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 Betreff des Beitrags: Diabetes
BeitragVerfasst: 06.06.11, 21:47 
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Beiträge: 139
Hallo,
mein Mann (49)kein Übergewicht, hat seit über einer Woche erhöhte Blutzuckerwerte. Sie schwanken zwischen 15,3 und 27,7 mmol/l Natürlich kann es sein er hat sie schon länger . So eine Phimose entsteht sicherlich auch nicht von heute auf morgen.
Drauf gekommen bin ich , weil er über eine Pilzinfektion u.Phimose klagte. Er hatte großen Durst.
Natüürlich hat er den Arztbesuch rausgezögert.
Nachdem er am Freitag dann aber 27,7 mmol/l hatte, habe ich heute darauf bestanden.
Der Hausarzt verschrieb ihm Insulindetemir . Er soll sich 16 IE pro tag spritzen.
Außerdem bekam er eine Überweisung zum Urologen.
Das wars dann auch schon.
Ist das so richtig ???
Werden Diabetiker nicht mehr im Krankenhaus eingestellt ??. Weitere Untersuchungen veranlasst ??
Zumal er Berufskraftfahrer ist und nur nachts fährt.
Mir war das Insulin bis heute nicht bekannt.
wäre für Antworten dankbar.
mfg stellamausi


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 06.06.11, 23:05 
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Registriert: 01.03.07, 18:35
Beiträge: 603
moin stellamausi,

ein gesunder Mensch misst nüchtern um 4und mmol/l und 1 Stunde nach dem Essen von viiiiiiiiiiiiel KHs=Zucker für ein paar Minuten maximal 7-8. An mehreren Tagen zu beliebigen Zeiten mehr als 11,1 bedeutet Diabetes. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Dass Diabetes mit Übergewicht kommt, ist ein armseliger Irrglaube.

Mit weit über 20mmol/l dürfte Dein Mann beständig vergleichsweise schlapp sein und eigentlich kaum in der Lage für sichere berufsmäßige Nachtfahrten.

Normal hätte der Hausarzt an einen Diabetologen überweisen müssen, und der hätte wahrscheinlich schon darauf hin gewiesen, dass der Fahrer-Job wahrscheinlich Vergangenheit ist. Einzige mir bisher bekannte Ausnahme, sich zu erkämpfen, dass man den Job behalten kann: Sich aktiv mit seinem Diabetes vertraut machen - lesen, lesen, lesen, le.... - und sich selbst erarbeiten, wie er seinen Blutzucker weitgehend gesund und dabei zuverlässig frei von jeder Unterzuckerung steuern kann.

Eine so genannte Einstellung, die das leisten könnte, gibt es nicht. Und die meisten Fachärzte werden wahrscheinlich zu einer Umschulung raten.

Daumendrück, Jürgen

Mir ist bewusst, dass ich nicht besonders zartfühlend geschrieben hab. Aber jede schöngefärbte Woche entfernt nun mal 1 Woche weiter vom vielleicht möglichen Fahrerjob-Erhaltungs-Ziel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 07.06.11, 00:41 
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Registriert: 21.07.07, 15:31
Beiträge: 114
Wohnort: Berlin
Hallo Stellamausi,
dein Bericht schockiert mich. Als bei mir damals Diabetes festgestellt wurde, gab mir die Diabetologin ne Spritze und das Insulin übern Tisch. Ne nicht mit mir sagte ich und ließ mich einweisen. Im Krankenhaus fühlte ich mich absolut sicher und wusste wenn was ist, kommt zu jeder Zeit Hilfe. Ich find es unverantwortlich deinem Mann das Insulin zu geben, hier spritz mal los und arbeite mal schön nebenbei. Ich würde das nicht machen, schon garnicht zu Beginn der Behandlung. Er fährt nachts auf unseren Strassen umher, na toll. Ich hätte Angst um ihn. Jahre später, ich spritzte nur ein viertel Jahr, kam dieses Insulin wieder in mein Leben :roll: . Logisch, ich ging wieder stationär, alles hatte sich weiter entwickelt und im Krankenhaus sind sie nun mal auf den neuesten Stand. Ich nutzte die Zeit und jonglierte mit meinen Kohlehydraten und probierte mich aus :lol: :lol: . Kein halbes Jahr später war das Insulin wieder fort und seitdem nehme ich nur Metformin und das schon seit 11 Jahren.
Ich würde mir auch einen Diabetologen suchen, Hausärzte probieren mir zu viel ( mit Ausnahmen natürlich) und wenn sie nicht weiter wissen überweisen sie. Klasse!!!!!! Hab ich schon ein paar mal erlebt.
Mit offene TBC mal schnell ins Krankenhaus fahren, S- Bahn reicht. :twisted: :twisted:
Sollet ihr aber schon Erfahrungen im Umgang mit Insulin haben, dann entscheidet selber, aber seid vorsichtig.
Ich ging immer auf Nummer sicher und hab nix bereut.

