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Brennende Füße, aber ohne diabetische folgeschäden?

31.08.11, 21:11

Hallo,

ich bin 33 und habe sei 25 Jahren Diabetes. Die letzten Jahr ist die Diabetes gut eingesestellt (HbA1c immer von 5,9 ± 0,1)

Alles ging los vor zwei Jahren. Schwerer Durchfall und der Darm hat die Nährstoffe nur sehr langsam aufgenommen. Vielleicht waren es Salmonellen. War etwa 1 Woche sehr schlimm, die 2 Woche ging es dann langsam zurück)

Jedenfalls kam ich in einen starken Unterzucker, weil die Kohlenhydrate nicht schnell genug wirken konnten.
Und da hatte ich zum ersten Mal für ein paar Tage in der unteren Hälfte der Waden ein Brennen. Das ging nach 2 Wochen wieder weg.

Dann letztes Jahr hatte ich wieder für eine Zeit Brennen an den unteren Wadenhälfte. Meine Diabetologin hat alles untersucht, aber nicht Mal anzeichenhaft diabetologische Folgeschäden festgestellt, Vibrationsempfinden 8/8 (und besser), warm/kalt-test alles super.

Auch das Brennen ging wieder weg.

Jetzt vor etwa 1-2 Monaten wachte ich von einem hohen Zucker auf (etwa 250mg/dl) und hatte wieder in der unteren Hälfte der Waden ein Brennen.

Ich würde es jetzt fast chronisch nennen. Zwischendrin gibt es kurze Zeiten, wo ich glaube, dass alles wieder OK ist, aber es kommt wieder. Die Tageszeit spielt keine Rolle. Gehen oder Stehen scheint es zu lindern. Vielleicht bilde ich es mir ein, weil ich ein anderes körpergefühl beim Gehen und Stehen habe.

Es war zuerst nur an der unteren Wadenhälfte hinten. Jetzt ist es an den Waden besser, dafür aber zwischendurch auf die Fersen, wieder zurück zu der unteren Wadenhälfte hinten und jetzt auf die Innenseite der Füße übergangen (Fußsohlen sind nicht betroffen). Auf der Oberseite der Füße, den Fußsohlen und an den Zehen ist soweit alles in Ordnung - kein Brennen.

Das Brennen ist auch nicht symmetrisch. Zu Zeit ist rechts fast kein Brennen, aber auf der Innenseit des Linken Fußes stark, geht schon in Richtung von schmerzhaft.

Es ist ein reines Brennen ohne Stechen oder Ziehen. Es spielt keine Rolle, ob ich Strümpfe an habe oder nicht. Ich habe ganz normales warm/kalt empfinden, auch an den brennenden Stellen.

Wärme lindert das Brennen sofort. Wenn sich die gewärmte Stelle an die Wärme gewöhnt hat (wie man warmes Badewasser nach einer Zeit nicht mehr spürt), ist das Brennen wieder etwas stärker zu spüren. Auch das Drüberstreichen mit der Hand lindert.

Weiß jemand, woran das liegen kann?
Ich habe gehört, dass dem Brennen normalerweise der Verlust des warm/kalt-Empfindens vorausgeht. Und dass erst dann brennen eintritt. Das ist bei mir aber nicht der Fall. Auch sagt man, dass bei der diabetischen Form Kälte lindert. Warum lindert bei mir Wärme?

Was können die Ursachen sein? Wenn ein Diabetiker brennende Füße hat, muss es ja nicht immer an der Diabetes liegen. Kann es an häufigen Unterzuckern liegen?

Re: Brennende Füße, aber ohne diabetische folgeschäden?

01.09.11, 08:39

Hallo Baldrian,

ob eine diabetische Neuropathie ausgeschlossen werden kann,
sollte von einem Neurologen untersucht werden, z.B. durch Messung
der NLG(Nervenleitgeschwindigkeit) der vermutlich betroffenen Nerven.
Bei Ausschluss, weitere Abklärung durch anderer Diszipline
z.B. der Angiologie oder der Dermatologie.

Re: Brennende Füße, aber ohne diabetische folgeschäden?

30.11.14, 17:53

Danke, abschließend möchte ich noch sagen, dass ich das Problem seit über 2 Jahren nicht mehr habe. Das Brennen begann mit einer schweren Durchfallerkrankung und dauerte ein paar Wochen / Monate an. Merkwürdige Sache. Meine Ärztin sagte, dass sie nichts feststellen könne. So können sich solche Probleme also auch von selbst wieder legen... (Das schreibe ich aber, um Mut zu machen, falls es jemanden ähnlich ergehen sollte...)
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