 
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Registriert: 16.11.11, 14:21
Beiträge: 6
Guten Tag,

bei mir wurde Ende August bei einer Blutuntersuchung Diabetes II festgestellt mit einem HBA1c von 9,7%.

War natürlich für mich mal ein kleiner Schock, aber ich habe mich gleich mal ein wenig schlau gemacht über diese Krankheit, und eine Kur gemacht.
Dort habe ich mit einer sehr guten Ärztin und Diätologin zusammen gearbeitet, und es ist mir gelungen mit Diät, Gewichtsreduktion, Sport und Medikamente meinen Wert auf 5,6% zu senken.

Medikamentiert war ich mit 2 x Diamicron 30mg täglich und Glucophage 2 x 500mg täglich.

Meine Ärztin hat mich nach erfolgreicher Reduzierung des Langzeitwertes auf 1 x Diamicron täglich und 2 x Glucophage gesenkt und mir geraten, unter guter Eigenkontrolle Diamicron dann abzusetzen und wenn das mit den Werten passt, in ca. 1 Monat auch Glucophage testweise abzusetzen.

Beim Besuch bei meinem Hausarzt meinte dieser, Diabetes sei kein Schnupfen, und ich soll alles so lassen wie es ist.

Ich möchte halt einfach nicht unnötig Medikamente zu mir nehmen, ist ja auch nicht immer das gesündeste, habe jedoch auch nichts dagegen, wenn,s notwendig ist.

Weiss heir jemand Rat, natürlich werde ich den Langzeitzucker auch wieder in 3 Monantén prüfen lassen, aber wie gesagt, wenn ich die Medikamente los wäre, wär ich auch nicht böse.

Vielen Dank
Mandy2


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 16.11.11, 16:12 
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Mandy hat geschrieben:
Meine Ärztin hat mich nach erfolgreicher Reduzierung des Langzeitwertes auf 1 x Diamicron täglich und 2 x Glucophage gesenkt und mir geraten, unter guter Eigenkontrolle Diamicron dann abzusetzen und wenn das mit den Werten passt, in ca. 1 Monat auch Glucophage testweise abzusetzen.

Vollkommen richtig!
In der Medikation des Diabetes mellitus gilt wie in der Medizin ganz allgemein:

Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!
Wenn mit diätetischer Kompensation und körperlichen Aktivititäten ein HbA1c regelhaft unter 6,5% erzielt wird, sind in der Regel keine Antidiabetika mehr nötig.
5,6 % liegt im absolut gesunden Bereich.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 17.11.11, 07:48 
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Registriert: 16.11.11, 14:21
Beiträge: 6
Auf alle Fälle vielen Dank für die rasche und kompetente Antwort.

Dann werde ich das mal unter Kontrolle versuchen und
halte Euch auf dem Laufenden, welche Auswirkungen zu
spüren sind.

Vielen Dank

Mandy


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 17.11.11, 08:20 
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Registriert: 28.01.09, 09:40
Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Mandy,

ich würde dir auch einen Versuch zum Weglassen der Medis empfehlen, aber die Kontrolle nur mit dem vierteljährlichen HbA1c halte ich auf keinen Fall für ausreichend. Ich empfehle dir dazu die Kontrolle besonders der Werte nach den Mahlzeiten mit einem BZ-Messgerät. Daraus dass dein HbA1c mit Medis bei 5,6% liegt, kannst du nicht schließen, dass er beim Weglassen der Medis auch noch gesund verläuft. Im übrigen würde ich dir einen Zielwert für den HbA1c um die 6,0% empfehlen, wenn du deinen Diabetes dauerhaft und möglichst ohne Verschärfung im Griff behalten willst.

Wenn du dich zur BZ-Selbstkontrolle entschließt, dann kannst du auch gleich beobachten, welche Sachen in welchen Mengen deinen BZ besonders hoch treiben und kannst die dann entsprechend reduzieren oder vermeiden. Eine gute Anleitung dazu findest du hier (für mg/dl) oder hier (für mmol/l).

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Versuch, Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 17.11.11, 09:01 
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Registriert: 16.11.11, 14:21
Beiträge: 6
Hallo Rainer,

auch Dir vielen Dank für Deine klar verständlichen Erläuterungen.
Speziell im Anhang ist eine gezielte Ernährung super erklärt und nachvollziehbar.