lG Sabine

_________________
Wer,Wie,Was, Wieso, Weshalb, Warum, wer nicht fragt bleibt dumm.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 07.06.11, 09:30 
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Registriert: 11.08.06, 11:16
Beiträge: 964
Wohnort: Rhld.-Pfalz
Hallo Stellamausi,

zur besseren Abklärung und Typisierung des Diabetes sowie zur anschließenden Therapie gehört dein Mann in die Hände eines Diabetologen, sei es ambulant oder stationär. Eine bloße Insulinverordnung ist suboptimal. Vielleicht ist die Gabe des Langzeit-Insulinanalogons auch nur als Sofortmaßnahme vom Hausarzt gedacht.

Zum Insulinregime mit dem Ziel einer guten Blutzuckerführung, möglichst ohne akute Komplikationen, gehört in der Regel eine entsprechende Schulung.

_________________
Mit freundlichen Grüßen
Hans Reuter


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 07.06.11, 20:20 
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Beiträge: 139
Hallo,

danke für die Antworten.
Ich finde es ja auch irgendwie unverantwortlich.
Mein Mann fühlte sich am Freitag etwas schlapp, sonst aber wohl.
Den Job wird mein Mann niemals aufgeben. Wenn er dort aufhört, geht der Chef pleite.......
Da kann ich reden wie ich will.
Sich belesen ...naja, dazu hat er kaum Zeit. Denn er fährt nachts um 0.30 von zu Hause los und kommt gegen Mittag bis spätestens 13.30 nach Hause. Geht dann so gegen 17.00 schlafen.
Das Insulin verabreicht er sich gegen 14.00.
Der Nüchtern BZ war dann um 0.00 heute nacht nach erstmaliger Insulingabe 14,2mmol/l

Ich habe bisher leider keinen Diabetologen in der Nähe gefunden :(
Ich hoffe ich finde noch einen....
Ich denke nicht das es vom HA nur als Sofortmaßnahme gedacht ist.
Das Insulin hatte er vorrätig, ebenso ein neues BZ-Meßgerät.
Nächste Woche muß er wieder hin. Ich habe meinen Dienst getauscht, gehe mit und werde ihm Löcher in den Bauch fragen.

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 12.06.11, 06:38 
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Beiträge: 139
Hallo nochmal,
Ich habe jetzt einen Diabetologen gefunden und auch einen Termin bekommen.
kann mir jemand mitteilen welche Untersuchungen u. a. beim Diabetologen gemacht werden sollten
und woran ich einen guten Diabetologen erkenne ??
mfg Stellamausi


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 12.06.11, 07:52 
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Beiträge: 603
Moin Stellamausi,

bei den Blutzucker-Größen, die Du oben geschrieben hast, sind Untersuchungen praktisch überflüssig. Denn Deinem Mann fehlt in jedem Falle vergleichsweise viel Insulin. Ein guter Dok wird Fragen nach bekannten weiteren gesundheitlichen Problemen stellen und danach, was Dein Mann alltäglich und vor allem bei der Arbeit tun und leisten muss. Und wenn er denn könnte wie er wollte, würde er krank schreiben und zum Langzeit-Insulin auch ein Kurzzeit-Insulin zum Essen verordnen und die Schulung dazu. Allerdings müsste er damit Deinem Mann praktisch das berufsmäßige Fahren verbieten und für die Zeit der sogenannten Einstellung - ausprobieren und anleiten zum Umgang mit den Insulinenen - dringend anraten, überhaupt auf's Fahren zu verzichten.

Und noch einmal ausdrücklich: Für Insuliner gehört das berufsmäßige Fahren von Gerät über 7,5 Tonnen bis zum Erwirken einer ausdrücklichen Genehmigung als unzulässig. Das bedeutet, dass Dein Mann ohne eine solche Genehmigung ohne Versicherungsschutz unterwegs wäre. Und für so eine Ausnahme-Genehmigung müsste Dein Mann nachweisen, dass er mit seinem Insulin zuverlässig so umgehen kann, dass sein Blutzucker meistens weitgehend gesund verläuft und dass er trotzdem nie mit zu wenig Zucker im Blut am Steuer sitzt.

Wo Nichtfahren aber bis zu dem Tag nicht infrage kommt, wo er umfällt, wie ich Dich verstanden habe, wird der Dok den begonnenen Eiertanz mit dem Langzeit-Insulin vielleicht noch um die eine oder andere Tablette erweitern, um ihn einstweilen vor seinem Gewissen als Typ2 mit sogenannt basaler Insulin-Unterstützung laufen zu lassen, womit er ihn nicht zwangsweise sofort aus dem Verkehr ziehen müsste. Der Preis wäre ein wahrscheinlich weiterhin krankmachend hoch verlaufender Blutzucker.

Wo der Urologe schon nach den Nieren geschaut hat, wird er wahrscheinlich noch eine Überweisung zum Augenarzt kriegen, damit der mal den Augenhintergrund/Netzhaut untersucht. Ach ja, der Diabetologe könnte selbst testen, wie empfindsam Dein Mann noch an seinen Füßen ist. Denn dass man da heiß und kalt immer weniger unterscheiden und Vibration und Kitzeln bis Stoßen und Pieken immer weniger wahrnehmen kann, gehört halt zu dem Tribut, den wir dem ungesund hohen Blutzucker mit der Zeit zahlen müssen.

Daumendrück, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 12.06.11, 08:35 
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Beiträge: 125
Moin Stella,
ich denke, er wird den aktuellen Blutzucker messen; wenn der verdächtig hoch ist, wird er
messen, wie hoch der BZ im Durchschnitt der letzten 3 Monate war.
Ist das verdächtig, wird er einen Glucosetoleranztest durchführen.
Woran man einen gute erkennt ? Puuh hmmmh :)

Ein guter würde erklären, was Diabetes ist, Dich dann behandlungsmäßig auf
die richtige Schiene setzen. Ob sie wirklich richtig kannst Du z.Zt. nicht
entscheiden.
Dann wird er wohl sagen, das Du mit zunehmender Erfahrung das Zepter selbst
in die Hand nimmst und er Dich nur noch "begleitet"
Mein doc sagte mal : ich bin Dein hba1c-Messer und Rezepteaussteller, Deine Entscheidungen
nicke ich ab oder nicht; ansonsten machst DU das selbst


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 12.06.11, 20:21 
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Hallochen,
danke für die Antworten.
Ich glaub ich muß hier erst mal was richtig stellen.
Mein Mann ist zwar Berufskraftfahrer aber er fährt keinen 40 Tonner mehr.
Er fährt momentan einen normalen Transporter. Allerdings mehrere Hundert Km in der Nacht.

Er soll demnächst irgendwann des Chefs rechte Hand werden und nur noch Kontrollen mit dem PKw durchführen.

Beim Urologen war er noch nicht. Den Ü-Schein hat er nur für den fall bekommen das seine phimose nicht mit der verordneten Salbe zurück geht.

Mein Mann ist absolut kein Arztgänger und kann sich momentan mit dem Diabetes nicht wirklich anfreunden.
Ich rede z.B. schon seit Jahren das er mal seine Galle schallen lassen soll.
Es führt kein Weg dahin. :roll: Er ist halt ein Sturkopf und ich denke ihm muß erst etwas passieren damit er aufwacht. Das macht mich selbst auch recht wütend. :evil:
Selbst Fallbeispiele aus meinem Beruf können ihn nicht erschrecken.
Er hat einfach die Vorstellungskraft nicht. Wahrscheinlich auch nach dem Motto das sowas nur anderen passiert.
Eure Antworten haben aber zumindest mir schon mal sehr geholfen.
lg Stella


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 12.06.11, 20:57 
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Moin Stella,

wenn die Blutzucker-Messungen in Deinem ersten Beitrag von Deinem Mann stammen, braucht der sich mit seinem Diabetes nicht mehr anzufreunden. Der Diabetes hat sich schon längst für ihn entschieden und wird garantiert über kurz oder lang erste Erfolge melden. Am günstigsten, wenn Deiner plötzlich mit dem Rückwärtsessen anfängt und nicht mal mehr klares Wasser bei sich behält. Keine Angst, er is dann nach einem Tag schon so platt, dass er sich freiwillig ins kranke Haus fahren lässt. Und es wäre die Lösung mit dem geringsten Risiko, dass er schon beginnende Schäden mit dem ungesund hohen Blutzucker entwickelt hätte.