Dann werd ich halt mal mein Mesgerät zum glühen bringen. :mrgreen:

Vielen Dank

Mandy


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 29.03.12, 12:15 
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Interessierter

Registriert: 16.11.11, 14:21
Beiträge: 6
So, Blutwerte kürzlich wieder überprüfen lassen, und Langzeitwert von 5,9.

Messungen seperat jeden zweiten Tag nach dem Abendessen ( um ca. 18 h ) dann gegen 20,30 h
und habe da immer zwischen 85 und 95.
Was mir viel hilft bin ich draufgekommen, ist täglich eine Runde auf dem Ergometer nach dem
Abendessen.

Nehme aber immer noch das Glucophage 500 morgens und abends, eigentlich möchte ich das jetzt
ohne probieren. Zumindest eine Ration täglich mal probeweise weglassen.

Grüße
Mandy2


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 29.03.12, 15:22 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Mandy,

offenbar hast Du deinen Diabetes recht gut im Griff.

Welchen Anteil der sehr niedrig dosierte Wirkstoff Metformin dabei hat, lässt
sich nicht mit Sicherheit sagen, denn der Wirkstoff hat neben seiner Fähigkeit,
vor allem die hepatische Insulinresistenz zu mindern und somit zu niedrigeren Blutglukosewerten führt auch noch andere günstige Wirkungen auf den Metabolismus. Ich würde deshalb vor dem Absetzen des Medikaments nochmals ärztlichen Rat in Anspruch nehmen.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 29.03.12, 15:30 
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Interessierter

Registriert: 16.11.11, 14:21
Beiträge: 6
Vielen dank nochmals für Deinen Rat,

nächste Woche habe ich eh einen Termin beim Internisten, da kann ich auch gleich nochmal fragen.
(Hätt ich sowiso auch gemacht) aber ich bin halt auch über zweite Meinungen froh.


Vielen Dank
Mandy


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 30.03.12, 13:43 
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Beiträge: 185
Wohnort: Nähe Dresden
Hallo Mandy,

wenn du probeweise das Metformin weglassen willst, dann musst du zwei Dinge beachten:
- Metformin wirkt am meisten auf den Nüchtern-BZ. Vergleiche also besonders früh den Nüchternwert mit und ohne Metformin.
- Metformin wirkt mindestens 3 Tage nach. Einen echten Vergleich hast du erst, wenn du es mehrere Tage weggelassen hast.

Ansonsten sehe ich es wie Hans Reuter, das niedrig dosierte Metformin kann keinen sehr großen Anteil an der BZ-Senkung haben. Du hast gute Chancen, dass du deinen BZ auch ohne Metformin gut im Griff behalten kannst.

LG Rainer

_________________
Typ2-Diabetiker, Diagnose 2002
HbA1c~6,0 mit LCHF-Ernährung


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 30.03.12, 13:50 
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Interessierter

Registriert: 16.11.11, 14:21
Beiträge: 6
Servus,

vielen Dank auch für Deine Meinung. Dann werd ich das auf alle Fälle mal austesten und auch genau messen.
Dann seh ich eh, obs mir guttut oder nicht.

Werde auf alle Fälle wieder berichten.

Vielen Dank
Mandy2


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 Betreff des Beitrags: Re: Medikamentenreduktion
BeitragVerfasst: 07.04.12, 12:13 
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Registriert: 11.07.10, 09:35
Beiträge: 45
servus :)

erstmal glueckwunsch, dass du die kiste mit der bewegung verstanden hast.

das metformin wuerde ich keinesfalls ohne arztlichen ratschlag absetzen, da das "falsche" gemessen wird.
es sollte der insulinpiegel MIT dem passenden blutzucker runter.
beim absetzen laeuft man in die gefahr, dass der insulinspiegel hochgeht und der zucker dennoch passt.
bis es wieder knallt :(
metformin halte ich mal fuer einen der kluegeren wirkstoffe, da er lebenszeit eher verlaengert, wenn man es richtig macht.

viele gruesse wuenscht der
dingo1


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