Daumendrück, Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 12.06.11, 21:12 
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Hallo Jürgen,
stellamausi hat geschrieben:
Am günstigsten, wenn Deiner plötzlich mit dem Rückwärtsessen anfängt und nicht mal mehr klares Wasser bei sich behält


Wenns bei ihm anders geht als bei mir z.B. schon :-)
In meiner Galle war lt. Arzt nicht mal mehr Platz fürs kleinste Steinchen und ich habe alles Essen und Trinken können, nichts rückwärts, Gallenkoliken ja, aber die gingen ja auch wieder vorbei und ins KH bin ich eigentlich nur, weil ich mehr Angst hatte einen Unfall zu bauen da ich diese unterwegs im Auto bekam und anhalten mußte...mitten im dichtesten verkehr.
lg Stella


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 12.06.11, 22:22 
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Ich hatte eher an ne akute Ketoazidose gedacht, wenn er ein später Typ1 ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 13.06.11, 06:01 
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achso, ich dachte deine Antwort bezog sich darauf, weil ich geschrieben hatte das ich schon ewig rede das er sich die Galle schallen lassen soll.
lg stella


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 16.06.11, 21:29 
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Hallo, ich schon wieder......
gestern war mein Mann beim Diabetologen.
Er hat folgendes verordnet bekommen: mrg. 12 IE mitt.8 IE abds. 10IE
das langzeitinsulin nachts 16IE
Er konnte erst heute mittag damit anfangen und hatte einen BZ von 14,2 nach den 8 IE sank der BZ auf 4,7. Ihm wurde ziemlich schwummrig. Er nahm Traubenzucker, danach ging es ihm wieder gut.
Ich rief in der Praxis an und schilderte das Problem.
Dort wurde mir mitgeteilt das er trotzdem so weiter spritzen soll.
auf meine Frage hin ob es nicht besser wäre dann etwas weniger Insulin zu verabreichen wurde dies verneint da er in der Einstellungsphase ist. :?:
Er hatte einen nüchtern BZ von 7,1

Ist das richtig ??
mfg stella


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 Betreff des Beitrags: Re: Diabetes
BeitragVerfasst: 16.06.11, 22:32 
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Moin Stella,

Kohlenhydrate=Zucker essen ist wie Gas geben, Insulin spritzen wie bremsen. Damit das Teil auf 50km/h beschleunigt, musst Du beim einen Auto das Gaspedal im 1. und dann im 2. Gang um 2 cm runter drücken, beim anderen um 5 und bei anderen vielleicht irgendwo dazwischen. Und um aus 50 rechtzeitig vor der roten Ampel an zu halten, musst Du beim einen Auto 5 Sekunden mit 2kg auf die Bremse drücken, beim anderen 10 Sekunden mit 10kg oder irgendwo dazwischen.

Die verschiedenen Zahlen sollen nur erinnern, wie unterschiedlich Pedalbewegungen bei verschiedenen Autos auf Beschleunigen und Bremsen wirken. Wenn wir damit fahren wollen, müssen wir uns auf jedes neu einstellen. Und genau so unterschiedlich ist das auch mit der Wirkung von Kohlenhydraten und Insulin auf unseren Blutzucker. Der Arzt kann da nur sehr allgemeine Vorgaben machen. Wenn man will, dass es bei einem selbst besser passt, hilft nur eines: Systematisch selbst austesten.

Nimm als Beispiel mal das Frühstück:
Dein Mann misst und spritzt und isst dann seine X Nummern Stullen. Und dann misst er nach dem Essen alle 30 Minuten. Da wird der Blutzucker erst steigen und dann sinken. Und wenn er dann in der Höhe aufhört zu sinken, die er vor dem Essen gemessen hat, war hat die Insulin-Menge genau zur Futtermenge gepasst. Wenn der BZ erst tiefer zu sinken aufhört, hatte er zu viel Insulin gespritzt, und wenn der BZ über dem Wert vor dem Essen zu sinken aufhört, hatte er zu wenig Insulin gespritzt.

Gesunde Menschen fühlen sich mit 3,5-4,5 zwichen den Mahlzeiten super wohl. Aber wenn man lange mit so hohem BZ wie Dein Mann gelebt hat, bekommt man schon bei 6 oder 5 den Unterzuckerungstatterich. Da muss man sich halt erst langsam im Verlaufe von einigen Wochen wieder an gesündere BZ-Höhen gewöhnen.

Bisdann, Jürgen


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